Geht es nach Kassenärztechef Andreas Gassen, sollen alle Corona-Maßnahmen im Oktober enden. (Symbolbild) © picture alliance/dpa
Coronavirus

Coronavirus in NRW – Diskussion um „Freedom Day“: Ende der Maßnahmen in sechs Wochen? – Liveblog

Enden alle Corona-Maßnahmen am 30. Oktober? Das schlägt zumindest der Kassenärztechef vor. Aus der Politik kommt jedoch heftiger Gegenwind. Die Lage in NRW im Überblick.

Über die Entwicklungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

  • Fallzahlen in NRW: 941.774 bestätigte Fälle – 46.300 aktuell Infizierte – 17.638 Todesfälle, Wocheninzidenz: 73,6 (Stand: 19.9.2021).
  • Nach dem Corona-Ausbruch in Münster bei einer 2G-Partyunterstreichen Experten die Bedeutung der Impfung. Unter Extrembedingungen eines Clubs seien Infektionen auch für Geimpfte und Genesene nicht auszuschließen. Die Impfung schütze in diesen Fällen aber trotzdem: Die Betroffenen hätten keine schweren Verläufe.
  • Der Kassenärztechef Andreas Gassen spricht sich für das Ende aller Corona-Beschränkungen zum 30. Oktober als Anreiz zum Impfen aus.
  • Städtetag und Politiker fordern weitere Anreize zur Impfung. Im Gespräch ist unter anderem eine Impfprämie.
  • Wuppertal und Düsseldorf haben bereits in unterschiedlichen Ausführungen eine 2G-Regel eingeführt. Duisburgs Oberbürgermeister fordert nun Laschet auf, eine entsprechende Regel landesweit einzuführen.
  • Immer mehr Reiseveranstalter setzen ab Oktober die 2-G- statt der 3-G-Regel um. Das bedeutet, dass ein Nachweis über eine Corona-Impfung oder die Genesung von einer Covid-19-Erkrankung notwendig ist für eine Reise.
  • Die Stadt Dortmund hat verkündet, dass die Sperrstunde für Nachtclubs ab Freitag (1. Oktober) aufgehoben wird.






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Sonntag, 19. September, 14.41 Uhr

DIHK: Weg aus Corona-Krise kein Selbstläufer

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag hat umfassende Vorschläge vorgelegt, damit die Wirtschaft in Zeiten der Pandemie zurück zu alter Stärke findet. „Der Weg aus der Krise ist kein Selbstläufer“, heißt es in einem Papier, das der Deutschen Presse-Agentur vorlag. Es gehe darum, den weiteren Verlauf der Pandemie besser zu überstehen. „Ein wichtiges Ziel der Corona-Politik sollte sein, dass unter Beachtung der verbleibenden gesundheitlichen Risiken die Restriktionen für die Wirtschaft weitestgehend zurückgefahren werden.“

DIHK-Präsident Peter Adrian sagte: „Die Corona-Pandemie ist weiter eine Belastung für die deutsche Wirtschaft: Betriebe, die besonders von den Lockdowns betroffen waren, haben ihre Verluste noch nicht aufgeholt und kämpfen mit Liquiditätsengpässen. Gleichzeitig wirken sich unterbrochene Lieferketten und Preissteigerungen für viele Unternehmen negativ aus.“ Um diese Situation durch die vierte Welle nicht zu erschweren, sollten alle Verantwortlichen Lehren aus den Erfahrungen des ersten Pandemie-Jahres ziehen, so Adrian.

Sonntag, 19. September, 13.12 Uhr

Haus der Geschichte: Mehr als 1500 Objekte zur Corona-Krise gesammelt

Das Haus der Geschichte in Bonn hat inzwischen rund 1500 Objekte zur Corona-Krise zusammengetragen. „Wir haben mehr gesammelt als sonst üblich, weil man wohl auch rückblickend sagen wird, dass Corona ein prägendes Ereignis der Zeitgeschichte ist“, sagte Sammlungsdirektor Dietmar Preißler der Deutschen Presse-Agentur. Atemschutzmasken, Impfampullen, ein Bierkrug des abgesagten Oktoberfestes: Das Museum hat die Pandemie von Beginn an zum Thema gemacht und ein Sammlungskonzept erstellt mit Kategorien wie „Corona im Alltag“oder „Corona und Wirtschaft“. Institutionen und Privatleute haben Gegenstände zur Verfügung gestellt, die die Krise illustrieren.

Die Tür eines ausrangierten Bundeswehr-Airbus, mit dem zu Beginn der Pandemie Corona-Kranke aus dem Ausland in Krankenhäuser nach Deutschland geflogen wurden, liegt auf einem Tisch. Das Haus der Geschichte sammelt Objekte zur Corona-Krise und hat inzwischen mehr als 1500 Gegenstände zusammengetragen.
Die Tür eines ausrangierten Bundeswehr-Airbus, mit dem zu Beginn der Pandemie Corona-Kranke aus dem Ausland in Krankenhäuser nach Deutschland geflogen wurden, liegt auf einem Tisch. Das Haus der Geschichte sammelt Objekte zur Corona-Krise und hat inzwischen mehr als 1500 Gegenstände zusammengetragen. © picture alliance/dpa/Haus der Geschichte © picture alliance/dpa/Haus der Geschichte

Sonntag, 19. September, 12.14 Uhr

Corona-Inzidenzwert in NRW erneut gesunken

Der Corona-Inzidenzwert ist in Nordrhein-Westfalen erneut zurückgegangen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) lag die Zahl der Neuinfektionen binnen einer Woche pro 100.000 Einwohner am Sonntag bei 73,6. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz sinkt in NRW seit einigen Tagen. Am Samstag hatte der Wert bei 77,7 gelegen, am Freitag bei 81,8. Elf weitere Menschen starben innerhalb eines Tages im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

Mit Stand vom Freitag lagen 1314 Corona-Patienten in NRW-Krankenhäusern (Vortag: 1355), 430 davon auf Intensivstationen (Vortag: 424). 277 mussten beatmet werden (Vortag: 264). 473 Intensivbetten mit Beatmungsmöglichkeiten waren demnach am Freitag verfügbar, neun weniger als am Vortag.

Sonntag, 19. September, 11.09 Uhr

Lauterbach kritisiert Kassenärztechef: Aufhebung aller Corona-Maßnahmen „nicht ethisch vertretbar“

Der Vorstoß von Kassenärztechef Andreas Gassen, zum 30. Oktober alle Corona-Beschränkungen aufzuheben, trifft bei SPD und Grünen auf Ablehnung. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält dies für „nicht ethisch vertretbar“. Die Welle der Pandemie, die dann käme, wäre zu groß, warnte der SPD-Politiker auf Twitter. Besser wäre eine Öffnung, wenn 85 Prozent geimpft seien. Bis dahin sollte die 2G-Regel gelten.

Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen widersprach Gassen ebenfalls. „Jetzt so zu tun, als sei die Pandemie ein Privatvergnügen und Ungeimpfte letztlich selbst dran Schuld und wir könnten uns jetzt von allen Schutzmaßnahmen verabschieden, das halte ich für zynisch“, sagte Dahmen dem Sender NDR Info.

Sonntag, 19. September, 10.17 Uhr

Fast jeder Dritte meidet seit Beginn der Pandemie Bus und Bahn

Die Corona-Pandemie hat bei knapp einem Drittel der erwachsenen Deutschen dazu geführt, dass sie entweder seltener oder gar nicht mehr mit Bus und Bahn fahren. Das zeigen die Ergebnisse einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur. Danach nutzen elf Prozent der Erwachsenen seit dem Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 überhaupt keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr. 19 Prozent der Teilnehmer der repräsentativen Umfrage gaben an, sie seien seither seltener mit Bus und Bahn unterwegs. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass ein Teil der Beschäftigten während der Pandemie im Home Office arbeitet. Für 28 Prozent der Deutschen hat sich in Sachen Mobilität durch Corona nichts geändert.

Sonntag, 19. September, 9.10 Uhr

Spahn: Impfaktionswoche war Erfolg – Steuerliche Anreize für Firmen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat eine positive Bilanz der Aktionswoche zum Impfen gegen das Coronavirus gezogen. „Wir haben in der Aktionswoche insgesamt rund 500.000 der wichtigen Erstimpfungen geschafft, etwa die Hälfte dürfte auf Aktionen zurückgehen“, sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Vereine, Organisationen, Privat-Initiativen und Freiwillige hätten bundesweit rund 1500 Impfaktionen auf die Beine gestellt. Möglicherweise habe es noch deutlich mehr gegeben.

Um das Impftempo zu erhöhen, sprach sich der Minister dafür aus, Unternehmen steuerlich zu fördern, die Mitarbeiter oder Kunden mit Rabattaktionen für das Impfen gewinnen wollen. „Dafür würde ich gern gemeinsam mit Olaf Scholz einen Vorschlag machen“, sagte Spahn. Staatliche Prämien lehnte er aber ab.

Jens Spahn (CDU), Bundesgesundheitsminister
Jens Spahn (CDU), Bundesgesundheitsminister © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Sonntag, 19. September, 8.22 Uhr

Corona und Grippe: Hausärzte für zwei Impfungen an einem Termin

Der Deutsche Hausärzteverband steht einer gleichzeitigen Impfung gegen Corona und Grippe an einem Termin offen gegenüber. „Aus hausärztlicher Sicht sprechen zwei klare Vorteile dafür, die Corona- wie die Influenzaimpfung möglichst zeitgleich zu verabreichen“, sagte der Bundesvorsitzende Ulrich Weigeldt der Deutschen Presse-Agentur. „Zum einen bestünde andernfalls die Gefahr, dass manche Patientinnen und Patienten nur eine der beiden Impfungen wahrnehmen.“ Denn sie wollten eher nicht zu mehreren Impfterminen hintereinander erscheinen. „Außerdem wäre es aus organisatorischer Sicht einfacher und würde gleichzeitig das mögliche Ansteckungsrisiko durch die Vermeidung eines zusätzlichen Impftermins reduzieren“, ergänzte Weigeldt.

Sonntag, 19. September, 7.14 Uhr

Deutschlandweit 7337 Corona-Neuinfektionen: Inzidenz bei 70,5

Die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland ist am sechsten Tag in Folge gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen mit 70,5 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 72,0 gelegen, vor einer Woche bei 80,2. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 7337 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 7345 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 38 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es acht Todesfälle gewesen.

Samstag, 18. September, 20.16 Uhr
Massiver Corona-Ausbruch nach 2G-Party in Münster – Impfung schützt trotzdem
Eine Partynacht in Münster wird zum Superspreader-Event – obwohl alle Teilnehmer offenbar geimpft oder genesen waren. Eine Party mit mehreren hundert Gästen – kaum Platz, laute Musik, Gespräche ohne Abstand, vielleicht sogar lautes Mitsingen – all das bringe für ein infektiöses Aerosol ein ideales Umfeld, sagte Bernd Salzberger, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie, der Deutschen Presse-Agentur. Wenn nur einer oder zwei der Gäste frisch infiziert sind, seien gerade bei der besonders ansteckenden Delta-Variante der Krankheit Infektionen auch bei Geimpften und Genesenen möglich.

Partynächte in Clubs oder Discos seien also auch mit 2G nicht infektionsfrei möglich, sagte Salzberger. Allerdings sei ja keiner der Teilnehmer schwer krank geworden. Die Impfung schütze also auch da, wo eine Infektion nicht zu verhindern sei, vor schweren Verläufen.

Samstag, 18. September, 18.30 Uhr
SPD und Grüne widersprechen Kassenärztechef – Kein „Freedom Day“
Der Vorstoß von Kassenärztechef Andreas Gassen, zum 30. Oktober alle Corona-Beschränkungen aufzuheben, trifft bei SPD und Grünen auf Ablehnung. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält dies für „nicht ethisch vertretbar“. Die Welle der Pandemie, die dann käme, wäre zu groß, warnte der SPD-Politiker auf Twitter. Besser wäre eine Öffnung, wenn 85 Prozent geimpft seien. Bis dahin sollte die 2G-Regel gelten.

Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen widersprach Gassen ebenfalls. „Jetzt so zu tun, als sei die Pandemie ein Privatvergnügen und Ungeimpfte letztlich selbst dran Schuld und wir könnten uns jetzt von allen Schutzmaßnahmen verabschieden, das halte ich für zynisch“, sagte Dahmen dem Sender NDR Info. Auch widerspreche die Forderung der Haltung der Mehrheit der niedergelassenen Ärzte. Für eine Lockerung der Maßnahmen bräuchte es eine Impfquote bei den über 60-Jährigen von deutlich über 90 Prozent, in der Gesamtbevölkerung bei den impffähigen Personen von über 80 Prozent.

Samstag, 18. September, 16.55 Uhr
Lauterbach warnt vor schwieriger Lage im Herbst
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fürchtet eine schwierige Corona-Lage im Herbst, falls die Impfkampagne nicht besser vorankommt, wie die Tagesschau berichtet. „Was wir momentan sehen, ist nach meinem Dafürhalten eine Verschnaufpause, nicht viel mehr“, sagte er der „Passauer Neuen Presse“ mit Blick auf die zuletzt leicht sinkenden Corona-Infektionszahlen. „Ich gehe davon aus, dass die Fallzahlen in dem Moment wieder steigen werden, in dem sich das Leben der Menschen verstärkt in Innenräumen abspielt.“ Deutschland brauche ein „sehr viel höhere Impfquote“, um in absehbarer Zeit in die Normalität zurückzukehren, mahnte Lauterbach. „Andernfalls droht uns ein schwieriger Herbst.“

Samstag, 18. September, 15.15 Uhr
Kassenärztechef fordert Ende aller Maßnahmen am 30. Oktober
Der Kassenärztechef Andreas Gassen hat sich für das Ende aller Corona-Beschränkungen zum 30. Oktober als Anreiz zum Impfen ausgesprochen. „Nach den Erfahrungen aus Großbritannien sollten wir auch den Mut haben zu machen, was auf der Insel geklappt hat“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag). „Meine Wette: Dann sind wir Ende Oktober bei einer Impfquote von 70 Prozent oder noch höher, weil sehr viele Menschen das Angebot dann doch schleunigst annehmen werden.“

Samstag, 18. September, 14.33 Uhr
Spahn: Sollten im Südosten noch deutlich höhere Impfquoten erreichen
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat am Samstag auf die Unterschiede beim Fortschritt der Corona-Impfungen zwischen den Bundesländern hingewiesen. „Im Nordwesten sind wir fast am Ziel, im Südosten sollten wir noch deutlich höhere Quoten erreichen“, schrieb der CDU-Politiker bei Twitter.

Tatsächlich sind im Nordwesten deutlich mehr Menschen gegen Corona geimpft als im Südosten, wie Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) zeigen. Bremen ist Spitzenreiter. Auch in Schleswig-Holstein, Hamburg und Nordrhein-Westfalen erhielten mehr als 70 Prozent der Einwohner mindestens eine Corona-Impfung.

In Ostdeutschland liegen die Impfquoten weiterhin zumeist deutlich niedriger als im Westen. In Sachsen beispielsweise haben bisher nur 56,9 Prozent einen ersten und 53,6 einen zweiten Piks erhalten. Auch in Thüringen liegt die Impfquote noch unter 60 Prozent. Doch auch Bayern (63,8 Prozent Erstimpfungen) und Baden-Württemberg (64,3 Prozent) liegen noch weit hinter den Impf-Vorreiter-Bundesländern.

Samstag, 18. September, 12.45 Uhr

Corona-Neuinfektionsrate in NRW geht weiter zurück

Die Corona-Neuinfektionsrate hat sich in Nordrhein-Westfalen weiter entspannt. Nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) lag die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz am Samstag bei 77,7. Am Freitag hatte der Wert bei 81,8 Fällen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche gelegen, am Donnerstag bei 87,9. Zehn weitere Menschen starben innerhalb eines Tages im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

Bei Kindern und Schulkindern ist die Neuinfektionsrate besonders hoch, allerdings zuletzt ebenfalls mit weiter abnehmender Tendenz, wie eine Tabelle des Landeszentrums Gesundheit NRW ausweist. Die Inzidenz gilt als eine Kennziffer, ist aber inzwischen nicht mehr der entscheidende Richtwert für Schutzmaßnahmen in der Pandemie.

Samstag, 18. September, 11.06 Uhr

Politiker fordern neue Anreize für Impfungen

Der Städtetag fordert nach der Aktionswoche für Corona-Impfungen eine Fortsetzung der kreativen Maßnahmen. „Gelegenheit macht Impfungen. Umso wichtiger ist es, dass es diese wirksamen Angebote auch nach dem Ende der Impfzentren zum 1. Oktober 2021 gibt”, sagte Städtetag-Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). „Die Landesregierungen müssen dafür jetzt ihre Pläne auf den Tisch legen.”

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hält trotz ursprünglicher Skepsis sogar eine staatliche Impfprämie für sinnvoll.

Samstag, 18. September, 9.12 Uhr

RKI registriert 8901 Corona-Neuinfektionen: Inzidenz bei 72,0

Die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland ist am fünften Tag in Folge gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Samstagmorgen mit 72,0 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 74,4 gelegen, vor einer Woche bei 82,8. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 8901 Corona-Neuinfektionen.

Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.40 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 11 214 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 63 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 45 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4 134 779 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2.

Samstag, 18. September, 8.12 Uhr

Kanzler Kurz: Bei steigenden Corona-Zahlen Après-Ski nur für Geimpfte

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz verspricht eine sichere Skisaison. Falls sich die Corona-Situation weiter verschärft, würden nur noch Geimpfte Zugang zu Après-Ski-Lokalen erhalten, kündigte er in einem Interview mit der Funke Mediengruppe (Samstag) an. Sowohl 70 Prozent der über 12-Jährigen in Österreich als auch die überwiegende Masse der Touristen seien geimpft. „Insofern steht einem sicheren Urlaub in Österreich nichts im Wege.“

Sebastian Kurz, Bundeskanzler von Österreich. © picture alliance/dpa/TASR © picture alliance/dpa/TASR

Der österreichische Party- und Skiort Ischgl war voriges Jahr zum Corona-Hotspot geworden. Am Freitag wurde in Wien ein Schadenersatz-Prozess gegen den Staat Österreich verhandelt. Die Kläger sind Hinterbliebene eines Corona-Toten, der in Ischgl geurlaubt hatte. Ihr Anwalt argumentierte, dass Kurz mit seiner unvorbereiteten Ankündigung der Quarantäne für Ischgl für ein Ausreise-Chaos mit weiteren Infektionen verantwortlich war. Die Republik weist die Vorwürfe von sich.

Samstag, 18. September, 7.22 Uhr

Ginter über Corona-Infektion: Impfung hat Schlimmeres verhindert

Sein Impfschutz hat Fußball-Nationalspieler Matthias Ginter bei seiner Corona-Infektion nach eigener Aussage vor einem noch heftigeren Verlauf geschützt. Dennoch gab der 27 Jahre alte Abwehrspieler zu, von der Infektion heftig getroffen worden zu sein. „Ich hatte Fieber, Geschmacksverlust, war völlig fertig, allein der Weg vom Bett bis ins Badezimmer erwies sich als wahre Kraftanstrengung“, erzählte Ginter im Interview des „Express“ (Samstag).

Der doppelt geimpfte Innenverteidiger von Borussia Mönchengladbach war vor einem Monat im Spiel bei Bayer Leverkusen vorzeitig ausgewechselt worden. Er ging zu dem Zeitpunkt noch von einem einfachen Infekt aus. Ein anschließender Coronatest war dann aber positiv. „Ich bin doppelt geimpft und hatte mich schon in gewisser Weise sicherer gefühlt“, sagte Ginter. „Die Impfung dürfte eine längere Leidenszeit verhindert haben. Fünf Tage später sind die Coronatests dann auch wieder negativ gewesen.“

Freitag, 17. September, 21.49 Uhr

Suche nach Corona-Ursprung: Sprang das Virus zweimal vom Tier auf den Menschen?

Aus dem Labor oder vom Tier? Bis heute ist nicht geklärt, wo die Corona-Pandemie ihren Ausgang genommen hat. Eine Analyse deutet nun allerdings daraufhin, dass es sogar mehrere tierische Ursprünge geben könnte. Das stellt ein internationales Team aus Forschenden fest, das die viralen Genome untersucht hat.

Die Wissenschaftszeitschrift „Nature“ berichtete über die Arbeit, die im Diskussionsforum Virological veröffentlicht wurde. Die Ergebnisse sind vorläufig und müssen noch von Expertinnen und Experten begutachtet werden.

Freitag, 17. September, 20.53 Uhr
Kinder scheiden weniger Aerosolpartikel aus als Erwachsene
Die Masse von ausgeschiedenen kleinen Schwebeteilchen in die Luft kann das Corona-Ansteckungsrisiko beeinflussen. Die Emissionsraten, so eine Studie, ist in verschiedenen Altersgruppen allerdings unterschiedlich.

Grundschulkinder geben einer kleinen Studie zufolge beim Atmen, Sprechen und Singen in Innenräumen deutlich weniger kleine Schwebeteilchen in die Luft ab als Erwachsene.

In der Corona-Pandemie würden Gefährdungsbeurteilungen bisher allerdings auf den Werten von Erwachsenen beruhen, heißt es in einer gemeinsamen Untersuchung der Berliner Charité und der Technischen Universität Berlin.

Freitag, 17. September, 19.46 Uhr

Regierung will Meldedaten zu Covid-Patienten verbessern

Die Landesregierung sieht Verbesserungsbedarf beim Meldeverfahren zu den Zahlen von Covid-Patienten in Kliniken. Die Auslastung des Gesundheitssystems sowie die noch vorhandenen Kapazitäten ließen sich mit der derzeit ausgewiesenen Hospitalisierungsinzidenz nicht ausreichend gut ableiten, teilte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums am Freitag mit. Das Ministerium setze sich deshalb beim Bund dafür ein, Meldungen zu Klinikeinweisung von Corona-Patienten beim Robert Koch-Institut zu verbessern.

Die Hospitalisierungsinzidenz gibt die Zahl der Corona-Infizierten pro 100.000 Einwohner an, die in einer Woche in eine Klinik eingewiesen wurden. Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen von Covid-Patienten liegt in der Regel aber höher als von der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Durch einen Meldeverzug liegen die vollständigen Werte oft erst ein bis zwei Wochen später vor.

Freitag, 17. September, 17.51 Uhr
Facebook-Löschung von „Querdenken“-Inhalten: Lob und Kritik
Das harte Vorgehen von Facebook gegen die umstrittene „Querdenken“-Bewegung ist über Parteigrenzen hinweg weitgehend begrüßt worden.

Vereinzelt wurde die bislang beispiellose Löschaktion des US-Konzerns aber auch in Frage gestellt. So befürwortete die SPD-Vorsitzende Saskia Esken im Anschluss der Spitzenrunde zur Bundestagswahl 2021 im SWR-Fernsehen die Entscheidung von Facebook. Gleichzeitig kritisierte sie aber, dass Plattformen ihrer Verantwortung noch nicht vollständig nachkämen, volksverhetzende und andere strafbare Inhalte zu entfernen.

Freitag, 17. September, 16.41 Uhr

Duisburgs Oberbürgermeister fordert Einführung der 2G-Regel in NRW

Laut einem Bericht der WAZ fordert Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link (SPD) die Einführung der 2G-Regel für ganz NRW. In einem Schreiben an NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) begründet Link dies demnach mit den „erneut steigenden Infektionszahlen, zunehmenden stationären Behandlungen und insbesondere der wachsenden Zahl der Todesfälle“. Ausgenommen von der 2G-Regel sind nach Link nur die Bereiche der Daseinsvorsorge wie etwa der Einkauf im Supermarkt. Außerdem würde die Stadt Duisburg in Betracht ziehen, die 2G-Regel einzuführen. Die Städte Wuppertal und Düsseldorf haben dies bereits in unterschiedlicher Form getan.

Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link (SPD)
Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link (SPD) © picture alliance / Oliver Berg/dpa © picture alliance / Oliver Berg/dpa

Freitag, 17 September, 16.22 Uhr

J&J-Vakzin: Mehr Impfdurchbrüche
Experten und Behörden fallen vermehrte Impfdurchbrüche beim Impfstoff von Johnson-&-Johnson auf. Auf eine Million Geimpfte kämen demnach rund 2.000 Impfdurchbrüche. Zum Vergleich: Beim Biontech/Pfizer-Impfstoff sind es rund 640 Durchbrüche pro eine Million vollständig Geimpfte.

Freitag, 17. September, 16.04 Uhr

Ausnahmslose Impfpflicht auf Kreuzfahrtrouten von Aida
Die Rostocker Kreuzfahrt-Reederei Aida Cruises bietet einige Reisen ihres Winterfahrplans nur ausnahmslos Menschen mit Corona-Impfung an. Auf Reisen in die Karibik, den Orient oder nach Norwegen gibt es laut Aida keine Ausnahmen etwa für ungeimpfte Kinder, so dass diese nicht mitreisen können.

Das Unternehmen habe die Gäste am Donnerstag informiert, sagte eine Sprecherin am Freitag. Zuerst hatte die „Ostsee-Zeitung“ berichtet. Auch für Reisen etwa zu den Kanaren, im Mittelmeer sowie Städtetouren ab Hamburg gilt laut Unternehmen eine Impfpflicht. Für Kinder bis zwölf Jahren ist hier allerdings ein negativer Corona-Test ausreichend.

Freitag, 17. September, 14.30 Uhr
Düsseldorf führt 2G-Regel für eigene Veranstaltungen ein
Wie die Rheinische Post berichtet, will die Stadt Düsseldorf zum 1. Oktober bei eigenen Veranstaltungen die 2G-Regel für Erwachsene einführen. Das teilte Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) am Freitagmorgen beim wöchentlichen Format „Corona aktuell“ mit.

Nur noch Geimpfte oder Genesene dürfen dann die Veranstaltungen besuchen, „denn nur geimpft kommen wir aus der Pandemie“, sagte Keller. Zum 1. November will die Stadt die 2G-Regel auch auf ihre Kultureinrichtungen ausweiten. „Bis dahin haben alle die Möglichkeit, einen vollständigen Impfschutz zu erhalten“, sagte Keller.


Freitag, 17. September, 13.40 Uhr
Entspannung bei Corona-Neuinfektionsrate in NRW
Die Zahl der Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen ist am Freitag rückläufig geblieben. Nach jüngsten Zahlen des Robert-Koch-Instituts wurden den Behörden innerhalb der vergangenen sieben Tage 81,8 Fälle pro 100 000 Einwohner bekannt.

Am Donnerstag hatte diese Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 87,9 gelegen, am Mittwoch bei 94,6. Zwölf weitere Menschen starben innerhalb eines Tages im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Bei Kindern und Schulkindern ist die Neuinfektionsrate besonders hoch, allerdings ebenfalls mit weiter abnehmender Tendenz, wie eine Tabelle des Landeszentrums Gesundheit NRW ausweist.

Freitag, 17. September, 12.50 Uhr
Zypern und ganz Portugal keine Corona-Hochrisikogebiete mehr
Die Bundesregierung streicht Zypern und die Algarve ab Sonntag von der Liste der Corona-Hochrisikogebiete. Damit verschwindet das auch bei Urlaubern beliebte Portugal nun ganz aus dieser Kategorie, wie am Freitag aus einer Mitteilung des Robert Koch-Institutes hervorging.

Gestrichen werden außerdem die Region West in Irland, Brasilien, Indien, Nepal, Bangladesch, Botsuana, Sambia, Simbabwe, Eswatini (Swasiland), Lesotho, Malawi und Zentralafrika. Neu als Hochrisikogebiete eingestuft werden Armenien, Venezuela, Guyana, Belize, Moldau, Barbados sowie Antigua und Barbuda.


Freitag, 17. September, 11.53 Uhr
Studie: Biontech-Booster erhöht Schutzwirkung bei Senioren stark
Eine Corona-Auffrischungsimpfung bei Menschen über 60 Jahren erhöht die Schutzwirkung des Biontech-Mittels einer Studie zufolge beträchtlich. So habe es bei zweifach Geimpften in Israel mehr als zehn Mal so viele nachgewiesene Infektionen und knapp 20 Mal mehr schwere Erkrankungen gegeben als bei 3-fach-Geimpften, schreiben israelische Forschende im „New England Journal of Medicine“. Ein deutscher Experte zeigte sich beeindruckt vom Effekt der Booster-Impfung.

In Israel haben mittlerweile alle Geimpften die Möglichkeit, frühestens fünf Monate nach der zweiten Dosis eine Auffrischungsimpfung zu bekommen. In der Studie wurden Daten von insgesamt mehr als einer Million Seniorinnen und Senioren in Israel berücksichtigt.

Freitag, 17. September, 10.55 Uhr
Kindeswohlgefährdung: Halb so viele Meldungen an Schulen im Lockdown

Während des Corona-Lockdowns haben Schulen und Kitas deutlich weniger Fälle von Kindeswohlgefährdung gemeldet. Im Frühjahr 2020 – als viele Einrichtungen geschlossen waren – meldeten Schulen halb so viele Fälle wie im Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden berichtete. Bei den Kitas ging die Zahl der Meldungen zeitgleich um etwa ein Drittel zurück.

Im gesamten Corona-Jahr 2020 stellten die Jugendämter in Deutschland bei 60 551 Kindern und Jugendlichen eine Kindeswohlgefährdung fest. Bei weiteren 66 557 Minderjährigen kamen die Behörden zu dem Ergebnis, dass zwar keine Kindeswohlgefährdung vorlag, aber Hilfe- oder Unterstützung nötig war. In 15 Prozent der Fälle kam der Hinweis von einer Schule oder Kindertagesstätte.

Freitag, 17. September, 9.57 Uhr
Erster Prozess um Corona-Ansteckungen im Skiort Ischgl
Die Ausbreitung des Coronavirus im Tiroler Skiort Ischgl und die teils tödlichen Folgen für Touristen werden am Freitag erstmals von einem Gericht behandelt. Die Witwe und der Sohn eines an Covid-19 gestorbenen Österreichers, der sich bei der chaotischen Abreise aus Ischgl angesteckt haben soll, fordern rund 100.000 Euro Schadenersatz. Vor dem zivilrechtlichen Prozess im Wiener Landesgericht hat die beklagte Republik Österreich jede Schuld von sich gewiesen. Es gilt als unwahrscheinlich, dass schon am Freitag ein Urteil gefällt wird. Bald werden auch weitere Klagen verhandelt.

Freitag, 17. September, 8.01 Uhr
Unternehmer und Politiker können sich Impfprämie vorstellen
Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger kann sich eine Geldprämie als Impfanreiz vorstellen. Im Gespräch mit der „Wirtschaftswoche“ sagte Dulger zu neuen Anreizen für eine Corona-Impfung: „Das kann man ja auch regional unterschiedlich gestalten: In München zum Beispiel mit Tickets für den FC Bayern, da würde sich wahrscheinlich die halbe Stadt piksen lassen. Und ja: Ich würde auch eine Geldprämie begrüßen – alles, was hilft, ist richtig, um in die Normalität zurückzukehren.“ Auch Linksfraktionschef Dietmar Bartsch hatte sich zuletzt für eine Impfprämie von 50 Euro ausgesprochen.

Freitag, 17. September, 7.04 Uhr
„Mutter Beimer“ ruft zum Impfen auf: „Das ist umsonst!“
Schauspielerin Marie-Luise Marjan, berühmt geworden als „Mutter Beimer“ aus der Fernsehserie „Lindenstraße“ (1985-2020), hat zum Impfen gegen das Coronavirus aufgerufen. Corona habe viele Pläne durcheinander gebracht, erklärte die 81-Jährige am Rande der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises in Köln. „Man kann nur bitten, dass die Leute sich impfen lassen. Damit wir nicht schon wieder irgendeine große Beschränkung bekommen“, sagte sie.

Schauspielerin Marie-Luise Marjan bei der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises 2021.
Schauspielerin Marie-Luise Marjan bei der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises 2021. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Sie verstehe nicht, warum man „das Angebot einer Regierung oder auch der Wissenschaftler und Ärzte, die sich Gedanken darüber“ gemacht hätten, nicht annehme. „Das ist umsonst! Meine Damen, meine Herren, liebe Kinder. Nun nehmt es doch an.“ Sie selbst sei schon seit mehreren Monaten geimpft.

Freitag, 17. September, 6.16 Uhr
Deutliche Ost-West-Schere bei Inzidenzen
In der Corona-Pandemie zeigt sich ein weiteres deutliches Ost-West-Gefälle: Die 7-Tages-Inzidenz ist in fast allen östlichen Bundesländern spürbar gestiegen. Im Westen der Republik blieb sie dagegen entweder ähnlich hoch oder nahm ab, heißt es im jüngsten Wochenbericht des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstagabend. In Ostdeutschland liegen die Impfquoten weiterhin zumeist deutlich niedriger als im Westen.

Der Vergleich der 7-Tages-Indzidenz des RKI bezieht sich auf die erste und zweite Septemberwoche. Danach stiegen die Werte von der 35. auf die 36. Kalenderwoche für Sachsen und Thüringen um jeweils 40 Prozent an, gefolgt von Brandenburg (plus 19 Prozent) und Sachsen-Anhalt (plus 17 Prozent). Nur in Mecklenburg-Vorpommern verlief der Anstieg mit sieben Prozent eher moderat. Insgesamt liegen die registrierten 7-Tages-Inzidenzen im Osten damit meist weiterhin auf einem deutlich niedrigeren Niveau als im Westen – allein die rasanten Sprünge nach oben sind auffällig. Am deutlichsten fielen die Inzidenzen dagegen im Saarland (minus 26 Prozent), Schleswig-Holstein (minus 15 Prozent) und in Nordrhein-Westfalen (minus 14).

Freitag, 17. September, 5.19 Uhr
RKI registriert 11 022 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 74,7
Die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland ist am vierten Tag in Folge gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Freitagtagmorgen mit 74,7 an. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 11.022 Corona-Neuinfektionen. Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 20 Todesfälle verzeichnet.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.125.878 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Donnerstag mit 1,87 an (Mittwoch: 1,88). Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.873.700 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 92.857.

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