Unternehmen müssen sich bis zum Impfstart in den Konzernen weiter gedulden. © picture alliance/dpa
Coronavirus

Coronavirus in NRW: Unternehmen wollen Impfgeschehen beschleunigen – Liveblog

Mehrere große Konzerne haben ihre Bereitschaft signalisiert, die Impfaktion zu beschleunigen. In den Impfzentren der Konzerne ist jedoch Geduld gefragt. Die Lage in NRW im Überblick.

Über die Auswirkungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

  • Fallzahlen in NRW: 674.685 bestätigte Fälle – 60.200 aktuell Infizierte – 14.855 Todesfälle, Wocheninzidenz: 164,5 (Stand: 17.4.2021).
  • Deutsche Konzerne wollen mit Impfungen ihrer Mitarbeiter die Impfaktion in Deutschland beschleunigen. Die Pläne scheitern jedoch am mangelnden Corona-Impfstoff.
  • Die Inzidenzen in NRW steigen wieder an. Nur noch drei Kommunen liegen unter der 100er-Schwelle, 14 Kommunen haben eine Inzidenz über 200. In Remscheid liegt die Inzidenz bei 353.
  • In weiteren NRW-Kommunen gibt es jetzt eine nächtliche Ausgangsbeschränkung. In Köln und im Oberbergischen Kreis trat sie am Samstag in Kraft. Auch Wuppertal will bald folgen.
  • In 13 Kommunen bleiben am Montag die Schulen zu. Grundlage ist dafür ein Inzidenzwert von über 200 in den letzten sieben Tagen. Abschlussklassen sind davon nicht betroffen.
  • Die Politik kritisiert weiter bundesweite Ausgangssperren zwischen 21 und 5 Uhr. Auch NRW Gesundheitsminister Laumann ist klar dagegen.
  • Menschen der Geburtsjahrgänge 1944 und 1945 können sich in NRW von diesem Freitag an Termine für die Corona-Schutzimpfungen geben lassen. Die Jahrgänge 1946 und 1947 sowie deren Lebenspartner dürfen sich ab kommendem Montag Impfen lassen.
  • Ministerpräsident Armin Laschet hat den Landtag informiert. „Die Lage ist dramatisch“, sagte er. Die dritte Corona-Welle sorgt in NRW zunehmend für Engpässe auf den Intensivstationen.
  • Moderna und Biontech ersetzen Astrazenca bei Zweitimpfungen bei unter 60-Jährigen.
  • Alle neuen Regeln finden Sie hier im Überblick.




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Samstag, 17. April, 18.05 Uhr Unternehmen wollen Impfaktion beschleunigen, doch der Impfstoff fehlt

Etliche große deutsche Konzerne, unter anderem auch der Energiekonzern RWE, haben ihre Bereitschaft signalisiert, die Impfaktion zu beschleunigen. Die Betriebsärzte stehen bereit, erste Modellprojekte liefen erfolgreich. Jedoch wird den Unternehmen aufgrund mangelnder Versorgung kein Impfstoff zur Verfügung gestellt.

Allein beim Autozulieferer Continental könnten in Deutschland in den werksärztlichen Diensten täglich mehr als 1000 Mitarbeiter geimpft werden, wie der Dax-Konzern aus Hannover auf Anfrage mitteilte. „Unsere Betriebsärzte stehen bereit“, sagte Personalsprecherin Nicole Göttlicher der Deutschen Presse-Agentur. „Konkrete Informationen von den zuständigen Behörden, wann wir hier aktiv werden können, liegen derzeit noch nicht vor.“

Spahn hatte mit Blick auf die Rangfolge gesagt, er finde es schwierig, jüngere Mitarbeiter von Unternehmen zu impfen, solange die Älteren noch nicht geschützt seien.Samstag, 17. April, 17.55 Uhr NRW trauert am Sonntag um Corona-Tote

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat für den morgigen Sonntag zum deutschlandweiten Gedenken an die Corona-Opfer aufgerufen.

In NRW hat das Innenministerium Trauerbeflaggung für Dienstgebäude angeordnet. Viele Kirchen kündigten an, zur Erinnerung die Totenglocken erklingen zu lassen und in Gebeten der Toten zu gedenken. In zahlreichen Städten finden coronabedingt in kleinen Runden oder online verschiedene Veranstaltungen des gemeinsamen Innehaltens und Gedenkens statt. Am Dortmunder U-Turm etwa, dem Wahrzeichen der Stadt, werden auf der weithin sichtbaren Lichtinstallation Hunderte Luftballons aufsteigen.Samstag, 17. April, 17.23 Uhr Corona-Leugner ziehen nach Demo in Düsseldorf weiter zum Landtag

Mehrere Hundert Corona-Leugner haben am Samstag in Düsseldorf demonstriert. Viele Teilnehmer hätten dabei keine Masken getragen, berichtete ein Polizeisprecher.

Zunächst hätten sich Demonstranten in der Innenstadt versammelt. Als die Versammlung für beendet erklärt worden sei, seien sie in verschiedenen Gruppen quer durch die Stadt zu einer weiteren Veranstaltung zum Landtag gezogen. Ein Polizeisprecher konnte zunächst nichts zu möglichen Festnahmen sagen. „Es war jedenfalls keine Eskalation“, sagte er.Samstag, 17. April, 16.15 Uhr Kreis Gütersloh bleibt nach Einigung mit Land bei DistanzunterrichtDer Kreis Gütersloh darf wegen seiner hohen Coronazahlen nun doch beim Distanzunterricht in seinen Schulen bleiben. Eine entsprechende Allgemeinverfügung des Kreises sei vom Land akzeptiert worden, teilte der Kreis am Samstag mit.

Es sei sehr wahrscheinlich, dass der Wert in den kommenden Tagen auf über 200 steige, teilte der Kreis mit. Ab einem Wert von 200 ist Präsenzunterricht untersagt. Der Kreis wolle Verunsicherung der Schüler verhindern, wenn sie für nur wenige Tage in die Schulen kommen und dann – nach dem weiteren Ansteigen der Corona-Zahlen – doch wieder von zu Hause lernen müssten.Samstag, 17. April, 15.20 UhrZahl der Schulabbrecher könnte sich wegen Corona verdoppelnIn Folge der Corona-Krise rechnet die Gemeinschaft der Jugendämter mit doppelt so vielen Schulabbrüchen wie noch 2019. Die Pandemie werfe die Kinder- und Jugendarbeit um mindestens fünf Jahre zurück, sagte der Vorsitzende Lorenz Bahr den Zeitungen der Essener Funke Mediengruppe am Samstag.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft mit Sitz in Köln fordert von Bund, Ländern und Kommunen einen sogenannten Post-Corona-Kinder-und-Jugendhilfefonds für den Zeitraum von 2022 bis 2027. Damit solle der zu erwartende höhere Bedarf an Hilfsangeboten und Präventionsarbeit finanziert werden.

Samstag, 17. April, 13.49 UhrUS-Forscher: Bereits mehr als drei Millionen Corona-Tote weltweit Seit Beginn der Pandemie sind weltweit bereits mehr als drei Millionen Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das ging am Samstag aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Damit stieg die Zahl der global bekannten Corona-Todesfälle innerhalb von rund drei Monaten von zwei auf drei Millionen an. Weltweit gab es bislang mehr als 140 Millionen bestätigte Infektionen mit dem Virus, wie Daten der Universität zeigten. Experten gehen bei Infektionen und Todesfällen von einer noch höheren Dunkelziffer aus. Samstag, 17. April, 13.12 UhrEnergiekonzern RWE will Beschäftigte gegen Corona impfen Der Energiekonzern RWE steht in den Startlöchern, um Beschäftigte gegen das Coronavirus zu impfen. „RWE könnte nächste Woche loslegen – wenn es Impfstoff für die Betriebe gibt“, sagte Vorstandschef Rolf Martin Schmitz der „Rheinischen Post“ (Samstag). „Unsere 17 Betriebsärzte stehen bereit, sie könnten 80 bis 100 Mitarbeiter am Tag impfen. Dann wären wir in zwei Wochen mit der Belegschaft durch und würden anschließend anbieten, die Familien der Mitarbeiter zu impfen.“ An vielen Standorten seien Test- und Impfstraßen schon eingerichtet. Zudem seien zahlreiche Schnelltests und Selbsttests geordert worden, damit sich alle Mitarbeiter, die nicht von zu Hause arbeiten, regelmäßig testen könnten. Samstag, 17. April, 12.19 UhrAusgangsbeschränkung in Köln ist ohne Probleme gestartet Die nächtliche Ausgangsbeschränkung in Köln ist am Samstag um Mitternacht ohne Proteste in Kraft getreten. „Keine Probleme, alles ruhig“, sagte ein Kölner Polizeisprecher am Samstagmorgen. Für Samstagabend kündigten Kölner Bürger allerdings eine genehmigte Kundgebung unter dem Motto „Nein zu Ausgangssperren! Gesundheitsschutz statt Einschränkung unserer Grundrechte!“ auf dem Kölner Heumarkt an. Die Ausgangsbeschränkungen in der größten Stadt NRWs gelten bis auf weiteres von 21.00 Uhr abends bis 5.00 Uhr morgens. Samstag, 17. April, 11.34 UhrCorona-Inzidenz steigt in NRW weiter – 14 Kommunen über 200 Der Sieben-Tages-Wert für Corona-Neuinfektionen ist in Nordrhein-Westfalen weiter gestiegen. Am Samstag lag er bei 164,5, wie das Robert-Koch-Institut meldete. 5.222 Menschen infizierten sich demnach im Bundesland binnen 24 Stunden neu, 41 Todesfälle wurden in der Zeit gemeldet. 14 von 53 Städten und Kreisen in NRW lagen am Samstag oberhalb der 200er-Marke – an der Spitze Remscheid mit einer weiter gestiegenen Inzidenz von 353 (Vortag 336,8). Nur noch drei Kommunen liegen unter der 100er-Schwelle, die schon eine Alarm-Marke für erweiterte Schutzvorkehrungen ist: die Kreise Höxter und Coesfeld und die Stadt Bottrop mit der zurzeit entspanntesten Corona-Lage.

Samstag, 17. April, 10.17 UhrFarbanschlag auf Auto von Karl LauterbachAuf das Auto des SPD-Bundestagsabgeordneten Karl Lauterbach haben Unbekannte am Freitag in Köln einen Farbanschlag verübt. Das bestätigte am Samstag ein Polizeisprecher. Die Unbekannten hätten in der Nacht einen Farbeimer über das Auto gekippt, auch die Scheiben seien verschmutzt, er könne den Wagen nicht mehr fahren, schreibt Lauterbach. „Aber wir werden nie aufgeben“, heißt es in der Mitteilung.

Samstag, 17. April, 9.52 UhrTausende Verfahren wegen Betrugs bei Corona-Soforthilfen – Die meisten Strafanzeigen gibt es in NRWMit Soforthilfen wollte der Staat Unternehmen schnell und unbürokratisch durch die Corona-Krise helfen – es besteht aber der Verdacht, dass sie in Tausenden Fällen missbraucht wurden. Im Zusammenhang mit den Hilfen aus dem Frühjahr 2020 gebe es rund 15.000 Strafanzeigen und Ermittlungsverfahren, heißt es in der Antwort des Wirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der AfD-Fraktion, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Eine hohe Dunkelziffer sei wahrscheinlich. Die mit Abstand meisten Strafanzeigen gab es mit mehr als 4.300 in Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Hessen und Berlin. Zuletzt hatte die Bundesregierung im März wegen Betrugsverdachts die Auszahlung von Abschlagszahlungen gestoppt, nach wenigen Tagen aber wieder aufgenommen. Samstag, 17. April, 8.51 UhrDeutschland knackt 20 Millionen ImpfungenDeutschlands Impfkampagne nimmt weiter Tempo auf. Dem RKI zufolge wurden mittlerweile 20.744.105 Impfdosen verabreicht. Am Donnerstag wurden insgesamt 658.019 Menschen geimpft. Das ist der vierthöchste Tageswert seit Beginn der Kampagne.

Je nach Bundesland unterscheidet sich die Impfquote deutlich: In Bremen und im Saarland haben 21,6 Prozent beziehungsweise 20,9 Prozent die erste Dosis bekommen, in Hessen als Schlusslicht sind es 16,7 Prozent. Vier weitere Bundesländer – Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen – dürften bald die 20-Prozent-Marke erreichen. Während das Impfen schneller geht, füllen sich derweil die Intensivstationen.

Samstag, 17. April, 7.52 UhrWeitere Ausgangsbeschränkungen in Kraft getretenIn Köln ist am Samstag eine nächtliche Ausgangsbeschränkung in Kraft getreten. Sie gilt bis auf weiteres von 21 Uhr abends bis 5 Uhr morgens. Nach Angaben von Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat es das seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr gegeben. Künftig darf man nachts nur noch mit triftigem Grund die Wohnung verlassen. Verstöße werden mit einem Bußgeld von 250 Euro geahndet. Auch im Oberbergischen Kreis trat am Samstag eine nächtliche Ausgangsbeschränkung in Kraft. Damit gilt diese nun in sieben Kommunen in NRW. Außer Köln und dem Oberbergischen Kreis sind dies Minden-Lübbecke, Siegen-Wittgenstein, der Märkische Kreis, Remscheid und Hagen. Wuppertal will am Montag folgen.

Samstag, 17. April, 7.11 UhrRKI registriert 23.804 Corona-Neuinfektionen und 219 neue TodesfälleDie Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 23.804 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 219 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen von Samstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.20 Uhr wiedergeben.

In seinem aktuellen Lagebericht von Freitagabend schreibt das RKI: „Nach einem vorübergehenden Rückgang der Fallzahlen über die Osterfeiertage setzt sich der starke Anstieg der Fallzahlen fort.“ Besonders in den jüngeren Altersgruppen seien die Zahlen gestiegen. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag nach RKI-Angaben vom Samstagmorgen bundesweit bei 160,7.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.123.077 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.765.100 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 79.847. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag nach dem RKI-Lagebericht von Freitagabend bei 1,24 (Vortag: 1,18). Freitag, 16. April, 22:21Thromboserisiko für Covid-19-Kranke deutlich höher als für GeimpfteEs kommt zwar sehr selten vor, beinhaltet aber ein gewisses Risiko: Nach der Astrazeneca-Impfung kann es insbesondere bei jüngeren Menschen zu gefährlichen Hirnvenenthrombosen kommen. Inzwischen ist das auch in der Liste möglicher Nebenwirkungen der EMA vermerkt, und Deutschland impft vorbeugend nur die über 60-Jährigen mit dem Mittel.

Wissenschaftler aus Oxford haben festgehalten: Die Wahrscheinlichkeit solch einer Thrombose sei nach einer Covid-19-Infektion um den Faktor 100 erhöht. Dagegen falle das Thromboserisiko nach einer Impfung gegen Covid-19 deutlich geringer aus. Im Vergleich zu den mRNA-Impfstoffen sei das Risiko bei Erkrankung zehnmal höher, im Vergleich zu Astrazeneca achtmal.

Freitag, 16. April, 19:53 Uhr13 Kommunen im Distanzunterricht

In 13 Kommunen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 200 bleiben die Schüler auch in der kommenden Woche im Distanzunterricht. Lediglich die Abschlussklassen dürften zum Präsenzunterricht in die Schulen, teilte die Landesregierung am Freitagabend mit.

Das betrifft folgende Städte und Kreise: Duisburg, Gelsenkirchen, Hagen, Krefeld, Märkischer Kreis, Mülheim an der Ruhr, Oberbergischer Kreis, Rheinisch-Bergischer Kreis, Stadt Remscheid, Kreis Siegen-Wittgenstein, Stadt Solingen, Kreis Unna und Stadt Wuppertal. Freitag, 16. April, 17:33 UhrNRW-Modellprojekte können nicht pünktlich startenDie NRW-Modellprojekte für Lockerungen in den Bereichen Gastronomie, Kultur und Sport können wegen zu hoher Corona-Infektionszahlen nicht pünktlich starten. Keine der Kommunen, die ab 19. April den Anfang machen sollen, kann wie geplant das Vorhaben umsetzen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur am Freitag ergab. Von den Projekten, bei denen digitale Lösungen unter anderem die Kontaktnachverfolgung bei Infektionen erleichtern sollen, werden Rückschlüsse für das ganze Land erhofft. Nach Angaben von Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) und mehreren Kommunen wird die Zwischenzeit bis zu einem möglichen Start bei niedrigen Infektionszahlen genutzt, um die Projekte weiterzuentwickeln.

Freitag, 16. April, 17:09 UhrVerwirrung um Wechselunterricht in NRWDie geplante Änderung zum Distanzunterricht an Schulen in NRW von Bildungsministerin Yvonne Gebauer (FDP) ist vom Tisch. Die alte und neue Regelung lautet, dass es weiterhin Wechselunterricht in NRW gibt – bis zu einem Inzidenzwert von über 200. Dann ist ausschließlich Homeschooling möglich. Gebauer hatte angedeutet, dies zu ändern, ist laut WDR aber von dieser Idee abgewichen. Damit ist die bestehende Regel deckungsgleich mit der geplanten bundesweiten Regelung.

Freitag, 16. April, 16:36 UhrLaumann verteidigt NRW-Strategie: „Wir müssen uns an höhere Inzidenzen gewöhnen“Im Interview mit dem WDR hat der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) die aktuelle Teststrategie in seinem Bundesland trotz der hohen Inzidenzen verteidigt. „Ich glaube, dass es bei dieser britischen Mutante einfach so ist, dass wir uns an etwas höhere Inzidenzen gewöhnen müssen.“

Dabei ist der Gesundheitsminister überzeugt, dass durch dieses Testen viele Leute herausgefiltert und beispielsweise früher in Quarantäne geschickt werden als ohne diese Strategie.

Freitag, 16. April, 13.59 UhrRKI erklärt zwei Länder wieder zu Risikogebieten Das Robert Koch-Institut (RKI) hat am Freitag die Liste der Risikogebiete aktualisiert. Großbritannien und Nordirland gelten nicht mehr als Risikogebiet.

Wieder auf der Liste hingegen sind die Azoren und die Algarve – in den portugiesischen Regionen steigen die Corona-Zahlen.

Wer von dort nach Deutschland einreist, muss ab Sonntag wieder für zehn Tage in Quarantäne und kann den Zeitraum erst nach fünf Tagen durch einen zweiten Test davon verkürzen. Ein erster negativer Test ist für alle Flugpassagiere bei Einreise nach Deutschland verpflichtend.

Freitag, 16. April, 13.50 UhrGericht kippt Ausgangssperre in Mainz Die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt Mainz und der Kreis Mainz-Bingen setzen die wegen der Corona-Pandemie verhängte abendliche Ausgangssperre nach einem Gerichtsbeschluss aus. Das Verwaltungsgericht erklärte zuvor die seit 1. April in der Landeshauptstadt geltende nächtliche Ausgangssperre für „offensichtlich rechtswidrig“.

Ein derartiger Eingriff in die Grundrechte hätte nur angeordnet werden dürfen, wenn der Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie ohne diese Maßnahme gefährdet würde, heißt es in der am Freitag veröffentlichten Entscheidung. Die Stadt habe Wirkung und Notwendigkeit der Maßnahme jedoch nicht belegen können.

Die Stadt prüft die Begründung des Beschlusses und will dann entscheiden, ob sie dagegen Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz einlegt.Freitag, 16. April, 12.16 UhrAusgangsbeschränkungen bislang in fünf NRW-Kommunen Ausgangsbeschränkungen gelten bislang in fünf NRW-Kommunen. Wie das Gesundheitsministerium in Düsseldorf mitteilte, sind das Minden-Lübbecke, Siegen-Wittgenstein, der Märkische Kreis, Remscheid und Hagen. Für den Oberbergischen Kreis und für Köln habe das Ministerium einer möglichen Ausgangssperre zugestimmt.

Wuppertal will ebenfalls die Corona-Notbremse ziehen und ab Montag eine Ausgangssperre ab 21 Uhr einführen.Freitag, 16. April, 12.06 UhrLive-Stream: Stadt Dortmund informiert zu neuen Beschränkungen Kurzfristig sind neue und strengere Corona-Maßnahmen für Dortmund zu erwarten. Die Stadtspitze hat zu einer Pressekonferenz zur aktuellen Lage eingeladen und informiert live.

Freitag, 16. April, 11.43 UhrWHO: Welt steuert auf höchste Infektionsrate seit Pandemiebeginn zuDie Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist besorgt über den Anstieg der weltweit gemeldeten Corona-Infektionen und Todesfälle. „Die Zahl neuer Fälle pro Woche hat sich in den vergangenen zwei Monaten fast verdoppelt“, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf. „Wir nähern uns der höchsten Infektionsrate, die wir bislang in dieser Pandemie gesehen haben.“ Die bislang höchste Rate gab es laut WHO gegen Ende 2020.

Stand 15. April meldete die WHO 5,04 Millionen neue Infektionen innerhalb von sieben Tagen. Seit Beginn der Pandemie wurden nach WHO-Angaben 137,8 Millionen Infektionen und 2,96 Millionen Todesfälle registriert. Bis zum 15. April waren nach WHO-Informationen 734 Millionen Impfdosen verabreicht worden, der Großteil davon in reichen Ländern.

Die WHO ist besonders besorgt, weil die Fallzahlen jetzt in Ländern steigen, die bislang relativ verschont geblieben waren. Dazu gehört etwa Papua-Neuguinea im Südpazifik. Das arme Land mit knapp neun Millionen Einwohnern hatte bis Anfang des Jahres nur 900 Infektionen gemeldet. Die Zahl hat sich bis Mitte April aber verzehnfacht, wie Gesundheitsminister Jelta Wong berichtete. Freitag, 16. April, 11.09 Uhr„Extraschicht – Nacht der Industriekultur“ fällt wieder aus Das ruhrgebietsweite Kulturfestival „Extraschicht“ ist wegen der Corona-Pandemie erneut abgesagt worden. Die „Nacht der Industriekultur“ war für den 26. Juni 2021 geplant. „Da größere Menschenansammlungen wohl auch in naher Zukunft nicht erlaubt sein werden, ist es für uns derzeit nicht verantwortbar, die Extraschicht zu organisieren“, erklärte der Geschäftsführer der Ruhr Tourismus GmbH, Axel Biermann, laut einer Mitteilung vom Freitag.

Eine spätere Durchführung sei nicht möglich, da der organisatorische und logistische Aufwand für die Veranstaltung sehr hoch sei. Schon die Extraschicht 2020 war wegen Corona abgeblasen worden.

Die „Extraschicht - Nacht der Industriekultur“ fällt auch in diesem Jahr wegen Corona aus.
Die „Extraschicht – Nacht der Industriekultur“ fällt auch in diesem Jahr wegen Corona aus. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Die 19. Extraschicht 2019 mit mehr als 500 Veranstaltungen an 50 Spielorten in 24 Städten hatten laut Veranstalter rund 300 000 Menschen besucht. Veranstaltungsorte waren etwa Industriedenkmäler, Werksgelände, Parks oder Museen. Freitag, 16. April, 10.55 UhrCorona-Lernrückstände: Schülervertreter fordern Nachhilfe-Sommerschulen Die Bundesschülerkonferenz fordert, dass alle Schüler das Angebot erhalten sollen, an einer Sommerschule teilzunehmen, um Lernrückstände durch Corona aufzuholen. Das Angebot soll allerdings freiwillig sein.

„Dieses Corona-Schuljahr ist so ungewöhnlich, dass jede Schülerin und jeder Schüler die Chance haben muss, in einer Sommerschule Lerndefizite aufzuarbeiten“, sagte der Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz Dario Schramm dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Schramm schlug vor, für ein solches Lernangebot in den Ferien Lehramtsstudenten und auch Lehrer im Ruhestand zu gewinnen. Darüber hinaus sollten Schüler aus finanzschwachen Familien im kommenden Jahr das Angebot erhalten, dass ihnen Nachhilfestunden finanziert werden.Freitag, 16. April, 10.33 UhrAb Montag: Mecklenburg-Vorpommern zieht Notbremse Mecklenburg-Vorpommern will nicht auf die bundesweite Notbremse warten und reagiert: Ab Montag greift dort die Corona-Notbremse. Kitas, Schulen und die meisten Geschäfte müssen schließen.

Private Treffen sind nur noch mit einer Person außerhalb des eigenen Haushalts erlaubt. Lediglich für die Abschlussklassen soll es weiterhin Präsenzunterricht geben.

Die entsprechenden Vorschläge sollen am Freitag dem Landtag vorgelegt werden und noch am selben Tag in eine Verordnung gegossen werden.

Freitag, 16. April, 10.00 Uhr

Laumann positioniert sich gegen Ausgangssperren

Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat sich klar gegen landes- oder bundesweite pauschale Ausgangsbeschränkungen positioniert. Er setze stattdessen weiter darauf, möglichst viele Menschen zu motivieren, sich auf das Coronavirus testen zu lassen, sagte er heute im „Morgenmagazin“ von WDR 2.

Im Bundestag standen am Freitag Beratungen über die geplante Änderung des Infektionsschutzgesetzes auf der Agenda. Bundeseinheitlich sollen Regelungen für eine Verminderung der Kontakte getroffen werden. Ab 21.00 Uhr sollen etwa Ausgangsbeschränkungen greifen. „Hier bin ich fundamental anderer Auffassung“, sagte Laumann.

Freitag, 16. April, 9.25 Uhr

Merkel: „Die Lage ist sehr ernst“

Bundeskanzlerin Angela Merkel wirbt im Deutschen Bundestag für die Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes. „Die Lage ist ernst und zwar sehr ernst“, sagt Merkel. „Und wir alle müssen sie auch ernst nehmen, die dritte Welle der Pandemie hat unser Land fest im Griff.“ Um dagegen anzugehen, „müssen wir die Kräfte von Bund, Ländern und Kommunen besser bündeln“. Mit Blick auf die Warnungen der Mediziner sagt sie: „Wer sind wir denn, wenn wir diese Notrufe überhören würden?“

Freitag, 16. April, 9.00 Uhr

Livestream: Bundestagsdebatte zum InfektionsschutzgesetzDer Deutsche Bundestag diskutiert heute Vormittag über das neue Infektionsschutzgesetz und die bundesweite Notbremse.





Freitag, 16. April, 8.22 Uhr

Corona-Neuinfektionsrate in NRW über dem Bundeswert

Die Entwicklung der Corona-Neuinfektionen ist in NRW inzwischen schlechter als im Bundesdurchschnitt. Am Freitag meldete das Robert Koch-Institut (RKI) für NRW 162,7 Neuinfektionen gerechnet auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Im Bund lag der Wert dagegen, wie schon gestern, bei 160,1.

Eine deutliche Verschlechterung der Lage bilden auch die Zahlen am oberen und unteren Ende der Inzidenz-Skala ab: 13 von 53 Städten und Kreisen in NRW lagen heute schon oberhalb der 200er-Marke – an der Spitze Remscheid als einzige Kommunen sogar schon über 300 (336,8). Nur noch zwei Kommunen liegen unter der 100er-Schwelle.

Freitag, 16. April, 8.07 Uhr

Laumann: Nordrhein-Westfalen ist das Schnelltestland Nummer eins

In NRW wurde seit dem 8. März 2021 ein landesweites Netz von mehr als 6.500 Teststellen für die kostenlosen Bürger-Schnelltests aufgebaut. Seitdem wurden insgesamt rund 4,4 Millionen Testungen durchgeführt. Werktäglich finden in der Regel zwischen 200.000 und 270.000 Testungen pro Tag statt.

Auf Grundlage der verfügbaren Datenlage werden damit in Nordrhein-Westfalen im bundesweiten Vergleich die meisten Schnelltestungen durchgeführt. Die Quote der positiven Schnelltestergebnisse liegt dabei mit leichten Schwankungen in einem Rahmen von knapp 0,4 bis knapp über 0,7 Prozent. Um ganz sicherzugehen, soll jeder positive Schnelltest nochmals durch einen PCR-Test geprüft werden.

Freitag, 16. April, 7.46 Uhr

Mehr als 330.000 Verstöße gegen Maskenpflicht in Zügen und Bahnhöfen

Rund 332.000 Verstöße gegen die Maskenpflicht hat die Bundespolizei seit Oktober 2020 in Zügen und Bahnhöfen festgestellt. Maskenverweigerer müssen mit Bußgeldern rechnen. Generell sei die Akzeptanz der Maskenpflicht jedoch sehr hoch, sagte ein Bahnsprecher.

Freitag, 16. April, 6.57 Uhr

Pfizer-Chef: Dritte Impfung mit Vakzin wohl nötig

Der Chef des US-Pharmakonzerns Pfizer, Albert Bourla, rechnet damit, dass Corona-Impfungen mit dem von BioNTech und Pfizer gemeinsam entwickelten Vakzin aufgefrischt werden müssen. Bourla sagte dem Sender CNBC, dass voraussichtlich eine dritte Immunisierung innerhalb von zwölf Monaten notwendig sei. Außerdem könnte jährlich eine weitere Impfung hinzukommen.

Freitag, 16. April, 6.36 Uhr

Hausärzte dürfen Impfstoff künftig selbst aussuchen

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung lässt Hausärzte den Impfstoff für ihre Patienten künftig selbst aussuchen. „Sie geben auf dem Rezept an, von welchem Impfstoff sie wie viele Dosen benötigen. Dies gilt erstmals für die Woche vom 26. April bis 2. Mai, für die der Bund Vakzine von BioNTech und AstraZeneca bereitstellen wird“, heißt es in einem Schreiben der KBV, wie die „Rheinische Post“ berichtet. Die Bestellmenge pro Arzt sei auf 18 bis 30 BioNTech-Dosen und zehn bis 50 AstraZeneca-Dosen begrenzt.

Freitag, 16. April, 5.37 Uhr

Impfterminvergabe für Jahrgänge 1944 und 1945 startet

Menschen der Geburtsjahrgänge 1944 und 1945 können sich in NRW von diesem Freitag an Termine für die Corona-Schutzimpfungen geben lassen. Ab 8.00 Uhr sind die entsprechenden Terminbuchungssysteme der Kassenärztlichen Vereinigungen freigeschaltet.

Und schon ab Montag (8.00 Uhr) geht es mit den nächsten Jahrgängen 1946 und 1947 weiter. Die Impfung soll je nach Verfügbarkeit von Terminen dann zeitnah erfolgen. Paarbuchungen sind möglich, dabei spielt das Alter des jeweiligen Lebenspartners keine Rolle. Auch die vorherigen Jahrgänge sowie die über 80-Jährigen können weiterhin Termine vereinbaren. Bei den Impfungen sollen je nach Verfügbarkeit die Impfstoffe der Hersteller Biontech oder Moderna zum Einsatz kommen.

Freitag, 16. April, 5.16 Uhr

RKI registriert 25.831 Corona-Neuinfektionen und 247 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 25.831 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 247 neue Todesfälle verzeichnet. „Nach einem vorübergehenden Rückgang der Fallzahlen über die Osterfeiertage setzt sich der starke Anstieg der Fallzahlen fort.“ Besonders stark seien sie in den jüngeren Altersgruppen gestiegen.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag nach dem RKI-Lagebericht bei 1,18 (Vortag: 1,11). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 118 weitere Menschen anstecken. „Der 7-Tage-R-Wert liegt über 1. Dies bedeutet weiterhin eine deutliche Zunahme der Fallzahlen“, hieß es im Lagebericht.

Donnerstag, 15. April 20:01 UhrTerminbuchung für Personen der Jahrgänge 1946/1947 ab Montag Die Terminvergabe der ersten fünf Jahrgänge der Personengruppen zwischen 70 und 80 Jahren schreitet zügig voran. Am Montag, 19. April 2021, startet ab 8 Uhr die Terminvergabe für die Personen der Geburtsjahrgänge 1946 und 1947, sowie deren Lebenspartner, zur Impfung gegen das Coronavirus.

Mehr als 3,1 Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen haben bereits mindestens eine Erstimpfung erhalten. Wurden für die erste Million Erst-geimpfte noch zwei Monate gebraucht, war es bei der zweiten Million noch ein Monat –bei der dritten Million weniger als zwei Wochen. Die Gesamtimpfungen liegen bei über vier Millionen. „Wir müssen das Impftempo jetzt weiter so hoch halten. Ich freue mich, dass wir keine zwei Wochen nach dem Start des Jahrgangs 1941 nun auch die Impftermine für die Jahrgänge 1946 und 1947 Impftermine öffnen können“, erklärte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.Donnerstag, 15. April 18:58 Uhr Studie: Thrombosen bei mRNA-Impfstoffen fast so häufig wie bei Astrazeneca Laut einer Studie der Universität Oxford treten nach dem Einsatz der mRNA-Corona-Impfstoffe von Moderna und Biontech/Pfizer fast genauso oft Blutgerinnsel auf wie beim Astrazeneca-Vakzin. Demnach litten vier von einer Million Menschen nach einer Impfung mit den Mitteln an einer Thrombose. Das Thrombose-Risiko sei nach einer Covid-19-Infektion grundsätzlich etwa um den Faktor 100 erhöht.Donnerstag, 15. April, 17:42 UhrCurevac erwartet Impfstoff-Zulassung im JuniDas Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac möchte seinen Corona-Impfstoff von Juni an einsetzen können. Sowohl die Beantragung der Zulassung als auch die Zulassung selbst erwarte das Unternehmen im zweiten Quartal dieses Jahres, sagte ein Sprecher von Curevac am Donnerstag in Tübingen. Die klinische Entwicklung befinde sich in der finalen Phase und die Daten für das kontrollierende Zulassungsverfahren durch die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) würden rechtzeitig erwartet, hieß es bei der Vorstellung der Geschäftszahlen 2020.

Zusammen mit dem Pharmakonzern Bayer arbeitet Curevac daran, die erste Generation des Impfstoffs möglichst schnell und breit verfügbar zu machen. Die Europäische Union habe sich inzwischen 225 Millionen Dosen und eine Option auf 180 Millionen weitere Dosen gesichert, teilte Curevac mit. Das Unternehmen geht davon aus, bis Ende des Jahres 300 Millionen Dosen seines Impfstoffs CnCov herstellen zu können und im Jahr 2022 bis zu einer Milliarde Dosen.Donnerstag, 15. April, 17:13 UhrWuppertal verhängt Ausgangssperre Angesichts eines Inzidenzwerts von über 200 hat der Krisenstab der Stadt Wuppertal die Corona-„Notbremse“ gezogen. Ab kommenden Montag soll das geplante Infektionsschutzgesetz des Bundes in Wuppertal bereits angewendet werden, wie die Stadt am Donnerstag mitteilte. Damit gelte auch eine Ausgangssperre von 21.00 bis 05.00 Uhr. In dieser Zeit darf man die eigene Wohnung, oder das eigene Grundstück nicht mehr verlassen.

Ausnahmen seien gesundheitliche Notfälle, dringende medizinische Behandlungen, Berufstätigkeit oder eine notwendige Betreuung anderer Menschen. Hunde dürfen nach 21.00 Uhr noch ausgeführt werden. „Wir müssen in dieser Situation Zeit gewinnen, um mit Hilfe der schärferen Regeln die Infektionszahlen wieder herunterzubringen“, sagte Oberbürgermeister Uwe Schneidewind. Mit 222 Neuinfektionen sei am Mittwoch der höchste Tageswert seit Beginn der Pandemie registriert worden. Museen und Zoo müssten erneut schließen. Auch die Geschäfte außerhalb des täglichen Bedarfs müssen wieder auf kontaktloses „Click & Collect“ umstellen. Wenn das Schulministerium der Wuppertaler Verfügung zustimmt, bleiben die Schulen ab Montag mit Ausnahme der Abschlussklassen im Distanzunterricht.Donnerstag, 15. April, 16:33 UhrSeehofer rechnet mit bundesweiter Beobachtung von „Querdenkern“ Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) rechnet mit einer bundesweiten Beobachtung der „Querdenker“-Bewegung durch die Verfassungsschutzbehörden. „Wir haben diese Szene von Anfang an stark im Blick. Wir schauen uns genau an, wer da teilnimmt und wie das Verhalten ist“, sagte der Minister am Donnerstag in Berlin.

Eine Frau geht am Corona-Test-Zentrum in der Wuppertaler Innenstadt vorbei.
Eine Frau geht am Corona-Test-Zentrum in der Wuppertaler Innenstadt vorbei. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Die Probleme und die Gewaltbereitschaft in dieser Szene hätten zugenommen, „deshalb geht die Tendenz bei uns, auch im Verfassungsschutzverbund, eher in die Richtung, diese Szene zu einem Beobachtungsobjekt zu erklären“. Er würde – Stand heute – auch vermuten, „dass es dazu kommt“. Es mache ja keinen Sinn, „wenn wir nach jeder solchen Entgleisung feststellen, es darf sich nicht wiederholen und es wiederholt sich dann doch“, sagte Seehofer mit Blick auf die Zustände bei einigen der zurückliegenden Protestkundgebungen der Bewegung.

Donnerstag, 15. April, 16:03 Uhr

Drosten widerspricht Epidemiologen Krause

Die Kritik an der Sieben-Tage-Inzidenz als einzigem Kriterium zur Bewertung der Infektionslage reißt nicht ab. Der Epidemiologe Gérard Krause rät von einer geplanten Fixierung auf die Sieben-Tage-Inzidenz bei der Änderung des Infektionsschutzgesetzes ab. Allein für sich stehend sei dieser Wert nicht ausreichend, sagt der Wissenschaftler.

Charité-Virologe Christian Drosten widersprach dieser Aussage. „Es stimmt nicht, dass deutlich mehr getestet wird“. Es stimme auch nicht, dass trotz höhrere Inzidenzen, weniger Patienten ind Krankenhaus eingewiesen würden. „Dieser Effekt wird in einigen Wochen eintreten, jetzt gibt es ihn aber noch nicht.“

Donnerstag, 15. April, 14.53 UhrGute Nachrichten vom RKI: Impfrekord am Mittwoch

In Deutschland sind am Mittwoch so viele Corona-Impfdosen verabreicht worden wie an keinem Tag zuvor. Laut Robert Koch-Institut waren es rund 739.000 Impfungen nach 564.000 am Vortag. „Das ist ein neuer Tagesrekord“, teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf Twitter mit. Vor einer Woche waren es schon einmal 725.000 an einem Tag.

17,8 Prozent der Bevölkerung haben mindestens eine Impfung erhalten. In Bremen und im Saarland sind es sogar mehr als 20 Prozent – in Hessen, Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern weniger als 17 Prozent. In der Altersgruppe 60+, die im Infektionsfall besonders von schweren Verläufen betroffen ist, liegen die Impfquoten je nach Land zwischen 33 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern und knapp 50 Prozent in Bremen.

Donnerstag, 15. April, 13.37 UhrLaschet: „Die Lage ist dramatisch“

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat in der Corona-Pandemie zu entschlossenem Handeln aufgerufen. „Die Lage ist dramatisch“, sagte Laschet am Donnerstag im Landtag in Düsseldorf. „Besonders die Lage auf den Intensivstationen spitzt sich von Tag zu Tag weiter zu.“ Deshalb gelte: „Wir müssen jetzt handeln.“

Laschet verteidigte seine Idee eines „Brücken-Lockdowns“ vom Osterwochenende. „Man hat die Idee lächerlich gemacht“, sagte er. Hätte man stattdessen den von ihm vorgeschlagenen schnellen harten Lockdown „als Teil einer Brücke zu mehr Perspektiven“ umgesetzt, wäre man heute schon weiter. Donnerstag, 15. April, 13.24 UhrAngela Merkel lässt sich mit Astrazeneca impfen Bundeskanzlerin Angela Merkel lässt sich am Freitag mit Astrazeneca impfen. Das berichtet die Welt. Als 66-Jährige gehört die Bundeskanzlerin zu der Gruppe über 60 Jahren, für die eine Impfung mit dem Vakzin noch empfohlen wird. Auch Bundespräsident Walter Steinmeier habe sich Anfrang April mit Astrazeneca impfen lassen, berichtet das Portal. Donnerstag, 15. April, 13 Uhr

Livestream: NRW-Ministerpräsident Laschet im Landtag über die Corona-Lage





Donnerstag, 15. April, 12.50 Uhr

Baden-Württemberg: 20.000 Verstöße gegen AusgangssperrenIn Baden-Württemberg hat es zwischen Mitte Dezember und Anfang Februar rund 20.000 Verstöße gegen die Corona-Ausgangsbeschränkungen gegeben. Das sagte Innenminister Thomas Strobl (CDU) dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Das mache die Intensität der polizeilichen Kontrolltätigkeit deutlich, so Strobl. Zwar appellierten die Polizisten bei Missachtung der Regeln zunächst an die Vernunft der Bürger; auch sei die Überwachung der Corona-Verordnungen grundsätzlich Aufgabe der kommunalen Ordnungsbehörden. „Wer die erlassenen Verordnungen jedoch beharrlich missachtet, muss mit einer Anzeige und einer konsequenten Sanktionierung seines Fehlverhaltens rechnen“, so Strobl.

Donnerstag, 15. April, 12.31 Uhr

NRW verlängert Schutzverordnung – Rechtsgrundlage für Modellkommunen

Nordrhein-Westfalen verlängert, mit kleinen Aktualisierungen, seine Corona-Schutzverordnung. „Damit bleibt die konsequente Umsetzung der Notbremse weiterhin bestehen in allen Kreisen und kreisfreien Städten mit einer Inzidenz über 100“, teilte die Landesregierung mit.

Die kurzfristige Verlängerung der Schutzverordnung soll die Zeit überbrücken, bis die geplanten bundeseinheitlichen Regelungen greifen. Die Corona-Schutzverordnung schaffe jetzt auch die rechtlichen Grundlagen für die angekündigten digitalen Modellprojekte, kündigte die Landesregierung an. Wegen der steigenden Infektionsraten haben aber bereits mehrere Modellkommunen angekündigt, die geplanten Lockerungen zu verschieben.

Donnerstag, 15. April, 12.18 Uhr

Forscher suchen Spuren von Corona-Mutanten in Abwasser

Forscher in Hessen haben ein wissenschaftliches Projekt gestartet, um Spuren von Corona-Mutanten im Abwasser zu untersuchen. Damit sollten ihre Verbreitungswege nachverfolgt werden. Forschern war es in der Vergangenheit bereits gelungen, das Coronavirus im Abwasser nachzuweisen. Nun soll das Abwasser als Quelle für genomische Informationen der Mutanten zur Verfolgung des Infektionsgeschehens genutzt werden.

Donnerstag, 15. April, 11.45 Uhr

Umfrage: 40 Prozent der Ungeimpften beneiden Geimpfte

Mehr als ein Drittel der ungeimpften Deutschen sind nach einer Umfrage neidisch auf Mitbürger, die schon eine Spritze gegen das Corona-Virus erhalten haben. In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa für das Magazin „stern“ bejahten 40 Prozent diese Frage. Im Westen waren es 42 Prozent, im Osten 29 Prozent. Von den Frauen äußerten sich 37 Prozent neidisch, von den Männern 43 Prozent. Für eine Aufhebung der Impfreihenfolge sprachen sich in der Umfrage 62 Prozent aller Befragten aus.

Donnerstag, 15. April. 9.34 UhrSpahn: „Jeder Tag zählt gerade in dieser schwierigen Lage“

„Das, was wir jetzt versäumen, rächt sich in zwei oder drei Wochen,“ betonte Gesundheitsminister Jens Spahn in der Pressekonferenz am Morgen. „Jeder Tag zählt gerade in dieser schwierigen Lage.“ Spahn unterstrich eindringlich den Ernst der Lage. Sein Appell an die Entscheidungsträger der Länder: „Es ist gut, dass wir bald ein neues Bundesgesetz haben, aber wir dürfen nicht warten. Die Zeit drängt und bereits jetzt haben Sie alle Möglichkeiten zu handeln.“

Die härteste Währung in dieser Situation sei der Blick auf die Intensivstationen. „Die Zahl der der Intensivpatienten liegt bundesweit wieder bei 5000. In zwei Wochen rechnen Intensivmediziner mit 6000 Patienten“, sagte Spahn und warnte vor einer Überlastung des Gesundheitssystems. „Das, was wir jetzt versäumen, rächt sich in zwei oder drei Wochen,“ betonte der CDU-Politiker.

Donnerstag, 15. April, 9.26 Uhr7-Tages-Inzidenz in Castrop-Rauxel ebenfalls über 300 Auch in einigen kreisangehörigen Städten gibt es sehr hohe Inzidenzen, so etwa in Castrop-Rauxel, wo die Inzidenz laut Stadt ebenfalls über 300 liegt.

Donnerstag, 15. April, 9.01 Uhr

Livestream: Spahn und RKI-Chef Wieler zur aktuellen Corona-Lage

Angesichts der steigenden Zahlen äußern sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und RKI-Präsident Lothar Wieler heute in einer Pressekonferenz.





Donnerstag, 15. April, 7.38 Uhr

Zehn Kreise und kreisfreie Städte NRW mit einer Inzidenz von über 200

In NRW haben aktuell 49 der 53 kreisfreien Städte und Kreise eine Inzidenz höher als 100, in zehn kreisfreien Städten und Kreisen liegt der Inzidenzwert sogar über 200:

  • Remscheid: 327,8
  • Hagen: 267,1
  • Märkischer Kreis: 222,6
  • Mülheim an der Ruhr: 215,1
  • Solingen: 214,1
  • Wuppertal: 209,2
  • Oberbergischer Kreis: 208,8
  • Duisburg: 205,1
  • Gelsenkirchen: 204,5
  • Kreis Unna: 204,4

Donnerstag, 15. April, 6.31 Uhr

Hotelkette Maritim muss Standorte verkaufen

Wegen knapper Kassen in der Coronakrise sieht sich die Hotelkette Maritim gezwungen, sich von einem Teil ihrer Standorte zu trennen. Man habe in Pandemiezeiten einen Liquiditätsverlust von 140 Millionen Euro verkraften müssen. „Obwohl wir vor der Pandemie über hohe Liquiditätsreserven verfügt haben, müssen wir nun über Hotel-Notverkäufe unser Überleben sichern“, erklärte die Inhaberin des Familienunternehmens, Monika Gommolla. Einzelheiten zu diesen Verkäufen nannte sie nicht.

Donnerstag, 15. April, 5.26 Uhr

NRW-Landtag berät heute in Sondersitzung die Corona-Lage

Der nordrhein-westfälische Landtag berät heute um 13 Uhr, wie die dritte Corona-Infektionswelle gebrochen werden könnte. SPD und Grüne haben dazu eine Sondersitzung des Landesparlaments beantragt.

Auch die schwarz-gelbe Landesregierung meldete eine Unterrichtung zu den Perspektiven aus der Pandemie an. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) wird zu diesem Thema sprechen. Die Sitzung wird live im Internet übertragen: www.landtag.nrw.de

Donnerstag, 15. April, 5.13 Uhr

RKI registriert 29.426 Corona-Neuinfektionen und 293 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 29.426 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 294 neue Todesfälle verzeichnet.

Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 20.407 Neuinfektionen und 306 neue Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI heute bundesweit bei 160,1. Am Vortag gab das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 153,2 an, vor vier Wochen lag sie bei 90,4.

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