NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer. © picture alliance/dpa

Coronavirus in NRW – Gebauer: Testpflicht an Schulen gilt noch Monate lang – Liveblog

NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer hat erklärt, wie es nach den Sommerferien an den Schulen weitergeht. Schnelltests werden Schüler und Lehrer noch lange begleiten. Die Lage in NRW im Überblick.

Über die Entwicklungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

  • Fallzahlen in NRW: 815.516 bestätigte Fälle – 5.100 aktuell Infizierte – 17.105 Todesfälle, Wocheninzidenz: 6,4 (Stand: 25.06.2021).
  • NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer starten die Schulen in NRW nach den Sommerferien mit Präsenzunterricht. Die Testpflicht soll bis Ende des Jahres gelten, die Maskenpflicht stehe unter Beobachtung.
  • Das Robert Koch-Institut geht von einem Wiederanstieg der Inzidenzen hierzulande durch die Delta-Variante aus. Betroffen von der Mutation seien im Moment vor allem Menschen unter 60 Jahren.
  • Trotz weiter rückläufiger Sieben-Tage-Inzidenzwächst der Anteil der Delta-Variante deutlich. Er verdoppelte sich im Vergleich zur Vorwoche fast auf 15,1 Prozent.
  • Ab Samstag (26.6.) wird die Terminvergabe für die Impfzentren in NRW für alle Impfwilligen freigegeben.
  • Impfzentren werden nach Einschätzung von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) in ihrer jetzigen Form nur noch bis Ende September gebraucht.
  • Alle neuen Regeln finden Sie hier im Überblick.

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Freitag, 25. Juni, 13.57 Uhr
Gebauer: Schulen starten nach den Ferien im Präsenzunterricht
Wie Yvonne Gebauer (FDP), NRW-Schulministerin, am Freitag mitteilte, sollen die Schulen ab dem 18. August wieder in den Präsenzunterricht starten. „Wir starten das neue Schuljahr so, wie wir das alte verabschieden“, erklärte Gebauer. Alle Schülerinnen und Schüler nehmen demnach wieder im Klassenverband am Unterricht teil.

Yvonne Gebauer (FDP), Schulministerin von Nordrhein-Westfalen, will nach den Ferien wieder Präsenzunterricht für alle Schüler ermöglichen.
Yvonne Gebauer (FDP), Schulministerin von Nordrhein-Westfalen, will nach den Ferien wieder Präsenzunterricht für alle Schüler ermöglichen. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

„Wie im vergangen Jahr wollen wir die möglichen Auswirkungen des Reisens in den Schulen so gering wie möglich machen“, erklärte Gebauer. Das Tragen der Maske stehe aber unter strenger Beobachtung. „Es ist eine Abwägung zwischen Schutz und Belastung“, sagte die Schulministerin. Die Testpflicht an den Schulen gelte bis zum Jahresende.

Freitag, 25. Juni, 12.39 Uhr

RKI: Hinweise auf höhere Rate von Krankenhausaufenthalten bei Delta

Die ansteckendere Delta-Variante des Coronavirus scheint nach ersten Erkenntnissen des Robert Koch-Instituts (RKI) auch in Deutschland zu einer höheren Rate von Krankenhausbehandlungen zu führen. „Wir haben noch nicht genügend Daten, um wirklich klar zu sagen, wie gefährlich oder ungefährlich (…) sie ist“, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler.

Allerdings deuteten die noch jungen Zahlen aus dem deutschen Meldewesen auf eine rund doppelt so hohe Rate von Krankenhauseinweisungen hin verglichen mit der bislang dominierenden Alpha-Variante. Wieler sagte, es würden demnach elf Prozent der Delta-Infizierten in Kliniken behandelt, verglichen mit fünf Prozent bei Alpha. Bei Menschen zwischen 15 und 34 Jahren sei dies besonders ausgeprägt.

Freitag, 25. Juni, 11.44 Uhr

Bundesrat beschließt Corona-Aufholprogramm für Kinder

Das sogenannte Corona-Aufholprogramm für Kinder und Jugendliche kann starten. Der Bundesrat stimmte am Freitag für eine entsprechende Gesetzesänderung bei der Finanzverteilung zwischen Bund und Ländern. Der Bund überlässt damit den Ländern mehr Anteile aus der Umsatzsteuer, so dass sie zusätzliche Maßnahmen zur Lernförderung finanzieren, Sozialprojekte ausweiten und mehr kostenlose und günstige Freizeit-, Sport- und Erholungsangebote anbieten können. Außerdem stimmte die Länderkammer der Auszahlung eines 100-Euro-Freizeitbonus für Kinder aus bedürftigen Familien in diesem Sommer zu.

Freitag, 25. Juni, 10.58 Uhr

Delta-Variante: RKI erwartet Wiederanstieg der Inzidenzen

Das Robert Koch-Institut (RKI) geht in der Coronavirus-Pandemie von einem Wiederanstieg der Inzidenzen hierzulande durch die Delta-Variante aus. Delta sei noch ansteckender als Alpha, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Freitag. „Delta verbreitet sich also noch schneller, vor allem natürlich in der ungeimpften Bevölkerung. Daher müssen wir damit rechnen, dass künftig auch die Fallzahlen wieder steigen werden.“

Im Moment lägen die bundesweiten 7-Tage-Inzidenzen mit 6,2 Prozent erfreulich niedrig. Grund dafür sei auch das verantwortungsbewusste Handeln der Bevölkerung. „Lassen Sie uns diese niedrigen Inzidenzen verteidigen!“, appellierte Wieler. In der zweiten Juni-Woche lag der Delta-Anteil nach den jüngsten RKI-Zahlen in Deutschland schon bei 15 Prozent. „Wir gehen davon aus, dass er heute schon höher sein wird“, sagte Wieler. Es sei nur eine Frage der Zeit, wann diese Variante die Hoheit übernehmen werde.

Durch vollständiges Impfen, behutsames Öffnen, Masketragen in Innenräumen, Abstandhalten und Hygiene seien auch diejenigen besser geschützt, die noch nicht geimpft seien oder noch nicht geimpft werden könnten – darunter auch viele Kinder, ergänzte der RKI-Chef. Betroffen von der Delta-Variante seien im Moment vor allem Menschen unter 60 Jahren.

Freitag, 25. Juni, 10.31 Uhr

Spahn warnt erneut vor Sorglosigkeit im Sommer

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat auch mit Blick auf die ansteckendere Delta-Variante des Coronavirus erneut zu Vorsicht im Sommer aufgerufen. Aus einem zu sorglosen Sommer dürfe kein „Sorgenherbst“ werden, sagte der CDU-Politiker am Freitag in Berlin. Die Delta-Variante werde über den Sommer auch in Deutschland die Oberhand gewinnen, dies sei eher eine Frage von Wochen als von Monaten. Es mache bei der Ausbreitung aber einen Unterschied, wie hoch die gesamte Zahl der Ansteckungen und die Impfquote seien. „Es liegt an uns“, sagte Spahn.

Im Alltag gehe nun draußen „ziemlich viel“. In Innenräumen, vor allem mit vielen Menschen, sollten weiter Schutzmasken getragen werden. Reisen sei möglich. Bei der Rückkehr aus dem Urlaub sollten Familien aber kostenlose Testangebote nutzen, auch mit Blick auf den Schulbeginn nach den Ferien. Der Minister appellierte an alle Bürger, Impfangebote zu nutzen – auch für wichtige Zweitimpfungen als vollen Schutz gegen Virus-Varianten.

Freitag, 25. Juni, 10 Uhr

Spahn und Wieler zur Gefahr durch die Delta-Variante

Trotz inzwischen insgesamt sinkender Corona-Zahlen ist die als höchst ansteckend geltende Delta-Variante des Virus auch in Deutschland auf dem Vormarsch. Die Bundesregierung mahnt zur Vorsicht. „Ich appelliere an alle Reisenden, sich sorgsam über das Infektionsgeschehen zu informieren, Testangebote anzunehmen und die Quarantänepflichten ernst zu nehmen“, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn in dieser Woche dem „Handelsblatt“.

Über die Entwicklung der Delta-Variante und über die Lage in Deutschland reden Bundesgesundheitsminister Spahn, RKI-Präsident Lothar Wieler und Leif Erik Sander, Leiter der Forschungsgruppe für Infektionsimmunologie und Impfstoff-Forschung der Berliner Charité ab 10 Uhr in einer Pressekonferenz.

Freitag, 25. Juni, 8.22 Uhr

RKI-Chef Wieler sieht K.o.-Spiele in London kritisch

Lothar Wieler sieht die K.o.-Spiele der Fußball-Europameisterschaft in London weiterhin kritisch. „Aus infektionsmedizinischer Sicht ist das keine gute Idee“, sagte der Präsident des Robert Koch-Institutes in einem Interview der „Rheinischen Post“. In Großbritannien breitet sich die zuerst in Indien nachgewiesene Delta-Variante des Coronavirus stark aus und ist dort für die Mehrzahl der aktuellen Infektionen verantwortlich. Wenig Verständnis hat Wieler unter dem Gesichtspunkt des Infektionsschutzes auch für volle Stadien und umherreisende Fußball-Anhänger. Unter diesem Aspekt sei er darüber nicht glücklich und Reisen von Fans kreuz und quer durch Europa seien natürlich nicht sinnvoll.

Freitag, 25. Juni, 8.34 Uhr

Weiter abwärts bei Sieben-Tage-Inzidenz in NRW – Höxter auf Null

In Nordrhein-Westfalen ist die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen weiter leicht gesunken. Am Freitag lag der Wert nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bei 6,4 nach 6,8 am Vortag und 7,4 am Mittwoch. Auffallend ist die Entwicklung vor allem im Landkreis Höxter: Dort meldeten die Gesundheitsämter einen Wert von 0,0 nach 0,7 am Vortag. Die allermeisten NRW-Kommunen verzeichnen inzwischen einstellige Werte für die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Nur noch sechs von 53 Kommunen sind zweistellig. Spitzenreiter bleibt Hagen. Allerdings gab es auch dort mit einer Inzidenz von 16,4 einen deutlichen Rückgang im Vergleich zum Vortag (19,6). Dabei liegt NRW bei der Kennziffer für die Zahl der Neuinfektionen immer noch knapp über dem Bundeswert, der am Freitag 6,2 betrug. Binnen 24 Stunden wurden im bevölkerungsreichsten Bundesland 190 Neuinfektionen verzeichnet. 12 Todesfälle in Zusammenhang mit Corona kamen hinzu. Seit Beginn der Pandemie sind es in NRW 17.105.

Freitag, 25. Juni, 7.53 Uhr

Forscher raten zu 3. Corona-Impfung für Senioren und Immunschwache

Ein halbes Jahr nach dem offiziellen Start der bundesweiten Corona-Impfkampagne am 27. Dezember empfehlen Wissenschaftler eine dritte Impfung für Senioren und Menschen mit Immunschwächen in diesem Herbst. „Wir müssen die nächste Phase beim Impfen jetzt schon andenken“, sagte Leif Erik Sander, Infektionsimmunologe an der Berliner Charité, der Deutschen Presse-Agentur. „Ich gehe davon aus, dass wir bei älteren Menschen, die zu Beginn dieses Jahres ihre Erst- und Zweitimpfung erhalten haben, eine nachlassende Immunantwort sehen werden.“

Für jüngere und gesunde Menschen seien Auffrischungsimpfungen dagegen noch kein Thema. Sander hält es für möglich, dass es ohne Auffrischungsimpfung im Winterhalbjahr zum Beispiel in Alten- und Pflegeheimen deshalb zu zusätzlichen Infektionen kommen könnte, „einem gewissen JoJo-Effekt“. Ein solcher „Booster“ sollte dann nicht allein Hochbetagten, sondern auch Menschen mit einem geschwächten Immunsystem offeriert werden, etwa zum Zeitpunkt der Grippeschutzimpfung im Oktober.

Freitag, 25. Juni, 7.18 Uhr

RKI-Chef: Tests und Maskenpflicht an Schulen bis Frühjahr 2022

Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, plädiert für Schutzmaßnahmen in Schulen bis zum kommenden Frühjahr. „Wir empfehlen, dass in Schulen weiter getestet und Mund-Nasen-Schutz getragen wird. Aus heutiger Sicht würde ich sagen, das sollte bis zum nächsten Frühjahr so sein“, sagte Wieler der „Rheinischen Post“. „Zum einen wollen wir ja das Infektionsgeschehen niedrig halten, weil auch Kinder schwer erkranken können. Und zum anderen haben wir natürlich das Ziel, dass die Schulen offen bleiben.“ Nach eigener Aussage rechnet er mit einem steigenden Infektionsgeschehen an Schulen. „Es werden vermehrt Fälle bei Kindern auftreten, schon jetzt sehen wir größere Ausbrüche der Delta-Variante in Schulen.“

Freitag, 25. Juni, 6.05 Uhr

Deutschlandweit 774 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 6,2

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 774 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1076 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 6,2 an (Vortag: 6,6; Vorwoche: 10,3). Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 62 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 91 Tote.

Freitag, 25. Juni, 5.17 Uhr

Kommunen wollen auch nach Ende der Impfzentren helfen

Die Kommunen wollen auch nach der Auflösung der Impfzentren in Nordrhein-Westfalen bei den Corona-Schutzimpfungen helfen. „Die Städte sind bereit, eine ergänzende Rolle zum Beispiel für Impfungen in Altenheimen zu spielen. Die Impfkampagne ist noch nicht zu Ende“, sagte der Geschäftsführer des Städtetages NRW, Helmut Dedy, der dpa. Die Ankündigung von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU), dass die Impfzentren in ihrer bisherigen Form nur noch bis Ende September gebraucht würden, schaffe jetzt die auch von den Kommunen geforderte Planungssicherheit. Die einzelnen Kommunen organisieren den Betrieb des jeweiligen Impfzentrums vor Ort.

Donnerstag, 24. Juni, 22.48 Uhr
Zwölf Positiv-Tests von Fußballfans bei drei EM-Spielen
Bei den drei bisherigen Spielen in München sind dem Gesundheitsreferat insgesamt zwölf positive Schnelltests mit Bezug zur EM gemeldet worden. Das teilte die Behörde am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Aus „mehreren Tausend Testungen“ seien sechs am Stadion und sechs bei Public-Viewing-Teststationen entnommen worden, sagte ein Sprecher. Weil am Mittwoch viele ungarische Fans zur Partie gegen Deutschland nach München gekommen waren, hatte es Befürchtungen gegeben, die Zahl der positiven Tests könnte ansteigen. „Nein, ein solcher Ausschlag hat nicht stattgefunden“, teilte der Sprecher mit.

Viele der Ungarn-Anhänger hatten sich am Max-Weber-Platz versammelt, um von dort am Abend zum Stadion zu fahren. Abstands- und Maskenregeln wurden dabei weitgehend ignoriert. Die an dem Platz eingerichtete Corona-Teststation war nicht von der Landeshauptstadt beauftragt, musste deswegen die Ergebnisse der Tests auch nicht weiterleiten.

Donnerstag, 24. Juni, 22.10 Uhr
Delta-Variante auf Verdopplungskurs – nun 15 Prozent Anteil
Trotz weiter rückläufiger Sieben-Tage-Inzidenz wächst in Deutschland der Anteil der als besorgniserregend eingestuften Delta-Variante deutlich. Er verdoppelte sich in einer Stichprobe im Vergleich zur Vorwoche fast auf nun 15,1 Prozent, wie aus einem Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwochabend hervorgeht. Die Angabe bezieht sich auf die Woche vom 7. bis 13. Juni.

Die Werte für die Woche zuvor wurden wegen Nachmeldungen rückwirkend von etwa sechs auf acht Prozent korrigiert. In den Daten ist damit nun in der dritten Woche in Folge eine ungefähre Verdopplung des Delta-Anteils abzulesen: von 4 auf 8 auf 15 Prozent. Dieses Tempo, das auch schon in anderen Ländern beobachtet wurde, hatten Fachleute befürchtet.

Donnerstag, 24. Juni, 21.23 Uhr
Verband: „Werden in der Hotellerie nie wieder das Vorkrisenniveau erreichen“
Der NRW-Regionalpräsident des Branchenverbandes Dehoga, Haakon Herbst, prognostiziert nachhaltige Veränderungen für die von der Corona-Pandemie gebeutelten Hoteliers. „Die Messefrequenzen werden sinken, der Geschäftsreiseverkehr wohl dauerhaft um 20 bis 30 Prozent zurückgehen“, sagte Herbst dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Freitag). „Ich bin geneigt zu sagen: Wir werden in der Hotellerie nie wieder das Vorkrisenniveau erreichen.“ Die Folge werde sein, dass sich Geschäftsmodelle, Kosten und auch Preise verändern würden.

Donnerstag, 24. Juni, 20.34 Uhr
Verdacht auf Betrug mit Corona-Tests
Wegen mutmaßlichen Betrugs mit Corona-Selbsttests sind gegen zwei Verdächtige in Berlin Haftbefehle vollstreckt worden. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilten, wurden am Morgen zudem mehrere Objekte zumeist in Charlottenburg durchsucht. Ermittelt werde gegen drei Verdächtige im Alter von 26, 28 und 53 Jahren. Ihnen werde zur Last gelegt, gewerbsmäßig einen Gesamtschaden von einer halben Million Euro verursacht zu haben. Sie sollen über Scheinfirmen bereits bezahlte Tests nicht geliefert und andererseits schon gelieferte Tests nicht bezahlt haben. Die beiden jüngeren Männer sitzen in Untersuchungshaft.

Donnerstag, 24. Juni, 19.24 Uhr
Aufnahmestopp auf Krankenhaus-Station nach Auftreten von Eta-Variante
Auf einer Paderborner Krankenhaus-Station ist wegen des erstmaligen Auftretens der sogenannten Eta-Variante des Coronavirus ein Besuchs- und Aufnahmestopp verhängt worden. Die Variante, die nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) erstmalig im Dezember 2020 in Angola nachgewiesen wurde, sei in der Klinik bei einer 89-Jährigen festgestellt worden, teilte der Kreis am Donnerstag mit. „Vorsorglich“ seien daher entsprechende Schritte auf der Station veranlasst worden. Die Hygienemaßnahmen seien verschärft und eine regelmäßige Testung mit PCR-Tests, die beim Erkennen von Infektionen mit dem Coronavirus als sehr genau gelten, angeordnet worden. Wo sich die Frau infiziert haben könnte, sei nicht bekannt. Nach Angaben des Kreises war es das erste Mal, dass die Eta-Variante im Kreisgebiet labordiagnostisch nachgewiesen wurde.

Donnerstag, 24. Juni, 18.33 Uhr
Volksfeste in NRW schon ab 27. August wieder erlaubt
Volksfeste in NRW sind bei niedrigem Infektionsgeschehen bereits ab dem 27. August wieder erlaubt. Bislang sollte der Startschuss am 1. September sein. Die am Donnerstag veröffentlichte neue Corona-Schutzverordnung des Landes ermöglicht damit „Stadt-, Dorf- und Straßenfeste, Schützenfeste, Weinfeste und ähnliche Festveranstaltungen mit bis zu 1000 teilnehmenden Personen mit Negativtestnachweis“ schon ein Wochenende früher. Auch Sportfeste und Sportveranstaltungen ohne Begrenzung bei Teilnehmer- und Zuschauerzahlen sollen ab dem 27. August statt dem 1. September möglich sein, wenn in der Region und im Land die niedrigste Inzidenzstufe 1 herrscht.

Donnerstag, 24. Juni, 17.34 Uhr
NRW rechnet mit Corona-Testpflicht an Schulen bis Jahresende
Die Landesregierung rechnet mit einer Corona-Testpflicht an Schulen bis zum Beginn der Weihnachtsferien Ende Dezember. Wie aus einer Vorlage des Schulministeriums für den Finanzausschuss des Landtags hervorgeht, sehen die „derzeitigen Planungen“ eine Testpflicht bis zur 51. Kalenderwoche vor. Da man noch nicht prognostizieren könne, wie viele Schülerinnen und Schüler unter 16 Jahren bis zum Jahresende geimpft seien, schlägt das Ministerium zwei Tests pro Woche vor. Für jüngere Schüler soll es demnach weiter PCR-Pooltests, für ältere Schüler Schnelltests im Eigengebrauch geben.

Donnerstag, 24. Juni, 16.26 Uhr
NRW-Gesundheitsminister: Wieder Pop-up-Freizeitparks im Sommer möglich
Schausteller sollen im Sommer wieder sogenannte Pop-up-Freizeitparks in Nordrhein-Westfalen betreiben können. Nach Angaben von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) wird die Besucherbegrenzung für Freizeitparks auch dafür mit der ab Freitag bis zum 8. Juli geltenden Corona-Schutzverordnung des Landes gelockert. Statt einer Person pro 20 Quadratmeter in einem Freizeitpark seien als Obergrenze eine Person pro 10 Quadratmeter vorgesehen. Das sei auch eine große Bitte der Schausteller mit Blick auf mobile Freizeitparks gewesen, so Laumann. Damit werde es auch das eine oder andere Freizeitangebot für die Kinder geben, die nicht in den Urlaub fahren können, erläuterte Laumann.

Donnerstag, 24. Juni, 15.32 Uhr
Kinderkommission rügt Corona-Politik
Die Kinderkommission des Bundestages hat den Umgang mit Kindern und Jugendlichen in der Corona-Pandemie kritisiert und mehr Rücksichtnahme auf ihre Interessen gefordert. Kinder und Jugendliche seien in der öffentlichen Debatte vor allem zu Beginn der Pandemie „leider des Öfteren als „Virenschleudern“ einerseits und „Coronaparty-Feiernde“ andererseits“ dargestellt worden, heißt es in einer Stellungnahme des Gremiums. „Die entwicklungsspezifischen Bedürfnisse und Herausforderungen von Kindern und Jugendlichen traten dahingehend weitgehend in den Hintergrund“, kritisiert die Kommission. Sie seien zunächst auch nicht beteiligt worden.

Donnerstag, 24. Juni, 14.30 Uhr
Terminbuchung für Impfzentren ab Samstag für alle freigegeben
Von Samstag an kann jeder in NRW einen Termin für eine Corona-Impfung in einem Impfzentrum buchen. Das kündigte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Donnerstag in Düsseldorf an. Bisher war die Terminvergabe in den landesweit 53 Impfzentren an Alters- und Berufsgruppen gebunden.


Donnerstag, 24. Juni, 13.45 Uhr
Maskenpflicht am Phoenix-See ist gefallen
Der Phoenix-See ist meistens gut besucht. Im April, als sich das Wetter und die Zahlen zum ersten Mal seit dem November-Lockdown etwas gebessert haben, ist es dort zu unschönen Szenen gekommen. Sicherheitskräfte waren überfordert, Abstandsregeln und Maskenpflicht wurden kaum eingehalten.

Jetzt ist die Maskenpflicht dort aufgehoben worden. Das freut die meisten Besucher, aber viele von ihnen wollen die Maske weiter tragen, wenn es wieder voll wird am See.


Donnerstag, 24. Juni, 12.28 Uhr

Jeder Dritte in Deutschland ist nun vollständig geimpft

Jeder Dritte ist in Deutschland nun vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das sind 27,8 Millionen Menschen, ihre Quote hat damit die Drittelmarke knapp überschritten (33,5 Prozent). Mehr als 43,4 Millionen Menschen (52,2 Prozent) haben demnach bisher mindestens eine Impfung bekommen. Allein am Mittwoch wurden 1 267 717 Impfdosen verabreicht. Laut RKI werden jeden Tag mehr als 800.000 Corona-Schutzimpfungen deutschlandweit verabreicht.

Unter den Bundesländern verzeichnet Bremen mit 59,2 Prozent den höchsten Anteil Erstgeimpfter. Zwölf weitere Bundesländer haben die 50-Prozent-Marke geschafft. Nur Hamburg (49,5 Prozent), Bayern (49,3 Prozent) und Sachsen (46,4 Prozent) haben diese Marke noch nicht überschritten. Das Saarland zählt mit 40,0 Prozent den höchsten Anteil an vollständig Geimpften. Brandenburg ist mit 30,9 Prozent am Ende der Rangliste.

Donnerstag, 24. Juni, 11.43 Uhr

Moderna will Corona-Impfstoff an Deutschland früher liefern

Der Europa-Chef des US-Konzerns Moderna, Dan Staner, will den versprochenen Corona-Impfstoff für Deutschland früher als geplant liefern. „Moderna hofft, die im dritten Quartal für Deutschland geplanten Dosen früher bereitstellen zu können, um einen möglichst raschen Fortschritt bei den Impfungen zu unterstützen“, sagte Staner der „Wirtschaftswoche“. Einen konkreten Termin nannte er nicht. Staner versicherte aber, dass die für 2021 geplante Liefermenge von rund 80 Millionen Dosen auf jeden Fall bereitgestellt werde.

Donnerstag, 24. Juni, 11.09 Uhr

Angeklagte nicht da – Prozess gegen Maskenverweigerer unterbrochen

Der Prozess wegen des provokanten Auftritts von Maskenverweigerern in einem Supermarkt ist am Donnerstag im Landgericht Bonn kurz nach Beginn unterbrochen worden. Zwei der drei Angeklagten erschienen nicht zum ersten Hauptverhandlungstag. Der 36-jährige Mann und die 31-jährige Frau sollen nun von der Polizei vorgeführt werden. Die Anklage wurde noch nicht verlesen. Wann und wie es weitergeht, war zunächst unklar.

Die Staatsanwaltschaft wirft den drei Angeklagten gefährliche Körperverletzung sowie Angriff auf Polizeibeamte vor. Sie sollen im Mai 2020 in einen Troisdorfer Supermarkt gegangen sein, um gegen die Maskenpflicht zu protestieren. Dabei sollen sie sich zunehmend aggressiv verhalten und schließlich einen Polizisten mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben.

Donnerstag, 24. Juni, 10.38 Uhr
Braun: Müssen bei hoher Impfquote über Lockdown nicht nachdenken
Mit einer möglichst hohen Corona-Impfquote lassen sich nach Einschätzung von Kanzleramtsminister Helge Braun trotz der Ausbreitung der ansteckenderen Delta-Variante erneute drastische Maßnahmen verhindern. Wenn sich zwei Drittel der Bürger, also rund 55 Millionen Menschen, impfen lassen, „muss man dann auch nicht über einen Lockdown oder so nachdenken“, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag im ARD-„Morgenmagazin“. Angesichts der Liefermengen von Impfstoffen könne man je nach Höhe der Impfbereitschaft „damit rechnen, dass jetzt bis Ende Juli/Anfang August wirklich jeder, der möchte, seine Erstimpfung bekommen hat“. Die Nichtgeimpften – bei einem Drittel wären es immer noch 27 Millionen – müssten dann gerade im Herbst sich ganz regelmäßig testen lassen.

Kanzleramtschef Helge Braun schließt einen weiteren Lockdown wegen der hohen Impfquote aus.
Kanzleramtschef Helge Braun schließt einen weiteren Lockdown wegen der hohen Impfquote aus. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Die Schulen und Kindergärten seien „unser großes Sorgenkind“, sagte Braun, weil es zumindest für jüngere Kinder unter zwölf Jahren noch kein Impfangebot gebe. Die könnten dadurch geschützt werden, dass alle Erwachsenen ringsherum um sie geimpft würden. Hinzu kämen weitere Maßnahmen wie etwa die Ausrüstung von Schulen mit Lüftungsanlagen.

Donnerstag, 24. Juni, 9.15 Uhr

Virenexperte: Zuschauer beim EM-Finale sind keine gute Idee

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens, betrachtet die Zuschauermassen bei den Spielen der Fußball-Europameisterschaft als großes Risiko für die Ausbreitung des Coronavirus. „Das halte ich aus epidemiologischer Sicht für nicht gut“, sagte der Ulmer Virologe der „Schwäbischen Zeitung“. Auch die Finalspiele der EM ausgerechnet in London seien vor allem wegen der gefährlichen Delta-Variante „keine gute Idee“, sagte Mertens. Er rät, den Reiseverkehr nach London zum Spiel stark zurückzufahren und zu kontrollieren. Das gelte insbesondere auch bei einer Rückkehr nach Deutschland.

Donnerstag, 24. Juni, 8.08 Uhr

Sieben-Tage-Inzidenz in Nordrhein-Westfalen bei 6,8

Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen ist weiter im Abwärtstrend. Der Wert liegt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) bei 6,8. Am Vortag hatte die Kennziffer für die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen noch 7,4 betragen. Bundesweit ermittelte das RKI für Donnerstag eine Sieben-Tage-Inzidenz von 6,6. Den höchsten Inzidenzwert in NRW verzeichnete weiterhin Hagen mit 19,6. Dagegen tendierte Höxter mit einer Inzidenz von 0,7 in Richtung Null-Wert. Der Kreis Minden-Lübbecke lag mit 1,0 ebenfalls am unteren Ende der Skala. Binnen 24 Stunden wurden im bevölkerungsreichsten Bundesland 196 Neuinfektionen verzeichnet. Zehn Todesfälle in Zusammenhang mit Corona kamen hinzu.

Donnerstag, 24. Juni, 7.14 Uhr

Spahn warnt vor „Sorgenherbst“ nach Urlaubssommer

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Bürger aufgefordert, auch beim Reisen die Corona-Pandemie weiter im Blick zu behalten. „Ich appelliere an alle Reisenden, sich sorgsam über das Infektionsgeschehen zu informieren, Testangebote anzunehmen und die Quarantänepflichten ernst zu nehmen“, sagte Spahn dem „Handelsblatt“. „So führt der Urlaubssommer nicht zu einem Sorgenherbst.“ Auf die Frage, ob die Menschen trotz Delta-Variante sorglos ihren Urlaub buchen könnten, sagte er: „Grundsätzlich ja. Bei Reiseländern, die von der Delta-Variante bereits stark betroffen sind, sieht das aber anders aus.“ Dort sei das Risiko, sich anzustecken und die Virusvariante nach Hause zu bringen, deutlich höher.

Donnerstag, 24. Juni, 6.11 Uhr

Deutschlandweit 1008 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 6,6

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1008 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1330 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 6,6 an (Vortag: 7,2; Vorwoche: 11,6). Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 93 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 105 Tote.

Donnerstag, 24. Juni, 5.24 Uhr

Delta-Variante: Kommunen fordern mehr Geld für Schutz der Schüler

Angesichts der Ausbreitung der Delta-Variante fordern die Kommunen mehr finanzielle Unterstützung, um die Schulen auf eine neue Corona-Welle im Herbst vorzubereiten. „Der Deutsche Städte- und Gemeindebund fordert eine weitere Ertüchtigung der Schulen, um einen möglichen weiteren Schul-Lockdown im Herbst zu vermeiden“, sagte der Städtebund-Geschäftsführer Gerd Landsberg der „Augsburger Allgemeinen“. Da diese Kosten durch die Corona-Pandemie bedingt seien, erwarteten die Kommunen als Schulträger eine finanzielle Unterstützung von Bund und Ländern. Der Deutsche Städtetag warnte jedoch vor übertriebenen Erwartungen an die Ausrüstung der Schulen mit Luftfiltern.


Mittwoch, 23. Juni, 23.20 Uhr
Corona-Regeln im EM-Stadion erneut gebrochen

Die Maskenpflicht und die Abstandsregeln zur Bekämpfung der Corona-Pandemie sind beim EM-Vorrundenspiel Deutschland gegen Ungarn am Mittwochabend in München erneut nicht konsequent eingehalten worden. Fernsehbilder zeigten zahlreiche Fans ohne den vorgeschriebenen Mund-Nasen-Schutz.

Auch drängten sich viele Fans vorrangig im ungarischen Gästeblock dicht an dicht. Mit den Abständen auf den unteren Rängen war es zudem spätestens dann passé, als ein Unwetter über München zog und die Zuschauer sich schutzsuchend an trockene Stellen zurückzogen.

Die Münchner Polizei verwies darauf, dass für die Durchsetzung der Corona-Regeln der Sicherheitsdienst im Stadion zuständig sei. Der Stadionsprecher habe wiederholt entsprechende Durchsagen gemacht.

Deutsche Fans feuern unter starkem Regen ihre Mannschaft an. © Federico Gambarini/dpa © Federico Gambarini/dpa



Mittwoch, 23. Juni, 21.50 Uhr
Laumann spricht von entspannter Situation

Trotz der aktuellen Verzögerungen in den Impfzentren zeigt sich NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) mit Blick auf die aktuellen Inzidenz-Zahlen entspannt. „Etwa 0,06 bis 0,07 der Bürgertests sind positiv. Das Virus ist zurzeit in der Bevölkerung nicht so stark unterwegs“, sagte Laumann.

Impfzentren in ihrer jetzigen Form seien seiner Einschätzung nach nur noch bis Ende September notwendig.

Bei den Impfungen für die 12 bis 16 Jahre alten Kinder plant Laumann keine Sonderaktionen in den Impfzentren. Das soll über die Kinderärzte oder ausnahmsweise über Hausärzte geschehen. „Keiner weiß, wieviel Prozent der Eltern sich am Ende dafür entscheiden“, sagte Laumann.



Mittwoch, 23. Juni, 21.00 Uhr
Anteil der Infektionen mit Delta-Variante hat sich verdoppelt

Nach Angaben des RKI hat sich der Anteil der Corona-Infektionen mit der Delta-Variante innerhalb einer Woche verdoppelt. Damit ergebe sich nun eine Quote von 15% der mit der Mutation infizierten Menschen in Deutschland.


Mittwoch, 23. Juni, 18.40 Uhr
Biontech-Gründer erhalten renommierten Preis

Die Biontech-Gründer Ugur Sahin und Özlem Türeci sowie fünf weitere Entwickler von Impfstoffen gegen das Coronavirus erhalten den angesehenen spanischen Prinzessin-von-Asturien-Preis in der Sparte Forschung und Technik. Die Prinzessin-von-Asturien-Preise gelten als die „spanischen Nobelpreise“.

Mittwoch, 23. Juni, 18.30 Uhr
EU befürchtet Delta-Ausbrüche unter Jüngeren

Die Delta-Variante des Coronavirus wird sich nach Einschätzung der EU-Gesundheitsbehörde ECDC im Laufe des Sommers deutlich in Europa ausbreiten. Dies gelte ganz besonders für Jüngere, die nicht zu den Zielgruppen der Impfkampagnen gehörten, erklärte ECDC-Direktorin Andrea Ammon.

Mittwoch, 23. Juni, 17.22 Uhr
Laumann: Impfzentren nur noch bis Ende September

Die Impfzentren in der jetzigen Form werden nach Einschätzung von Karl-Josef Laumann (CDU) nur noch bis Ende September gebraucht. Für die Zeit danach sollen die Kreise und kreisfreien Städte in NRW Strukturen aufbauen, um neben den Haus- und Betriebsärzten impfen zu können.

Impfzentren in ihrer jetzigen Form soll es laut Gesundheitsminister Laumann (CDU) nur noch bis Ende September geben. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa



Mittwoch, 23. Juni, 16.28 Uhr

Corona-Regeln am Arbeitsplatz werden gelockert

Die Corona-Regeln am Arbeitsplatz werden ab 1. Juli gelockert. Unternehmen müssen zwar weiterhin zwei Tests pro Woche für Beschäftigte anbieten, die nicht von zu Hause aus arbeiten können. Allerdings ist dies laut neuer Corona-Arbeitsschutzverordnung nicht mehr erforderlich, wenn Arbeitgeber „durch andere geeignete Schutzmaßnahmen einen gleichwertigen Schutz der Beschäftigten“ sicherstellen oder nachweisen können, zum Beispiel wenn diese vollständig geimpft sind.

Das Bundeskabinett hat die neue Verordnung am Mittwoch beschlossen. Sie soll bis 10. September gelten. Arbeitgeber sind demnach aber weiterhin gehalten, „die gleichzeitige Nutzung von Räumen durch mehrere Personen (…) auf das betriebsnotwendige Minimum zu reduzieren“. Zudem bleibt es dabei, dass betriebliche Hygienepläne erstellt und Infektionsschutzmaßnahmen ergriffen werden müssen, etwa durch Trennwände und Abstandsregeln. Wo das nicht möglich ist, müssen medizinische Masken zur Verfügung gestellt werden.

Mittwoch, 23. Juni, 15.01 Uhr

Kassenärzte kritisieren Impf-Modellversuch in Apotheken

Der geplante Modellversuch zu Grippeschutzimpfungen in Apotheken in Teilen von Westfalen-Lippe stößt auf Kritik der dortigen Kassenärzte, die bisher die Impfungen durchführen. „Impfen ist ärztliche Kernkompetenz“, erklärte der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL). Der behandelnde Arzt kenne seine Patienten. „Statt impfende Apotheker brauchen wir Ärzte ausreichend Impfstoff“, hieß es am Mittwoch in der Erklärung. Die Krankenkasse AOK Nordwest hatte am Dienstag mitgeteilt, dass sie ein Modellprojekt mit dem Apothekerverband Westfalen-Lippe für Grippeimpfungen ab dem Herbst vereinbart habe. Zu der Modellregion gehören Dortmund, der Regierungsbezirk Detmold, der Kreis Olpe, der Märkische Kreis und der Hochsauerlandkreis – laut KVWL betrifft das fast 700 Apotheken.


Mittwoch, 23. Juni, 13.44 Uhr
Laschet: Schulen in NRW sollen nach Ferien offen bleiben
Die Schulen in Nordrhein-Westfalen sollen nach den Sommerferien offen bleiben. Das sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf. Der Bildschirm könne soziale Kontakte für Kinder und Jugendliche nicht ersetzen, sagte der Unions-Kanzlerkandidat mit Blick auf den wochenlangen Distanzunterricht im ablaufenden Schuljahr. Er habe von Anfang an gesagt, dass die Kinder die Hauptleidtragenden der Pandemie seien, sagte Laschet. Diese Analyse werde jetzt weithin geteilt.

Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und Bundesvorsitzender, will die Schulen nach den Sommerferien wieder regulär öffnen.
Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und Bundesvorsitzender, will die Schulen nach den Sommerferien wieder regulär öffnen. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte für Aufregung gesorgt mit der Vorhersage, dass auch im Herbst und Winter voraussichtlich Maskenpflicht oder auch Wechselunterricht notwendig seien. Allerdings – so stellte er klar -, sei es eines der Hauptziele, das normale Schulleben so lange wie möglich zu bewahren. Es sei auch möglich, nach den Sommerferien Wechselunterricht zu vermeiden.

Mittwoch, 23. Juni, 12.59 Uhr
Zoos sollen weitere 8,4 Millionen Euro Corona-Hilfe vom Land erhalten

Die Zoos in Nordrhein-Westfalen sollen zur Bewältigung der Corona-Krise weitere 8,4 Millionen Euro vom Land erhalten. Das sieht eine Vorlage des NRW-Finanzministeriums für die Sitzung des Haushalts- und Finanzausschusses des Landtags an diesem Donnerstag vor. Damit sollten die Einnahmeausfälle abgemildert werden, die entstanden seien, weil die Zoos während des zweiten Lockdowns von Anfang November 2020 bis März 2021 erneut geschlossen bleiben mussten, heißt es zur Begründung.

Die Unterstützung solle für Zoos gelten, die sich in öffentlicher Hand befinden. Denn diese seien für die ab Januar 2021 angebotene Überbrückungshilfe des Bundes nicht antragsberechtigt. Ohne finanzielle Hilfe von Bund oder Land seien die Zoos jedoch nicht in der Lage, ihren Betrieb aufrecht zu erhalten, heißt es in der Vorlage.

Mittwoch, 23. Juni, 11.46 Uhr
Kabinett billigt strengere Kontrollvorgaben für Testzentren
Nach Verdachtsfällen auf Abrechnungsbetrug in Corona-Testzentren sollen künftig strengere Kontrollvorgaben greifen. Darauf zielt eine Verordnung von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), mit der sich am Mittwoch das Bundeskabinett befasst hat. Unter anderem sollen private Testzentren nur noch nach Einzelprüfung zugelassen werden können. Die Möglichkeit von Sammelabrechnungen für mehrere Teststellen etwa für überregionale Betreiber soll wegfallen.

Die für die Abrechnungen zuständigen Kassenärztlichen Vereinigungen in den Ländern sollen zusätzliche Prüfungen vornehmen, bei Bedarf auch vertiefte oder Prüfungen vor Ort. Teststellenbetreiber müssen ihnen dafür Auskünfte und Dokumentationen bereitstellen. Zudem werden Vergütungen gesenkt, die bisher inklusive Sachkosten für das Testmaterial bei bis zu 18 Euro pro Test lagen.

Mittwoch, 23. Juni, 10.28 Uhr
Welcher Impfstoff schützt wie gut vor der Delta-Variante?
Die zuerst in Indien entdeckte Delta-Variante des Coronavirus (B.1.617.2) weist Mutationen auf, die die Wirkung von Impfstoffen abschwächen können. Zahlen der britischen Gesundheitsbehörde Public Health England (PHE) deuten nun darauf hin, dass der Impfschutz nur leicht herabgesetzt wird, sich aber je nach Präparat unterscheidet.

Wir haben zusammengefasst, welcher Impfstoff welche Wirksamkeit gegen die Delta-Variante aufweist:


Mittwoch, 23. Juni, 8.06 Uhr

Virologe Drosten warnt vor Delta-Variante des Coronavirus

Der Virologe Christian Drosten fürchtet spätestens im Herbst wieder steigende Infektionszahlen. Nachdem bereits mehrere Bundesländer gemeldet haben, dass der Anteil der Variante an den Neuinfektionen zuletzt spürbar gestiegen ist, werden heute Abend neue Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) erwartet. Es ist damit zu rechnen, dass sich die zunächst in Indien entdeckte Mutante in vielen Teilen Deutschlands weiter ausgebreitet hat – wenn auch auf insgesamt niedrigem Niveau.

Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie der Charité Berlin. © picture alliance/dpa/dpa Pool © picture alliance/dpa/dpa Pool

„Wir müssen einfach schnell impfen”, lautet der Appell des Virologen. Reiche dies nicht, müsse man erneut mit Kontaktbeschränkungen gegensteuern. „Aber es gibt auch gute Gründe zu denken, dass das in Deutschland nicht notwendig wird.”

Mittwoch, 23. Juni, 7.35 Uhr

Sieben-Tage-Inzidenz in Nordrhein-Westfalen sinkt weiter

Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen sinkt weiter. Am Mittwoch lag die Kennzahl bei 7,4, während sie am Dienstag noch 8,2 betragen hatte. Das geht aus Daten auf der Webseite des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. Der Wert in der Corona-Pandemie bezieht sich auf die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Mittwoch, 23. Juni, 7.03 Uhr

Studie: Fast jeder zweite Internetnutzer findet Falschinfos zu Corona

Viele erwachsene Internetnutzer in Deutschland sind einer Studie zufolge schon auf falsche oder irreführende Informationen zum Coronavirus im Netz gestoßen. Das geht aus dem „Reuters Institute Digital News Report“ hervor, der am Mittwoch erscheint. Mit 46 Prozent habe fast die Hälfte der Befragten innerhalb einer Woche falsche oder irreführende Informationen zu Covid-19 gesehen.

Seit 2012 untersucht die Studie in mittlerweile 46 Ländern Trends und Besonderheiten in der Nachrichtennutzung. Pro Land wurden den Angaben zufolge 2021 rund 2000 Personen befragt.

Mittwoch, 23. Juni, 6.18 Uhr

RKI registriert 1016 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 7,2

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1016 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Mittwochmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.06 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1455 Ansteckungen gelegen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 7,2 an (Vortag: 8,0; Vorwoche: 13,2). Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 51 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 137 Tote. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3 723 798 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2.

Mittwoch, 23. Juni, 5.50 Uhr

Wieder Erstimpfungen für Vorerkrankte und Senioren in Zentren

Bei den Impfzentren in Nordrhein-Westfalen können ab diesem Mittwoch wieder Termine für erste Corona-Impfungen vereinbart werden. Trotz Aufhebung der Impfpriorisierung sind die Erstimpfungen dort allerdings Menschen über 60 Jahren oder Vorerkrankten vorbehalten.

Das Angebot gilt auch für Beschäftigte in Krankenhäusern oder Mitarbeiter von Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, die noch keine Impfung über ihren Arbeitgeber oder Hausarzt erhalten haben, teilten die kassenärztlichen Vereinigungen mit. Alle Anderen noch ohne Impfangebot sollen es stattdessen zunächst bei den Haus- oder Betriebsärzten versuchen.

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