Von einer wöchentlichen Testung jedes Bürgers ist NRW noch weit entfernt. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild
Coronavirus

Coronavirus in NRW: Bund beschließt bundesweite Corona-Notbremse – Liveblog

Wegen steigender Inzidenzen und voller Intensivstationen hat das Bundeskabinett eine bundesweite Corona-Notbremse beschlossen. Das bedeutet weitere Einschränkungen in weiten Teilen des Landes. Die aktuelle Lage in NRW im Überblick.

Über die Auswirkungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

  • Fallzahlen in NRW: 652.737 bestätigte Fälle – 51.900 aktuell Infizierte – 14.656 Todesfälle, Wocheninzidenz: 135,4 (Stand: 13.4.2021).
  • Das Bundeskabinett hat die Änderung des Infektionsschutzgesetzes beschlossen. Das bedeutet Ausgangssperren und geschlossene Läden.
  • Geimpfte sollen wieder mehr Freiheiten bekommen. Gesundheitsminister Jens Spahn macht dazu Vorschläge.
  • In Deutschland sind mehr als 15.000 Teststellen für kostenlose Corona-Tests geschaffen worden. Die meisten Teststellen gibt es Medienberichten zufolge in NRW. Trotzdem wird noch lange nicht jeder Bürger wöchentlich getestet.
  • Die Corona-Situation in NRW hat sich wieder deutlich verschärft. Vor allem die Zahl der Todesfälle steigt nach der sinkenden Tendenz der letzten Wochen erneut an.
  • Die Zahl der in 7-Tage-Inzidenz ist in NRW weiter gestiegen. Nordrhein-Westfalen hat für Düsseldorf ab heute die Corona-Notbremse angeordnet. Lockerungen gibt es jedoch für Getestete mit negativem Ergebnis.
  • Alle neuen Regeln finden Sie hier im Überblick.

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Dienstag, 13. April, 11.15 Uhr

Geimpfte sollen Freiheiten zurückbekommen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will Geimpften neue Freiheiten geben. Grundlage ist ein Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI) über die Infektiosität von Geimpften. Umsetzen müssen die Vorschläge aber zum Großteil die Länder.

Dienstag, 13. April, 10.31 UhrBund beschließt bundesweite Corona-NotbremseDas Bundeskabinett hat die Änderung des Infektionsschutzgesetzes beschlossen. Damit müssen sich die Menschen in weiten Teilen Deutschlands auf Ausgangsbeschränkungen und geschlossene Läden nach bundesweit verbindlichen Vorgaben einstellen.

Dienstag, 13. April, 9.23 Uhr

Corona-Notbremse in Hamm und dem Rheinisch-Bergischen Kreis

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales hat auf Grundlage der Corona-Schutzverordnung die Corona-Notbremse für die Stadt Hamm und den Rheinisch-Bergischen Kreis angeordnet. Sie gilt ab morgen.

Dienstag, 13. April, 8.45 Uhr

Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt in NRW weiter

In NRW ist der Corona-Wochenwert weiter gestiegen. Wie das Robert Koch-Institut mitteilte, liegt er heute bei 135,5 Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. Bundesweit stieg die wichtige Kennziffer auf 140,9.

Laut Landeszentrum Gesundheit NRW lagen am Dienstag nur noch sieben Kreise und kreisfreie Städte unter der 100er-Marke. Den geringsten Wert hatte der Kreis Höxter mit 67,7. Drei Kommunen lagen über 200: Remscheid (247,0), Hagen (205,1) und Märkischer Kreis (201,6).

Dienstag, 13. April, 8.21 Uhr

Fachärzte fordern die Corona-Impfung auch für Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche sind vorerst diejenigen, die auf noch nicht absehbare Zeit ungeimpft bleiben. So schnell wie möglich müssten Zulassungsstudien für kindgerechte Impfstoffe vorangetrieben werden, fordert hingegen der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

Bislang plant aber nur Biontech die Zulassung für Jüngere, Astrazeneca und Moderna fehlen noch Daten.

Dienstag, 13. April, 7.34 Uhr

NRW-weit nur 88 Fälle in gesamter Grippe-Saison

Die Grippewelle ist in Nordrhein-Westfalen durch die umfangreichen Schutzmaßnahmen und Kontaktbeschränkungen gegen die Ausbreitung der Corona-Pandemie weitgehend ausgefallen.

In der gesamten Grippe-Saison 2020/2021 sind dem Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen bisher nur 88 entsprechende Meldungen nach dem Infektionsschutzgesetz übermittelt worden, wie eine Sprecherin des Landesamtes der Deutschen Presse-Agentur sagte. Zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres seien es im bevölkerungsreichsten Bundesland rund 26 000 Grippe-Fälle gewesen.

Dienstag, 13. April, 6.42 Uhr

Mehr als 15.000 Teststellen in Deutschland – am meisten in NRW

In Deutschland sind mehr als 15.000 Teststellen für kostenlose Corona-Tests geschaffen worden. Das sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) der Welt. „Das gibt uns mehr Sicherheit in dieser schwierigen Phase der Pandemie.“

Der Bund hatte Anfang März die Finanzierung der Tests übernommen, Länder und Kommunen waren für die Einrichtung der Stellen zuständig. Sie umfassen etwa Testzentren und Apotheken. Die meisten gibt es dem Bericht zufolge mit 5776 im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen (Stand 8. April).

Im bundesweiten Durchschnitt sind es 37 Teststellen pro Landkreis oder kreisfreier Stadt. Über die Zahl der durchgeführten Schnelltests konnten die meisten Länder keine Angaben machen. In Nordrhein-Westfalen waren es allein im März 3,64 Millionen. Dort wurden 3787, also 0,1 Prozent, als positiv gemeldet. Angesichts von knapp 18 Millionen Landesbewohnern ist eine wöchentliche Testung eines jeden jedoch noch weit entfernt.

Dienstag, 13. April, 5.54 Uhr

Apothekerverband: Im Sommer könnten Apotheker gegen Corona impfen

Der Apothekerverband Nordrhein hat vorgeschlagen, im Sommer auch die Apotheker in die Corona-Impfkampagne einzubeziehen. „Wenn es im Laufe des Sommers ein Überangebot an Impfstoffen gibt, müsste man überlegen, die Apotheken in das Impfgeschehen mit einzubeziehen. So könnte die Impfkampagne schneller voran schreiten“, sagte Thomas Preis, Chef des Apothekerverbands Nordrhein, der Düsseldorfer „Rheinischen Post“.

Dienstag, 13. April, 5.19 Uhr

RKI registriert 10.810 Corona-Neuinfektionen und 294 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 10.810 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 294 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 6885 Neuinfektionen und 90 neue Todesfälle verzeichnet.

Zudem könnten die Zahlen der Vorwoche wegen der Schulferien noch nicht vergleichbar mit früheren Werten sein. RKI-Präsident Lothar Wieler rechnete ab Mitte dieser Woche wieder mit verlässlicheren Daten zur Pandemie. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner liegt laut RKI bundesweit bei 140,9.

Montag, 12. April, 22.59 Uhr

Land legt wieder Stipendienprogramm für freie Künstler auf

In Nordrhein-Westfalen lebende freischaffende Künstler und Künstlerinnen können sich erneut um ein Stipendium des Landes bewerben, um auch in harten Corona-Zeiten weiter arbeiten zu können. Es seien 15.000 Stipendien zu vergeben in Rahmen des Programms „Auf geht’s!“, teilte das Kulturministerium mit. Für die Dauer von sechs Monaten – von April bis September – erhalten die Künstler 6000 Euro. Dafür stünden insgesamt 90 Millionen Euro zur Verfügung. Antragsteller müssen unter anderem eine Kurzbeschreibung ihres geplanten Projektes liefern. Die Antragsfrist läuft bis zum 31. Mai.

Montag, 12. April, 22.01 Uhr

In beschleunigtem Verfahren: Regierung will schnelle Bundes-Notbremse

Das Bundeskabinett will am Dienstag bundesweit einheitliche Einschränkungen beschließen, um die immer stärkere dritte Corona-Welle in Deutschland zu brechen. Dazu soll voraussichtlich das Infektionsschutzgesetz geändert werden. In einem neuen Paragrafen 28b soll festgelegt werden, was zu tun ist, wenn in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an drei aufeinanderfolgenden Tagen die Inzidenz über 100 liegt, also binnen einer Woche mehr als 100 Neuinfizierte auf 100.000 Einwohner kommen.

Montag, 12. April, 21.18 Uhr

Köln: Höchste Zahl an Intensivpatienten seit Pandemiebeginn

In der Millionenstadt Köln hat die steigende Zahl der Patienten auf den Intensivstationen den höchsten Stand seit Beginn der Pandemie erreicht. Mit 113 Menschen, die auf einer Intensivstation behandelt werden, sei am Montag der bisherige Höchstwert der Pandemie überschritten worden, teilte die Stadt mit. Der Höchstwert in der zweiten Corona-Welle hatte bei 112 gelegen. Die Krankenhäuser und Kliniken sähen sich auf den Intensivstationen einer bedrohlichen Situation gegenüber. Insgesamt würden 319 Personen mit einer Corona-Infektion in einem Krankenhaus der Domstadt behandelt.

Montag, 12. April, 20.41 Uhr

Familienrichter will die Maskenpflicht an Schulen stoppen

Ein Gerichtsbeschluss aus Thüringen versetzt Gegner der staatlichen Corona-Schutzmaßnahmen seit dem Wochenende in helle Freude. Ein Familienrichter am Amtsgericht Weimar hatte in einem Beschluss vom 8. April die Durchsetzung von Maskenpflicht, Tests und Abstandsregeln für zwei Weimarer Schüler untersagt. Auch für alle weiteren Schülerinnen und Schüler der beiden Einrichtungen seien die Regeln aus der Corona-Schutzverordnung ausgesetzt.

Das Thüringer Bildungsministerium äußerte jedoch erhebliche Zweifel an der Gültigkeit des Beschlusses. Er sei, wenn überhaupt, nur für die Verfahrensbeteiligten bindend, nicht aber für alle Schülerinnen und Schüler. Für Klagen gegen die Corona-Schutzverordnungen seien die Verwaltungsgerichte und nicht ein Amtsgericht als Familiengericht zuständig.

Montag, 12. April, 19.38 Uhr

Ab heute liefert auch Johnson & Johnson Corona-Impfstoff an die EU

Die Corona-Impfungen mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson können nun auch in der Europäischen Union starten. Der Hersteller beginne am Montag mit der Lieferung an die EU-Staaten, bestätigte die EU-Kommission in Brüssel. Sie erwartet bis Ende Juni bis zu 55 Millionen Dosen des Impfstoffs. Gut 10 Millionen Dosen sollen nach Deutschland gehen. Die Besonderheit: Das Vakzin muss nur einmal gespritzt werden, statt wie die übrigen drei zugelassenen Corona-Impfstoffe zweimal.

Montag, 12. April, 18.57 Uhr

Corona-Situation wieder deutlich verschärft – Zahl der Toten nimmt zu

Vor einer Woche konnten wir ein wenig durchatmen. Die Zahl der neuen Infektionen mit dem Coronavirus und die Zahl der Corona-Toten war gesunken. Doch vor einer Woche war Ostermontag und das Robert-Koch-Institut hatte immer auf Meldeverzögerungen hingewiesen. Jetzt bewahrheitet sich diese düstere Prognose: In den vergangenen sieben Tagen seit Ostern hat sich die Lage wieder deutlich zugespitzt.

In der Woche zwischen dem 5. und 12. April zählte das RKI 1.439 Corona-Tote. Das sind 339 Menschen mehr als in der Woche davor. Erstmals seit der Woche zwischen dem 4. und 11. Januar ist damit die Zahl der in einer Woche im Zusammenhang mit einer Coronainfektion gestorbenen Menschen wieder gestiegen.

Montag, 12. April, 18.24 Uhr

Kreis Höxter nimmt Lockerungen zurück – wieder Termin fürs Einkaufen

Wegen gestiegener Corona-Infektionszahlen hat der Kreis Höxter seine kurzzeitigen Lockerungen wieder zurückgenommen. Von Dienstag an müssten die Menschen im Kreisgebiet für Einkäufe wieder einen Termin vereinbaren, teilte der Kreis mit. Diese Auflage war seit Samstag ausgesetzt gewesen. „In einem kleinen Zeitfenster konnten Einzelhandel und Kundschaft ein Stück Normalität erleben“, sagte Landrat Michael Stickeln (CDU). Nun seien die Inzidenzwerte aber wieder deutlich über die Schwelle von 50 gestiegen, teilte der Kreis mit. Sie lagen am Sonntag kreisweit bei 69,2 am Montag bei 67,7.

Montag, 12. April, 17.41 Uhr

Virologe Streeck lehnt Lockdown mit Ausgangssperren ab

Der Bonner Virologe Hendrik Streeck warnt vor einem härteren Lockdown mit Ausgangssperren. „Dadurch feuern wir das Infektionsgeschehen weiter an“, sagte er im Videocast „19 – die Chefvisite“. Aktuell würden sich laut Robert-Koch-Institut (RKI) vor allem sozial Schwache in beengten Wohnverhältnissen infizieren. Diese Menschen hätten bei einer Ausgangssperre nicht die Möglichkeit, sich Corona-konform aus dem Weg zu gehen, so Streeck.

Seine Forderung: „Wir schaffen sichere Bereiche draußen, wo die Menschen sich treffen können, anstatt sie weiter zusammenzudrängen.“ Dabei denkt der Virologe zum Beispiel an gelüftete Turnhallen mit Sicherheitspersonal. Diese Lösung sei besser als private Grauzonen, wo keiner sehen kann, ob die Regeln eingehalten werden – und es würden Ventile geschaffen.

Hendrik Streeck ist Professor und Virologe an der Medizinischen Fakultät der Universität Bonn. Er warnt vor Ausgangssperren als Maßnahme zur Eindämmung des Coronavirus.
Hendrik Streeck ist Professor und Virologe an der Medizinischen Fakultät der Universität Bonn. Er warnt vor Ausgangssperren als Maßnahme zur Eindämmung des Coronavirus. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Montag, 12. April, 17.03 Uhr

Biontech/Pfizer-Vakzine: Israelische Studie zeigt schlechteren Schutz vor südafrikanischer Variante

Der Impfstoff von Biontech/Pfizer scheint doch schlechter vor Infektionen mit der südafrikanischen Variante B.1.351 des Coronavirus zu schützen. In einer Studie israelischer Forscher, die jetzt als Preprint veröffentlicht wurde, kam es vermehrt zu Impfdurchbrüchen. Die Studienergebnisse stehen im Widerspruch zu den letzten Angaben des Herstellers: Biontech hatte erst vor wenigen Tagen bekannt gegeben, dass sein Impfstoff wahrscheinlich auch gut vor B.1.351 schützt.

Studien mit Geimpften in Südafrika, wo B.1.351 die vorherrschende Variante sei, würden auf eine Wirksamkeit von 100 Prozent hindeuten, hieß es in einer Pressemitteilung von Biontech vom 1. April.

Montag, 12. April, 16.29 UhrGeimpfte haben nicht die gleichen Rechte, wie negativ GetesteteMüssen Geimpfte auch noch einen Schnelltest vorweisen oder reicht ein Impfnachweis, um in den Genuss von Lockerungen, z.B. in den Städten mit der „Notbremse“, zu kommen? Wir haben diese Frage dem Gesundheitsministerium in Düsseldorf gestellt.

Die Antwort lautet: Ja. Auch als Geimpfter muss man sich noch testen lassen. Wobei die Betonung auf dem Wort „noch“ liegt. Denn hinter den Kulissen wird offenbar darüber nachgedacht, wie man auf Dauer mit diesem heikelen Thema umgeht.

Montag, 12. April, 14.28 UhrDüsseldorf zieht Notbremse – mit Lockerungen für Getestete

In der Landeshauptstadt Düsseldorf gilt ab Dienstag (13. April) zwar die sogenannte Corona-Notbremse. Für Menschen mit negativem Coronatest bleiben Museen, Kosmetikstudios oder Bekleidungsgeschäfte aber geöffnet. Die Landesregierung habe dem zugestimmt, teilte die Stadt mit.

„Mit unseren 288 Teststationen im Stadtgebiet erfüllen wir alle Voraussetzungen, die ausdrücklich vorgesehene Testoption in Kraft zu setzen“, sagte Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU). Die Regelung soll zunächst bis kommenden Sonntag gelten. Düsseldorf hatte am Wochenende den dritten Tag in Folge bei der 7-Tages-Inzidenz die kritische Marke von 100 überschritten. Das Gesundheitsministerium hatte daraufhin die Notbremse verordnet.

Montag, 12. April, 13.01 UhrSchulen in NRW warten weiter auf SelbsttestsZum Unterrichtsbeginn nach den Osterferien am Montag haben noch nicht alle Schulen lückenlos die zugesagten Selbsttest-Lieferungen erhalten. Es gebe in NRW einzelne Ausnahmen, „bei denen eine Erreichbarkeit vor Ort nicht sichergestellt werden konnte“, ansonsten seien alle Schulen versorgt, hieß es aus dem Schulministerium in Düsseldorf.

Düsseldorf zieht ab Dienstag die Notbremse – allerdings gibt es Ausnahmen für getestete Personen. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Montag, 12. April, 12.07 UhrPolizei löst illegale Corona-Geburtstagsfeier auf – Mann in GewahrsamBei einer privaten Geburtstagsfeier mit rund 20 Gästen in Löhne im Kreis Herford hat ein 52-jähriger Mann Widerstand geleistet und sich drohend den Polizeibeamten genähert. Laut Mitteilung von Montag kam er kurzzeitig in Gewahrsam.

Bei dem Vorfall am Samstag waren in einem Haus neun Erwachsene und mindestens zehn Kinder zusammengekommen. Die Veranstalter, eine 29-jährige Frau und ein 34-jähriger Mann, weigerten sich, die Feier zu beenden. Als die Beamten die Personalien aufnahmen, flüchtete der alkoholisierte und aggressive 52-Jährige aus Bad Oeynhausen. Vier Personen versuchten, mit einem Auto zu entkommen.

Montag, 12. April, 11.19 Uhr

Sommerurlaub 2021: Buchungen brechen um 76 Prozent ein

Die Menschen in Deutschland zeigen sich noch sehr zurückhaltend mit Buchungen für den Sommerurlaub. Die deutsche Reisebranche verzeichnet einen Rückgang um drei Viertel gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Grund dafür sei auch die Stigmatisierung von Reisen durch die Politik, kritisieren Branchenvertreter.

Montag, 12. April, 10.01 UhrNRW-Schulministerin Gebauer gibt keine Prognose zum Ende des Distanzunterrichts NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hat einen Zeitpunkt für die Rückkehr der Mehrheit der Schüler in ihre Klassenräume vorerst offen gelassen. „Wenn wir die Glaskugel hätten, dann wäre es einfacher für alle Beteiligten“, sagte sie am Montagmorgen dem WDR auf die Frage, wie die Situation in der kommenden Woche aussehen werde.

Das Infektionsgeschehen habe sich in den vergangenen Tagen nochmals dramatisch verändert. Eine Entscheidung solle so schnell wie möglich getroffen werden. Die Situation sei aber „sehr instabil“. Montag, 12. April, 9.22 UhrInzidenz von Corona-Neuinfektionen in NRW steigt weiter Die Zahl der in sieben Tagen gemeldeten Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner ist in Nordrhein-Westfalen weiter gestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) lag sie am Montagmorgen bei 130,7.

Den Daten zufolge wurden in NRW binnen eines Tages 2.386 Neuinfektionen gemeldet. In nur noch neun Kreisen und kreisfreien Städten in NRW lag die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz am Montag unter der Marke von 100. Über der 200er-Marke befinden sich momentan drei Kommunen.

Montag, 12. April, 8.43 Uhr

Polizei löst Corona-Party auf Parkplatz auf

Die Polizei hat im Kreis Warendorf eine in der Corona-Pandemie verbotene Party aufgelöst. Am frühen Sonntagmorgen seien mehrere Menschen mit Autos auf einem Schwimmbad-Parkplatz gemeldet worden, teilten die Beamten mit. An Ort und Stelle habe man dann eine größere Gruppe an jungen Erwachsenen angetroffen. Es seien Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen des Verstoßes gegen die Infektionsschutzverordnung eingeleitet worden. Ein Teil der Party-Gruppe sei kurze Zeit später erneut auf einem Parkplatz bei einem Treffen entdeckt worden.

Montag, 12. April, 8.01 Uhr

Aerosolforscher warnen Politik vor symbolischen Corona-Maßnahmen

Führende Aerosolforscher aus Deutschland fordern von der Politik einen Kurswechsel bei den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Seuche. „Wenn wir die Pandemie in den Griff bekommen wollen, müssen wir die Menschen sensibilisieren, dass DRINNEN die Gefahr lauert“, heißt es in einem Brief an die Bundesregierung und an die Landesregierungen, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Es gilt als sicher, dass sich das Coronavirus vor allem über Luft verbreitet.

„Leider werden bis heute wesentliche Erkenntnisse unserer Forschungsarbeit nicht in praktisches Handeln übersetzt“, kritisieren die Verfasser. Debatten über das Flanieren auf Flusspromenaden, den Aufenthalt in Biergärten, das Joggen oder Radfahren seien hingegen kontraproduktiv. Maßnahmen wie die Maskenpflicht beim Joggen etwa seien eher symbolischer Natur und ließen „keinen nennenswerten Einfluss auf das Infektionsgeschehen erwarten“, schreiben die Experten. Sars-CoV-2-Erreger würden fast ausnahmslos in Innenräumen übertragen. Im Freien sei das äußerst selten, im Promille-Bereich.

Montag, 12. April, 6.51 Uhr

Land NRW zieht in Düsseldorf die Corona-Notbremse

Nordrhein-Westfalen hat für Düsseldorf ab Dienstag die Corona-„Notbremse“ angeordnet, da die Sieben-Tage-Inzidenz dort den dritten Tag in Folge über 100 liegt. Ab dem 13. April sind damit nur Kontakte zwischen einem Hausstand und maximal einer weiteren Person erlaubt, wie das Gesundheitsministerium am Sonntagabend mitteilte. Kinder bis einschließlich 14 Jahren würden nicht mitgerechnet.

Körpernahe Dienstleistungen, bei denen der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, seien wieder unzulässig, hieß es weiter. Dazu gehören etwa Nagelstudios und Massagesalons. Zulässig blieben medizinisch erforderliche Dienstleistungen sowie Friseurdienstleistungen, Fußpflege und Personenbeförderung. Der Besuch von Museen, Kunstausstellungen sei ab Dienstag wieder untersagt.

Montag, 12. April, 5.50 UhrSchulstart auf Distanz – Regelmäßige Selbsttests für Kita-Kinder Die Osterferien sind zu Ende – doch die Schulen in Nordrhein-Westfalen werden am Montag trotzdem überwiegend leer bleiben. Für alle Schüler – außer den Abschlussklassen – ist zumindest für diese Woche wieder Homeschooling angesagt. Die Kitas bleiben im eingeschränkten Regelbetrieb mit reduzierter Wochenstundenzahl geöffnet.

Nach Beschluss der Landesregierung müssen alle Schüler zwei Mal pro Woche einen Corona-Selbsttest machen. „Schüler, die der Testpflicht nicht nachkommen, können nicht am Präsenzunterricht teilnehmen.“ Die Testpflicht gilt nach Ministeriumsangaben auch für die Schüler, die ab Montag in die Notbetreuung kommen. In der erst am Wochenende veröffentlichten entsprechenden Verordnung gibt es eine Ausnahme für Prüflinge: Die können auch ohne Selbsttest in die Schule kommen, werden dann von den getesteten Mitschülern separiert.

In den Kitas gibt es derweil erstmals auch für die Kinder zweimal wöchentlich kostenlose Selbsttests, die aber freiwillig sind und von den Eltern zu Hause durchgeführt werden können.

Montag, 12. April, 5.23 Uhr

RKI registriert 13.245 Corona-Neuinfektionen und 99 neue Todesfälle

Die Zahl der insgesamt in Deutschland gemeldeten Corona-Infektionen ist auf über drei Millionen gestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag haben sich nachweislich 3.011.513 Menschen in Deutschland mit dem Virus infiziert. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.683.900 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 78.452. Binnen eines Tages wurden 13.245 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 99 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI von Montagmorgen hervor.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Montagmorgen bundesweit bei 136,4. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntag bei 1,08 (Vortag: 1,02). Sonntag, 11. April, 21.00 Uhr Harte Kritik an Laschets Ausspruch für ein Ende der ImpfreihenfolgeNach den Äußerungen von NRW-Oppositionsführer Thomas Kutschaty (SPD) schließt sich auch die Deutsche Stiftung Patientenschutz der Kritik an dem Vorschlag von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, die Impfreihenfolge zum Sommer abzuschaffen, an.

Laschet wolle die „ethische Impfreihenfolge zerlegen“, sagte Stiftungs-Vorstand Eugen Brysch am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. „Dabei sollte doch die Priorisierung garantieren, dass zunächst die Schwächsten als erstes geschützt werden.“

Sonntag, 11. April, 19.08 Laschet drängt auf schnellen Beschluss von Corona-Bundesregelung Der CDU-Vorsitzende Armin Laschet drängt auf eine schnelle Einigung von Bundesregierung, Bundestag und Ländern über die geplante bundeseinheitlichen Corona-Regelungen. „Ich wünsche mir nur, dass es jetzt schnell geht, denn die (Infektions-)Zahlen sind absehbar und die hängen nicht von Beratungsverfahren zwischen Bundestag und Bundesrat ab“, sagte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident am Sonntagabend im ARD-„Bericht aus Berlin“.Sonntag, 11. April, 18.28 Uhr Stadt Remscheid ordnet Ausgangsbeschränkungen an

Die Stadt Remscheid will ab Dienstag eine Ausgangssperre von 21.00 bis 5.00 Uhr morgens, eine verschärfte Kontaktbeschränkung im privaten Bereich, die Schließung von Park- und Sportanlagen sowie eine erweiterte Maskenpflicht im Auto einführen. Die entsprechende Allgemeinverfügung soll zunächst bis zum 18. April gelten, wie die Stadt am Sonntag mitteilte.

„Die 7-Tages-Inzidenz von deutlich über 200 macht eine weitere Verschärfung der bestehenden Kontaktreduzierungen dringend erforderlich“, so die Stadt. Sonntag, 11. April, 16.45 Uhr Mehr als 15 Prozent der Deutschen mit Erstimpfung Der Impfstart in den Arztpraxen hat Deutschland in Sachen Corona-Impfungen einen kleinen Schub verpasst. Mehr als 15 Prozent der Deutschen haben dem Robert-Koch-Institut zufolge ihre erste Impf-Dosis erhalten.

Am Mittwoch waren in den meisten Bundesländern die Impfungen in den insgesamt 35.000 teilnehmenden Hausarztpraxen gestartet. Das Impftempo in den Praxen könnte allerdings bald wieder etwas ins Stocken geraten. Denn seit längerem ist bekannt, dass die Impfstoffmenge für die Praxen Mitte April vorübergehend geringfügig zurückgeht, bevor sie wieder steigt.

Sonntag, 11. April, 15.15 UhrAsthmamittel Budesonid gegen schwere Corona-Verläufe

Laut einer Studie der Oxford-Universität könnte das Asthmamittel Budesonid schweren Krankheitsverläufen mit dem Coronavirus vorbeugen.

Auch SPD-Politiker und Mediziner Karl Lauterbach zeigt sich auf Twitter überzeugt von dem Medikament.

Sonntag, 11. April, 15.00 Uhr DB erteilt Zugverbot für MaskenverweigererDie Deutsche Bahn hat gegen mehrere Maskenverweigerer Fahr- und Hausverbote ausgesprochen. Das Verbot sieht eine sechsmonatige Sperre für Reisen im Regional- und Fernverkehr vor, auch die Bahnhöfe dürfen nicht betreten werden.

Wer sich widersetzt, muss mit Geldbußen und einem Strafverfahren rechnen.

Sonntag, 11. April, 14.45 Uhr

Unerlaubte Party – Betrunkene verletzen Polizisten schwer

Extrem aggressiv und beleidigend haben sich Gäste einer unerlaubten Party in Lünen gegenüber der Polizei gezeigt und einen Beamten bei einem Gerangel sogar schwer verletzt. Mehrere Gäste aus unterschiedlichen Haushalten waren stark betrunken und trugen keine Masken. Sie pöbelten die Beamten an und missachteten bewusst den Mindestabstand, wie es hieß. Als die Party aufgelöst und Platzverweise ausgesprochen wurden, wurden drei Männer aus Lünen aggressiv. Bei der Auseinandersetzung wurde ein Polizist schwer verletzt und war nicht mehr dienstfähig.

Sonntag, 11. April, 13.53 Uhr

Düsseldorf droht Corona-Notbremse – Krisenstab tagt am Montag

Nach zahlreichen Kreisen und Städten in NRW droht nun auch der Landeshauptstadt Düsseldorf ab kommendem Dienstag die sogenannte Corona-Notbremse. In Düsseldorf hatte die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern binnen sieben Tagen am Sonntag zum dritten Mal hintereinander über dem Wert von 100 gelegen. Laut Corona-Schutzverordnung müsste das öffentliche Leben damit wieder stärker eingeschränkt werden. In der Landeshauptstadt lag die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz am Sonntag laut Robert-Koch-Institut (RKI) bei 109,3. Am Freitag war die 100er Marke erstmals überschritten worden. Wie es konkret weiter geht, soll laut einem Stadtsprecher am Montag beraten werden.

Sonntag, 11. April, 13.17 Uhr

Neue Verordnung: Abschlussprüfung auch für Schüler ohne Corona-Test

Bei den anstehenden Abiturprüfungen in NRW werden auch nicht auf Corona getestete Schülerinnen und Schüler teilnehmen können. Das geht aus der neuen Coronabetreuungsverordnung hervor, die ab Montag (12. April) gültig ist. Die neue Verordnung sieht für alle, die in Präsenz am Schulleben teilnehmen, grundsätzlich zwei Corona-Selbstests pro Woche vor. Für Schüler müssen die auch in der Schule selbst unter Aufsicht vorgenommen werden. Nur Kinder mit sonderpädagogischem Bedarf dürfen die Tests bei ihren Eltern machen, die das entsprechend schriftlich versichern müssen. Eine Ausnahme von der allgemeinen Testpflicht gibt es für Abschlussprüfungen und Berufsabschlussprüfungen. Die Prüfungen ungetester Personen „werden räumlich getrennt von den Prüfungen getesteter Schülerinnen und Schüler durchgeführt“, heißt es in der Verordnung.

Sonntag, 11. April, 12.41 Uhr

Merkel für konsequenten und möglichst kurzen „Brücken-Lockdown“

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich für einen konsequenten Lockdown im Kampf gegen die dritte Corona-Welle ausgesprochen. Die Brücke der Beschränkungen solle möglichst kurz sein, sagte Merkel nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur von Teilnehmern am Sonntag in der Klausur der Spitze der Unionsfraktion in Berlin. Deshalb solle jetzt konsequent vorgegangen werden. Ziel sei es, Öffnungsschritte mit Testen zu verbinden.

Über Ostern hatte der CDU-Vorsitzende und nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet einen „Brücken-Lockdown“ vorgeschlagen, mit dem die Zeit überbrückt werden könnte, bis die Impfkampagne gegen Corona stärker als bisher greift.

Sonntag, 11. April, 12.20 Uhr

Kutschaty widerspricht Laschet: Impfreihenfolge beibehalten

NRW-Oppositionsführer Thomas Kutschaty (SPD) hat sich gegen eine Aufhebung der Impfreihenfolge vor dem Sommer ausgesprochen, wie sie Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) ins Spiel gebracht hat. „Ich glaube nicht, dass es viel bringt, wenn dann zu Beginn des Sommers ein unkontrollierter Run auf den Impfstoff losgehen würde. Das könnte zu viel Durcheinander und auch Überlastungen in den Systemen führen“, sagte Kutschaty am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Angesichts steigender Impfstofflieferungen hatte sich Laschet für ein Ende der Corona-Impfreihenfolge ausgesprochen.

Sonntag, 11. April, 11.31 Uhr

Corona-Test vom Arbeitsplatz kann auch im Alltag genutzt werden

Wer in NRW am Arbeitsplatz einen Corona-Schnelltest macht, kann das Ergebnis jetzt auch in seiner Freizeit nutzen. Wie das Düsseldorfer Gesundheitsministerium am Sonntag mitteilte, können Arbeitgeber – wie sonst Ärzte oder Testzentren – nun ebenfalls einen offiziellen Testnachweis ausstellen. „Mit mehr als 5700 Teststellen landesweit und bis zu 290.000 täglichen Bürgertests hat die Teststrategie in Nordrhein-Westfalen in den letzten Wochen massiv Fahrt aufgenommen“, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumman (CDU).

„Auch die nach wie vor zahlreichen Tests in Alten- und Pflegeheimen tragen viel zur Pandemiebewältigung bei. Wenn jetzt immer mehr Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber mitmachen, sind wir da in unserem Land auf einem sehr guten Weg.“ Arbeitgeber können laut Ministerium ihren Beschäftigen einen Nachweis ausstellen, wenn die Testung bei Anwendung von Corona-Schnelltests „durch fachkundiges oder geschultes Personal durchgeführt wird.“

Karl-Josef Laumann (CDU), Gesundheitsminister von Nordrhein-Westfalen
Karl-Josef Laumann (CDU), Gesundheitsminister von Nordrhein-Westfalen. © picture alliance/dpa/dpa/Pool © picture alliance/dpa/dpa/Pool

Sonntag, 11. April, 10.43 Uhr

Ex-Richterbund-Chef „fassungslos“ über neue Corona-Pläne des Bundes

Der frühere Vorsitzende des Deutschen Richterbunds, Jens Gnisa, empört sich über Pläne der Bundesregierung, im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie das Infektionsschutzgesetz zu verschärfen. „Man sieht mich selten fassungslos. Aber nun ist es so weit. Der Bund schießt deutlich über alle Verhältnismäßigkeitsgrenzen hinaus“, schrieb der Direktor des Amtsgerichts Bielefeld am Samstag auf Facebook. Es gehe bei den Vorschlägen nun nicht mehr um einen Brücken-Lockdown von zwei oder drei Wochen, sondern um einen „nicht mehr einzufangenden Dauerlockdown“, rügte er.

Sonntag, 11. April, 10.19 Uhr

Über 4300 Corona-Neuinfektionen in NRW – Inzidenz steigt auf 125

Die NRW-Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 4326 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Die Zahl der in sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Sonntagmorgen in NRW bei 125. Damit ist die Sieben-Tage-Inzidenz im bevölkerungsreichsten Bundesland gegenüber dem Vortag (Samstag: 115) erneut gestiegen.

In nur noch elf Kreisen und kreisfreien Städten in NRW lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Sonntag unter der Marke von 100. Besonders hoch waren die Werte in Remscheid (217,4) und Hamm (206,2). In der Landeshauptstadt Düsseldorf stieg die Sieben-Tage-Inzidenz auf 109,3. Dort hatten die Werte am Freitag die 100er Marke überschritten. Damit war der Sonntag der dritte Tag in Folge über der kritischen Marke. Damit müsste ab Mitte der Woche auch in der Landeshauptstadt erstmals die sogenannte Notbremse ziehen.

Sonntag, 11. April, 9.27 Uhr

Schausteller: Große Volksfeste erst bei Herdenimmunität

Große Volksfeste können nach Einschätzung des Deutschen Schaustellerbundes (DSB) erst wieder veranstaltet werden, wenn eine sogenannte Herdenimmunität in der Bevölkerung erreicht ist. „Dass wir bei einer riesigen Besuchermenge, wie zum Beispiel der Cranger Kirmes, mit Schnelltests arbeiten, das wird nicht gehen“, sagte DSB-Präsident Albert Ritter der Deutschen Presse-Agentur. Volksfeste in der gewohnten Dimension könnten deshalb wohl erst wieder stattfinden, wenn ein ausreichender Teil der Bevölkerung geimpft sei. In Nordrhein-Westfalen sind Volks- und Schützenfeste noch bis mindestens 31. Mai verboten. Derzeit heiße es für Schausteller und Veranstalter also noch „abwarten“, sagte Ritter. Ob, wann und unter welchen Bedingungen in diesem Jahr Karussells und Jahrmarkt-Buden aufgebaut werden könnten, sei noch unklar.

Sonntag, 11. April, 8.11 Uhr

Inzidenz steigt weiter an: RKI meldet 17.855 Corona-Neuinfektionen und 104 Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 17.855 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 104 neue Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Samstagmorgen bundesweit bei 129,2. Am Sonntag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Die Zahlen könnten zudem wegen der Schulferien noch nicht mit früheren Werten vergleichbar sein.

Sonntag, 11. April, 7.15 Uhr

Laschet für Aufhebung der Impfreihenfolge bis zum Sommer

Angesichts steigender Impfstofflieferungen hat sich Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) für ein Ende der Corona-Impfreihenfolge bis zum Sommer ausgesprochen. „Wenn zum Ende des Frühjahrs die großen Impfstoffmengen kommen, sollten die Impfprioritäten fallen und die Impfungen für alle Menschen geöffnet werden. Das wäre ein wichtiger Baustein für die Brücke zu einem Sommer mit viel mehr Freiheit“, sagte Laschet der „Bild am Sonntag“.

Das bisherige strenge Einhalten der Reihenfolge begrüßte er jedoch. Mit der strikten Priorisierung am Anfang habe man eine Schutzmauer für die Alten und Pflegebedürftigen errichtet. „So haben wir unzählige Leben gerettet.“ Das Vorpreschen der Bundesländer Bayern und Mecklenburg-Vorpommern bei der Beschaffung des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V kritisierte Laschet.

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