Die Außenbereiche vieler Lokale waren am Samstag nach eingeschränkten Öffnungen gut besucht. © picture alliance/dpa
Coronavirus

Coronavirus in NRW: Glückliche Wirte und Gäste nach eingeschränkten Öffnungen – Liveblog

In einigen Regionen in NRW durften Gastronomen am Samstag erstmals wieder Menschen im Außenbereich ihrer Lokale bewirten. Die gute Stimmung trotzte dem Wetter. Die Lage im Überblick.

Über die Auswirkungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

  • Fallzahlen in NRW: 782.502 bestätigte Fälle – 53.500 aktuell Infizierte – 16.222 Todesfälle, Wocheninzidenz: 92,4 (Stand: 15.5.2021).
  • Die Corona-Lockerungen ermöglichen es, dass heute die Außengastronomien in bestimmten Kreisen wieder öffnen dürfen. Dafür muss die Inzidenz fünf Werktage unter 100 liegen. Das betrifft die Kreise und Städte: Kreis Soest, Rhein-Sieg-Kreis, Stadt Mülheim an der Ruhr, Kreis Viersen, Stadt Münster, Kreis Höxter, Kreis Coesfeld.
  • Das Land NRW weist 15 Kreisen und kreisfreien Städten Sonderkontingente mit dem Impfstoff Johnson & Johnson für sozial benachteiligte Stadtteilen zu.
  • NRW-Bürger, die sich länger als 48 Stunden in den Niederlanden aufhalten, können sich nicht mehr wie bislang von der Quarantäne freitesten, sondern müssen sich nach den Einreiseregeln des Bundes an die fünftägige Quarantäne halten. Das betonte NRW-Gesundheitsminister Laumann.
  • Alle neuen Regeln finden Sie hier im Überblick.

+++

Samstag, 15. Mai, 20.20 Uhr Kretschmer für mehr Freiheiten nach erster Astrazeneca-Dosis

Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer fordert mehr Freiheiten für Personen, die erst einmal geimpft worden sind. Damit würde man sich an Österreich orientieren. „Wir alle wollen in den Sommerurlaub fahren“, so Kretschmer.

Der volle Schutz wird auch beim umstrittenen Vakzin von Astrazeneca erst nach der zweiten Impfung erreicht. In Absprache mit dem Arzt kann man jedoch frei entscheiden, wann in der zugelassenen Spanne von vier bis zwölf Wochen die Astrazeneca-Zweitimpfung erfolgen soll. Samstag, 15. Mai, 18.55 Uhr Gute Laune nach ersten Öffnungen der Lokale

In NRW durften Gastronomen heute in einigen Regionen ihren Außenbereich für Gäste öffnen. Alexander Adscheid, Inhaber des Ausflugslokals „Zur Siegfähre“ in Troisdorf, genoss am Samstag „das tolle Gefühl, aus dem Lockdown heraus endlich wieder in mehr Normalität zu kommen“.

Es sei so schön zu sehen, wie sich alle über die Öffnungen freuten. Vielen sei sogar egal gewesen, dass das Wetter nicht mitspielte. „Die zogen einfach eine warme Jacke an und machten das beste draus.“

Auch bei Rajesh Luthra vom Café Leonardo in Mülheim an der Ruhr genossen die Gäste erstmals wieder ihr Frühstück oder ihren Cappuccino auf der Terrasse des Bistros. Trotz Regen seien die Leute glücklich gewesen, draußen sitzen und verweilen zu können. „Ein alter Mann sagte mir, es sei das Schönste für ihn, endlich wieder ein Bier im Lokal zu trinken“, schilderte Luthra die Stimmung. Samstag, 15. Mai, 17.30 Uhr Mann stirbt kurz nach Corona-Impfung in Klinik

Nach einer Corona-Impfung in einem Impfzentrum in Ennepetal im Ennepe-Ruhr-Kreis hat es am Samstag einen Todesfall gegeben. Demnach war ein älterer Mann mit Vorerkrankungen am Morgen mit dem Impfstoff von Biontech geimpft worden.

Kurz darauf habe der Mann einen medizinischen Notfall erlitten, in dessen Verlauf sich sein Gesundheitszustand so sehr verschlechterte, dass er etwa eine Stunde später in einem Klinikum verstarb, hieß es. Ein Zusammenhang mit der Impfung sei noch unklar.

Samstag, 15. Mai, 16.15 Uhr Lauterbach: „Ich glaube, die große Zeit der Pandemie ist vorbei“

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach geht davon aus, die Corona-Pandemie bald überwunden zu haben. Allerdings warnte der Epidemiologe vor einer erneuten „komplizierten Situation“ im Herbst, weil sich nicht jeder Deutsche impfen lassen werde.

Er forderte deshalb Impfkampagnen, „nicht unbedingt von Politikern, sondern von Führungspersönlichkeiten, die in den jeweiligen Gemeinschaften Vertrauen genießen“. Samstag, 15. Mai, 15.50 Uhr Kölner Ermittlungsgruppe geht gegen gefälschte Impfdokumente vorUm Fälschungen in Impfpässen aufzuspüren und Fälscher zu überführen, hat die Kölner Polizei eine Ermittlungsgruppe mit Namen „Stempel“ eingerichtet.

„Wir wollen die Ermittlungen zusammenführen, um Tatzusammenhänge schneller zu erkennen“, sagte Kommissionsleiterin Nicole Gentner dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Derzeit gebe es neun laufende Verfahren – in erster Linie wegen des Verdachtes, gefälschte Impfdokumente hergestellt und angeboten zu haben.

Samstag, 15. Mai, 15.43 Uhr Erste Wirte öffnen ihre Außenbereiche

In den ersten Regionen Nordrhein-Westfalens haben Gastronomen heute erstmals wieder Gäste im Außenbereich ihrer Lokale bewirtet. So nutzten beispielsweise in Mülheim an der Ruhr und in Troisdorf im Rhein-Sieg-Kreis viele Menschen die Möglichkeit, im Freien einen Kaffee zu trinken oder zu Mittag zu essen. Allerdings unter Markisen und Schirmen und gewärmt von Heizpilzen, denn nasskaltes Wetter verregnete den Start.

Eingeschränkte Öffnungen sind laut Coronaschutzverordnung erlaubt, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen stabil unter 100 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner liegt. Zugang haben nur Getestete, Geimpfte und Genesene.

Die ersten Außengastronomien in NRW konnten erstmals wieder Gäste empfangen. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Samstag, 15. Mai, 14.36 Uhr Ostseeurlaub: Corona-Test darf bei Ausnahmen 48 Stunden alt sein

Touristen, die ab Montag Urlaub in Schleswig-Holstein machen möchten, dürfen sich über eine Erleichterung bei der Anreise freuen. Die Landesregierung in Kiel habe kurzfristig ihre Corona-Bekämpfungsverordnung angepasst.

Denn: „Wenn die Frist nur 24 Stunden beträgt, ist hier eine Beherbergung bei längeren Anreisen kaum möglich. Die Testzentren haben schließlich nicht rund um die Uhr auf“, so Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP). Diese Frist werde daher abweichend nur für diesen Fall auf 48 Stunden verlängert, egal ob für einen Antigenschnelltest oder PCR-Test.Samstag, 15. Mai, 13.00 Uhr

30 Millionen Deutsche haben erste Corona-Schutzimpfung erhalten

In Deutschland haben mehr als 30 Millionen Menschen eine Impfung gegen das Coronavirus bekommen. Das sind 36,5 Prozent der Bevölkerung. Mehr als neun Millionen Menschen (10,9 Prozent) haben den vollen Impfschutz. Dafür ist bei den meisten zugelassenen Impfstoffen eine Zweitimpfung nötig. Bei dem Impfstoff von Johnson & Johnson ist das nicht nötig.

Samstag, 15. Mai, 11.30 Uhr

Grüne warnen vor potenziell gewalttätiger „Querdenker“-Mobilisierung

Die Grünen sind besorgt wegen der fortschreitenden Organisation mutmaßlich gewalttätiger Teile der „Querdenken“-Bewegung. Eine wachsende Gruppe von Ex-Angehörigen von Bundeswehr und Nationaler Volksarmee der DDR könnte bereits am kommenden Wochenende in Berlin massiv auftreten. Mehrere Tausend Menschen sind auf dem sozialen Netzwerk Telegram in der Gruppe „Veteranen-Pool“ organisiert.

Die Innenpolitikerin Irene Mihalic (Grüne) sagte dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND): „Angesichts der Beteiligung von Rechtsextremen und Reichsbürgern und des insgesamt großen Gewaltpotenzials der „Querdenken“-Bewegung, ist enorme Wachsamkeit gefragt, um Gefahren frühzeitig zu erkennen.

Samstag, 15. Mai, 10.40 Uhr

Altenheime dürfen von sich aus kein Besuchsverbot verhängen

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat in der “WAZ” klargestellt, dass Besuchsverbote in Altenheimen und anderen Pflegeeinrichtungen nur mit Genehmigung der Landesregierung ausgesprochen werden können. Außerdem solle klargestellt werden, dass vollständig geimpfte Bewohner nicht in Einzelzimmern unter Quarantäne gestellt werden dürfen. Einige Angehörige von Bewohnern hatten sich zuletzt über die teilweise strengen Zutrittsregeln in einigen Heimen beschwert.

Viele Bewohner in Altenheimen sind bereits vollständig geimpft. Besucher müssen sich testen lassen. Laut Gesundheitsminister Laumann (CDU) dürfen Altenheime daher nicht selbst strengere Isolationsmaßnahmen vornehmen. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Samstag, 15. Mai, 9.15 Uhr

RKI meldet 7.894 Corona-Neuinfektionen – Fallzahlen fast halbiert

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 7.894 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Samstagmorgen hervor. Zum Vergleich: Am Samstag vor einer Woche hatte der Wert bei 15.685 gelegen. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Samstagmorgen bundesweit bei 87,3, vor einer Woche noch bei 121,5. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Freitag bei 0,87.

Samstag, 15. Mai, 7.50 Uhr

Außengastronomie darf am Wochenende in einigen Regionen starten

In den ersten Regionen Nordrhein-Westfalens dürfen die Gastronomien an diesem Wochenende im Außenbereich wieder Gäste empfangen. Laut der ab dem 15. Mai geltenden Coronaschutzverordnung des Landes NRW sind diese Öffnungen möglich, wenn die 7-Tage-Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen stabil unter 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner liegt. Fünf Kreise und zwei kreisfreie Städte machen an diesem Samstag den Anfang bei den Öffnungsschritten. Das gilt für die Kreise Soest, Rhein-Sieg, Viersen und für Mülheim an der Ruhr.

Außerdem gelten die Lockerungen ab heute auch für Münster sowie die Kreise Höxter und Coesfeld, in denen die bundesweite Notbremse gar nicht erst gegriffen hatte. Ab Sonntag könnten fünf weitere NRW-Kreise folgen. Das betrifft den Kreis Borken, den Ennepe-Ruhr-Kreis, den Kreis Kleve, den Kreis Siegen-Wittgenstein sowie den Kreis Wesel. Dann sind in 12 der 53 Kreise und kreisfreien Städte die Öffnungen möglich.

Samstag, 15. Mai, 7.25 Uhr

Kreis Hagen weiter über 200er Inzidenz

Die Coronazahlen sinken bundesweit und in ganz NRW stetig, so auch die Werte der 7-Tage-Inzidenz. In Münster (28,5) sowie in den Kreisen Coesfeld (40,8) und Soest (45,7) wurde sogar die wichtige Kennziffer 50 unterschritten. Der Wert gibt die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen an. Im Kreis Hagen gab das RKI am Samstagmorgen den höchsten Wert in NRW an (201,9).

Freitag, 14. Mai, 22.50 UhrSchwesig: „Wir brauchen eine gleichmäßige Verteilung des Impfstoffs“

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat ein Ende der ihrer Ansicht nach ungerechten Impfstoffverteilung in Deutschland gefordert. „Die zusätzlichen Impfdosen, die Länder wie das Saarland, Sachsen und Bayern hatten, sollten jetzt ausgeglichen werden. Wir brauchen eine gleichmäßige Verteilung des Impfstoffs. Dann können wir beim Impfen bei uns in Mecklenburg-Vorpommern noch schneller vorankommen“, sagte sie der „Ostsee-Zeitung“.Freitag, 14. Mai, 20.40 UhrAußengastronomie öffnet wieder ab Samstag Fünf Kreise und zwei kreisfreie Städte machen an diesem Samstag den Anfang bei den Öffnungsschritten in der Gastronomie und bei den Hotels. Wie aus einer Allgemeinverordnung des Landes NRW hervorgeht, können die Lockerungen ab diesem Samstag im Kreis Soest, im Rhein-Sieg-Kreis, in der Stadt Mülheim an der Ruhr und im Kreis Viersen umgesetzt werden.

Außerdem gelten die Lockerungen ab diesem Samstag auch für die Stadt Münster sowie die Kreise Höxter und Coesfeld, in denen die bundesweite Notbremse gar nicht erst gegriffen hatte. Ab Sonntag gelten die Lockerungen in den Bereichen Gastronomie und Beherbergung laut der am Freitag veröffentlichten Allgemeinverordnung in fünf weiteren Kreisen des Bundeslandes. Das sind im Einzelnen der Kreis Borken, der Ennepe-Ruhr-Kreis, der Kreis Kleve, der Kreis Siegen-Wittgenstein sowie der Kreis Wesel.

Freitag, 14. Mai, 20.13 UhrFast zehn Prozent der NRW-Bevölkerung vollständig geimpft

9,7 Prozent der Bevölkerung hätten nach Zahlen des Robert Koch-Instituts inzwischen den kompletten Impfschutz erhalten, teilte die Staatskanzlei am Freitag in Düsseldorf mit.

Diese Menschen genießen damit wieder mehr Freiheiten. Kontaktbeschränkungen, Ausgangssperren und strenge Quarantäneregeln gelten für sie nicht mehr. Vollständig Geimpfte müssen im Einzelhandel oder beim Friseur auch keinen negativen Schnelltest mehr vorlegen.

Freitag, 14. Mai, 18.21 Uhr

Neue RKI-Liste: Regierung stuft Großbritannien wieder als Risikogebiet ein

Die Bundesregierung stuft Großbritannien trotz niedriger Infektionszahlen ab Sonntag wieder als Corona-Risikogebiet ein. Grund ist das „zumindestens eingeschränkte Vorkommen“ der zuerst in Indien festgestellten Virusvariante, wie das Robert Koch-Institut am Freitag im Internet bekanntgab.

Freitag, 14. Mai, 16.58 Uhr

Gesundheitsminister Spahn gegen Corona geimpft – mit Astrazeneca

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich heute von seinem Hausarzt im münsterländischen Legden gegen Corona impfen lassen. Der 40-Jährige erhielt den Impfstoff der Firma Astrazeneca. Er habe sich nach einem Gespräch mit dem Arzt bewusst dafür entschieden, erklärte er nach Angaben eines Sprechers. Für den kompletten Schutz brauche Spahn nur eine Impfung, da er bereits eine Corona-Erkrankung durchgemacht habe, sagte der Sprecher weiter.

„Nach diesen langen Monaten der Pandemie fühlt es sich gut an, geimpft und damit geschützt zu sein. Alle bei uns zugelassenen Impfstoffe wirken sehr gut und sind sicher“, betonte Spahn. „Ich kann nur jedem empfehlen, der ein Impfangebot bekommt, sich auch impfen zu lassen.“ Der Weg raus aus der Pandemie führe nur über mehr Impfungen und geringere Inzidenzen. Nach Angaben seines Ministeriums hätte Spahn auch in Berlin die Möglichkeit gehabt, sich als Mitglied der Bundesregierung in der Prioritätsgruppe 3 mit anderen Impfstoffen impfen zu lassen. Der Astrazeneca-Impfstoff kann seit dem 6. Mai unabhängig von Prioritätsgruppen verimpft werden.

Jens Spahn (l, CDU), Bundesminister für Gesundheit, wird in der Hausarztpraxis von Volker Schrage (r) mit dem Impfstoff AstraZeneca geimpft. Dieses ist seine erste Impfung gegen das Coronavirus.
Jens Spahn, Bundesminister für Gesundheit, wird in der Hausarztpraxis von Volker Schrage (r) mit dem Impfstoff AstraZeneca geimpft. Dieses ist seine erste Impfung gegen das Coronavirus. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Freitag, 14. Mai, 16.41 Uhr

Sachsen hebt Impfpriorisierung in Arztpraxen auf

Sachsen hat angekündigt, die Impfpriorisierung mit allen zugelassenen Impfstoffen in Arztpraxen vom 24. Mai an aufzuheben. Damit können Ärztinnen und Ärzte ohne Bindung an die Impfverordnung frei entscheiden, wen sie zuerst impfen. Die Impfpriorisierung werde in den Impfzentren und bei den mobilen Teams jedoch beibehalten.

Freitag, 14. Mai, 14.57 UhrSchleswig-Holstein öffnet sich ab Montag komplett für den Tourismus In Schleswig-Holstein öffnet der Tourismus am 17. Mai flächendeckend. Geimpfte, Genesene und Getestete dürfen dann an unter strengen Vorgaben landesweit Gaststätten auch in Innenräumen besuchen und in Beherbergungsbetrieben übernachten. Das gab Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Mittwoch bekannt. Wer als Tourist in Schleswig-Holstein übernachten will, soll sich aber alle drei Tage auf Corona testen lassen müssen. Überall im Land ist bereits Außengastronomie erlaubt, da die Corona-Inzidenz durchweg unter 100 liegt.

Freitag, 14. Mai, 13.30 Uhr

Familienministerin: Kinder und Jugendliche beim Impfen vorrangig behandeln

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat sich dafür ausgesprochen, Kindern und Jugendlichen vorrangig ein Impfangebot zu machen, sobald der Impfstoff für diese Gruppe zugelassen ist. „Sie müssen mit Vorrang ein Impfangebot bekommen, sobald der Impfstoff für sie zugelassen ist. Das sind wir Erwachsenen der jungen Generation schuldig“, sagte Giffey der Nachrichtenagentur dpa.

Kinder und Jugendliche hätten in der Pandemie auf vieles verzichtet, erklärte die Familienministerin. Die Bundesländer müssten nun zügig alles vorbereiten, um den drei Millionen Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen zwölf und 15 Jahren schnell ein Angebot zu machen.

Freitag, 14. Mai, 11.20 Uhr

Neuer Impfrekord in Deutschland

Am Mittwoch (13.5.) sind in Deutschland so viele Menschen gegen das Sars-Cov-2-Virus geimpft worden wie noch nie. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von heute (Stand: 09.35 Uhr) wurden an dem Tag 1.353.453 Impfspritzen gegen das Coronavirus gesetzt, an Christi Himmelfahrt waren es 408.260 .

Freitag, 14. Mai, 10.10 Uhr

Münster mit niedrigster Corona-Neuinfektionsrate: Gastronomie öffnet

Münster bereitet sich auf die Öffnung der Außengastronomie an diesem Wochenende vor. Oberbürgermeister Markus Lewe sprach am Freitag im WDR-Radio von einem wichtigen Schritt in die richtige Richtung. „Ich gehe davon aus, dass wir mit der Außengastronomie anfangen werden“, sagte der CDU-Politiker. Münster hat nach jüngsten Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) die niedrigste Corona-Neuinfektionsrate in ganz Nordrhein-Westfalen (35,5). Münster gehört zu den Projekt-Kommunen in NRW, die Öffnungen erproben.

Freitag, 14. Mai, 9.36 Uhr

Landkreistag fordert vollständige Öffnungen der Schulen bis Juni

Der Deutsche Landkreistag hat gefordert, dass die Schulen bundesweit spätestens im Juni wieder für normalen Unterricht in ganzen Klassen geöffnet werden. „Wir haben uns immer für Lockerungen mit Augenmaß und in Abhängigkeit von der Gesamtsituation vor Ort aus­ge­spro­chen. Der Bereich, der jetzt neben dem Handel und vereinzelt der Kultur noch fehlt, sind die Schulen“, sagte der Präsident des Deutschen Landkreistages, Reinhard Sager, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Freitag, 14. Mai, 8.05 Uhr

NRW-Inzidenz liegt bei 103,4

Die Sieben-Tage-Inzidenz in NRW liegt am Freitagmorgen bei 103,4 und damit erneut unter dem Wert des Vortags (111,4). Insgesamt hat das RKI 780.826 Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie für NRW registriert, im Vergleich zum Vortag kamen 2474 Neuinfektionen dazu. Seit Beginn der Pandemie sind in dem bevölkerungsreichsten Bundesland 16.190 Menschen mit oder an einer Corona-Infektion verstorben.

Freitag, 14. Mai, 6.30 Uhr

Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz erstmals wieder unter 100

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) erstmals seit dem 20. März wieder unter der Schwelle von 100. Am Vortag hatte das RKI die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche mit 103,6 angegeben, am Freitag vor einer Woche mit 125,7. Der bisher höchste Inzidenz-Wert hatte bei 197,6 am 22. Dezember vergangenen Jahres gelegen. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Donnerstagabend bei 0,87 (Vortag: 0,82).

Freitag, 14. Mai, 5.20 Uhr

NRW-Polizei bekommt weitere 1,25 Millionen Stoffmasken von van Laack

Nordrhein-Westfalens Polizei bekommt weitere 1,25 Millionen Stoffmasken des Hemdenherstellers van Laack. Der Auftrag ist umstritten. Vor einem Jahr sicherte sich die Firma den ersten Auftrag im gleichen Umfang ,im November kam dann der Zuschlag für den Folgeauftrag. Weil dieser Auftrag nicht ausgeschrieben war, wurde der Auftrag rückabgewickelt und neu ausgeschrieben. Nun sicherte sich das Unternehmen aus Mönchengladbach den Auftrag erneut – die SPD im Landtag hat den Auftrag als unnötig kritisiert, die Landesregierung hingegen hat die Beschaffung als sinnreich verteidigt.

Donnerstag, 13. Mai 20.53 Uhr15 Städte und Kreise in NRW erhalten Impfstoff-Sonderkontigente für Brennpunkte

Das Land NRW weist 15 Kreisen und kreisfreien Städten Sonderkontingente mit dem Impfstoff der Firma Johnson & Johnson für Impfangebote in sozial benachteiligten Stadtteilen zu. Die ausgewählten Kreise und kreisfreien Städte sind sollen dem Gesundheitsministerium bis Montag (17 Mai) ein Kurzkonzept zu den geplanten Maßnahmen vorzulegen. Ausgewählt wurden: Hagen, Dortmund, Gelsenkirchen, Krefeld, Leverkusen, Wuppertal, Herne, Bielefeld, Duisburg, Hamm, Köln, Kreis Mettmann, Solingen, Oberhausen und Remscheid.

Insgesamt stehen derzeit 33.000 Impfdosen zur Verfügung. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann erklärte: Die Impfdosen von BioNTech und Moderna sind in den Impfzentren für den Mai bereits verplant. Daher können wir lediglich auf die Impfdosen von Johnson & Johnson zurückgreifen. Diese stellen wir nun zur Verfügung.“

Bislang hat das Land rund 50.000 Impfdosen an Kreise und kreisfreie Städte verteilt, die sowohl für die Impfungen von Wohnungs- und Obdachlosen als auch für Stadtteilimpfungen genutzt werden können. Neben den nun zugesagten 33.000 Impfdosen wird das Land weitere Sonderkontingente für Stadtteilimpfungen zur Verfügung stellen, sobald weitere Impfdosen zur Verfügung stehen.

Donnerstag, 13. Mai, 18.32 Uhr

Reiseverband warnt vor Flickenteppich bei Corona-Öffnungen

Der Deutsche Reiseverband (DRV) hat bei den Corona-Öffnungen in den verschiedenen Bundesländern ein einheitliches Vorgehen gefordert. Mit der neuen Corona-Einreiseverordnung sei jetzt die Quarantänepflicht für Geimpfte, Genesene und auch für negativ auf Covid-19-Getestete aufgehoben. „Jetzt ist es dringend erforderlich, auch für Deutschland Klarheit zu schaffen, damit die Menschen endlich planen können“, sagte DRV-Präsident Norbert Fiebig dem „Handelsblatt“ (Freitag).

Mit Blick auf mögliche Sommerurlaube im Inland fügte Fiebig hinzu, jetzt komme es auf jeden Tag an. „Ein Flickenteppich, bei dem niemand mehr weiß, was wo gilt, muss unbedingt vermieden werden – die Entwicklung der Corona-Pandemie immer im Blick.“

Donnerstag, 13. Mai, 15.36 Uhr

British Airways prüft Einsatz von Corona-Schnelltests

Die britische Fluggesellschaft British Airways setzt auf der Suche nach Wegen zu einer Normalisierung des Flugverkehrs Hoffnungen auf einen Corona-Schnelltest. Wie die Airline am Donnerstag mitteilte, sollen in einem ersten Versuch Crew-Mitgliedern nun Antigen-Tests angeboten werden. Die Ergebnisse würden dann mit denen der regelmäßig durchgeführten aufwendigeren Tests verglichen, hieß es weiter.

Der Test könne eine Rolle bei der Rückkehr zum normalen Flugverkehr spielen, so die Fluggesellschaft. Ob und wann der eingesetzte Speichel-Test des Unternehmens Canary Global, der innerhalb von 25 Sekunden ein Ergebnis anzeigt, auch für Passagiere verfügbar sein soll, war zunächst unklar.

Donnerstag, 13. Mai, 13.15 UhrNRW hält sich an Vatertag an die Regeln Trotz Sonnenschein und milder Temperaturen zu Christi Himmelfahrt ist es in Nordrhein-Westfalen in vielen Städten zunächst ruhig zugegangen. Größere Zusammenkünfte anlässlich des Vatertags blieben laut Polizei aus.

„Es gab bisher keine Auffälligkeiten“, sagte ein Sprecher der Kölner Polizei am Mittag. Auch in Düsseldorf, Essen und Mülheim gab es demnach zunächst keine größeren Einsätze. „Hier ist gar nichts los“, sagte ein Sprecher der Polizei in Bielefeld.

Donnerstag, 13. Mai, 12.50 UhrKeine Quarantäne nach Urlaub im RisikogebietDie neue Einreiseverordnung wurde vom Bundeskabinett gebilligt und tritt am Donnerstag, 13. Mai, in Kraft. Sie ist auf der Seite des Bundesgesundheitsministeriums abrufbar.

Nach der Vorlage müssen Geimpfte, Genesene und negativ Getestete nach der Rückkehr aus einem Risikogebiet nicht mehr in Quarantäne. Anders ist das bei Reisenden, die aus Hochinzidenz- und Virusvariantengebieten einreisen.

Donnerstag, 13. Mai, 12.15 Uhr

Immer mehr gefälschte Impfpässe über TelegramSicherheitsbehörden zeigen sich besorgt über immer mehr gefälschte Impfnachweise. Vor allem in Telegram-Gruppen nimmt der Handel zu.

Die Psychologin Pia Lamberty erklärt dem ARD-Politikmagazin, es gebe entsprechende Gruppen und Kanäle – dort habe sich die Mitgliederzahl innerhalb von knapp zwei Wochen versechsfacht. Eine der größten Gruppen zähle mittlerweile über 8000 Mitglieder.

„Das sind nicht alles Internet-Cracks. Durch diese neuen Entwicklungen auf Telegram ist es unglaublich simpel geworden, an einen gefälschten Impfpass zu kommen. Man braucht nur ein Handy. Das finde ich problematisch, dass dieser Zugang so viel einfacher ist“, so Lamberty.

Donnerstag, 13. Mai, 12.10 UhrArztpraxen geht Astrazeneca aus

Seit der Freigabe von Astrazeneca für alle wird der Impfstoff nach Angaben des Apothekerverbands Nordrhein in vielen Arztpraxen knapp. „Der Impfstoff von Astrazeneca wird so stark nachgefragt, dass die bereitgestellten Mengen nicht mehr ausreichen“, sagte der Verbandsvorsitzende Thomas Preis der „Rheinischen Post“.

Teilweise habe der Großhandel die Bestellungen, die die Ärzte über die Apotheken eingereicht hätten, um 80 Prozent reduzieren müssen, was zu Stornierungen von Impfterminen geführt hatte. Zur erhöhten Nachfrage trägt demnach bei, dass die zweite Dosis nun bereits nach vier Wochen verabreicht werden kann.

„Die Verkürzung der Impfabstände auf vier Wochen macht den Impfstoff für junge Menschen attraktiv. Sie wollen bei den anstehenden Lockerungen durch einen kompletten Impfschutz gut vorbereitet sein“, sagte Preis. „Medizinisch gesehen wäre es besser, sich erst nach zwölf Wochen die Zweitimpfung geben zu lassen.“

Die Nachfrage nach dem Astrazeneca-Impfstoff ist groß, wie man an den langen Warteschlangen in Köln erkennen konnte. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Donnerstag, 13. Mai, 11.38 Uhr Polizei löst Party mit 17 Gästen in Köln auf

Die Polizei hat in der Nacht zu Donnerstag eine Party mit 17 Gästen in Köln aufgelöst. Ein Zeuge hatte zuvor laute Musik und Rufe aus einer Wohnung gemeldet, teilte die Polizei am Donnerstag mit.

Nach ersten Erkenntnissen hatte eine 18-Jährige die Party veranstaltet. Die Polizei ermittelt wegen Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnung.Donnerstag, 13. Mai, 11.00 Uhr

20 Kreise in NRW liegen unter Inzidenzwert von 100

Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen ist in Nordrhein-Westfalen erneut gesunken. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag nach Angaben Robert Koch-Instituts (RKI) am Donnerstag bei 111,4.

20 der 53 Kreise und kreisfreien Städte sind mittlerweile wieder unter die Schwelle von 100 gefallen. Bei einer stabilen Inzidenz unter 100 sollen in NRW etwa Öffnungen von Außengastronomie und Campingplatzen erlaubt werden.

Am besten sah die Lage am Donnerstag in Münster aus. Für die Stadt gab das RKI einen Wert von 42,5 an. Bei einer stabilen Inzidenz unter 50 sind weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen möglich.

Den höchsten Wert verzeichneten dagegen die Städte Hagen (216,2) und Leverkusen (200,3).

Donnerstag, 13. Mai, 10.25 Uhr Indische Coronavirus-Variante bisher selten, Tendenz steigend Noch ist die indische Coronavirus-Variante B.1.617 in Deutschland nur geringfügig verbreitet. Laut Robert-Koch-Institut macht die Mutante weniger als zwei Prozent der positiven Sars-CoV-2-Proben aus.

Allerdings sei ihr Anteil in den vergangenen Wochen kontinuierlich gestiegen. Erste Daten aus Laborexperimenten deuteten jedoch darauf hin, dass die Wirksamkeit von Impfstoffen „nicht substanziell beeinträchtigt“ sei, heißt es. Zudem gebe es Hinweise auf eine erhöhte Übertragbarkeit.

Donnerstag, 13. Mai, 9.30 Uhr Lauterbach fordert strenge Tests an Flughäfen

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach ist optimistisch, dass es im Sommer deutliche Lockerungen geben kann. Allerdings warnte er schon jetzt vor einer vierten Corona-Welle im Herbst.

Mindestens 20 Prozent der Bevölkerung würden auf absehbare Zeit ohne Schutz sein, weil sie sich nicht impfen lassen können oder wollen. Um die vierte Welle zu vermeiden, forderte Lauterbach deshalb strenge Tests an Flughäfen und eine Quarantänepflicht für Reisende aus Mutationsgebieten.Donnerstag, 13. Mai, 7.50 Uhr Studie zu Corona-Kreuzimpfung: Nebenwirkungen nach zweiter Dosis

Bei einer Kreuzimpfung mit den Corona-Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Astrazeneca kommt es häufiger zu milden bis moderaten Nebenwirkungen nach der zweiten Impfdosis.

„Die Ergebnisse dieser Studie legen nahe, dass die Vergabe zweier unterschiedlicher Dosen zu vermehrten Arbeitsausfällen am Tag nach der Impfung führt“, sagte Matthew Snape von der Uni Oxford, der die Studie leitet.

Anlass zur Sorge um die Patientensicherheit gebe es deswegen aber nicht, betonten die Wissenschaftler. Ob die Immunreaktion davon betroffen ist, könne noch nicht beurteilt werden. Daten dazu würden aber in den kommenden Monaten erwartet.

Donnerstag, 13. Mai, 7.29 UhrRKI meldet 17.419 Corona-Neuinfektionen – Sieben-Tage-Inzidenz sinkt

Das Robert-Koch-Institut hat bis Donnerstagmorgen 17.419 Corona-Neuinfektionen registriert. Das sind rund 4500 Fälle weniger als vor einer Woche.

Auch die Sieben-Tage-Inzidenz ist weiter gesunken: Sie liegt nun bei 103,6 (Vortag: 107,8; Vorwoche: 129,1).

Deutschlandweit wurden den Angaben zufolge binnen 24 Stunden 278 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 250 Tote gewesen.

Lesen Sie jetzt