Für alle Schüler - außer den Abschlussklassen - ist ab heute wieder Homeschooling angesagt. © picture alliance/dpa
Coronavirus

Coronavirus in NRW: Distanzunterricht startet – Testpflicht für Schüler vor Ort – Liveblog

Für alle Schüler - außer den Abschlussklassen - ist ab heute wieder Homeschooling angesagt. Wer zum Unterricht oder in die Notbetreuung geht, muss sich testen. Die Lage in NRW im Überblick.

Über die Auswirkungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

  • Fallzahlen in NRW: 647.548 bestätigte Fälle – 53.000 aktuell Infizierte – 14.575 Todesfälle, Wocheninzidenz: 125,0 (Stand: 11.4.2021).
  • An den Schulen in NRW startet heute wieder der Unterricht. Bis auf die Abschlussklassen müssen aber alle Schüler im Homeschooling lernen. Außerdem gibt es eine Testpflicht – Schüler, die dieser nicht nachkommen, dürfen nicht am Präsenzunterricht teilnehmen.
  • NRW-Ministerpräsident Armin Laschet steht nach seinem Ausspruch für ein Ende der Corona-Impfreihenfolge in Kritik. Die Stiftung Patientenschutz will an der Priorisierung festhalten.
  • Mehr als 15 Prozent der Deutschen haben mittlerweile ihre Erstimpfung erhalten. Dazu hat besonders der Impfstart in den Arztpraxen beigetragen. Die dort verfügbare Impfstoffmenge soll jedoch wieder sinken.
  • Kanzlerin Merkel hat sich für einen konsequenten Lockdown im Kampf gegen die dritte Corona-Welle ausgesprochen.
  • Angesichts steigender Impfstofflieferungen hat sich Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet für ein Ende der Corona-Impfreihenfolge bis zum Sommer ausgesprochen.
  • Die Ministerpräsidentenkonferenz am Montag wurde abgesagt. Nach Informationen sollen die aktuellen Beschlüsse weiter gelten.
  • Alle neuen Regeln finden Sie hier im Überblick.














+++Montag, 12. April, 5.50 UhrSchulstart auf Distanz – Regelmäßige Selbsttests für Kita-Kinder Die Osterferien sind zu Ende – doch die Schulen in Nordrhein-Westfalen werden am Montag trotzdem überwiegend leer bleiben. Für alle Schüler – außer den Abschlussklassen – ist zumindest für diese Woche wieder Homeschooling angesagt. Die Kitas bleiben im eingeschränkten Regelbetrieb mit reduzierter Wochenstundenzahl geöffnet.

Nach Beschluss der Landesregierung müssen alle Schüler zwei Mal pro Woche einen Corona-Selbsttest machen. „Schüler, die der Testpflicht nicht nachkommen, können nicht am Präsenzunterricht teilnehmen.“ Die Testpflicht gilt nach Ministeriumsangaben auch für die Schüler, die ab Montag in die Notbetreuung kommen. In der erst am Wochenende veröffentlichten entsprechenden Verordnung gibt es eine Ausnahme für Prüflinge: Die können auch ohne Selbsttest in die Schule kommen, werden dann von den getesteten Mitschülern separiert.

In den Kitas gibt es derweil erstmals auch für die Kinder zweimal wöchentlich kostenlose Selbsttests, die aber freiwillig sind und von den Eltern zu Hause durchgeführt werden können. Montag, 12. April, 5.23 UhrRKI registriert 13.245 Corona-Neuinfektionen und 99 neue Todesfälle Die Zahl der insgesamt in Deutschland gemeldeten Corona-Infektionen ist auf über drei Millionen gestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag haben sich nachweislich 3.011.513 Menschen in Deutschland mit dem Virus infiziert. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.683.900 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 78.452. Binnen eines Tages wurden 13.245 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 99 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI von Montaggmorgen hervor.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Montagmorgen bundesweit bei 136,4. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntag bei 1,08 (Vortag: 1,02). Sonntag, 11. April, 21.00 Uhr Harte Kritik an Laschets Ausspruch für ein Ende der ImpfreihenfolgeNach den Äußerungen von NRW-Oppositionsführer Thomas Kutschaty (SPD) schließt sich auch die Deutsche Stiftung Patientenschutz der Kritik an dem Vorschlag von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, die Impfreihenfolge zum Sommer abzuschaffen, an.

Laschet wolle die „ethische Impfreihenfolge zerlegen“, sagte Stiftungs-Vorstand Eugen Brysch am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. „Dabei sollte doch die Priorisierung garantieren, dass zunächst die Schwächsten als erstes geschützt werden.“

Sonntag, 11. April, 19.08 Laschet drängt auf schnellen Beschluss von Corona-Bundesregelung Der CDU-Vorsitzende Armin Laschet drängt auf eine schnelle Einigung von Bundesregierung, Bundestag und Ländern über die geplante bundeseinheitlichen Corona-Regelungen. „Ich wünsche mir nur, dass es jetzt schnell geht, denn die (Infektions-)Zahlen sind absehbar und die hängen nicht von Beratungsverfahren zwischen Bundestag und Bundesrat ab“, sagte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident am Sonntagabend im ARD-„Bericht aus Berlin“.Sonntag, 11. April, 18.28 Uhr Stadt Remscheid ordnet Ausgangsbeschränkungen an

Die Stadt Remscheid will ab Dienstag eine Ausgangssperre von 21.00 bis 5.00 Uhr morgens, eine verschärfte Kontaktbeschränkung im privaten Bereich, die Schließung von Park- und Sportanlagen sowie eine erweiterte Maskenpflicht im Auto einführen. Die entsprechende Allgemeinverfügung soll zunächst bis zum 18. April gelten, wie die Stadt am Sonntag mitteilte.

„Die 7-Tages-Inzidenz von deutlich über 200 macht eine weitere Verschärfung der bestehenden Kontaktreduzierungen dringend erforderlich“, so die Stadt. Sonntag, 11. April, 16.45 Uhr Mehr als 15 Prozent der Deutschen mit Erstimpfung Der Impfstart in den Arztpraxen hat Deutschland in Sachen Corona-Impfungen einen kleinen Schub verpasst. Mehr als 15 Prozent der Deutschen haben dem Robert-Koch-Institut zufolge ihre erste Impf-Dosis erhalten.

Am Mittwoch waren in den meisten Bundesländern die Impfungen in den insgesamt 35.000 teilnehmenden Hausarztpraxen gestartet. Das Impftempo in den Praxen könnte allerdings bald wieder etwas ins Stocken geraten. Denn seit längerem ist bekannt, dass die Impfstoffmenge für die Praxen Mitte April vorübergehend geringfügig zurückgeht, bevor sie wieder steigt.

Sonntag, 11. April, 15.15 UhrAsthmamittel Budesonid gegen schwere Corona-Verläufe

Laut einer Studie der Oxford-Universität könnte das Asthmamittel Budesonid schweren Krankheitsverläufen mit dem Coronavirus vorbeugen.

Auch SPD-Politiker und Mediziner Karl Lauterbach zeigt sich auf Twitter überzeugt von dem Medikament.

Sonntag, 11. April, 15.00 Uhr DB erteilt Zugverbot für MaskenverweigererDie Deutsche Bahn hat gegen mehrere Maskenverweigerer Fahr- und Hausverbote ausgesprochen. Das Verbot sieht eine sechsmonatige Sperre für Reisen im Regional- und Fernverkehr vor, auch die Bahnhöfe dürfen nicht betreten werden.

Wer sich widersetzt, muss mit Geldbußen und einem Strafverfahren rechnen.

Sonntag, 11. April, 14.45 Uhr

Unerlaubte Party – Betrunkene verletzen Polizisten schwer

Extrem aggressiv und beleidigend haben sich Gäste einer unerlaubten Party in Lünen gegenüber der Polizei gezeigt und einen Beamten bei einem Gerangel sogar schwer verletzt. Mehrere Gäste aus unterschiedlichen Haushalten waren stark betrunken und trugen keine Masken. Sie pöbelten die Beamten an und missachteten bewusst den Mindestabstand, wie es hieß. Als die Party aufgelöst und Platzverweise ausgesprochen wurden, wurden drei Männer aus Lünen aggressiv. Bei der Auseinandersetzung wurde ein Polizist schwer verletzt und war nicht mehr dienstfähig.

Sonntag, 11. April, 13.53 Uhr

Düsseldorf droht Corona-Notbremse – Krisenstab tagt am Montag

Nach zahlreichen Kreisen und Städten in NRW droht nun auch der Landeshauptstadt Düsseldorf ab kommendem Dienstag die sogenannte Corona-Notbremse. In Düsseldorf hatte die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern binnen sieben Tagen am Sonntag zum dritten Mal hintereinander über dem Wert von 100 gelegen. Laut Corona-Schutzverordnung müsste das öffentliche Leben damit wieder stärker eingeschränkt werden. In der Landeshauptstadt lag die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz am Sonntag laut Robert-Koch-Institut (RKI) bei 109,3. Am Freitag war die 100er Marke erstmals überschritten worden. Wie es konkret weiter geht, soll laut einem Stadtsprecher am Montag beraten werden.

Sonntag, 11. April, 13.17 Uhr

Neue Verordnung: Abschlussprüfung auch für Schüler ohne Corona-Test

Bei den anstehenden Abiturprüfungen in NRW werden auch nicht auf Corona getestete Schülerinnen und Schüler teilnehmen können. Das geht aus der neuen Coronabetreuungsverordnung hervor, die ab Montag (12. April) gültig ist. Die neue Verordnung sieht für alle, die in Präsenz am Schulleben teilnehmen, grundsätzlich zwei Corona-Selbstests pro Woche vor. Für Schüler müssen die auch in der Schule selbst unter Aufsicht vorgenommen werden. Nur Kinder mit sonderpädagogischem Bedarf dürfen die Tests bei ihren Eltern machen, die das entsprechend schriftlich versichern müssen. Eine Ausnahme von der allgemeinen Testpflicht gibt es für Abschlussprüfungen und Berufsabschlussprüfungen. Die Prüfungen ungetester Personen „werden räumlich getrennt von den Prüfungen getesteter Schülerinnen und Schüler durchgeführt“, heißt es in der Verordnung.

Sonntag, 11. April, 12.41 Uhr

Merkel für konsequenten und möglichst kurzen „Brücken-Lockdown“

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich für einen konsequenten Lockdown im Kampf gegen die dritte Corona-Welle ausgesprochen. Die Brücke der Beschränkungen solle möglichst kurz sein, sagte Merkel nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur von Teilnehmern am Sonntag in der Klausur der Spitze der Unionsfraktion in Berlin. Deshalb solle jetzt konsequent vorgegangen werden. Ziel sei es, Öffnungsschritte mit Testen zu verbinden.

Über Ostern hatte der CDU-Vorsitzende und nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet einen „Brücken-Lockdown“ vorgeschlagen, mit dem die Zeit überbrückt werden könnte, bis die Impfkampagne gegen Corona stärker als bisher greift.

Sonntag, 11. April, 12.20 Uhr

Kutschaty widerspricht Laschet: Impfreihenfolge beibehalten

NRW-Oppositionsführer Thomas Kutschaty (SPD) hat sich gegen eine Aufhebung der Impfreihenfolge vor dem Sommer ausgesprochen, wie sie Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) ins Spiel gebracht hat. „Ich glaube nicht, dass es viel bringt, wenn dann zu Beginn des Sommers ein unkontrollierter Run auf den Impfstoff losgehen würde. Das könnte zu viel Durcheinander und auch Überlastungen in den Systemen führen“, sagte Kutschaty am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Angesichts steigender Impfstofflieferungen hatte sich Laschet für ein Ende der Corona-Impfreihenfolge ausgesprochen.

Sonntag, 11. April, 11.31 Uhr

Corona-Test vom Arbeitsplatz kann auch im Alltag genutzt werden

Wer in NRW am Arbeitsplatz einen Corona-Schnelltest macht, kann das Ergebnis jetzt auch in seiner Freizeit nutzen. Wie das Düsseldorfer Gesundheitsministerium am Sonntag mitteilte, können Arbeitgeber – wie sonst Ärzte oder Testzentren – nun ebenfalls einen offiziellen Testnachweis ausstellen. „Mit mehr als 5700 Teststellen landesweit und bis zu 290.000 täglichen Bürgertests hat die Teststrategie in Nordrhein-Westfalen in den letzten Wochen massiv Fahrt aufgenommen“, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumman (CDU).

„Auch die nach wie vor zahlreichen Tests in Alten- und Pflegeheimen tragen viel zur Pandemiebewältigung bei. Wenn jetzt immer mehr Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber mitmachen, sind wir da in unserem Land auf einem sehr guten Weg.“ Arbeitgeber können laut Ministerium ihren Beschäftigen einen Nachweis ausstellen, wenn die Testung bei Anwendung von Corona-Schnelltests „durch fachkundiges oder geschultes Personal durchgeführt wird.“

Karl-Josef Laumann (CDU), Gesundheitsminister von Nordrhein-Westfalen
Karl-Josef Laumann (CDU), Gesundheitsminister von Nordrhein-Westfalen. © picture alliance/dpa/dpa/Pool © picture alliance/dpa/dpa/Pool

Sonntag, 11. April, 10.43 Uhr

Ex-Richterbund-Chef „fassungslos“ über neue Corona-Pläne des Bundes

Der frühere Vorsitzende des Deutschen Richterbunds, Jens Gnisa, empört sich über Pläne der Bundesregierung, im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie das Infektionsschutzgesetz zu verschärfen. „Man sieht mich selten fassungslos. Aber nun ist es so weit. Der Bund schießt deutlich über alle Verhältnismäßigkeitsgrenzen hinaus“, schrieb der Direktor des Amtsgerichts Bielefeld am Samstag auf Facebook. Es gehe bei den Vorschlägen nun nicht mehr um einen Brücken-Lockdown von zwei oder drei Wochen, sondern um einen „nicht mehr einzufangenden Dauerlockdown“, rügte er.

Sonntag, 11. April, 10.19 Uhr

Über 4300 Corona-Neuinfektionen in NRW – Inzidenz steigt auf 125

Die NRW-Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 4326 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Die Zahl der in sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Sonntagmorgen in NRW bei 125. Damit ist die Sieben-Tage-Inzidenz im bevölkerungsreichsten Bundesland gegenüber dem Vortag (Samstag: 115) erneut gestiegen.

In nur noch elf Kreisen und kreisfreien Städten in NRW lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Sonntag unter der Marke von 100. Besonders hoch waren die Werte in Remscheid (217,4) und Hamm (206,2). In der Landeshauptstadt Düsseldorf stieg die Sieben-Tage-Inzidenz auf 109,3. Dort hatten die Werte am Freitag die 100er Marke überschritten. Damit war der Sonntag der dritte Tag in Folge über der kritischen Marke. Damit müsste ab Mitte der Woche auch in der Landeshauptstadt erstmals die sogenannte Notbremse ziehen.

Sonntag, 11. April, 9.27 Uhr

Schausteller: Große Volksfeste erst bei Herdenimmunität

Große Volksfeste können nach Einschätzung des Deutschen Schaustellerbundes (DSB) erst wieder veranstaltet werden, wenn eine sogenannte Herdenimmunität in der Bevölkerung erreicht ist. „Dass wir bei einer riesigen Besuchermenge, wie zum Beispiel der Cranger Kirmes, mit Schnelltests arbeiten, das wird nicht gehen“, sagte DSB-Präsident Albert Ritter der Deutschen Presse-Agentur. Volksfeste in der gewohnten Dimension könnten deshalb wohl erst wieder stattfinden, wenn ein ausreichender Teil der Bevölkerung geimpft sei. In Nordrhein-Westfalen sind Volks- und Schützenfeste noch bis mindestens 31. Mai verboten. Derzeit heiße es für Schausteller und Veranstalter also noch „abwarten“, sagte Ritter. Ob, wann und unter welchen Bedingungen in diesem Jahr Karussells und Jahrmarkt-Buden aufgebaut werden könnten, sei noch unklar.

Sonntag, 11. April, 8.11 Uhr

Inzidenz steigt weiter an: RKI meldet 17.855 Corona-Neuinfektionen und 104 Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 17.855 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 104 neue Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Samstagmorgen bundesweit bei 129,2. Am Sonntag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Die Zahlen könnten zudem wegen der Schulferien noch nicht mit früheren Werten vergleichbar sein.

Sonntag, 11. April, 7.15 Uhr

Laschet für Aufhebung der Impfreihenfolge bis zum Sommer

Angesichts steigender Impfstofflieferungen hat sich Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) für ein Ende der Corona-Impfreihenfolge bis zum Sommer ausgesprochen. „Wenn zum Ende des Frühjahrs die großen Impfstoffmengen kommen, sollten die Impfprioritäten fallen und die Impfungen für alle Menschen geöffnet werden. Das wäre ein wichtiger Baustein für die Brücke zu einem Sommer mit viel mehr Freiheit“, sagte Laschet der „Bild am Sonntag“.

Das bisherige strenge Einhalten der Reihenfolge begrüßte er jedoch. Mit der strikten Priorisierung am Anfang habe man eine Schutzmauer für die Alten und Pflegebedürftigen errichtet. „So haben wir unzählige Leben gerettet.“ Das Vorpreschen der Bundesländer Bayern und Mecklenburg-Vorpommern bei der Beschaffung des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V kritisierte Laschet.

Samstag, 10. April, 20.23 Uhr

42 Fälle von Sinusvenenthrombosen nach Astrazeneca-Impfung aufgetreten

In Deutschland sind bislang 42 Verdachtsfälle einer Sinusvenenthrombose nach Impfung mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca bekannt. Das berichtete das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) am Freitagabend. Die 42 Fälle der speziellen Form sehr seltener Hirnvenenthrombosen seien bis zum 2. April gemeldet worden, in 23 Fällen sei zusätzlich eine Thrombozytopenie (Mangel an Blutplättchen) gemeldet worden. Acht Betroffene starben, fünf Frauen und drei Männer, wie das für die Sicherheit von Impfstoffen zuständige Institut in Langen berichtete.

Samstag, 10. April, 19.42 Uhr

Übergewichtige Menschen haben wohl einen schlechteren Impfschutz

Bei stark übergewichtigen Menschen könnten Impfungen gegen das Coronavirus womöglich schlechter wirken. Darauf deuten die Ergebnisse einer Studie hin, die jetzt als Preprint veröffentlicht wurde. Dass Vakzine bei Adipositas schlechter wirken, sei auch von anderen Impfungen bekannt, heißt es in der Studie. So habe sich schon bei Influenza, Hepatitis B und Tollwut gezeigt, dass stark Übergewichtige einen schwächeren Immunschutz ausbilden als schlanke Geimpfte.

Samstag, 10. April, 18.20 Uhr

Kretschmann beklagt “Einheitswahn” in der Corona-Politik

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat das Abweichen des Landes von den von Bund und Ländern einst beschlossenen Kontaktregeln der “Notbremse” verteidigt. Es könne durchaus Unterschiede in der Pandemiebekämpfung geben, da auch die Inzidenzen unterschiedlich seien, sagte Kretschmann. “Diesen Einheitswahn teile ich überhaupt nicht.” Es sei nun wichtig, die Pandemie zu bekämpfen und nicht Metadebatten über Föderalismus zu führen.

Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grüne) ist Ministerpräsident von Baden-Württemberg. © dpa © dpa

Samstag, 10. April, 17.33 Uhr

Bundesschülerkonferenz fordert bundesweite Testpflicht für Schüler

Die Bundesschülerkonferenz fordert eine bundesweite Testpflicht für Schüler in der Corona-Pandemie. “Angesichts der gestiegenen Infektionsgefahr durch die Virusmutation reichen freiwillige Testangebote nicht aus”, sagte der Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz, Dario Schramm, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). “Deshalb fordert die Bundesschülerkonferenz eine bundesweite Testpflicht.”

“Schülerinnen und Schüler, die den Corona-Test verweigern, können nicht zum Unterricht in der Schule kommen, sondern müssen in den Distanzunterricht gehen”, sagte Schramm. Diese Forderung falle den Schülervertretern nicht leicht. “Aber es geht darum, dass wir das Recht auf Bildung und Gesundheitsschutz möglichst gut zusammenbringen.”

Samstag, 10. April, 17.00 Uhr

Corona-Fälle vor Länderspiel der Fußballnationalmannschaft

Unmittelbar vor dem Länderspiel der deutschen Frauen-Fußballnationalmannschaft mussten wegen eines positiven Corona-Tests vier Spielerinnenisoliert werden. Wie der Deutsche Fußball-Bund zwei Stunden vor der Partie in Wiesbaden gegen Australien bekanntgab, fiel der PCR-Test von Felicitas Rauch vom Freitag positiv aus. Auch Lena Oberdorf, Sara Doorsoun und Svenja Huth mussten sich in Quarantäne im Quartier der DFB-Auswahl begeben. Die Partie soll dennoch wie geplant angepfiffen werden.

Die Fußball-Nationalspielerin Felicitas Rauch wurde vor dem Länderspiel gegen Australien am Freitag positiv auf das Covid-19 Virus getestet. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Samstag, 10. April, 16.11 Uhr

87 Prozent der Wirtschaft nicht direkt vom Lockdown betroffenViele Corona-Regeln betreffen den privaten Bereich, Maßnahmen im wirtschaftlichen Bereich bleiben meist Appelle. Laut Berechnungen von statista hält sich der gesamtwirtschaftliche Schaden derzeit noch in Grenzen, weil die politischen Maßnahmen die Wirtschaft schont. Demnach sind lediglich 13 Prozent der Wirtschaft direkt vom Lockdown betroffen, 87 Prozent sind von Schließungen nicht oder nicht direkt betroffen.

Infografik: 13 Prozent der Wirtschaft direkt von Lockdown betroffen | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista















Samstag, 10. April, 15.10 Uhr

Steigende Corona-Patientenzahlen: Krankenhäuser schlagen Alarm

NRWs größte Stadt Köln hat wegen steigender Zahlen auf den Intensivstationen am Freitag Alarm geschlagen. Die Kölner Krankenhäuser sähen sich auf den Intensivstationen einer bedrohlichen Situation gegenüber, erklärte die Stadt. Die Zahl der Patienten steige dynamisch an. „Als Stadt haben wir mit den heutigen Entscheidungen unsere Handlungsmöglichkeiten nahezu ausgeschöpft“, erklärte die Leiterin des Krisenstabes, Andrea Blome, „Schon heute nehmen wir in Köln Patienten aus anderen Kreisen und Städten auf. Daher ist hier ein landesweites Handeln dringend notwendig.“

Samstag, 10. April, 14.44 Uhr

Gesundheitsministerium: Ausreichend Intensivbetten mit Beatmung frei

Trotz steigender Corona-Patientenzahlen stehen in Nordrhein-Westfalen nach Einschätzung des Gesundheitsministeriums zurzeit noch ausreichend freie Intensivbetten mit Beatmungstechnik zur Verfügung. Mit Stand Freitag seien es über 510, erklärte ein Sprecher des Ministeriums am Samstag. Es bleibe trotzdem weiterhin wichtig, wachsam zu sein.

Trotz stetig steigender Corona-Zahlen sind die Kapazitäten in den Krankenhäusern laut NRW-Gesundheitsministerium ausreichend. © dpa © dpa

Samstag, 10. April, 12.37 Uhr

Biontech und Pfizer beantragen Zulassung ihres Impfstoffs für Kinder ab 12 Jahren

Die Hersteller Pfizer und Biontech wollen ihren Corona-Impfstoff in den USA künftig auch bei Jugendlichen ab zwölf Jahren einsetzen, berichtet das RND. Ein Antrag auf die Erweiterung der bestehenden Notfallzulassung für den Impfstoff sei bei der Lebens- und Arzneimittelbehörde (FDA) eingereicht worden, erklärte der US-Pharmakonzern Pfizer. Ähnliche Anträge sollen „in den kommenden Tagen“ weltweit auch bei anderen Zulassungsbehörden eingereicht werden, hieß es weiter. Bislang ist der Einsatz des Impfstoffs in den USA erst ab 16 Jahren zugelassen.

Eine klinische Studie in der Altersgruppe von 12 bis 15 Jahren habe eine Wirksamkeit von 100 Prozent gezeigt, hieß es unter Berufung auf Ende März veröffentlichte Ergebnisse. Die Impfung sei gut vertragen worden. Die Nebenwirkungen hätten jenen in der Altersgruppe von 16 bis 25 Jahren entsprochen, erklärten die Unternehmen.

Samstag, 10. April, 11.18 Uhr

Pandemie hat große Folgen für den Ausbildungsmarkt

Das Schuljahr 2020/2021 ist für die wenigsten der deutschen Schülerinnen und Schüler ein gutes Jahr. Besonders schwierig ist die Situation für Jugendliche, die im Sommer die Sekundarstufe I verlassen und eine Ausbildung beginnen wollen. Sie betreten schlechter vorbereitet einen Arbeitsmarkt, auf dem weniger Ausbildungsplätze angeboten werden.

Bis März wurden bei der Bundesagentur für Arbeit 412.600 betriebliche Ausbildungsstellen gemeldet. Das sei ein deutlicher Rückgang um 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr, sagte eine Sprecherin dem Redaktions­Netzwerk Deutschland (RND).

Samstag, 10. April. 10.06 Uhr

Über 4500 Corona-Neuinfektionen in NRW – Inzidenz steigt auf 115

Die NRW-Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 4558 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das sind rund 600 mehr als vor einer Woche (3957). Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner lag laut RKI am Samstagmorgen in NRW bei 115.

Damit ist die Sieben-Tage-Inzidenz im bevölkerungsreichsten Bundesland gegenüber dem Vortag (Freitag: 108,6, Donnerstag: 106,9) erneut gestiegen. Vor einer Woche lag die Kennziffer höher – bei 128,0. Wegen der vergangenen Feiertage und der Schulferien könnten die Corona-Zahlen des RKI allerdings noch nicht vergleichbar mit den Werten vor Ostern sein.

Samstag, 10. April, 8.14 Uhr

Bundesbildungsministerin fordert umfassende Corona-Tests in SchulenBundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) dringt auf umfassende Corona-Tests in den Schulen. „Ob in den Schulen in der derzeitigen Pandemielage Präsenzunterricht stattfinden kann, ist letztlich in den Ländern zu entscheiden – auch nach der jeweiligen Situation in der Region“, sagte sie dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

„Sicherlich ist es nachvollziehbar, wenn entschieden wird, wieder vorübergehend in einen nahezu kompletten Distanzunterricht überzugehen“, setzte sie hinzu. Wenn wiederum der Weg eingeschlagen werde, einen Wechselunterricht vorzusehen, müsse dies von einem konsequenten Schutz gegen die Ausbreitung von Infektionen in der Schule begleitet sein. Karliczek betonte: „Dazu gehören auch umfassende Tests, wenigstens zweimal in der Woche.“

Samstag, 10. April, 7.27 Uhr

RKI registriert 24 097 Corona-Neuinfektionen und 246 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 24 097 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 246 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI von Samstagmorgen hervor. Wegen der Feiertage und der Schulferien könnten die Corona-Zahlen des RKI noch nicht vergleichbar mit den Werten vor Ostern sein.

Vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 18 129 Neuinfektionen und 120 neue Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner lag laut RKI am Samstagmorgen bundesweit bei 120,6. Am Vortag gab das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 110,4 an, vor einer Woche lag sie noch bei über 130.

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