Das Impfzentrum in Dortmund. In Impfzentren dürfen bald wieder Erstimpfungen durchgeführt werden. © picture alliance/dpa
Coronavirus

Coronavirus in NRW: Neue Termine für Erstimpfungen in den Impfzentren – Liveblog

Die Impfzentren in NRW können wieder Erstimpfungen durchführen. Allerdings können ab Mittwoch (23.6.) nur bestimmte Gruppen Termine vereinbaren. Die Lage in NRW im Überblick.

Über die Entwicklungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

  • Fallzahlen in NRW: 814.601 bestätigte Fälle – 8.700 aktuell Infizierte – 17.041 Todesfälle, Wocheninzidenz: 10,0 (Stand: 19.06.2021).
  • Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt bundesweit auf 9,3 und fällt damit erstmal seit dem 13. September 2020 wieder in den einstelligen Bereich (Vortag: 10,3; Vorwoche: 18,3).
  • Ab Mittwoch, 23. Juni, können in NRW wieder Termine für Erstimpfungen in den Impfzentren vereinbart werden. 80.000 Impfdosen stehen dafür in der nächsten Woche, 150.000 in der darauffolgenden Woche zur verfügung.
  • Das Land NRW und die Kommunalen Spitzenverbände haben sich geeinigt: Eltern sollen insgesamt 2,5 Monate an Kita-Beiträgen zurück bekommen.
  • Ärzte sehen die als besonders infektiös geltende Delta-Variante mit Sorge. Der SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach sorgt sich vor allem um ungeimpfte Kinder.
  • Die neue NRW-Coronaschutz-Verordnung hebt die Maskenpflicht im Freien ab Montag (21. Juni) weitgehend auf.
  • Die Maskenpflicht auf Schulhöfen in Nordrhein-Westfalen wird ab kommenden Montag (21. Juni) beendet.
  • Alle neuen Regeln finden Sie hier im Überblick.

+++

Samstag, 19. Juni, 21.00 Uhr Gesundheitsminister kritisiert Masken-Ignoranz bei EM

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat kurz nach Abpfiff des EM-Spiels Portugal-Deutschland kritisiert, dass wieder Tausende Fans die Maskenpflicht im Münchner Stadion ignoriert haben.

„Ich finde es fahrlässig, dass sich schon wieder viele Fans im Fußballstadion nicht an die Spielregeln gehalten haben“, sagte der CSU-Politiker laut Mitteilung. „Der DFB ist nun endgültig aufgefordert, plausibel darzulegen, wie er beim nächsten Spiel am Mittwoch die Masken-Regeln um- und durchzusetzen will.“Samstag, 19. Juni, 19.10 Uhr Nur wenige Maskenträger im Münchner Stadion

Obwohl die EM-Organisatoren in München angekündigt hatten, die Zuschauer auf den Rängen zum Tragen von Masken zu bewegen, haben nur wenige Fans die vorgeschriebenen FFP2-Masken aufgehabt. Wie schon beim ersten Spiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft verfolgten Tausende Zuschauer die Partie gegen Portugal am Samstag ohne Maske, wie auf Fernsehbildern in der ersten Halbzeit erkennbar war.

Deutschland-Fans im Münchner Stadion jubeln ohne Masken. © Philipp Guelland/EPA Pool/dpa © Philipp Guelland/EPA Pool/dpa

Samstag, 19. Juni, 18.45 Uhr Unter 1000 Corona-Patienten auf Intensivstation

Erstmals seit acht Monaten ist die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstation unter 1.000 gefallen. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) meldet 960 Erwachsene in Behandlung. Ähnlich niedrig war die Zahl zuletzt in der zweiten Oktoberhälfte.

Samstag, 19. Juni, 17.30 Uhr Kontrollen nach Massenpartys zeigen Wirkung

Nach Randaleakten und Attacken gegen Ordnungskräfte bei ausufernden Partys am vergangenen Wochenende in Münster hat die Polizei das seit Freitag geltende Verweilverbot am Aa-See-Ufer konsequent durchgesetzt. Zu Beginn des Verweilverbotes um 21.00 Uhr hätten sich etwa 70 Personen auf der Feierwiese aufgehalten, die dann aber friedlich abgezogen seien, sagte ein Polizeisprecher.

In Köln verhinderten Polizei und Ordnungskräfte ebenfalls mit verstärkten Einsätzen, dass sich Menschen an beliebten Treffpunkten häufen und versammeln. Auch dort hatte es am vorigen Wochenende illegale Partys mit Hunderten von Feiernden gegeben, von denen viele die noch geltenden Coronaschutzmaßnahmen missachteten.Samstag, 19. Juni, 16.20 Uhr Bonner Virologe erfreut über Lauterbach-Lob Der Bonner Virologe Hendrik Streeck hat sich erfreut darüber geäußert, dass ihm der SPD-Politiker Karl Lauterbach bezüglich des Einflusses der Sommermonate auf die Pandemie recht gegeben hat.

„Ich sehe Herrn Lauterbachs Aussage mit Hochachtung und Respekt“, sagte Streeck am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. „Wir wollen in der Pandemie alle das gleiche erreichen, aber haben in Teilaspekten unterschiedliche Einschätzungen. Um so mehr zeigt dies, dass es in einer Pandemie wichtig ist, verschiedene Stimmen, Sichtweisen und Disziplinen in einer Debatte zusammenzuführen.“

Samstag, 19. Juni, 15.20 Uhr Söder: Delta-Variante wird in 4 Wochen dominieren

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat vehement vor der Delta-Variante des Coronavirus gewarnt. Die zuerst in Indien bekannt gewordene und inzwischen etwa in Großbritannien vorherrschende Virusvariante werde in drei bis vier Wochen in Deutschland dominierend sein, sagte Söder am Samstag auf der Landesversammlung der Jungen Union Bayern in Unterhaching.

Die Wissenschaftler hätten in früheren Wellen fast punktgenau vorhergesagt, wann es wieder zu größerem Infektionsgeschehen kommen wird. „Ich lasse nicht zu, dass wegen kleiner Interessen am Ende das ganze Land in Mitleidenschaft gezogen wird“, sagte Söder und verteidigte seine vorsichtige Corona-Linie.

Markus Söder (CSU) warnt vor der Delta-Variante des Coronavirus. © Matthias Balk/dpa © Matthias Balk/dpa

Samstag, 19. Juni, 15.15 Uhr Stiko-Chef kritisiert Drängen auf Kinderimpfung

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, hat die politische Debatte um eine Massenimpfung von Kindern und Jugendlichen vor dem neuen Schuljahr kritisiert. Vor allem sei bedauerlich, dass die Impfungen von Kindern noch vor einer Zulassung zum politischen Thema geworden sind, so Mertens auf dem Online-Kongress für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin.

Der Stiko-Chef wies darauf hin, dass bislang nur ein Prozent der an Covid-19 erkrankten Kinder in Deutschland im Krankenhaus behandelt werden musste.Samstag, 19. Juni, 12.19 UhrNeue Termine für Erstimpfungen in den Impfzentren

Ab Mittwoch (23.6.) können über 60-Jährige und Menschen mit Vorerkrankungen (ab 16 Jahren) wieder Termine für Erstimpfungen in den Impfzentren von NRW vereinbaren. „Ich gehe davon aus, dass alle Menschen über 12 Jahren, die einen Impftermin haben wollen, bis Ende Juli auch schon ein erstes Mal geimpft sein können. Damit hätten wir dann einen weiteren Meilenstein in der Impfkampagne des Landes und auf dem Weg zur Herdenimmunität erreicht“, erklärte NRW-Gesundheitsminister Laumann. In der kommenden Woche gebe es 80.000 Biontec-Dosen für Erstimpfungen, in der folgenden 150.000.

Da die Priorisierung grundsätzlich aufgehoben ist, können alle anderen Impfwilligen nach wie vor einen Termin bei einem niedergelassenen Arzt vereinbaren. Samstag, 19. Juni, 10.50 Uhr

Drosten: Delta-Variante wirklich ernst nehmen

Nach Einschätzung des Charité-Virologen Christian Drosten muss Deutschland die Delta-Variante in der Pandemie ab sofort ernst nehmen. “Ich bin mittlerweile so weit, dass ich sage, wir sind hier jetzt im Rennen in Deutschland mit der Delta-Variante”, sagte Drosten auf dem Online-Kongress für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin, “Wir müssen das ab jetzt wirklich ernst nehmen.”

Samstag, 19. Juni, 9.30 Uhr

Maskenpflicht in Köln bleibt streng

Die Stadt Köln behält eine strengere Maskenpflicht bei, das hat der Krisenstab der Stadt beschlossen. Die Erfahrungen aus England und jetzt aktuell aus Lissabon mit der Delta-Variante seien besorgniserregend, sagte eine Sprecherin des Krisenstabes. Daher müsse auch in der kommenden Woche auf vielen belebten Plätzen und Straßen der Innenstadt Maske getragen werden. Es reichten allerdings OP-Masken. Dazu gibt es zahlreiche Bereiche in der Innenstadt, in denen Alkoholkonsum verboten bleibt.

Samstag, 19. Juni, 8.15 Uhr

Rekord-Niedrigzahlen in NRW und Deutschland

Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Samstagmorgen mit bundesweit 9,3 an und fällt damit erstmal seit dem 13. September 2020 wieder in den einstelligen Bereich (Vortag: 10,3; Vorwoche: 18,3). In NRW erreicht die 7-Tages-Inzidenz den Wert von 10. Außerdem meldeten die Gesundheitsämter 219 neue Corona-Neuinfektionen, so wenige wie zuletzt am 8.9.2020 als das RKI 213 Neuinfektionen an einem Tag meldete.

Samstag, 19. Juni, 7.30 Uhr

Hagen hat die höchste Inzidenz in NRW

Die Coronazahlen in NRW sinken weiter. Die landesweite 7-Tages-Inzidenz, also die Anzahl an Neuinfektionen innerhalb der letzten 7 Tage auf 100.000 Einwohner, beträgt am Samstagmorgen laut Zahlen des RKI 10,0. Am Vortag hatte sie noch bei 11,2 gelegen. Die höchste Inzidenz meldet Hagen mit 29,7, die niedrigste liegt in Herford bei 2,0.

Freitag, 18. Juni, 20.32 Uhr

Nordrhein-Westfalen setzt Erstimpfungen in Impfzentren fort

Die nordrhein-westfälischen Impfzentren bieten ab Mittwoch (23. Juni) wieder Erstimpfungen an. Für die kommende Woche würden rund 80.000 Dosen Biontech für Erstimpfungen in den Impfzentren zur Verfügung stehen, teilte das Landesgesundheitsministerium am Freitag in Düsseldorf mit. In der Folgewoche seien es noch einmal 150.000 Dosen.

Zuletzt waren in den Impfzentren fast ausschließlich Zweitimpfungen möglich gewesen, weil zu wenig Impfstoff vorhanden war. Ab kommendem Mittwoch ab 8 Uhr könnten zunächst über 60-Jährige sowie Personen ab 16 Jahren mit Vorerkrankungen Impftermine in den Zentren vereinbaren, teilte das Ministerium mit. Ebenso könnten Beschäftigte von Krankenhäusern und aus Einrichtungen der Eingliederungshilfe und Werkstätten für Menschen mit Behinderung einen Impftermin vereinbaren.

Freitag, 18. Juni, 18.10 Uhr

Gericht: Astrazeneca muss 50 Millionen Impfdosen an EU liefern

Ein belgisches Gericht hat Astrazeneca verurteilt, bis Ende September 50 Millionen Dosen Corona-Impfstoff an die Europäische Union zu liefern. Das teilt das Brüsseler Gericht erster Instanz am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Dabei handelt es sich um Mengen, die für das erste Quartal zugesagt waren, aber nicht rechtzeitig geliefert wurden.

Freitag, 18. Juni 17.03

Weitere Corona-Hilfen für Wirtschaft in Sicht

Messebauer, Konzertveranstalter und andere schwer coronageplagte Firmen können mit weiterer staatlicher Unterstützung rechnen. Die Wirtschaftsminister der Bundesländer forderten am Freitag, die bisher bis Ende September geplanten Finanzmittel bis zum Jahresende fortzusetzen. Dieser Appell richtet sich an den Bund, der die bisherige Überbrückungshilfe III zahlt. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier machte nach einem Treffen mit seinen Länder-Ressortkollegen klar, dass er einer Verlängerung nicht abgeneigt ist.

Man werde sich die Situation anschauen und die Hilfe gegebenenfalls nach der Sommerpause verlängern. Die Corona-Hilfen gelten nur für Firmen, die starke Umsatzeinbrüche nachweisen und diese auf die Pandemie zurückführen können.

Freitag, 18. Juni, 15.16 UhrEltern erhalten Kita-Beiträge für zweieinhalb Monate zurück Nach wochenlangen Verhandlungen haben sich das Land und die kommunalen Spitzenverbände auf die Lastenverteilung bei den infolge der Corona-Pandemie reduzierten Kita-Beiträgen geeinigt. Das Land wolle sich für den Zeitraum von Februar bis Mai mit rund 110 Millionen Euro an der Finanzierung ausgefallener Elternbeiträge beteiligen, teilten die Verbände am Freitag mit. Die Landesregierung habe ihr ursprüngliches Angebot damit um rund 22 Millionen Euro angehoben.

Die Eltern sollen nun nach einem Bericht der Rheinischen Post weitere zweieinhalb Monate an Kita-Beiträgen erstattet bekommen: Den Februar voll und die Monate März bis Mai jeweils zur Hälfte. Der Januar war bereits komplett erstattet worden.

Freitag, 18. Juni, 14.55 UhrCurevac wehrt sich gegen Kritik

Die vorläufig geringe Wirksamkeit des Corona-Impfstoffs von Curevac steht nach Ansicht des Vorstandsvorsitzenden Franz-Werner Haas zu Unrecht in der Kritik. Kein anderes Vakzin sei an so vielen Virusvarianten getestet worden, sagte Haas im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

„Es ist faktisch eigentlich nicht korrekt, die Zahl der vorläufigen Wirksamkeit unseres Corona-Impfstoffs und die Zahlen zur Wirksamkeit anderer Impfstoffe nebeneinander zu stellen“, sagte Haas. In der Studie zum Corona-Impfstoffkandidaten CVnCov seien 29 Virusvarianten enthalten. Das ursprüngliche Virus, der Wildtyp, spiele kaum mehr eine Rolle. „Die Zahlen zur Wirksamkeit der anderen Impfstoffe sähen vermutlich anders aus, wenn man deren Studien zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt hätte.“

Freitag, 18. Juni, 13.28 UhrBundesländer fordern Fortsetzung von Corona-Hilfen für Firmen Bei den Corona-Hilfen für Firmen, die besonders hart von der Pandemie getroffen sind, deutet sich eine Verlängerung an. Die Wirtschaftsminister der Bundesländer forderten am Freitag, die bisher bis Ende September geplanten Finanzmittel bis zum Jahresende fortzusetzen. Die bisherige „Überbrückungshilfe III“ zahlt der Bund. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) machte nach einem Treffen mit seinen Länder-Ressortkollegen klar, dass er einer Verlängerung nicht abgeneigt ist. Man werde sich die Situation anschauen und die Hilfe gegebenfalls nach der Sommerpause verlängern. Bisher habe man insgesamt 105 Milliarden Euro an Unternehmen als Corona-Hilfen überwiesen, sagte Altmaier.Freitag, 18. Juni, 12.33 UhrMerkel mahnt zur Vorsicht bei Corona-Lockerungen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich für einen vorsichtigen Kurs in der Corona-Krise ausgesprochen. „Wir wollen nicht diese dauernden „Rein und Raus in die Kartoffeln““, sagte Merkel bei der Nationalen Luftfahrtkonferenz im brandenburgischen Schönefeld. Sie verwies auf Großbritannien, wo angekündigte Lockerungen verschoben wurden, weil sich dort die sogenannte Delta-Variante des Virus ausbreitet. „Wir müssen einfach Schritt für Schritt und vorsichtig vorgehen“, sagte Merkel in einem öffentlichen Video-Gespräch mit Lufthansa-Chef Carsten Spohr.Freitag, 18. Juni, 11.42 UhrDelta-Variante kommt: RKI warnt vor Verspielen von Erfolgen Das Robert Koch-Institut (RKI) hat vor dem Verspielen von Erfolgen in der Pandemiebekämpfung gewarnt. Durch die ansteckendere Delta-Variante, die bisher auf niedrigem Niveau (rund sechs Prozent) in Deutschland kursiere, könne sich das Virus wieder verbreiten, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Freitag in Berlin. Es sei nicht die Frage, ob Delta das Infektionsgeschehen in Deutschland dominiere, sondern wann, ergänzte er. Vor allem durch Impfen, Masketragen in Innenräumen und Abstandhalten könnten wiedergewonnene Freiheiten aber erhalten bleiben. Bei mangelnder Vorsicht könne das Virus jedoch vor allem Ungeimpfte und erst einmal Geimpfte treffen. „Das dürfen wir einfach nicht riskieren“, sagte Wieler.Freitag, 18. Juni, 10.51 UhrBundesgesundheitsminister Spahn äußert sich zu Impffortschritt und Delta-Variante Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat trotz der entspannteren Corona-Lage für weiter nötige Vorsicht auch in der anstehenden Hauptreisezeit geworben. „Das kann ein guter Sommer werden“, sagte der CDU-Politiker am Freitag in Berlin. Es gebe Anlass zur Zuversicht, aber vor allem wenn alle dabei vorsichtig blieben. Spahn verwies auf die ansteckendere Delta-Variante des Coronavirus, die sich auch in Deutschland ausbreite. Dies geschehe auf niedrigem Niveau, aber eben schnell. Spahn rief Urlauber dazu auf, das inzwischen flächendeckend verfügbare Netz von Schnellteststellen zu nutzen, um Infektionsketten bei Reiserückkehrern zu durchbrechen. Bei den Corona-Impfungen hat nach Angaben von Spahn inzwischen jeder zweite Bundesbürger mindestens eine Spritze bekommen. Stand heute erhielten 41,5 Millionen Menschen oder 50,1 Prozent der Gesamtbevölkerung eine erste Dosis. Vollständig mit der meist notwendigen zweiten Spritze geimpft sind demnach 29,6 Prozent der Bevölkerung. Freitag, 18. Juni, 10.05 UhrCorona-Inzidenz in NRW auf 11,2 gesunken In Nordrhein-Westfalen ist die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Infektionen auf 11,2 gesunken. Das meldete das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag für das bevölkerungsreichste Bundesland. Am Mittwoch lag die Inzidenz bei 14,4 und am Montag bei 17,7. Die Zahl der Neuinfektionen wurde auf 268 beziffert. Die NRW-Gesundheitsämter meldeten binnen eines Tages acht neue Todesfälle. Die Gesamtzahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 stieg auf 17.030. Erneut lagen am Freitag alle kreisfreien Städte und Kreise in NRW unter der Schwelle von 35. Den höchsten Wert wies erneut Hagen mit 29,1 auf. Freitag, 18. Juni, 9.19 UhrLauterbach räumt ein: „Hendrik Streeck hatte voll recht“ SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat mit Blick auf den Einfluss der Sommermonate auf das Coronavirus dem Virologen Hendrick Streeck recht gegeben. „Für den Einfluss der Saisonalität auf das Infektionsgeschehen räume ich ein: Hendrik Streeck hatte voll recht“, sagte er der „Bild“. Streeck hatte dem Portal web.de im Januar gesagt: „Wie wir das im vergangenen Frühjahr gesehen haben – gehen im März, spätestens April die Infektionszahlen nach unten.

Das ist das typische Verhalten von Coronaviren, die sich über die Sommermonate hinweg nur noch auf einem niedrigen Level verbreiten.“ Er gehe davon aus, dass es nur noch wenige Fälle geben werde. Lauterbach und der Bonner Virologe hatten im Verlauf der Pandemie mehrfach deutliche Differenzen. Streeck hatte oft für eine etwas weniger strenge Linie bei den Corona-Maßnahmen plädiert.

Freitag, 18. Juni, 8.26 UhrKanzleramtschef rät Fußball-Fans von Reise nach London abKanzleramtschef Helge Braun rät den deutschen Fußball-Fans von einer Reise zu den entscheidenden EM-Spielen ab. „Meine große Sorge ist die sich ausbreitende Delta-Variante in Großbritannien – und London ist ein Austragungsort. Man sollte nicht in Virusvariantengebiete reisen“, sagte der CDU-Politiker in einem Interview dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland“ (RND). In der englischen Hauptstadt finden die beiden Halbfinals und das Endspiel der Fußball-Europameisterschaft statt. Die Bundesregierung hatte Großbritannien im Mai als Virusvariantengebiet eingestuft. Braun betonte in diesem Zusammenhang: „Wer nach London fährt, muss zwei Wochen in Quarantäne, wenn er nach Deutschland kommen möchte.“ Freitag, 18. Juni, 7.14 UhrMessebranche fordert Coronahilfen bis JahresendeDie von der Pandemie schwer gebeutelte Messebranche fordert vom Bund die Fortsetzung von Coronahilfen bis zum Jahresende. „Sollte die Überbrückungshilfe schon Ende September auslaufen, brächte das viele Dienstleister auf den letzten Metern der Coronakrise womöglich noch ins Straucheln“, sagt Jörn Holtmeier, der Geschäftsführer des Messebranchen-Verbandes Auma. Seit März 2020 sind die Umsätze der Branche eingebrochen – nur im Spätsommer 2020 wurden einige Messen mit Publikum durchgeführt, zudem brachten Online-Angebote nur wenig Geld in die Kassen. „Die Lage ist katastrophal“, sagt Holtmeier.

Die Bundesregierung peilt eine Verlängerung der Ende Juni laufenden Coronahilfen um drei Monate an – mit dem Geld soll die Finanznot der Unternehmen gelindert werden. Holtmeier betont, dass die Messebranche sehr langfristig plane. Es sei zwar gut, dass die Veranstaltungen in 12 von 16 Bundesländern wieder möglich seien oder ein Beginn wieder in Aussicht gestellt werde. Während Branchen wie die Gastronomie aber ihr Geschäft schnell wieder hochfahren könnten, so dauere das in der Messelandschaft sehr lange. Freitag, 18. Juni, 6.10 UhrSorgen über Delta-Virusvariante Ärzte sehen die als besonders infektiös geltende Delta-Variante des Coronavirus mit Sorge. Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, warf die Frage auf, ob die aktuellen Corona-Lockerungen nicht zu weit gingen. Der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Klaus Holetschek (CDU), riet zu „allerhöchster Wachsamkeit“. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sorgt sich vor allem um ungeimpfte Kinder. Die in Indien entdeckte Delta-Variante ist in Deutschland noch wenig verbreitet, ihr Anteil steigt aber.

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Montgomery, erwartet, dass sich die Delta-Variante in Deutschland noch schneller ausbreiten wird als die bisherigen Modifikationen. „Das Tückische bei dieser Variante ist, dass Infizierte sehr schnell eine sehr hohe Viruslast im Rachen haben und damit andere anstecken können, bevor sie überhaupt merken, dass sie sich infiziert haben“, sagte Montgomery den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitag).Freitag, 18. Juni, 5.36 UhrRKI registriert 1.076 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 10,3 Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1.076 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Deutschlandweit wurden nun den Angaben nach binnen 24 Stunden 91 neue Todesfälle verzeichnet. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 90.270 angegeben. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Freitagmorgen mit bundesweit 10,3 an (Vortag: 11,6; Vorwoche: 18,6).

Das Institut zählte seit Beginn der Pandemie 3.720.031 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.598.100 an. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Donnerstagnachmittag bei 0,72 (Vortag: 0,71). Freitag, 18. Juni, 5.09 UhrKanzleramtschef: Mehr Demokratiefeinde in Pandemie – Großer Teil wird bleiben Rechtsextremismus und Verschwörungstheorien haben nach Einschätzung von Kanzleramtschef Helge Braun während der Corona-Pandemie zugenommen und dürften nach deren Ende auch nicht wieder deutlich zurückgehen. Die Pandemie sei ein Nährboden für Rechtsextremisten, Demokratiefeinde und Verschwörungsanhänger, sagte Braun dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Freitag). „Wir haben eine Zunahme von Rechtsextremismus und Verschwörung erlebt und ein großer Teil davon wird bleiben, auch wenn Corona vorbei ist.“ Das sei neben den gesundheitlichen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen einer der Schäden dieser Pandemie. Donnerstag, 17. Juni, 22.08 Uhr

Weiter telefonische Krankschreibung bei Erkältung

Bei leichten Atemwegserkrankungen können sich Versicherte auch weiterhin telefonisch krankschreiben lassen. Der dafür zuständige Gemeinsame Bundesausschuss hat die während der Corona-Pandemie getroffene Sonderregelung zur Feststellung der Arbeitsunfähigkeit bis 30. September verlängert, wie das Gremium von Ärzten, Krankenkassen und Kliniken in Berlin mitteilte. Grund ist ein nach wie vor „relevantes COVID-19-Infektionsgeschehen“. Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung seien daher weiter notwendig. Mit der Sonderregelung können Versicherte, die an leichten Atemwegserkrankungen leiden, telefonisch bis zu sieben Tage krankgeschrieben werden.

Donnerstag, 17. Juni, 21.05 Uhr

37 Millionen Euro Corona-Überbrückungshilfen an Studierende

Das Land Nordrhein-Westfalen hat laut einem Medienbericht in der Corona-Pandemie bislang rund 37 Millionen Euro „Überbrückungshilfe“ an Studierende ausgezahlt. Von Juni 2020 bis zum 14. Juni dieses Jahres seien etwa 140.000 Anträge gestellt worden, teilte das NRW-Wissenschaftsministerium dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ auf Anfrage mit. Davon wurden nach Angaben des Ministeriums 83.500 Anträge bewilligt und rund 55.000 abgelehnt. 500 seien noch in der „Nachbesserung“.

Donnerstag, 17. Juni, 19.56 Uhr

KV Nordrhein: Schwerpunkt-Impfzentren aufrechterhalten

In der Diskussion um die Zukunft der Impfzentren hat die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein eine Konzentration auf einige Schwerpunkt-Impfzentren ins Spiel gebracht. „Möglicherweise müsste man drüber nachdenken, ob man zumindest einige Schwerpunkt-Zentren aufrechterhält, um im Fall des Falles, wenn wieder viele Menschen auf einmal geimpft werden müssen, genug Kapazitäten zu haben“, sagte der KV-Vorsitzende Frank Bergmann am Donnerstag in Düsseldorf. Wie groß der Bedarf an Corona-Impfungen im Herbst sein werde, sei derzeit noch nicht abschätzbar. Die Finanzierung der regionalen Impfzentren der Länder durch den Bund ist bisher nur bis Ende September gesichert.

Donnerstag, 17. Juni, 18.29 Uhr

Justizminister für Strafverschärfung bei gefälschten Impfpässen

Angesichts der Fälle von gefälschten Impfpässen und Testzertifikaten dringen die Justizminister der Länder auf eine rasche Verschärfung des Strafrechts für solche Taten. Die Fälschung von Gesundheitszeugnissen sollte nach Auffassung der Länderminister der Urkundenfälschung bei anderen Dokumenten gleichgestellt werden, für die härtere Strafen gelten, wie sie nach einem Online-Treffen am Donnerstag bekanntgaben. Die Bundesjustizministerin wird in einem Beschluss gebeten, einen entsprechenden Gesetzentwurf zu erarbeiten.

Donnerstag, 17. Juni, 17.34 Uhr

Anzahl der Corona-Bürgertests in NRW sinkt massiv

Die Zahl sogenannter Corona-Bürgertests in NRW geht stark zurück und hat sich im Juni mehr als halbiert. Das berichtet die „Neue Westfälische“ mit Bezug auf Angaben des Gesundheitsministeriums. Demnach seien in der letzten Mai-Woche in NRW noch gut 4,4 Millionen Bürgertests durchgeführt worden. Zwei Wochen später seien es nur 1,95 Millionen Tests gewesen. In dieser Woche wurden bis Donnerstag laut dem Blatt nur noch 920.000 Tests durchgeführt – 880 davon waren positiv.

Die für den Bürger kostenlosen Tests, die vom Staat bezahlt werden, hatte man zunächst zum Beispiel für Zoo-Besuche, Geschäfte oder die Außengastronomie gebraucht. Inzwischen sind Corona-Tests durch die stark gesunkenen Zahlen an Neuinfektionen für solche Aktivitäten nicht mehr nötig. Das Gesundheitsministerium appelliert aber, sich dennoch regelmäßig testen zu lassen oder selbst zu testen.

Donnerstag, 17. Juni, 16.49 Uhr

Zu wenig Impfstoff – Impfzentrum schließt für zwei Tage

Der Kreis Viersen schließt sein Impfzentrum kommende Woche Donnerstag und Sonntag, weil es zu wenig Impfstoff gibt. Wie der Kreis mitteilte, gebe es nur wenige Dosen für Erstimpfungen. Für Zweitimpfungen seien ebenfalls nur wenige Termine an den beiden Tagen vergeben worden. Der „Aufwand für den Betrieb“ sei daher nicht gerechtfertigt, teilte der Kreis mit. Die 368 Menschen, die am Donnerstag geimpft worden wären sowie die 71 Impflinge vom Sonntag bekommen einen neuen Termin.

Donnerstag, 17. Juni, 15.36 Uhr

Fast jeder zweite Bundesbürger mit erster Corona-Impfung

Die Corona-Impfungen nähern sich der Schwelle, dass jeder zweite Bundesbürger mindestens eine Spritze bekommen hat. Inzwischen erhielten 41,2 Millionen Menschen oder 49,6 Prozent der Gesamtbevölkerung nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums von Donnerstag eine erste Dosis. Vollständig mit der meist notwendigen zweiten Spritze geimpft sind demnach 23,9 Millionen Menschen, was 28,8 Prozent der Bevölkerung entspricht. Minister Jens Spahn (CDU) hob hervor, dass am Mittwoch knapp 1,3 Millionen Impfungen gemacht worden seien. Das sei der bisher dritthöchste Wert für einen Tag.

Donnerstag, 17. Juni, 14.52 UhrBayer kooperiert trotz Rückschlag weiter mit Curevac

Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer setzt seine Kooperation mit Curevac trotz des Rückschlags bei der Entwicklung eines Corona-Impfstoffes fort. Das Tübinger Biotechnologieunternehmen hatte zuvor eingeräumt, dass der eigene Impfstoffkandidat CVnCoV in einer Zwischenanalyse nur eine vorläufige Wirksamkeit von 47 Prozent gegen eine Covid-19-Erkrankung erzielt habe. Die Studie wird allerdings fortgesetzt. „Mit der Fortführung der Studie wird auch unsere Unterstützung fortgesetzt, während wir die Situation genauer bewerten“, sagte ein Bayer-Sprecher der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Donnerstag, 17. Juni, 12.20 Uhr

Städtetag fordert mehr Impfstoff und Klarheit für Impfzentren

Der Städtetag NRW hat mehr Impfstoff und Klarheit für die Impfzentren über ihre Zukunft verlangt. „Die Städte in Nordrhein-Westfalen appellieren an das Land, die Impfzentren jetzt schnell mit mehr Impfstoff zu versorgen“, betonte der Verband in Köln. In den nächsten Wochen müssten dort wieder mehr Erstimpfungen möglich werden. Zusätzliche Liefermengen sollten nicht nur an Arztpraxen und Betriebsärzte gehen. Die Zentren seien im Kampf gegen die Pandemie weiter ein wichtiger Akteur, betonte der Verbandsvorsitzende, Bielefelds Oberbürgermeister Pit Clausen (SPD).

Donnerstag, 17. Juni, 11.35 Uhr

Ministerin Gebauer: Maskenpflicht im Unterricht weiter sinnvoll

Die Maskenpflicht im Schulunterricht muss nach Worten von NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) vorerst aufrecht erhalten bleiben. Zwar müsse ab Montag auf den Schulhöfen keine Maske mehr getragen werden. „Aber wir halten das Tragen der Maske im Unterricht nach wie vor noch für sinnvoll“, sagte Gebauer am Donnerstag im Landtag in Düsseldorf. Gerade in Klassenräumen kämen viele Menschen aus unterschiedlichen Haushalten über einen längeren Zeitraum zusammen.

Gebauer verwies darauf, dass die Corona-Inzidenzen in der Altersgruppe der 10- bis 19-Jährigen noch höher lägen als die landesweite Durchschnittsinzidenz. Außerdem stünden feierliche Zeugnisübergaben und der Sommerurlaub vor der Tür. Viele Familien hätten Sorge, dass sie nicht in die wohlverdienten Ferien fahren könnten. Es gelte jetzt, besonnen zu sein. Auch viele Schüler und Schülerinnen hätten ihr nach dem Lockdown gesagt: „Lieber mit Maske im Unterricht, als ohne Maske daheim.“

Donnerstag, 17. Juni, 10.33 Uhr

Ab Montag: Verordnung hebt Maskenpflicht im Freien weitgehend auf

Die neue nordrhein-westfälische Coronaschutz-Verordnung hebt die Maskenpflicht im Freien ab Montag (21. Juni) kommender Woche weitgehend auf. In der am gestrigen Mittwochabend veröffentlichten Verordnung heißt es, dass man in Regionen mit niedriger Sieben-Tage-Inzidenz – unter 35 Infektionen auf 100.000 Einwohner – im Freien nur noch bei bestimmten Gelegenheiten eine Maske tragen muss, zum Beispiel in Warteschlangen.

Die besagte Inzidenzstufe 1 gilt für die allermeisten Regionen in NRW. In der Verordnung wird betont, dass die Maskenpflicht in geschlossenen Räumen von der neuen Regelung unberührt bleibt. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte am Mittwoch im Landtag bereits Lockerungen bei der Maskenpflicht angekündigt.

Donnerstag, 17. Juni, 10.00 Uhr

Landtag debattiert seit 10 Uhr unter anderem über die Maskenpflicht

Angesichts weiter sinkender Corona-Neuinfektionen debattiert der nordrhein-westfälische Landtag jetzt über das Ende der Maskenpflicht. Die AfD hat dazu eine Aktuelle Stunde beantragt. Es sei dringend geboten, dass Nordrhein-Westfalen dem Beispiel anderer Bundesländer folge und die Maskenpflicht für Schüler endlich aufhebe, fordert die AfD.

Donnerstag, 17. Juni, 8.54 Uhr

Curevac-Börsenwert nach Impfstoffenttäuschung mehr als halbiert

Verfehlte Wirksamkeitsziele des Corona-Impfstoffkandidaten von Curevac haben am Donnerstag den Börsenwert des Tübinger Unternehmens mehr als halbiert. Vorbörslich brachen die Titel beim Broker Lang & Schwarz zuletzt um 56 Prozent ein auf 34,75 Euro. Curevac hatte am späten Mittwochabend in einer Pflichtbörsenmitteilung eingeräumt, dass der eigene Impfstoffkandidat CVnCoV in einer Zwischenanalyse nur eine vorläufige Wirksamkeit von 47 Prozent gegen eine Corona-Erkrankung „jeglichen Schweregrades“ erzielt habe.

Donnerstag, 17. Juni, 7.58 Uhr

Mehrere Kinos in NRW wollen wieder öffnen

Mit Familienfilmen, Komödien und Action melden sich einige Kinos nach langer Corona-Zwangspause wieder zurück. Zuschauer können in NRW und auch bundesweit in mehreren Häusern wieder vor großer Leinwand Platz nehmen, wie die UCI als einer der größten Kinobetreiber in Deutschland ankündigte. So laden einige Säle in Köln, Bochum, Düsseldorf, Duisburg, Neuss oder Paderborn Groß und Klein wieder ein.

Seit Wochen sinkende Neuinfektionswerte machen die Vorführungen vor Publikum unter Hygieneauflagen möglich. Vorstellungen mit getesteten, geimpften oder genesenen Besuchern lassen die aktuellen Corona-Bestimmungen regional zu. Die Mehrheit der Kinos wartet mit dem Neustart allerdings bis 1. Juli.

Zuschauer kommen zum Schauburg Kino, um einen Kinofilm im Rahmen des Internationalen Frauenfilmfest zu schauen. Die Mehrheit der Kinos öffnet erst zum 01. Juli wieder, die Schauburg gehört damit zu den ersten Kinos, in dem wieder Filmvorstellungen vor Publikum gemacht werden.
Zuschauer kommen zum Schauburg Kino, um einen Kinofilm im Rahmen des Internationalen Frauenfilmfest zu schauen. Die Mehrheit der Kinos öffnet erst zum 01. Juli wieder, die Schauburg gehört damit zu den ersten Kinos, in dem wieder Filmvorstellungen vor Publikum gemacht werden. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Donnerstag, 17. Juni, 7.04 Uhr

Laschet: Corona-Politik kein Rezept für die Zukunft

Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet will die deutsche Corona-Politik nicht als Vorbild für künftiges Regierungshandeln nehmen. „Die „Methode Corona“, bei der der Staat bis in den letzten Lebensbereich hinein alles regelt, ist kein Rezept für die Zukunft“, sagte der CDU-Chef der „Augsburger Allgemeinen“. „Und es ist auch kein Rezept für die Zukunft, dass der Staat mit immer noch mehr Milliarden jedes Problem zuschüttet.“ Es müsse nun darum gehen, die Defizite der Pandemie aufzuarbeiten, erklärte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident.

Donnerstag, 17. Juni, 6.00 Uhr

Curevac-Impfstoffkandidat weniger wirksam als erhofft

Die Tübinger Biopharmafirma Curevac musste am gestrigen Mittwochabend in einer Pflichtbörsenmitteilung einräumen, dass der eigene Impfstoffkandidat CVnCoV in einer Zwischenanalyse nur eine vorläufige Wirksamkeit von 47 Prozent gegen eine Corona-Erkrankung „jeglichen Schweregrades“ erzielt habe. Damit habe er die vorgegebenen statistischen Erfolgskriterien nicht erfüllt.

Der Curevac-Impfstoffkandidat befindet sich schon seit Dezember – also seit rund einem halben Jahr – in der finalen und damit zulassungsrelevanten 2b/3-Studienphase. Während zahlreiche Konkurrenten ihre Vakzine längst auf den Markt gebracht haben, sammelt Curevac nach wie vor Daten. Ob Curevac nun überhaupt absehbar – und wenn, wann – liefern kann, bleibt vorerst unklar.

Donnerstag, 17. Juni, 5.15 Uhr

RKI registriert 1330 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 11,6

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1330 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 3187 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am heutigen Donnerstagmorgen mit bundesweit 11,6 an (Vortag: 13,2; Vorwoche: 19,3).

Lesen Sie jetzt