Die Bundesländer wollen auf einen rechtssicheren Rahmen dringen, um Corona-Schutzmaßnahmen auch über den Herbst und Winter hinweg aufrechterhalten zu können. © picture alliance/dpa
Coronavirus

Coronavirus in NRW: Länder wollen Regeln nach Ende der epidemischen Lage behalten – Liveblog

Die Bundesländer pochen auf die Corona-Schutzmaßnahmen. Diese wollen sie über den Winter hinweg aufrechterhalten dürfen. Auch nach einem Ende der epidemischen Lage. Die Lage in NRW im Überblick.

Über die Entwicklungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

  • Fallzahlen in NRW: 987.764 bestätigte Fälle – 21.400 aktuell Infizierte – 18.069 Todesfälle – Wocheninzidenz: 57,1 – Hospitalisierungsinzidenz: 2,39 (Stand: 21.10.2021).
  • Die Bundesländer dringen auf einen rechtssicheren Rahmen, um Corona-Schutzmaßnahmenaufrechterhalten zu können – über den Winter hinweg und nach dem Ende der epidemischen Lage.
  • Bayerns Ministerpräsident Markus Söder warnt vor einem Ende der epidemischen Lage in Deutschland. Damit geht er auf Konfrontationskurs mit Gesundheitsminister Jens Spahn. Söder sorgt sich um eine Rechtsgrundlage für Corona-Maßnahmen.
  • In Wuppertal sind nach drei Partys zum Semesterbeginn 20 Studierende positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das Gesundheitsamt bat Studierende, die eine der Partys besucht hatten, sich zu melden. Die Tests seien für Betroffene kostenlos.
  • Die Zahl der Corona-Infektionen in den Niederlanden ist wieder deutlich angestiegen. Mehrere Krankenhäuser müssen deswegen nun die reguläre Versorgung einschränken.
  • Die Stiko empfiehlt für die Booster-Impfung verschiedene Kombinationen. Für die Auffrischimpfung soll allerdings ein mRNA-Impfstoff benutzt werden – egal ob zuvor ein Vektor- oder mRNA-Impfstoff verabreicht wurde.
  • Alle Regeln, die vom 1. bis 29. Oktober gelten, haben wir hier in 10 Punkten einfach erklärt.

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Donnerstag, 21. Oktober, 22.25 Uhr
WHO: Neue Delta-Mutante im Blick
Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat laut eigener Aussage eine neue Mutante der Corona-Variante Delta im Blick, die auch in Deutschland bereits gefunden wurde. Das Virus namens AY.4.2 weise zwei zusätzliche Mutationen auf, teilte die WHO auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Das Robert Koch-Institut (RKI) berichtete auf Anfrage, dass die Subvariante von Delta seit der Woche vom 5. bis 11. Juli circa 280 Mal in Deutschland nachgewiesen worden sei. Es wird jedoch nur ein kleiner Teil der Corona-Proben auf Virenvarianten geprüft. Der Anteil von AY.4.2 an allen Gesamtgenomsequenzen habe seit jener Woche in der Stichprobe des RKI zwischen 0 und 0,5 Prozent gelegen. Die Verbreitung ist damit noch sehr gering.

In RKI-Veröffentlichungen zu Varianten wird bislang nicht auf AY.4.2 eingegangen. Dies wäre erst der Fall, wenn die WHO die Mutante als von Interesse oder als besorgniserregend einstufen würde, hieß es.


Donnerstag, 21. Oktober, 20.54 Uhr
RKI warnt vor starkem Infektionsanstieg
Die Corona-Fallzahlen in Deutschland könnten nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) in der kommenden Zeit dynamisch anwachsen. „Es ist damit zu rechnen, dass sich im weiteren Verlauf des Herbstes und Winters der Anstieg der Fallzahlen noch beschleunigen wird“, schreibt das Institut in seinem neuen Wochenbericht zur Pandemie, der erschienen ist.

Hingewiesen wird darin auch auf einen deutlichen Anstieg bei den übermittelten Ausbrüchen in medizinischen Einrichtungen sowie in Alten- und Pflegeheimen. Erstmals seit der Woche vom 3. bis 9. Mai sei die Sieben-Tage-Inzidenz bei Menschen über 90 Jahre vergangene Woche wieder auf über 50 gestiegen, hieß es. Hochaltrige sind besonders gefährdet, bei einer Corona-Infektion schwere und tödliche Verläufe zu erleiden. Deutlich höhere Inzidenzen verzeichneten aber wie bereits in den Vorwochen jüngere Altersgruppen, in denen die Impfquoten niedriger sind.


Donnerstag, 21. Oktober, 18.15 Uhr
Streeck: „Keine Zeit, in der wir viel experimentieren sollten“
Sollte die epidemische Lage beendet werden? Was bedeutet das für die Corona-Maßnahmen?

Virologe Hendrick Streeck dazu im Interview bei der Welt.

Donnerstag, 21. Oktober, 17.56 Uhr
Länder pochen auf Corona-Schutz
Die Bundesländer wollen auf einen rechtssicheren Rahmen dringen, um Corona-Schutzmaßnahmen auch über den Herbst und Winter hinweg aufrechterhalten zu können. In einer Beschlussvorlage (Stand: 20. Oktober) für die Jahrestagung der Ministerpräsidenten, auf die sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur die Staatskanzleichefs geeinigt haben, wird der Bund aufgefordert, das sicherzustellen.

In der Vorlage erinnern die Ministerpräsidenten an ihren Beschluss vom 10. August, wonach die eingeübten Corona-Schutzstandards in Innenräumen - wie die sogenannte 3G-Regel, Maske, Abstand, Lüften - auch in den Herbst- und Wintermonaten grundsätzlich erforderlich seien. „3G“ steht für Geimpfte, Genesene und Getestete.

Zudem heißt es in der Vorlage, die der dpa vorliegt, wörtlich: „Es ist darüber hinaus von größter Bedeutung, dass den Ländern auch nach einem etwaigen Ende der Feststellung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite für einen befristeten Zeitraum die Möglichkeit eingeräumt wird, zur Verhinderung der Verbreitung von COVID-19 weiterhin erforderliche und geeignete Maßnahmen zu treffen.“

Donnerstag, 21. Oktober, 17.32 Uhr
Biontech: Sehr hohe Wirksamkeit bei dritter Impfung
Eine dritte Impfung mit dem Corona-Vakzin von Biontech und Pfizer zeigt nach Angaben der beiden Unternehmen eine Wirksamkeit von über 95 Prozent. Sicherheitsbedenken oder unbekannte Nebenwirkungen seien nicht beobachtet worden, teilten das Mainzer Unternehmen und sein US-Partner unter Berufung auf eine Untersuchungsreihe mit über 10.000 Teilnehmern mit.

Die verabreichte Dosis war den Angaben zufolge genauso hoch wie bei den ersten beiden Impfungen. Die Studie sei in einem Zeitraum erfolgt, in der Delta die vorherrschende Virusvariante gewesen sei, erklärten Biontech und Pfizer. Alle Studienteilnehmer waren vor Beginn der Studie zweimal mit dem Pfizer-Biontech-Impfstoff geimpft worden. Ihr Durchschnittsalter lag bei 53 Jahren. Zwischen Zweitimpfung und Auffrischung lag im Mittel ein Abstand von elf Monaten.


Donnerstag, 21. Oktober, 12.52 Uhr

Ostdeutsche misstrauen dem RKI mehr als Westdeutsche

In der Corona-Pandemie stößt die Arbeit des Robert Koch-Instituts in Ostdeutschland offensichtlich auf größeres Misstrauen als im Westen. In einer repräsentativen Yougov-Umfrage unter gut 3700 Berufstätigen erhielt das RKI von den ostdeutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Schnitt die Note 3,3, im Westen dagegen 2,9.

Gefragt wurde im Juni und Juli, die möglichen Gründe für RKI-Skepsis waren kein Thema der Umfrage. Ob es einen Zusammenhang mit der Stärke der rechtspopulistischen AfD im Osten gibt, die gegen die Corona-Politik der Bundesregierung Front machte, ist unter Politikern und Fachleuten umstritten.

Donnerstag, 21. Oktober, 10.33 Uhr

Söder warnt vor Ende der epidemischen Lage

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) warnt vor einem Auslaufen der epidemischen Lage auf Bundesebene. Wenn dies passiere, „gibt es de facto keine Rechtsgrundlage mehr - egal für was. Weder für das Testen in der Schule, noch für Masken, noch für ganz normale Ideen wie 3G plus, oder 2G oder 3G“, sagte er am Donnerstagmorgen im Bayerischen Rundfunk.

Die Zahlen stiegen deutlich an und die Lage werde schwieriger. Söder betonte, dass man eine „saubere, vernünftige Rechtsgrundlage“ brauche um nicht wehrlos zu sein, wenn die Zahlen im Winter wieder stiegen. Dabei hängt er aber nicht am Ausdruck epidemische Lage. Wie man die Grundlage nenne, sei nicht entscheidend.

Die epidemische Lage ist Grundlage für Verordnungen und zentrale Corona-Maßnahmen in Deutschland. Sie wurde erstmalig vom Bundestag im März 2020 festgestellt und später mehrfach vom Parlament verlängert. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte sich am Montag bei Beratungen mit den Gesundheitsministern der Länder dafür ausgesprochen, dass es nicht zu einer erneuten Verlängerung kommt. Damit würde die bundesweite Corona-Notlage am 25. November auslaufen.



Donnerstag, 21. Oktober, 8.46 Uhr

Längster Lockdown der Welt endet in Australien

Aufatmen bei Millionen Menschen im Großraum Melbourne: Im australischen Bundesstaat Victoria endet in der Nacht zum Freitag nach 262 Tagen der bisher längste Lockdown der Welt. Die Lockerungen sollen eintreten, weil mittlerweile 70 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind.

Ministerpräsident Scott Morrison bestätigte am Donnerstag, dass in der Region an der Ostküste mittlerweile 70,51 Prozent der Bürger im Alter von über 16 Jahren zwei Impfdosen erhalten hätten. Die Öffnung werde aber schrittweise erfolgen, so dass zunächst nur einige Maßnahmen gelockert würden, so Morrison. „In australischer Manier machen wir vorsichtige, aber bewusste Schritte, damit wir sicher öffnen können und auch offen bleiben können.“

Die Einwohner dürfen nun wieder zehn Gäste in ihren Häusern empfangen - während des Lockdowns war kein einziger Besucher gestattet. Draußen können sich Gruppen von bis zu 15 Menschen versammeln. Auch die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen werden aufgehoben. Restaurants, Geschäfte und Friseure dürfen unter strikten Regeln wieder öffnen. Auch Schüler sollen teilweise in die Klassenzimmer zurückkehren.



Donnerstag, 21. Oktober, 7.59 Uhr

Eine Milliarde Corona-Impfungen im europäischen Raum

In der Region Europa sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO rund eine Milliarde Corona-Impfungen verabreicht worden. „Das ist eine großartige Leistung“, teilte der Regionaldirektor der WHO Europa, Hans Kluge, am Mittwochabend mit.

Laut WHO ist damit rund ein Drittel der Region geimpft. Dennoch müsse zur Eindämmung der Pandemie die Impfbereitschaft gesteigert und regionale Unterschiede überwunden werden, so Kluge. Eine flächendeckende Impfquote von 70 Prozent sei weiterhin das Ziel, um die Krise einzudämmen. Die WHO zählt zur Region Europa insgesamt mehr als 50 Länder, darunter neben der EU zum Beispiel auch die Türkei sowie Russland und die Ukraine.

Donnerstag, 21. Oktober, 6.24 Uhr

Ministerpräsidenten debattieren Kampf gegen Corona

Die Regierungschefs und -chefinnen der Länder kommen an diesem Donnerstag zu ihrer Jahreskonferenz auf Schloss Drachenburg im nordrhein-westfälischen Königswinter zusammen. Ein Kernthema der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) soll der Kampf gegen die Corona-Pandemie sowie ihre sozialen und wirtschaftlichen Folgen sein.

Laut einer vorläufigen Tagesordnung wollen sich die Länder-Chefs bei ihren zweitägigen Beratungen unter anderem mit Strafverschärfungen bei gefälschten Impfpässen und Testzertifikaten beschäftigen. Die Justizministerkonferenz hatte die Bundesjustizministerin angesichts zunehmender Fälle bereits im Juni gebeten, einen entsprechenden Gesetzentwurf zu erarbeiten.

Im Vorfeld der Konferenz hatte Nordrhein-Westfalens scheidender Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) gesagt, die Corona-Pandemie habe wie unter einem Brennglas Schwächen des Staates und seiner Verwaltung sichtbar gemacht. Daraus müssten Lehren gezogen und der „pandemiebedingte Digitalisierungsschub“ dazu genutzt werden, um „Deutschland moderner und krisenfester zu machen“.


Donnerstag, 21. Oktober, 5.33 Uhr

Corona-Inzidenz in Deutschland steigt am achten Tag in Folge

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist am achten Tag in Folge gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Donnerstagmorgen mit 85,6 an. Am Vortag hatte der Wert bei 80,4 gelegen, vor einer Woche bei 67,0 (Vormonat: 68,5). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 16.077 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 12.382 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 67 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 72 Todesfälle gewesen. Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter - gab das RKI am Mittwoch mit 2,34 (Dienstag 2,13) an.

Mittwoch, 20. Oktober, 22.28 Uhr
Viel mehr Kinder als üblich mit Atemwegsinfekten

Laufende Nase, Husten und Fieber: Auffallend viele Kinder machen seit einigen Wochen Atemwegsinfekte durch, die eigentlich erst in den Wintermonaten zu erwarten wären.

Betroffen seien vor allem unter Sechsjährige, sagte Jakob Maske, Sprecher des Bundesverbandes der Kinder- und Jugendärzte, der Deutschen Presse-Agentur. Aufgrund von Kita-Schließungen und anderen Corona-Maßnahmen im vergangenen Winter und Frühjahr seien sie bisher nicht in Kontakt mit bestimmten Erregern gekommen. „Die Infekte werden jetzt nachgeholt.“

„Es gibt leider im Moment eine Zuspitzung“, so Maske, der in Berlin eine Kinderarztpraxis hat. „Wir haben etwas mehr kranke Kinder als sonst zu dieser Zeit und immer weniger Betten in den Kinderkrankenhäusern, weil Personal fehlt.“ Die Mediziner sorgen sich um die Versorgung schwerkranker Kinder im Herbst und Winter.

Mittwoch, 20. Oktober, 20.30 Uhr
Dortmunder Reisebüro organisiert Impfaktion

Im Dortmunder Reisecafé „Stoffregen“ soll am kommenden Wochenende fleißig geimpft werden. Am Samstag (23.10.) haben Menschen zwischen 10 und 16 Uhr die Möglichkeit, sich in den Räumlichkeiten gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Ein Termin ist nicht nötig. Erforderlich sind allerdings ein Ausweis und eine Krankenkassenkarte.



Mittwoch, 20. Oktober, 17.50 Uhr
US-Regierung bereit für Impfung von Fünf- bis Elfjährigen

Die US-Regierung hat nach eigenen Angaben die nötigen Vorbereitung für die Corona-Impfung von Kindern im Alter von fünf bis einschließlich elf Jahren getroffen. Mit den Impfungen solle begonnen werden, sobald in den kommenden Wochen die Zulassung des Impfstoffs von Biontech/Pfizer für diese Altersgruppe vorliege, sagte der Corona-Koordinator des Weißen Hauses, Jeff Zients. Es gehe dabei um rund 28 Millionen Kinder in den USA.

Die Fünf- bis Elfjährigen bekämen im Fall der Zulassung einen spezifischen Impfstoff, der unter anderem eine geringere Dosis des Wirkstoffs aufweist als jener für Ältere.


Mittwoch, 20. Oktober, 16.55 Uhr
20 Studierende nach Partys positiv auf Corona getestet

Nach drei Partys zum Semesterstart in Wuppertal sind 20 Studierende positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Feiern hätten in der vergangenen Woche in zwei Eventlocations und an der Universität stattgefunden, teilte die Stadt am Mittwoch mit. Die Zahl der Gäste war laut Angaben einer Stadtsprecherin zunächst unklar. Das Gesundheitsamt bat Studierende, die eine der Partys besucht hatten, sich zu melden. Sie könnten sich kostenlos auf das Coronavirus testen lassen, hieß es weiter.

Erst in der vergangenen Woche hatte die Stadt von einem Corona-Fall auf einer Wuppertaler Party mit rund 400 Menschen berichtet. Der Gast war bereits während der Feier infektiös gewesen.

Mittwoch, 20. Oktober, 16.12 Uhr
SPD fordert erneut 10 Milliarden für „Neustart“ nach Corona

Die SPD im Düsseldorfer Landtag hat ihre Forderung nach einem 10 Milliarden schweren Fonds für einen „sozialen Neustart“ nach der Corona-Pandemie erneuert. Die Fraktion hat ihren Maßnahmenkatalog aus dem Sommer überarbeitet und will ihn kommende Woche im Haushalts- und Finanzausschuss einbringen.

Das Geld soll nach Ansicht der Opposition aus dem Rettungsschirm des Landes kommen. Die SPD hatte der Landesregierung zuletzt vorgeworfen, sich bis 2022 mit rund 10 Milliarden Euro aus dem Rettungsschirm bedienen zu wollen, um Haushaltslöcher zu stopfen.

„Wir haben dagegen einen Plan entwickelt, wie die Mittel sinnvoll für einen sozialen und wirtschaftlichen Neustart eingesetzt werden können“, so der SPD-Finanzexperte Stefan Zimkeit am Mittwoch. Unter anderem sollten nach dem Willen der Opposition den Kommunen Steuerausfälle ausgeglichen werden.

SPD-Finanzexperte Stefan Zimkeit will einen „sozialen Neustart“ nach Corona ermöglichen. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Der Besuch von Kita und Offenem Ganztag an Schulen sollte für 2021 demnach für die Eltern komplett beitragsfrei sein. Zudem müsste man nach Ansicht der SPD für die Zukunft genug Schutzkleidung und Desinfektionsmittel einlagern. Neu im Maßnahmenkatalog ist unter anderem ein „Schnellkredit Plus“ als Ergänzung zu Kfw-Schnellkrediten - für Unternehmen mit schlechter Bonität.

Mittwoch, 20. Oktober, 15.50 Uhr
Schulministerium: Kaum Test-Verweigerer an NRW-Schulen

An Schulen in Nordrhein-Westfalen verweigern laut Ministerium nur sehr wenige Schülerinnen und Schüler die verpflichtenden Corona-Selbsttests. Der Anteil der Testverweigerer schwanke auf einem sehr niedrigen Niveau, hieß es aus dem Düsseldorfer Schulministerium.

Nach dem aktuellsten Stand vom 6. Oktober habe der Anteil bei unter 0,05 Prozent gelegen. Das ergebe sich aus der allgemeinen wöchentlichen Abfrage zum Schulbetrieb in Corona-Zeiten an allen öffentlichen Schulen. Zu den Gründen der Nichtteilnahme an den Tests habe man keine Erkenntnisse.

An weiterführenden Schulen sind Selbsttests dreimal pro Woche vorgeschrieben. An Grund- und Förderschulen werden zweimal pro Woche PCR-Pooltests durchgeführt.

Mittwoch, 20. Oktober, 12.25 Uhr

Anklage gegen Coronatestcenter-Betreiber: 25 Millionen Euro Schaden

Die Staatsanwaltschaft Bochum hat Anklage gegen zwei Männer wegen Betruges in Coronatest-Centern erhoben. Wie die Behörde am Mittwoch mitteilte, soll durch falsche Abrechnungen ein Schaden von mindestens 25 Millionen Euro verursacht worden sein. Recherchen von NDR, WDR und „Süddeutscher Zeitung“ hatten den Fall aufgebracht. Die Reporter hatten vor den Centern der Firma MediCan Kunden gezählt - viel weniger, als zur Abrechnung gebracht worden waren.

Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, soll der Geschäftsführer zwischen März und April „jeweils das Vielfache der tatsächlich durchgeführten Tests abgerechnet haben, nachdem er erkannt haben soll, dass es im Rahmen der Abrechnung aufgrund der pandemiebedingten Besonderheiten unmittelbar keiner Nachweise für die tatsächliche Erbringung der Testungen bedurfte“. Der zweite Beschuldigte soll die einzelnen Tests unter anderem zu einem höheren Preis als gerechtfertigt abgerechnet haben.

Mittwoch, 20. Oktober, 11.41 Uhr

Gesundheitsämter senden massenhaft Corona-Warnmeldungen via Luca-App

Nach einer Funktionserweiterung der Luca-App nutzen inzwischen etliche Gesundheitsämter in Deutschland das Luca-System, um viele Nutzerinnen und Nutzer auf ein erhöhtes individuelles Corona-Infektionsrisiko hinweisen. Allein in den vergangenen 14 Tagen seien über 51 000 Risiko- und Warnmeldungen durch die Gesundheitsämter ausgespielt worden, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Die Verantwortlichen in den Gesundheitsämtern können bei der Kontaktaufnahme über die Luca-App zwischen zwei verschiedenen Abstufungen wählen.

Zum einen können die Nutzer über ein allgemeines Infektionsrisiko informiert werden. Sollten sich an einem mit der Luca-App erfassten Ort mehrere Personen aufgehalten haben, die später positiv auf das Coronavirus getestet wurden, können die Gesundheitsämter auch eine gezielte Infektionswarnung aussprechen und die gefährdeten Personen auf Testzentren in der Umgebung hinweisen. Die höchste Warnstufe mit der Empfehlung, sich einem Test zu unterziehen, hätten in dem Zeitraum knapp 16 000 Menschen erhalten, teilte das Unternehmen weiter mit.

Mittwoch, 20. Oktober, 10.30 Uhr

Umfrage: Mehrheit für Ende von bundesweiter Corona-Notlage

Die Mehrheit der Bevölkerung ist einer Umfrage zufolge dafür, den seit eineinhalb Jahren geltenden bundesweiten Corona-Ausnahmezustand auslaufen zu lassen - aber gleichzeitig Schutzmaßnahmen weiter aufrechtzuerhalten. 57 Prozent würden es laut einer am Mittwoch veröffentlichten repräsentativen Yougov-Befragung befürworten, wenn die sogenannte epidemische Lage nationaler Tragweite ab Ende November unter fortbestehender Einhaltung von 3G-, Hygiene- und Abstandsregeln nicht mehr verlängert würde. 27 Prozent würden das ablehnen, 16 Prozent machten keine Angabe. Die Zustimmung für ein Auslaufen der „epidemischen Lage“ liegt bei jungen Erwachsenen zwischen 18 und 24 Jahren am höchsten (79 Prozent) und ist im Osten höher (61 Prozent) als im Westen (56 Prozent).

Mittwoch, 20. Oktober, 9.22 Uhr

Corona-Inzidenz steigt in NRW wieder über 50

In der Corona-Pandemie ist die Inzidenz in Nordrhein-Westfalen wieder über die Marke von 50 geklettert. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche liegt heute bei 52,0, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts nach Meldungen der Gesundheitsämter hervorgeht. Am Dienstag hatte die Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 49,1 gelegen.

Im Bund fällt die Kennziffer mit 80,4 deutlich höher aus. Innerhalb eines Tages wurden in NRW insgesamt 2186 neue Corona-Fälle registriert. 18 Menschen starben im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion. Die nach wie vor landesweit höchste Inzidenz verzeichneten der Kreis Minden-Lübbecke (120,5) und Hagen (111,3). Am niedrigsten war der Wert im Kreis Coesfeld (22,7) und im Kreis Wesel (24,6).

Mittwoch, 20. Oktober, 8.15 Uhr

Infektiologe mahnt zur Vorsicht: Noch Millionen Ungeimpfte

Der Düsseldorfer Infektiologe Tom Lüdde hat in der Debatte um eine Beendigung der Corona-Notlage in Deutschland zur Vorsicht gemahnt. Es gebe noch Millionen von Ungeimpften, darunter drei bis vier Millionen Menschen mit Risikofaktoren für einen schweren Verlauf, sagte der Direktor der Klinik für Infektiologie an der Uniklinik Düsseldorf der „Kölnischen Rundschau“. Durch saisonale Effekte in Herbst und Winter begünstigt, könne eine rasch ablaufende Covid-19-Welle zu zahlreichen Toten führen und die Krankenhäuser erneut an ihre Grenzen bringen. Für einen „Freedom Day“ wäre es jedenfalls zu früh, betonte der Mediziner.

Mittwoch, 20. Oktober, 7.24 Uhr

Trotz Corona: Beschäftigte des Landes waren 2020 seltener krank

Überraschende Zahlen im neuen Gesundheitsbericht der Landesregierung: Demnach fehlten Beschäftigte des Landes zwar krankheitsbedingt an insgesamt 4,65 Millionen Arbeitstagen (6,95 Prozent der Soll-Arbeitstage) - das bedeutet trotz der Corona-Pandemie aber eine Senkung gegenüber dem Vorjahr um 0,42 Prozentpunkte. Erstmals seit Einführung der Krankenstandserhebung im Jahr 2010 lag der Wert laut Innenministerium unterhalb von 7 Prozent. Beamte waren nach der Auswertung des Innenministeriums seltener krank (6,89 Prozent) als Tarifbeschäftigte (8,68 Prozent). Der durchschnittliche Krankenstand der Lehrerinnen und Lehrer in Nordrhein-Westfalen lag laut dem Bericht mit 6,38 Prozent „unter dem landesweiten Krankenstand.“

Mittwoch, 20. Oktober, 6.12 Uhr

Deutschlandweit 17.015 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 80,4

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist am siebten Tag in Folge gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Mittwochmorgen mit 80,4 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 75,1 gelegen, vor einer Woche bei 65,4 (Vormonat: 71,0). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 17.015 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 11.903 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 92 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es ebenfalls 92 Todesfälle gewesen. Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter - gab das RKI am Dienstag mit 2,13 (Montag 1,92) an.

Mittwoch, 20. Oktober, 5.17 Uhr

Kommunalverband: Corona-Ausnahmezustand beenden

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund unterstützt den Vorstoß von Gesundheitsminister Jens Spahn für eine Beendigung der Corona-Notlage in Deutschland. „Den Ausnahmezustand nach bald zwei Jahren Pandemie weiter fortzuschreiben, halte ich für falsch“, sagte Verbandshauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der „Rheinischen Post“. „Wie lange wollen wir das noch fortsetzen bei einer Impfquote von rund 80 Prozent?“, fragte Landsberg. Das bedeute ja nicht, dass Corona komplett vorbei sei. Aber es wäre „ein wichtiges Signal an die Menschen, die Gesellschaft und die Wirtschaft“. Sollte sich die Lage über den Winter wieder verschlimmern, könne der Bundestag sich erneut Gedanken machen.

Dienstag, 19. Oktober, 21.07 Uhr
Niederlande: Krankenhäuser schränken Versorgung ein
In den Niederlanden ist die Zahl der Neuinfektionen binnen einer Woche um 44 Prozent gestiegen. Laut dem zuständigen Reichsinstitut für Gesundheit und Umwelt lag die Inzidenz am Dienstag bei 151. Mehrere Krankenhäuser sind gezwungen, die reguläre Krankenversorgung einzuschränken und Operationen zu verschieben, um die steigende Zahl der COVID-19-Fälle zu bewältigen.

Auch die Zahl der Todesfälle stieg. In den vergangen sieben Tagen wurden 48 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet, fast doppelt so viel wie in der Vorwoche.

Die niederländische Gesundheitsbehörde sieht einen direkten Zusammenhang mit der Lockerung der Maßnahmen vor etwa drei Wochen. So war die Abstandsregel von 1,5 Meter aufgehoben worden. Masken müssen nur im öffentlichen Nahverkehr getragen werden. Nur vor dem Besuch von Gaststätten wird ein Nachweis verlangt, dass man getestet, geimpft oder genesen ist.


Dienstag, 19. Oktober, 19.43 Uhr
Booster-Impfung: Stiko empfiehlt verschiedene Kombinationen
Frühestens sechs Monate nach vollständiger Erstimpfung gegen Covid-19 ist eine Impfauffrischung möglich. Das empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko). Und zwar „unabhängig davon, welcher Impfstoff zuvor verwendet wurde“. Nur: Ist es ausreichend wirksam und sicher, einen anderen Impfstoff als bei der Grundimmunisierung zu bekommen?

Die Stiko sagt: Für die Auffrischimpfung soll möglichst der mRNA-Impfstoff benutzt werden, der bei der Grundimmunisierung zur Anwendung gekommen ist. Ist das Vakzin aber nicht verfügbar, kann auch der jeweils andere mRNA-Impfstoff eingesetzt werden. Wer mit Biontech vollständig geimpft wurde, kann also auch mit Moderna eine Auffrischung erhalten.

Ähnlich sieht es bei den Vektorimpfstoffen aus: Wer vollständig mit Astrazeneca oder Johnson & Johnson geimpft ist, erhält als Auffrischung trotzdem einen mRNA-Impfstoff. Fachleute nennen diesen Mix dann heterologe Immunisierung: wenn also Impfstoffe mit verschiedenen dahinter liegenden Technologien verabreicht werden.

Dienstag, 19. Oktober, 19.06 Uhr
Experten sehen 3G-Regel kritisch
Für Kultur-, Sport- oder andere Veranstaltungen gilt aktuell häufig die 3G-Regel. Die Teilnehmer müssen demnach geimpft, getestet oder vom Coronavirus genesen sein. Experten sehen diese Regelung allerdings kritisch.

„Mit dem G für Getestet habe ich so meine Probleme: Wer wird getestet, wie wird getestet, wird das immer gut gemacht? Der Abstrich ist ja auch kein Vergnügen“, sagt Professor Thomas Schwenzer, Direktor der Frauenklinik am Klinikum Dortmund.

Fraglich sei, ob der Test immer so gemacht werde, dass auch das Ergebnis zuverlässig wäre. Außerdem seien immer häufiger auch gefälschte Testergebnisse im Umlauf: „Bei den Tests habe ich so meine Skepsis.“

Ähnlich sieht es Professorin Eva Hummers, Direktorin des Instituts für Allgemeinmedizin der Universität Göttingen und Mitglied der Ständigen Impfkommission (Stiko). Die Antigentests hätten nur eine relativ kurze Vorhersagezeit. Sie senkten zwar das Risiko, gäben aber weniger Sicherheit, als geimpft oder genesen zu sein.

Dienstag, 19. Oktober, 16.50 Uhr
Drogenrazzia in NRW bringt gefälschte Impfausweise ans Licht
Bei einer Drogenrazzia im Großraum Oberhausen hat die Polizei drei Männer festgenommen - und neben Betäubungsmitteln auch gefälschte Impfausweise gefunden. Insgesamt sieben Objekten in Oberhausen, Wesel und Kamp-Lintfort wurden dafür durchsucht.

Mehr als 100 illegal angebaute Cannabispflanzen, Marihuana, Waffen und gefälschte Impfausweise tauchten auf. Zwei Verdächtige aus Oberhausen (28 und 35 Jahre) sowie ein 32-Jähriger aus Kamp-Linfort wurden festgenommen. Bei dem 28-jährigen stießen die Ermittler auf die Impf-Zertifikate, mit denen er gehandelt haben soll.

Dienstag, 19. Oktober, 15.52 Uhr
NRW-Gesundheitsministerium ruft zu Auffrischungsimpfung auf
Menschen ab 70 Jahren, deren letzte Corona-Schutzimpfung mindestens sechs Monate zurückliegt, sind zur Auffrischungsimpfung aufgerufen. Wie das Landesgesundheitsministerium am Dienstag in Düsseldorf mitteilte, werden in NRW in den kommenden Wochen rund 2,8 Millionen Bürger dieser Altersgruppe per Post informiert. Der Brief sei allerdings keine Voraussetzung für den weiterhin kostenlosen Piks beim Hausarzt.

Menschen ab 70 Jahren, deren letzte Corona-Schutzimpfung mindestens sechs Monate zurückliegt, sind zur Auffrischungsimpfung aufgerufen. Wie das Landesgesundheitsministerium am Dienstag in Düsseldorf mitteilte, werden in NRW in den kommenden Wochen rund 2,8 Millionen Bürger dieser Altersgruppe per Post informiert. Der Brief sei allerdings keine Voraussetzung für den weiterhin kostenlosen Piks beim Hausarzt.

Dienstag, 19. Oktober, 11.43 Uhr

Betrüger wollten gefälschten Impfausweis an Zivilpolizei verkaufen

Bei dem Versuch, einem Zivilpolizisten einen gefälschten Impfpass zu verkaufen, sind zwei Betrüger in Essen festgenommen worden. Der 29-Jährige und sein 21 Jahre alter Komplize boten dem Beamten auf einem Supermarktparkplatz zwei Impfausweise mit Covid-Aufklebern an, wie die Polizei am Dienstag berichtete. Durch einen Zeugen waren die Einsatzkräfte auf ein entsprechendes Online-Angebot der Männer aufmerksam geworden und zu dem Parkplatz gefahren. Um die Qualität der Pässe zu beweisen, habe der 29-Jährige dort Chatverläufe von vermeintlich zufriedenen Kunden gezeigt, hieß es weiter. Die beiden Männer wurden vorläufig festgenommen. In deren Auto und Wohnungen entdeckten Beamte unter anderem weitere gefälschte Impfausweise und auch einen Stempel mit der Aufschrift „Impfzentrum Essen“.

Dienstag, 19. Oktober, 10.57 Uhr

Bund Deutscher Karneval hofft auf Session wie vor Corona

Nach einem Jahr Zwangspause aufgrund der Corona-Pandemie hofft der Bund Deutscher Karneval (BDK) für die bevorstehenden Session auf eine närrische Jahreszeit wie vor der Pandemie. „Ich bin tatsächlich guter Hoffnung, dass es wieder so sein wird wie vor Corona“, sagte BDK-Präsident Klaus-Ludwig Fess der Deutschen Presse-Agentur. Die Fastnachter oder Karnevalisten stünden bundesweit schon in den Startlöchern. „Sie freuen sich, dass es am 11.11. endlich wieder los geht.“ Bei den Außenveranstaltungen - auch zur Sessionseröffnung am 11.11. - würden die 3G-Regeln gelten: Es dürfen also nur Geimpfte, Genesene und negativ Getestete teilnehmen. Bei Indoor-Veranstaltungen empfehle der BDK die 2G-Regel (Zutritt für Geimpfte und Genesene) oder 3Gplus. In diesem Fall müssten Getestete einen PCR-Test mitbringen, der nicht älter als 24 Stunden sei.

Dienstag, 19. Oktober, 9.04 Uhr

Corona-Inzidenz steigt in NRW leicht

In der Corona-Pandemie ist die Inzidenz in Nordrhein-Westfalen leicht gestiegen. Binnen sieben Tagen meldeten die Gesundheitsämter 49,1 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts am Dienstag hervorgeht. Am Montag lag diese Kennziffer bei 48,5. Innerhalb eines Tages wurden in NRW insgesamt 1032 neue Corona-Fälle registriert. 16 Menschen starben im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion.

Eine dreistellige Inzidenz wiesen am Dienstag in NRW dem RKI zufolge der Kreis Minden-Lübbecke (114,4) und Hagen (112,4) aus. Am niedrigsten war der Wert im Kreis Coesfeld (18,6), im Kreis Kleve (22,6) und im Kreis Wesel (23,3). Bei den 10- bis 14-Jährigen lag die Inzidenz nach Angaben des nordrhein-westfälischen Landeszentrums Gesundheit vom Dienstag bei 75,5 (82,7), bei den 5- bis 9-Jährigen bei 59,8 (62,1) und bei den 15- bis 19-Jährigen bei 64,4 (68,7).

Dienstag, 19. Oktober, 8.15 Uhr

Ärztevertreter für Abschaffung von Corona-Massentests an Schulen

Der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, hat sich für eine Abschaffung der regelmäßigen Corona-Tests an Schulen ausgesprochen. „Wir brauchen die anlasslosen Corona-Massentests in Schulen nicht mehr“, sagte Fischbach der „Bild“. Denn Kinder erkrankten selten schwer an Covid-19. „Was uns aktuell wirklich Sorgen bereitet: Die Kinderstationen sind voll mit ganz jungen Patienten, die an Atemwegserkrankungen durch das RSV leiden“, sagte Fischbach. Corona-Fälle seien die Ausnahme. Der riesige logistische Aufwand der Schnell-Tests lohne sich nicht und führe nicht selten zu falschen Ergebnissen.

Dienstag, 19. Oktober, 7.27 Uhr

Elternvertreter fordern Corona-Impfpflicht für Schulpersonal

Elternvertreter und Patientenschützer fordern angesichts steigender Infektionszahlen strengere Corona-Maßnahmen in den Herbst- und Wintermonaten. Ines Weber, Vorstandsmitglied des Bundeselternrats, verlangte eine Impfpflicht für Lehrkräfte. Diese müsste von der Bundesregierung „bundeseinheitlich gesetzlich festgeschrieben werden“, sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Quarantäne ganzer Klassenverbände oder gar Schulschließungen müssten unbedingt verhindert werden.

Der Verband Bildung und Erziehung hatte Forderungen nach einer Impfpflicht für Lehrerinnen und Lehrer schon vor Monaten zurückgewiesen. Gewerkschaftschef Udo Beckmann verwies im Juli darauf, dass die Berufsgruppe mit überwältigender Mehrheit geimpft sei, die Impfquote liege teils bei 90 Prozent. Auch die Bundesregierung lehnt Impfpflichten ab.

Dienstag, 19. Oktober, 6.12 Uhr

Deutschlandweit 6771 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 75,1

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist am sechsten Tag in Folge gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 75,1 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 74,4 gelegen, vor einer Woche bei 65,8 (Vormonat: 70,5). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 6771 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 4971 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 88 Todesfälle verzeichnet - genau so viele wie vor einer Woche. Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter - gab das RKI am Montag mit 1,92 (Freitag 2,02) an.

Dienstag, 19. Oktober, 5.17 Uhr

Krankenhausgesellschaft begrüßt geplantes Ende der Corona-Notlage

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft hat angesichts der Corona-Impfquote in Deutschland keine Bedenken dagegen, die sogenannte „epidemische Lage nationaler Tragweite“ auslaufen zu lassen. „Ich kann den Schritt nachvollziehen und halte das auch für unproblematisch“, sagte Hauptgeschäftsführer Gerald Gaß dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Dienstag). Die „epidemische Lage“ ist Grundlage für zentrale Corona-Maßnahmen in Deutschland. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte sich am Montag bei Beratungen mit den Gesundheitsministern der Länder dafür ausgesprochen, die Regelung am 25. November auslaufen zu lassen.

Montag, 18. Oktober, 22.28 Uhr
Verbände und Patientenschützer fordern strengere Corona-Auflagen für Schulen und Pflege
Elternvertreter und Patientenschützer haben sich für strengere Corona-Auflagen für Mitarbeiter in Schulen und Pflegeeinrichtungen ausgesprochen, berichtet der WDR. Das Vorstandsmitglied des Bundeselternrats, Ines Weber, verlangte eine Impfpflicht für Lehrkräfte. „Eine Corona-Impfpflicht für diese Berufsgruppe“ müsse von der Bundesregierung „bundeseinheitlich gesetzlich festgeschrieben werden“, sagte Weber den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstag).

Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, forderte eine Ausweitung der Testpflicht in Kliniken und Pflegeheimen. Die Corona-Tests müssten von der Politik „bundesweit täglich für Krankenhäuser und Pflegeheime angeordnet werden und zwar unabhängig davon, ob die Person geimpft oder genesen ist“, sagte Brysch den Funke-Zeitungen.

Montag, 18. Oktober, 21.00 Uhr
Corona-Inzidenz steigt - in manchen Bundesländern besonders deutlich
Am fünften Tag in Folge ist die Sieben-Tage-Inzidenz in der Corona-Pandemie in Deutschland gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Montag mit 74,4 an. Damit ist ungefähr wieder das Niveau von vor einem Monat erreicht. Für drei Bundesländer weist das RKI Sieben-Tage-Inzidenzen von mehr als 100 aus: für Thüringen (138,9), Sachsen (123,3) und Bayern (112,9), mit teils dynamischen Entwicklungen im Vergleich zu den Vorwochenwerten. Die Tendenz ist auch in weiteren Bundesländern steigend.

Die bundesweit niedrigste Sieben-Tage-Inzidenz - und das mit einigem Abstand - hat laut RKI Schleswig-Holstein mit 28,3. Dort waren die Zahlen in den vergangenen Tagen ziemlich konstant. Die regional unterschiedlichen Entwicklungen dürften auch durch die Herbstferien beeinflusst sein, die mancherorts vorüber sind, teils gerade beginnen oder erst bevorstehen.

Montag, 18. Oktober, 19.42 Uhr
EU-Behörde prüft Zulassung von Pfizer-Impfstoff für Kinder
Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA prüft nun auch die Zulassung des Corona-Impfstoffes der Hersteller Biontech und Pfizer für Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren. Das teilte die EMA am Montag in Amsterdam mit. Die Hersteller hatten bereits in der vergangenen Woche angekündigt, entsprechende Daten zu den klinischen Untersuchungen an die EMA zu schicken. Die Studien zeigen nach Angaben von Biontech und Pfizer, dass der Impfstoff von Kindern in dieser Altersgruppe gut vertragen wird und eine stabile Immunantwort hervorruft. Anders als bei Jugendlichen bekamen die Kinder dieser Altersgruppe nur ein Drittel der Dosis.

Montag, 18. Oktober, 18.19 Uhr
Lauterbach rechnet mit Festhalten an Corona-Auflagen - auch bei Ende der „epidemischen Lage“
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach geht davon aus, dass zentrale Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus auch dann weiter gelten, wenn die „epidemische Lage nationaler Tragweite“ nicht verlängert wird. „Kein Bundesland wäre so verrückt, bei den derzeitigen Fallzahlen auf Zugangsbeschränkungen für geschlossene Räume zu verzichten oder die Maskenpflicht in Bus und Bahn zu begraben“, sagte Lauterbach dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). „Dinge, die notwendig sind, werden weitergeführt, das ist für mich ganz klar.“

Lauterbach reagierte damit auf Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), der sich für ein Auslaufen der „epidemischen Lage nationaler Tragweite“ ausgesprochen hat. Der Zeitpunkt dieser Erklärung habe ihn überrascht, sagte der SPD-Politiker. „Wir sind in einer Situation, in der die Fallzahlen zunehmen, der Impffortschritt stagniert und an Schulen in den kalten Monaten deutlich mehr Fälle zu erwarten sind. Niemand weiß aktuell so genau, was wir in den nächsten vier Wochen zu erwarten haben, wie hoch diese Welle noch wird.“

Montag, 18. Oktober, 17.19 Uhr
Spahn für Ende der „epidemischen Lage“
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich für ein Auslaufen der sogenannten „epidemischen Lage nationaler Tragweite“ ausgesprochen. Wie ein Ministeriumssprecher bestätigte, äußerte sich der CDU-Politiker entsprechend am Montag bei Corona-Beratungen mit den Gesundheitsministern der Länder. „Bild“ hatte darüber zuerst berichtet. Das Robert Koch-Institut stufe „das Risiko für geimpfte Personen als moderat ein“, somit könne angesichts der aktuellen Impfquote die epidemische Lage am 25. November 2021 als bundesweite Ausnahmeregelung auslaufen und beendet werden, wurde Spahn „Bild“ zufolge von Teilnehmern zitiert. „Damit wird ein seit dem 28. März 2020 und damit mithin seit fast 19 Monaten bestehender Ausnahmezustand beendet.“

Der Bundestag hatte die „epidemische Lage von nationaler Tragweite“ Ende August für weitere drei Monate verlängert. Sie läuft automatisch aus, wenn sie vom Parlament nicht erneut verlängert wird.

Montag, 18. Oktober, 15.31 Uhr
Rettung oder Risiko: Wie gut schützt eine Impfung wirklich gegen das Coronavirus?
Die Verunsicherung beim Thema Impfung gegen das Coronavirus ist groß. Plötzlich brauchen Menschen, die mit Johnson & Jonson geimpft wurden, doch eine zweite Impfung. Wieso sind so viele Geimpfte auf den Intensivstationen, wieso sterben Menschen an oder mit einer Corona-Infektion, obwohl sie vollständig geimpft sind? Was ist mit Booster-Impfungen? Wann und für wen sind sie zu empfehlen, für wen eher nicht? Und was soll man Schwangeren jetzt raten?

Um all das geht es heute ab 18 Uhr bei unserem Live-Talk zum Thema Corona.

Montag, 18. Oktober, 12.54 Uhr

Deutschlandweite Impfquote bei 65,8 Prozent

In Deutschland sind fast 54,7 Millionen Menschen vollständig gegen Corona geimpft. Das sind 65,8 Prozent der Gesamtbevölkerung, wie aus dem Impfquotenmonitoring des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag hervorgeht. Von den Erwachsenen sind demnach 76,3 Prozent vollständig geimpft. Bei den über 60-Jährigen sind es 84,8 Prozent. Kinder und Jugendliche von 12 bis 17 Jahren sind zu 38,6 Prozent vollständig geimpft, 44,2 Prozent haben mindestens eine Spritze erhalten.

Von Montag vergangener Woche bis Sonntag wurden der RKI-Statistik zufolge rund 877.000 Impfungen verabreicht, das sind im Schnitt rund 125.300 pro Tag. Das RKI geht allerdings davon aus, dass unter Erwachsenen vermutlich mehr Menschen geimpft sind, als die Daten nahelegen.

Montag, 18. Oktober, 12.05 Uhr

Virologe: „Deutliche Verschärfung“ der Infektionslage im Herbst und Winter

Der in diesem Herbst bislang allenfalls milde Anstieg der Corona-Infektionen wird sich in den nächsten Monaten voraussichtlich erheblich beschleunigen. Das prognostiziert Oliver Keppler, Leiter der Virologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. „Im vor uns liegenden Herbst und Winter müssen wir von einer deutlichen Verschärfung des Infektionsgeschehens ausgehen. Unser Leben verlagert sich nach innen“, sagte der Wissenschaftler.

Zu einer neuerlichen Verschärfung der Corona-Maßnahmen rät der Virologe nicht: „Grundsätzlich müssen wir in dieser Phase der Pandemie in verschiedenen Bereichen Lockerungen versuchen, um zu sehen, was gut vertretbar ist und wo man noch Hygienemaßnahmen oder Testungen zur Absicherung beibehalten muss.“

Montag, 18. Oktober, 10.42 Uhr

Gastgewerbe weiter deutlich unter Vorkrisenniveau

Das Gastgewerbe in Deutschland ist trotz besserer Geschäfte im Ferienmonat August weiterhin deutlich vom Vorkrisenniveau entfernt. Gastronomen und Hoteliers verbuchten sowohl preisbereinigt (plus 5,9 Prozent) als auch nominal (plus 6,4 Prozent) einen Umsatzzuwachs gegenüber Juli, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat August 2020 stiegen die Erlöse preisbereinigt (real) um 5,9 Prozent. Damit lag der Umsatz real aber noch 16,2 Prozent unter dem Niveau von Februar 2020, dem Monat vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland. Von Januar bis einschließlich August 2021 lagen die Umsätze preisbereinigt (real) um 22,2 Prozent unter dem Niveau der ersten acht Monate 2020, nominal beträgt das Minus 20,0 Prozent.

Montag, 18. Oktober, 9.30 Uhr

Bundesverfassungsgericht: Keine Befangenheit im Corona-Verfahren

Das Bundesverfassungsgericht hat Befangenheitsvorwürfe im Zusammenhang mit der Corona-Notbremse wegen eines Abendessens mit Mitgliedern der Bundesregierung dementiert. Ein Ablehnungsgesuch gegen Gerichtspräsident Stephan Harbarth und die Richterin Susanne Baer wurde nach Angaben vom Montag als unbegründet zurückgewiesen. (Az. 1 BvR 781/21, Beschluss vom 12. Oktober 2021) Das Treffen in Berlin hatte am 30. Juni stattgefunden.

An dem Abendessen mit der Kanzlerin nahmen alle 16 Verfassungsrichterinnen und -richter und die meisten Bundesministerinnen und -minister teil, wie in der Regierungsantwort auf eine frühere AfD-Anfrage steht. Das Ablehnungsgesuch hatte laut „Welt am Sonntag“ der Berliner Anwalt Niko Härting gestellt, der nach eigenen Angaben ein Verfahren für Abgeordnete der Freien Wähler vor dem Verfassungsgericht führt.

Montag, 18. Oktober, 8.21 Uhr

Corona-Inzidenz steigt in NRW leicht

In der Corona-Pandemie ist die Inzidenz in Nordrhein-Westfalen leicht gestiegen. Binnen sieben Tagen meldeten die Gesundheitsämter in dem Bundesamt 48,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts am Montagmorgen hervorgeht. An den beiden Vortagen lag diese Kennziffer bei jeweils 47,9. Der bundesweite Schnitt war am Montagmorgen mit 74,4 deutlich höher. Innerhalb eines Tages wurden in NRW insgesamt 461 neue Corona-Fälle registriert. Ein Mensch starb im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion. Eine dreistellige Inzidenz wiesen am Montag in NRW dem RKI zufolge nur Hagen (116,1) und der Kreis Minden-Lübbecke (102,5) aus. Am niedrigsten war der Wert weiterhin im Kreis Coesfeld mit 16,3, gefolgt vom Ennepe-Ruhr-Kreis (23,2) und dem Kreis Euskirchen (23,7).

Montag, 18. Oktober, 7.25 Uhr

Umfrage: Corona senkt Optimismus und mehrt Stress

Die Corona-Pandemie ist vielen Menschen in Deutschland offensichtlich auf das Gemüt geschlagen. Nach einer am Montag veröffentlichten repräsentativen Umfrage sank die Zahl der Optimisten in Deutschland bis zum Sommer stark, während das Stressempfinden ebenso deutlich zunahm. Die Ergebnisse liegen allerdings schon etwas zurück: Das Umfrageinstitut Bilendi befragte im Juli im Auftrag der Versicherung Swiss Life gut 1000 Erwachsene im Alter von 18 bis 79 Jahren. Demnach sagten 24 Prozent der Befragten, dass sie vorbehaltlos optimistisch in die Zukunft blickten. In der Anfangsphase der Pandemie im Frühjahr 2020 war deren Zahl mit 44 Prozent sogar außerordentlich hoch gewesen, im Vorkrisenjahr 2019 waren es 37 Prozent.

Montag, 18. Oktober, 6.14 Uhr

Deutschlandweit 4056 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 74,4

Die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland ist am sechsten Tag in Folge gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 74,4 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 72,7 gelegen, vor einer Woche bei 66,5 (Vormonat: 72,0). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 4056 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 3111 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden zehn Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 2,02 (Donnerstag 1,93) an.

Montag, 18. Oktober, 5.19 Uhr

Frauenärzte rufen Schwangere zur Grippeschutz-Impfung auf

Für Schwangere ist eine Impfung gegen Grippe in diesem Herbst laut Experten besonders wichtig. Nach der quasi ausgefallenen Welle vergangene Saison sei in diesem Jahr wieder mit mehr Erkrankten zu rechnen, sagte Cornelia Hösemann aus dem Vorstand des Berufsverbands der Frauenärzte der Deutschen Presse-Agentur. „Denn das Immunsystem muss erst wieder trainiert werden. Außerdem fällt bei 2- oder 3G-Regelungen die Pflicht zum Tragen der Maske weg, so dass Infektionen, die über Tröpfchen verbreitet werden, generell wieder mehr vorkommen werden.“

Schwangere könnten sich durchaus überlegen, ob sie zum eigenen Schutz unabhängig von geltenden Vorgaben einen Mund-Nase-Schutz tragen möchten. Schwangere sind laut der Medizinerin, die auch Mitglied in der Sächsischen Impfkommission (Siko) ist, besonders gefährdet, wenn sie sich mit bestimmten Krankheitserregern anstecken: „Eine echte Influenza in der Schwangerschaft kann lebensbedrohlich sein.“

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