Die Impfkampagne nimmt weiter Fahrt auf. (Symbolbild) © picture alliance/dpa
Coronavirus

Coronavirus in NRW: Nächster Rückschlag für Impfkampagne befürchtet – Liveblog

Deutschland erhält vom Hersteller Johnson & Johnson mehrere Millionen Impfdosen weniger als geplant. Das könnte Auswirkungen auf die Impfkampagne haben. Die Lage in NRW im Überblick.

Über die Entwicklungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

  • Fallzahlen in NRW: 813.244 bestätigte Fälle – 13.000 aktuell Infizierte – 16.981 Todesfälle, Wocheninzidenz: 18,9 (Stand: 13.6.2021).
  • Nach einer Panne in einem Impfstoff-Werk in den USA muss Deutschland auf etwa 6,5 Millionen Impfdosen der vom Hersteller Johnson & Johnson zugesagten Lieferungen vorerst verzichten.
  • Inzwischen haben mehr als 40 Millionen Menschen in Deutschland mindestens eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Das entspricht 48,1 Prozent der Gesamtbevölkerung.
  • Zum 30. Juni soll die Bundesnotbremse auslaufen und ermöglicht mehr Freiheiten für Bürger. Die epidemische Notlage wurde bis zum 30. September verlängert.
  • Die Niederlande wollen ab Ende Juni unter Auflagen wieder Massenveranstaltungen ohne Schutzmasken zulassen.
  • Die Bundesregierung hebt nach mehr als einem Jahr die generelle Reisewarnung für touristische Reisen in Corona-Risikogebiete auf. Viele Urlaubsländer gelten ab Sonntag zudem nicht mehr als Risikogebiet, darunter sind Österreich, Teile Griechenlands, Kroatiens und die Schweiz.
  • Alle neuen Regeln finden Sie hier im Überblick.

+++

Sonntag, 13. Juni, 7.52 Uhr

Deutschlandweit 1489 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 17,3

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1489 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 2440 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Sonntagmorgen mit bundesweit 17,3 an (Vortag: 18,3; Vorwoche: 24,7). Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 18 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 74 Tote gewesen.

Sonntag, 13. Juni, 7.18 Uhr

Johnson & Johnson liefert Deutschland 6,5 Millionen Impfdosen weniger

Nach einer Panne in einem Impfstoff-Werk in den USA muss Deutschland auf einen Großteil der vom Hersteller Johnson & Johnson zugesagten Lieferungen vorerst verzichten. Das Pharmaunternehmen werde im zweiten Quartal etwa 6,5 Millionen Impfdosen weniger liefern als geplant, berichten mehrere Medien. Eigentlich sollte Deutschland im laufenden Quartal eine Lieferung von rund 10 Millionen Dosen des Impfstoffs erhalten. Da nun mehr als die Hälfte der eingeplanten Dosen wegfällt, könnte das auch Auswirkungen auf die Impfkampagne in Deutschland haben.

Bei einer Panne in einem Werk in Baltimore waren mehrere Millionen Dosen des Impfstoffes verunreinigt worden. Bereits am Freitag war bekannt geworden, das es aus diesem Grund zu Lieferproblemen kommen würden. Die „New York Times“ berichtete unter Berufung auf informierte Kreise, dass 60 Millionen Impfdosen betroffen seien.

Samstag, 12. Juni, 20.59 Uhr An drei Tagen Millionenmarke bei täglichen Impfungen geknackt worden Inzwischen haben mehr als 40 Millionen Menschen in Deutschland mindestens eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Das entspricht 48,1 Prozent der Gesamtbevölkerung, wie aus RKI-Daten (Stand: Samstag, 10.10 Uhr) hervorgeht. Den vollständigen Impfschutz hat nun demnach mehr als jeder Vierte (21,35 Millionen Menschen oder 25,7 Prozent). Insgesamt wurden laut RKI bislang 60,1 Millionen Impfdosen in Deutschland verabreicht, 965.478 davon am Freitag. In dieser Woche sei erstmals an drei Tagen die Millionenmarke bei den täglichen Impfungen geknackt worden, schrieb Spahn bei Twitter.

Die Arztpraxen sollen in der Woche vom 21. Juni rund 3,3 Millionen Impfdosen erhalten. Die Länder sollen nach neuen Lieferdaten noch im Juni rund 700.000 Dosen mehr für die Impfzentren bekommen als zunächst geplant, wie es vom Gesundheitsministerium weiter hieß. Samstag, 12. Juni, 18.57 Uhr Betriebsärzte bekommen zweiten Corona-Impfstoff Für die Corona-Impfungen über Betriebsärzte soll erstmals das Präparat von Johnson & Johnson als zweiter Impfstoff zur Verfügung stehen. In der Woche ab 21. Juni sollen 192.000 Dosen davon geliefert werden, wie es am Samstag vom Bundesgesundheitsministerium hieß. Hinzu kommen dann 602.550 Dosen von Biontech, so dass insgesamt 794.550 Dosen zusammenkommen. Samstag, 12. Juni, 17.56 Uhr Laschet nimmt Spahn bei Corona-Masken in Schutz und greift SPD an Im Koalitionsstreit um möglicherweise minderwertige Corona-Schutzmasken hat CDU-Chef Armin Laschet Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in Schutz genommen und die SPD angegriffen. „Im Nachhinein kommen jetzt all die Oberschlauen“, sagte Laschet am Samstag auf einer Landesvertreterversammlung im schleswig-holsteinischen Neumünster. Der Markt für Masken sei im vergangenen Frühjahr schlicht dicht gewesen. Es habe Hilferufe von Krankenhäusern gegeben. In der Situation habe die Regierung reagieren müssen. „Und deshalb ist vieles von dem, was die SPD im Moment mit Jens Spahn macht, einfach nur schäbig.“

Dagegen kündigte FDP-Vize Wolfgang Kubicki an, dass seine Partei nach der Bundestagswahl im September einen Untersuchungsausschuss zum Corona-Management der Regierung wolle. „Es bedarf einer parlamentarischen Aufarbeitung dazu nach der Wahl“, sagte Kubicki auf einem Parteitag der Thüringer FDP in Erfurt. Kubicki, der auch Vizepräsident des Bundestags ist, kritisierte unter anderem den Einkauf „untauglicher Masken“ durch das Ministerium von Spahn.Samstag, 12. Juni, 16.22 Uhr Minister betont weitgehende Freiheiten für Bewohner von Pflegeheimen Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat daran erinnert, dass in stationären Pflegeeinrichtungen inzwischen weitgehende Freiheiten für Bewohner und Besucher gelten. Quarantänemaßnahmen sollen für geimpfte oder genesene Bewohner nicht mehr notwendig werden, wenn sie nach einem Kontakt mit einer infizierten Person negativ auf das Corona-Virus getestet wurden. Auch dürfe es in Einrichtungen ohne Zustimmung des Gesundheitsministeriums keine Besuchseinschränkungen geben, falls es dort zu einem Infektionsgeschehen komme.

Das Ministerium stellte klar, dass Heimbewohner so viele geimpfte und genesene Besucher empfangen dürfen, wie sie wollen. „Für die Besuche gelten keine zeitlichen Einschränkungen, sie dürfen täglich zeitlich uneingeschränkt Besuch empfangen“, hieß es. Auch gebe es für geimpfte oder genesene Besucher keine Beschränkung der Besucherzahl. Gemeinschaftsveranstaltungen wie Singen oder Kochen seien erlaubt. Samstag, 12. Juni, 15.39 Uhr Mallorca will Öffnung der Discos ab Mitte Juli zulassen Auf der Party-Insel Mallorca wird das Leben immer normaler: Diskotheken, Pubs und andere Nachtlokale sollen gegen Mitte Juli im Zuge der guten Entwicklung der Corona-Lage sowohl auf der liebsten Insel der Deutschen als auch auf den anderen Balearen wieder öffnen dürfen, wie die Zeitung „Diario de Mallorca“ am Samstag unter Berufung auf die Regionalregierung in Palma berichtete. Die Wiedereröffnung der Vergnügungslokale solle nach den Plänen Palmas um den 17. Juli herum passieren. Die endgültige Entscheidung solle aber erst nach einem siebentägigen Pilotprojekt Anfang Juli fallen.

Es sei relativ sicher, dass das Tanzen im Inneren der Lokale prinzipiell gestattet werden solle. In einer ersten Etappe würden alle Lokale allerdings spätestens um 3 Uhr schließen müssen. Zudem werde es mehrere Regeln geben, etwa die Beachtung eines Sicherheitsabstandes zu fremden Personen und der Maskenpflicht in bestimmten Situationen. Samstag, 12. Juni, 14.50 Uhr Impfaktion von Hausarzt lockt bis zu 2000 Leute an Mit einem „offenen Impftag“ für Corona-Schutzimpfungen hat ein Hausarzt im hessischen Babenhausen einen Ansturm ausgelöst. Bereits vor dem Start der Aktion am Samstagmorgen um 8.00 Uhr hätten sich rund 1500 bis 2000 Menschen vor Ort eingefunden und sich in Warteschlangen eingereiht, sagte der Bürgermeister der südhessischen Stadt, Dominik Stadler (parteilos), der Deutschen Presse-Agentur. Die Leute seien teils bereits am Vortag angereist und hätten vor der Praxis campiert. Der Bürgermeister rief dazu auf, nicht mehr anzureisen, da es im Stadtgebiet bereits zu erheblichen Verkehrseinschränkungen komme und die vorgesehenen Parkplätze voll seien. Samstag, 12. Juni, 13.55 Uhr OP-Masken wieder in Bussen und Bahnen zulässig

In den öffentlichen Verkehrsmitteln sowie an Haltestellen gilt nur noch die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. Dies geht aus einem Tweet des Verkehrsministeriums hervor.

Samstag, 12. Juni, 12.15 Uhr Mehr als jeder Vierte in Deutschland vollständig geimpft

Laut RKI haben bereits 25,7 Prozent bzw. 21,35 Millionen Menschen in Deutschland den vollständigen Impfschutz gegen Corona erlangt. Die Quote der Erstimpfungen liegt nach Angaben des RKI bei 48,1 Prozent. Das entspricht mehr als 40 Millionen Menschen. Samstag, 12. Juni, 12.00 Uhr Immer weniger Corona-Neuinfektionen in NRW

In NRW liegen mittlerweile nur noch Hagen (45,0) und Bonn (40,6) über der Inzidenzschwelle von 35. Die beiden Städte sind seit Samstag die einzigen Kommunen, für die noch die Regelungen der Inzidenzstufe 3 gelten. So sind dort Treffen im öffentlichen Raum weiterhin nur für Personen aus zwei Haushalten erlaubt.

Für die meisten Städte und Kreise gilt mittlerweile Stufe 1. Am Samstag rutschten etwa Bielefeld, Gelsenkirchen, Krefeld und Remscheid in diese Stufe. Einstellige Werte werden mittlerweile in fünf Kommunen erreicht. Die landesweite Inzidenz beträgt 19,8 und liegt damit erstmals seit September unter 20. Samstag, 12. Juni, 11.45 Uhr Spahn fordert mehr Unabhängigkeit der EU von ChinaBundesgesundheitsminister Jens Spahn fordert als Lehre aus der Corona-Pandemie, eine zu große Abhängigkeit von China zu verringern.

Die Europäische Union müsse zudem souveräner werden und dürfe auch nicht auf Digitalkonzerne und die in dieser Branche entstehenden neuen Monopole angewiesen sein, sagte der CDU-Politiker am Samstag beim „Tag des deutschen Familienunternehmens“ in Berlin.

„Wir sind zu abhängig von China als Hersteller bestimmter Produkte, die für uns lebensnotwendig sind, im wahrsten Sinne des Wortes: Wirkstoffe für Medikamente“, sagte er.Samstag, 12. Juni, 10.38 Uhr 1000 Teilnehmer bei Party in Köln – Polizei löst auf

Eine Open-Air-Party in Köln am Aachener Weiher mit rund 1000 Teilnehmern ist in der Nacht zu Samstag aufgelöst worden. Dabei sind zwei Polizisten und ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes durch Flaschenwürfe leicht verletzt worden, alle drei seien jedoch dienstfähig geblieben, berichtete ein Polizeisprecher.

Zwei DJ-Pulte wurden sichergestellt. „Die DJs waren aber schon flüchtig“, so der Sprecher weiter. Die Menge habe sich dann zerstreut. Mehrere Anzeigen seien gefertigt worden. Samstag, 12. Juni, 10.20 Uhr Inzidenz in NRW erstmals seit September unter 20

Mit einer landesweiten Inzidenz von 19,6 liegt NRW das erste Mal seit September 2020 unterhalb der 20er-Marke. Zudem wurden nur 491 Neuinfektionen in NRW registriert. Samstag, 12. Juni, 8.55 Uhr Mehr Verfügungen über Tod und Krankheit während Corona

In der Corona-Pandemie haben verstärkt Menschen mit notariellen Verfügungen und Vollmachten für den Todesfall oder das Auftreten schwerer Erkrankungen vorgesorgt. „Wir spüren einen erheblichen Anstieg“, sagte der Bonner Notar Michael Uerlings, der auch Geschäftsführungsmitglied der Bundesnotarkammer in Köln ist. „Die Menschen haben im Lockdown viel Zeit gehabt nachzudenken, und sie haben gesehen, dass es bei manchen sehr schnell gegangen ist.“Samstag, 12. Juni, 8.05 Uhr Studie: Hohe Impfquote mindert Corona-Risiko für junge Ungeimpfte

Eine hohe Impfquote im Land kann offenbar das Risiko für ungeimpfte Jugendliche vermindern, sich mit Corona anzustecken. Das zeigen Gesundheitsdaten aus Israel, die im Fachjournal „Nature Medicine“ vorgestellt werden. Mit zunehmender Zahl geimpfter Erwachsener wurden demnach immer weniger unter 16-Jährige positiv auf Corona getestet.

Die Daten stützen die Hoffnung, dass die Kinder in Deutschland im Herbst vor größeren Ansteckungswellen geschützt sein könnten, wenn bis dahin ein Großteil der Erwachsenen den vollen Impfschutz hat.

Eine Studie aus Israel hat ergeben, dass eine hohe Impfquote auch junge Ungeimpfte schützt. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Samstag, 12. Juni, 7.25 Uhr Bundesnotbremse läuft Ende Juni aus

Die Bundesnotbremse soll Ende des Monats auslaufen. Sie wurde im April eingeführt, um mit bundeseinheitlichen Maßnahmen die dritte Welle der Pandemie zu bremsen. Zu den Maßnahmen gehören unter anderem die Kontaktbeschränkungen und Ausgangssperren.

Ab Juli wird außerdem die Reisewarnung für Risikogebiete aufgehoben. Viele Länder wurden bereits vom RKI runtergestuft und gelten nicht mehr als Risikogebiete.

Die epidemische Notlage wurde vom Bundestag bis zum 30. September verlängert. Sie dient als rechtliche Grundlage für Corona-Regelungen etwa zu Impfungen und Testkosten. Dafür hatten Redner von Union und SPD geworben. Die Grünen stimmten trotz Kritik zu.

Samstag, 12. Juni, 7.03 Uhr RKI registriert weniger als 2000 Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1911 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen von heute Morgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.01 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 2294 Corona-Neuinfektionen gelegen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI heute Morgen mit bundesweit 18,3 an (Vortag: 18,6; Vorwoche: 26,3).Freitag, 11. Juni, 19.34 Uhr

Großveranstaltungen ohne Masken in den Niederlanden ab Ende Juni

Die Niederlande wollen ab Ende Juni wieder Massenveranstaltungen ohne Schutzmasken zulassen. Voraussetzung ist allerdings, dass Teilnehmer einen Impfnachweis oder ein negatives Testergebnis vorweisen. Das teilte die Regierung am Abend in Den Haag mit. Besucher müssten dann nicht mehr 1,5 Meter Abstand halten.

Damit wären ab Ende Juni auch wieder volle Stadien für Konzerte oder Fußballspiele möglich. Zunächst sollen Veranstaltungen mit bis zu 25.000 Besuchern erlaubt werden, die höchstens 24 Stunden dauern. Ab Ende Juli sollen dann auch mehrtägige Veranstaltungen wie Festivals ohne Zuschauerlimit möglich sein. In Deutschland sind solche Großveranstaltungen nicht vor September möglich.

Freitag, 11. Juni, 19.08 Uhr

J&J wird wohl EU-Impfstoffzusagen nicht einhalten können

Johnson & Johnson (J&J) wird einem Insider zufolge vermutlich nicht seine Zusage von 55 Millionen Impfdosen an die EU für Juni einhalten können. Hintergrund ist dem EU-Vertreter zufolge der Verzicht der Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) auf gewisse Chargen nach einer Verunreinigung in einem US-Werk. Die EMA hat erklärt, zum Zeitpunkt des Vorfalls im April in dem Werk von Emergent Biosolutions sei dort auch Impfstoff für Europa hergestellt worden. Wie viele Dosen betroffen sind, teilte sie nicht mit.

Freitag, 11. Juni, 17.45 Uhr

Künstliche Intelligenz im Kampf gegen Corona: Land gibt 3,6 Millionen

Das Land NRW unterstützt ein Projekt mit 3,6 Millionen Euro, das mit Künstlicher Intelligenz schwere Corona-Verläufe bei Patienten vorhersagen soll. Die Mittel aus dem NRW-Rettungsschirm sollen in den Aufbau des Datennetzwerks „CovidDataNet.NRW“ fließen. Mit Hilfe Künstlicher Intelligenz sollen auf Basis großer Datenmengen schwere Krankheitsverläufe und potenziell tödliche Immunreaktionen genauer vorhergesehen werden. Patienten könnten so schneller auf eine entsprechende Intensivstationen verlegt werden.

Freitag, 11. Juni, 14.13 UhrBundesregierung hebt generelle Reisewarnung für Risikogebiete auf Nach mehr als einem Jahr hebt die Bundesregierung die generelle Reisewarnung für touristische Reisen in Corona-Risikogebiete ab 1. Juli auf. „Nach langen Monaten des Lockdowns dürfen wir uns auf mehr Normalität freuen, das gilt auch für das Reisen“, sagte Bundesaußenminister Heiko Maas am Freitag zu diesem Schritt.Freitag, 11. Juni, 13.25 UhrÖsterreich, Teile Griechenlands, Kroatien und Schweiz keine Risikogebiet mehrWegen sinkender Corona-Infektionszahlen streicht die Bundesregierung am Sonntag ganz Österreich sowie Teile Griechenlands, Kroatiens und der Schweiz von der Liste der Risikogebiete. Das teilte das Robert Koch-Institut am Freitag mit. Wer aus diesen Gebieten auf dem Landweg nach Deutschland kommt, muss künftig keinerlei Einreisebeschränkungen wegen Corona mehr beachten.

Auch die Urlaubsinseln Madeira in Portugal und Zypern sowie zwölf weitere Länder auf dem Balkan, in Osteuropa, Asien und Nordamerika werden von der Risikoliste gestrichen, darunter die USA und Kanada. In diesen beiden Ländern gilt aber nach wie vor eine Einreisesperre für Deutsche, die nicht dort leben.

Außerdem sind folgende Staaten ab Sonntag keine Risikogebiete mehr: Armenien, Aserbaidschan, Bosnien, Kosovo, Libanon, Moldau, Montenegro, Nordmazedonien, Serbien und die Ukraine. Hinzu kommen zwei Regionen in Norwegen.Freitag, 11. Juni, 12.20 Uhr

Corona-Bußgelder: NRW-Kommunen nehmen rund 18 Millionen Euro ein

Verstöße gegen die Coronaschutz-Verordnung haben den Kommunen in NRW binnen zwölf Monaten rund 18 Millionen Euro an Bußgeldern eingebracht. Das geht aus einer Aufstellung des Gesundheitsministeriums für den Landtag hervor. Spitzenreiter ist demnach Duisburg, wo zwischen April 2020 und April 2021 Bußgelder von rund 1,1 Millionen Euro verhängt wurden. Vergleichsweise gering die Einnahmen in Mülheim/Ruhr – laut Auflistung nur 7750 Euro. Die Stadt Münster und der Kreis Soest lieferten als einzige Regionen keine Zahlen. Die Auflistung gehört zur Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD im Landtag.

Freitag, 11. Juni, 11.45 Uhr

NRW-Klassengröße im Pandemiejahr: 23,4 Schüler im Schnitt

Im laufenden Schuljahr haben in Nordrhein-Westfalen im Durchschnitt 23,4 Schüler eine Klasse gebildet. Die Klassengröße im Schuljahr 2019/20 hatte ganz ähnlich bei rechnerisch 23,5 Schülern gelegen, wie das Statistische Landesamt IT.NRW am Freitag berichtete. Wegen der Corona-Pandemie haben die Schüler in dem noch drei Wochen dauernden Schuljahr 2020/21 allerdings längere Zeit Präsenzunterricht nur in halber Klassenstärke erhalten oder mussten ganz auf Homeschooling umstellen.

Aktuell haben Gesamt- und Realschulen die höchsten Klassenfrequenzen mit rechnerisch 26,9 Schülern. Für die Gymnasien meldete das Landesamt 26,6 Schüler pro Klasse, für die Sekundarschulen eine Klassengröße von 23,9 – und in den Grundschulen lernten im Schnitt 23,5 Schüler Jungen und Mädchen in einer Klassen.

Freitag, 11. Juni, 11.01 Uhr

Jeder Zweite in NRW mindestens einmal geimpft

Jeder zweite Einwohner von Nordrhein-Westfalen ist mindestens einmal gegen Corona geimpft. Das geht aus den am Freitag veröffentlichten Zahlen des Robert Koch-Instituts hervor. Demnach liegt NRW bei den mindestens einmal Geimpften im Verhältnis zur Bevölkerung mit einer Quote von 50,0 Prozent deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 47,5 Prozent. Mehr als jeder vierte Einwohner von NRW ist vollständig geimpft. Die NRW-Quote von 25,6 Prozent liegt ebenfalls deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 24,8 Prozent.

Freitag, 11. Juni, 10.28 UhrStudie: Biontech/Pfizer-Impfstoff schützt auch vor Varianten Der Impfstoff des deutschen Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer schützt einer neuen Studie zufolge auch vor der zuerst in Indien aufgetretenen Corona-Variante Delta (B.1.617.2). Auch vor mehreren anderen Varianten wie beispielsweise der zuerst in Nigeria aufgetretenen Mutante B.1.525 schütze der Impfstoff, schreiben die Wissenschaftler um Pei Yong Shi von der University of Texas in Galveston im Fachjournal „Nature“.

Für die Studie untersuchten die Forscher 20 Blutproben von 15 Menschen, die jeweils zwei Dosen des Impfstoffs von Biontech/Pfizer erhalten hatten, und testeten die Reaktion auf die verschiedenen Corona-Varianten. Die Wirksamkeit der Antikörper sei bei den Varianten zwar niedriger ausgefallen als bei einem im Januar 2020 isolierten Coronavirus-Typ, sie sei jedoch immer noch „robust“, hieß es. Vorherige Studien und Datenerfassungen hatten ähnliche Ergebnisse erbracht.Freitag, 11. Juni, 8.02 Uhr

Corona-Inzidenz sinkt weiter – Alle Kreise in NRW unter 50

In Nordrhein-Westfalen hält der sinkende Trend bei den Corona-Neuinfektionen weiter an. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Freitag eine Sieben-Tage-Inzidenz von 20,6. Keine der 53 kreisfreien Städte und Kreise lag noch über der Schwelle von 50 – auch Hagen blieb mit 49,8 knapp darunter. Bonn kam auf 44,6. Für Wuppertal meldete das RKI 42,8 und für Leverkusen einen Wert von 35,4. Die anderen 49 Kreise und kreisfreien Städten im bevölkerungsreichsten Bundesland blieben unter der Marke von 35.

Einstellige Werte erreichten die Kreise Höxter, Steinfurt und Coesfeld. Am geringsten fiel der Wert in Münster mit 5,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche aus. Dem RKI wurden von den NRW-Gesundheitsämtern 556 weitere Neuinfektionen binnen eines Tages berichtet. Die Zahl der Todesfälle stieg um 26 landesweit.

Freitag, 11. Juni, 7.18 Uhr

Kommunen fordern rasch Konzept für Großveranstaltungen

Kommunen haben enttäuscht darauf reagiert, dass sich die Ministerpräsidentenkonferenz nicht auf einheitliche Corona-Regeln für Großveranstaltungen verständigen konnte. Sollten sich Infektionsgeschehen und Impfkampagne weiter so positiv entwickeln, müssten auch bei den Veranstaltungen möglichst rasch klare Öffnungsperspektiven aufgezeigt werden, unter Beachtung klarer Hygienekonzepte, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, der „Rheinischen Post“. Hier müssten die Bundesländer bald zu einer möglichst einheitlichen Linie kommen. „Andernfalls kommt es zu einem Flickenteppich, der den Menschen vor Ort in den Kommunen nicht mehr zu erklären ist“, warnte Landsberg.

Freitag, 11. Juni, 6.41 Uhr

Deutschlandweit 2440 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 18,6

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 2440 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 3165 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Freitagmorgen mit bundesweit 18,6 an (Vortag: 19,3; Vorwoche: 29,7). Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 102 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 86 Tote gewesen.

Freitag, 11. Juni, 6.05 Uhr

Kultusminister wollen „dauerhaften Regelbetrieb“ in Schulen nach den Sommerferien

Monatelange Schulschließungen wie in diesem Jahr soll es im nächsten Schuljahr nicht mehr geben. Die Kultusminister der Länder vereinbarten am Donnerstag bei einer Videoschalte, dass alle Schulen nach den Sommerferien „dauerhaft im Regelbetrieb (…) mit allen Schulfächern und Unterrichtsstunden“ besucht werden sollen. Das geht aus einem Beschluss hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Regelbetrieb bedeute, dass Unterricht in der Schule ohne weitere Einschränkungen erteilt und das schulische Leben wieder ermöglicht werde. Auch außerschulische Angebote, wie Schulfahrten, würden wieder in „vollem Umfang“ ermöglicht, heißt es in dem Beschluss weiter.

Freitag, 11. Juni, 5.19 Uhr

In vielen NRW-Städten und Kreisen werden Corona-Auflagen gelockert

Angesichts deutlich gesunkener Corona-Infektionszahlen werden am Freitag in zahlreichen nordrhein-westfälischen Städten und Gemeinden die Corona-Auflagen gelockert. Vielerorts werde dann ein Besuch der Innengastronomie ohne Test wieder möglich sein, kündigte das NRW-Gesundheitsministerium an. Auch Innensport kann in den betroffen Städten und Kreisen wieder ohne vorheriges negatives Testergebnis ausgeübt werden. Kulturveranstaltungen mit bis zu 1000 Personen können wahlweise ohne Abstand oder ohne Test durchgeführt werden.

Aus einer Übersicht des Gesundheitsministeriums geht hervor, dass ab Freitag 31 der insgesamt 53 kreisfreien Städte und Kreise Nordrhein-Westfalens zur Inzidenzstufe 1 (höchstens 35) mit den umfangreichsten Lockerungen gehören. Am Samstag werden es demnach dann bereits 38 sein. Da mittlerweile auch der NRW-Landesdurchschnitt stabil unter 35 liegt, hat das zur Folge, dass dort unter anderem die Innengastronomie ohne vorherige Tests möglich ist.

Die Lockerungen gelten damit ab sofort in der Städteregion Aachen, Borken, Bottrop, Coesfeld, Düren, Düsseldorf, im Ennepe-Ruhr-Kreis, in Essen, Euskirchen, Heinsberg, Herford, Herne, Höxter, Köln, Minden-Lübbecke, Mönchengladbach, Mülheim an der Ruhr, Münster, Oberhausen, Olpe, Recklinghausen, dem Rheinisch-Bergischen Kreis, dem Rhein-Kreis Neuss, den Rhein-Sieg-Kreis, Siegen-Wittgenstein, Soest, Solingen, Steinfurt, Viersen, Warendorf und Wesel. Am Samstag sollen dann noch Bielefeld, der Hochsauerlandkreis, Krefeld, Lippe, Remscheid, der Rhein-Erft-Kreis und Unna hinzukommen.

Donnerstag, 10. Juni, 22.00 UhrPhysiker misst bei Test-Konzert Verteilung von Aerosolen Nach einem halben Jahr Corona-Zwangspause hat die NDR Radiophilharmonie erstmals wieder vor Live-Publikum gespielt. Bei einem Konzert am Donnerstag untersuchten Forschende im Großen Sendesaal in Hannover die Verteilung von Aerosolen. Der Physiker Wolfgang Schade vom Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut hatte Dummys und Messgeräte im Zuschauerraum platziert. Zwei umgebaute Schaufensterpuppen stießen Aerosole und CO2 aus, zwei atmeten über Schläuche ein. „Eine gute Lüftungsanlage ist das A und O“, sagte der Wissenschaftler aus Goslar.

Schade hatte bereits im November im Auftrag des Konzerthauses Dortmund die Aerosolverteilung im dortigen Saal gemessen, um Daten zur Beurteilung einer möglichen Covid-19-Ansteckungsgefahr zu gewinnen – allerdings ohne Publikum. Bei einem kompletten Luftaustausch mit Außenluft alle 20 Minuten könne das Konzerthaus kein Superspreading-Event auslösen, war damals das Ergebnis.Donnerstag, 10. Juni, 21.10 UhrPublic Viewing zur EM mit bestimmten Regeln möglich Fußballfans in Nordrhein-Westfalen freuen sich auf den Start der Europameisterschaft am Freitag. Doch statt mit Tausenden anderen vor einer Leinwand die deutsche Nationalelf anzufeuern, müssen die Menschen wegen der Corona-Pandemie auf kleinere Veranstaltungen ausweichen. „Zusammenkünfte mit mehreren tausend Fußballbegeisterten zu organisieren wäre zu leichtsinnig, denn noch stecken wir in einer Pandemie“, sagt Helmut Dedy, Geschäftsführer des Städtetages Nordrhein-Westfalen.

Dennoch sind in manchen Städten mit niedrigen Inzidenzen durchaus größere Veranstaltungen geplant. Im Essener Grugapark können jeweils etwa 1000 Menschen die Deutschland-Spiele gemeinsam anschauen. Negative Tests sind laut Veranstalter nicht nötig, Tische müssten aber vorher gemietet werden. Auch im Open Air Kino am Kölner Jachthafen können rund 330 Menschen zusammenkommen, um die Nationalelf anzufeuern. Hier brauchen Besucher aber einen negativen Test. Ohne Corona-Beschränkungen finden in dem Kino üblicherweise rund 600 Besucher Platz.

Wer den Fußballabend lieber im heimischen Garten oder auf dem eigenen Sofa verbringen möchte, muss auch dabei nicht alleine bleiben. In vielen Regionen sind Treffen mit Personen aus drei oder fünf Haushalten erlaubt. Bei einer privaten Veranstaltung dürfen sogar bis zu 250 Gäste in den Garten kommen – vorausgesetzt die Inzidenz ist niedrig und alle haben ein negatives Testergebnis.

Donnerstag, 10. Juni, 19.41 UhrBundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt unter 20 Erstmals seit acht Monaten ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland unter die Marke von 20 gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert am Donnerstagmorgen mit bundesweit 19,3 an – zuletzt war ein so niedriger Wert Anfang Oktober verzeichnet worden.

Vor einer Woche hatte die Inzidenz noch bei gut 34 gelegen. Insgesamt meldeten die deutschen Gesundheitsämter dem RKI binnen eines Tages 3187 Corona-Neuinfektionen. Die Zahl der Todesfälle binnen eines Tages bezifferte die Behörde auf 94.Donnerstag, 10. Juni, 19.06 UhrLänder wollen Regeln für Großveranstaltungen erarbeiten Die Bundesländer wollen einen einheitlichen Rahmen zum Umgang mit Großveranstaltungen unter Corona-Bedingungen erarbeiten. Vor allem SPD-regierte Bundesländer meldeten vor den Gesprächen der Länder-Regierungschefs mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstag Abstimmungsbedarf an – auch mit Blick auf die anstehende Fußball-Europameisterschaft.

Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt das RKI mit bundesweit 19,3 an.
Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt das RKI mit bundesweit 19,3 an. © Sebastian Gollnow/dpa © Sebastian Gollnow/dpa

Die unionsregierten Länder, das von den Grünen geführte Baden-Württemberg und das Kanzleramt traten aber dem Vernehmen nach auf die Bremse. Das Thema wurde schließlich einer Arbeitsgruppe auf Ebene der Staatskanzleichefs übertragen, die dazu auch einen Beschluss fassen soll.

Donnerstag, 10. Juni, 17.41 UhrElektronisches Impfzertifikat: Ausstellung aktuell noch nicht möglich Im Moment können in den Vertragsarztpraxen sowie in den Impfzentren noch keine elektronischen Impfzertifikate ausgestellt werden. Viele Softwarehersteller befinden sich derzeit noch in der technischen Entwicklung und Erprobung der Verfahren. Auch müssen noch verschiedene Datenschutzaspekte geklärt werden.

„Bevor es mit der flächendeckenden Ausstellung der Impfzertifikate losgehen kann, muss das System auf Herz und Nieren geprüft werden, um so einen möglichst reibungslosen Ablauf für alle Beteiligten zu ermöglichen“, betonen Dirk Spelmeyer, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVL) und Volker Schrage, stellvertretender KVWL-Vorstandsvorsitzender.Donnerstag, 10. Juni, 15.52 Uhr

„Welcome Back“: Phantasialand begrüßt erste Besucher nach Öffnung

Am Donnerstag sind die ersten Besucher nach der Corona-Zwangspause in das Phantasialand in Brühl zurückgekehrt. „Welcome Back“, schrieb der Freizeitpark am Donnerstag auf seiner Facebook-Seite. Für den Besuch vor Ort gelten allerdings strenge Regeln: Gäste müssen vorher Tickets buchen und im Park weitgehend eine Maske tragen. Hereingelassen wird nur, wer getestet, geimpft oder genesen ist. Das Phantasialand zählt mit knapp zwei Millionen Besuchern zu den meistbesuchten Freizeitparks in Deutschland.

Donnerstag, 10. Juni, 14.10 Uhr

Gebauer rechnet mit Präsenzbetrieb in Schulen nach den Ferien

Nordrhein-Westfalens Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) ist angesichts sinkender Corona-Infektionszahlen zuversichtlich, dass die Schulen nach den Sommerferien „in voller Präsenz“ in das neue Schuljahr starten können. „Trotzdem bleiben wir weiter vorsichtig“, sagte Gebauer am Donnerstag. Die Vorgaben für Hygiene und der Infektionsschutz mit Corona-Tests „werden uns noch eine Zeit lang begleiten“. Die Regeln müssten aber stets angepasst werden. Dazu gehöre auch, dass Schulen, wenn es das Infektionsgeschehen zulasse, wieder ohne Mund-Nasen-Maske besucht werden könnten.

„Die Pandemie darf die Bildungswege unserer Schülerinnen und Schüler nicht noch einmal so stark beeinträchtigen“, betonte die FDP-Politikerin. Der Lockdown habe lange genug gedauert und die Kinder und Jugendlichen erheblich beeinträchtigt. „Hier wünsche ich mir auch ein Umdenken auf allen Ebenen, insbesondere der Bundesregierung.“

Die Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) wollte am Donnerstag über das weitere Vorgehen an den Schulen nach den Sommerferien beraten. Am Freitag sollen die Ergebnisse bei einer Pressekonferenz vorgestellt werden.Donnerstag, 10. Juni, 13.05 UhrSpahn: Digitaler Corona-Impfnachweis startet nun schrittweise Der neue digitale Corona-Impfnachweis soll jetzt in Deutschland schrittweise starten. Nach einer Testphase werden sich nun nach und nach Impfzentren, Praxen und Apotheken anschließen, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag in Berlin sagte. „Aber nicht alle sind heute oder morgen schon angeschlossen.“

Ziel sei, dass bis Ende Juni die Anwendung namens „CovPass“ für alle Interessenten zu Verfügung stehe. Für das nachträgliche Erstellen eines digitalen Nachweises hätten viele Bundesländer in diesen Tagen damit begonnen, per Post einen QR-Code nach Impfungen in Impfzentren zu verschicken. Den Code kann man dann mit dem Smartphone einscannen. Donnerstag, 10. Juni, 12.31 UhrTestanbieter bekommen ab Juli weniger Geld für Corona-Tests Nach mutmaßlichem Betrug in Corona-Schnellteststellen sollen die Betreiber ab Juli weniger abrechnen können. Zudem sollen sie strenger kontrolliert werden. Das sieht eine geänderte Testverordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vor, die zwischen den Bundesministerien derzeit abgestimmt wird und die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Die Funke Mediengruppe hatte zuerst darüber berichtet.

Betreiber von Teststellen sollen für die Entnahme des Abstrichs ab 1. Juli nur noch 8 Euro abrechnen können. Bisher waren es 15 bei ärztlichen und 12 Euro bei anderen Anbietern. Weil die Tests günstiger geworden sind, sollen sie nur noch pauschal mit 4,50 statt mit bis zu 6 Euro abgerechnet werden können. Donnerstag, 10. Juni, 12 Uhr

Gesundheitsminister Spahn stellt den digitalen Impfpass vor

Eine vollständige Corona-Impfung soll man künftig auch per Smartphone nachweisen können − mit einem digitalen Impfpass, der heute an den Start gehen soll. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) stellt Einzelheiten dazu vor.

Donnerstag, 10. Juni, 11.31 UhrMaskenpflicht auf Spielplätzen aufgehoben Auf den Spielplätzen in Nordrhein-Westfalen muss kein Mund-Nasen-Schutz mehr getragen werden. Das geht aus der seit Donnerstag geltenden neuen Corona-Schutzverordnung des Landes hervor. Zusätzlich gibt es Lockerungen bei der Maskenpflicht etwa in Jugendherbergen und Zeltlagern.

Auch die Regeln für Besuche in Krankenhäusern, Pflegeheimen und Wohnformen der Eingliederungshilfe wurden präzisiert. Besuche seien auf der Basis eines einrichtungsbezogenen Besuchskonzepts „umfassend zu ermöglichen“, heißt es nun. Dabei „können“ Besuche von einem negativen Testnachweis, einem vorherigen Corona-Test in der jeweiligen Einrichtung oder dem Nachweis der Immunisierung abhängig gemacht werden.Donnerstag, 10. Juni, 10.40 UhrEssen sagt 200 Impftermine für Obdachlose und Flüchtlinge ab Weil die Stiko das Vakzin von Johnson & Johnson nur für Über-60-Jährige empfiehlt, hat die Stadt Essen über 200 geplante Impftermine für Flüchtlinge und Obdachlose abgesagt.

Das Vakzin hat den Vorteil, dass nur eine Impfung nötig ist. Daher sollte es für Obdachlose und Flüchtlinge vorbehalten werden. Wie die WAZ berichtet, hat die Stadt Essen die Aktion gestoppt, weil sie der Empfehlung der Stiko nachkommen möchte. Die Stadt habe in Absprache mit Impfzentrum und Uniklinik umgesteuert und verimpft das Vakzin nun nur noch an Über-60-Jährige.

Donnerstag, 10. Juni, 9.32 Uhr

Corona-Inzidenz sinkt weiter – nur noch Hagen und Bonn über 35

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen geht weiter zurück. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete einen Wert von 20,8 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen – deutlich weniger als am Vortag (23,2). Binnen eines Tages meldeten die NRW-Gesundheitsämter dem RKI 701 weitere Corona-Neuinfektionen. Die Zahl der Todesfälle stieg um 15.

Nach der RKI-Übersicht liegen von den insgesamt 53 Kreisen und kreisfreien Städten nur noch Hagen (50,9) und Bonn (44,3) über der Schwelle von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen. Die niedrigsten Neuinfektionszahlen werden weiter aus dem Münsterland gemeldet: Coesfeld hatte mit 5,4 am Donnerstag den niedrigsten Wert im Land, gefolgt von Münster (6,3).

Donnerstag, 10. Juni, 8.39 Uhr

Biergarten statt Festplatz: Gastwirte bereit für EM-Start

Das Trikot liegt bereit, die Tipps sind abgegeben: Fußballfans in Nordrhein-Westfalen freuen sich auf den Start der Europameisterschaft am Freitag. Doch statt mit Tausenden anderen vor einer Leinwand die deutsche Nationalelf anzufeuern, müssen die Menschen wegen der Corona-Pandemie auf kleinere Veranstaltungen ausweichen.

Die Gastronomen und Veranstalter im Land bereiten sich derweil auf die Fußballfans vor. „Wir freuen uns in erster Linie, dass Public Viewing in den Gaststätten überhaupt wieder denkbar ist, und wir werden in unseren Betrieben alles daran setzen, dass die Corona-Regeln wie der Mindestabstand eingehalten werden“, erklärt Thorsten Hellwig, Pressesprecher des Gaststättenverbandes Dehoga NRW. Schlussendlich müssten die Gastronomen aber selbst entscheiden, ob sie Liveübertragungen anbieten wollen.

Donnerstag, 10. Juni, 8.01 Uhr

Phantasialand öffnet wieder für Besucher

Mit Maske in die Achterbahn: Seit heute dürfen Besucher wieder in das Phantasialand kommen. Das teilte der Freizeitpark auf seiner Homepage und in den sozialen Medien mit. Für den Eintritt in den Park brauchen Besucher demnach ein vorab gebuchtes Online-Ticket. Zudem müssten die Gäste entweder vollständig geimpft, getestet oder genesen sein. Im Freizeitpark gilt für alle Besucher ab sechs Jahren eine weitgehende Maskenpflicht – auch beim Anstehen und in den Fahrgeschäften. Auf den Freiflächen des Parks muss hingegen keine Maske getragen werden, wie der Freizeitpark auf seiner Homepage schreibt.

Donnerstag, 10. Juni, 7.09 Uhr

Kommission: Trotz Corona-Impfung fehlt einigen Menschen Immunschutz

Die Ständige Impfkommission (Stiko) geht davon aus, dass etliche Menschen trotz vollständiger Impfung keinen wirksamen Corona-Immunschutz aufgebaut haben. Der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe: „Es gibt inzwischen mehrere Studien, die zeigen, dass die Impfung gegen Covid-19 bei Menschen, deren Immunsystem medikamentös gebremst wird, nicht so gut wirkt wie bei anderen.“ Die Immunantwort sei schlechter oder falle ganz aus. Betroffen seien etwa Menschen nach einer Organtransplantation oder zum Teil auch Krebspatienten. In solchen Fällen sei es wichtig, das Ansteckungsrisiko im Umfeld durch Impfungen so weit wie möglich zu verringern.

Donnerstag, 10. Juni, 6.41 Uhr

Deutschlandweit 3187 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 19,3

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 3187 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 4640 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 19,3 an (Vortag: 20,8; Vorwoche: 34,1). Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 94 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 166 Tote gewesen.

Donnerstag, 10. Juni, 6.04 Uhr

Start für freiwilligen Corona-Impfpass fürs Smartphone

Eine vollständige Corona-Impfung soll man künftig auch per Smartphone nachweisen können – mit einem digitalen Impfpass, der heute an den Start gehen soll. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will Einzelheiten dazu in Berlin vorstellen. Die Anwendung namens „CovPass“ soll als Beleg bei gelockerten Corona-Beschränkungen eingesetzt werden können und zur Sommerferienzeit Reisen in Europa erleichtern. Dabei geht es um eine freiwillige Ergänzung des weiter gültigen gelben Impfheftes aus Papier.

Den digitalen Nachweis soll man sich direkt in Praxen oder Impfzentren erstellen lassen können. Dafür wird ein Code erzeugt, den man gleich mit dem Smartphone abscannen oder auf Papier mitnehmen und später scannen kann. Genutzt werden kann der Nachweis dann über eine kostenlose App, die ihn lokal auf dem Handy speichert. Knapp 19 Millionen Bürger sind inzwischen schon vollständig geimpft, ehe der digitale Nachweis starten konnte. Sie können ihn aber noch nachträglich bekommen. Impfzentren sollen ihn ausgedruckt per Post zuschicken. Außerdem können Ärzte und auch Apotheken ein Zertifikat erstellen.

Donnerstag, 10. Juni, 5.23 Uhr

Künftige GEW-Chefin: Nicht noch einmal monatelange Schulschließungen

Die designierte Chefin der Bildungsgewerkschaft GEW, Maike Finnern, hält lange coronabedingte Schulschließungen im neuen Schuljahr für höchstwahrscheinlich verzichtbar. „Das ist nicht noch einmal vorstellbar. Ich glaube nicht, dass wir noch einmal in eine Situation kommen, in der Schulen mehrere Monate geschlossen werden müssen“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Finnern soll heute beim digitalen Gewerkschaftstag der GEW zur neuen Vorsitzenden gewählt werden. Die bisherige NRW-Landeschefin löst damit die langjährige Vorsitzende Marlis Tepe ab. Gleichzeitig beraten die Kultusminister der Länder am Donnerstag in einer Videokonferenz über das weitere Vorgehen an den Schulen nach den Sommerferien.

Lesen Sie jetzt