Heute wird die neue NRW-Coronaschutzverordnung auf den Weg gebracht. Sie enthält vor allem Einschränkungen für Ungeimpfte. © picture alliance/dpa
Coronavirus

Coronavirus: NRW bekommt eine neue Corona-Schutzverordnung – Liveblog

NRW bekommt heute eine neue Coronaschutzverordnung. Darin enthalten sind vor allem weitreichende Einschränkungen für Ungeimpfte. Die Lage in NRW im Überblick.

Über die Entwicklungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

  • Fallzahlen in NRW: 1.201.564 bestätigte Fälle – 106.700 aktuell Infizierte – 19.134 verstorbene Personen – Wocheninzidenz: 288,1 – Hospitalisierungsinzidenz: 4,11 (Stand: 3.12.2021).
  • NRW bekommt heute eine neue Coronaschutzverordnung. Darin enthalten ist vor allem ein Lockdown für Ungeimpfte. Er soll die vierte Welle brechen.
  • Die hohe Nachfrage nach PCR-Tests bringt Labore an ihre Grenzen. Das RKI empfiehlt daher einen begrenzten Einsatz der sicheren Tests.
  • Die Bund-Länder-Konferenz hat schärfere Corona-Maßnahmen beschlossen: Diese reichen von erheblichen Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte und Nicht-Genesene bis hin zu 2G-Regelungen für den Einzelhandel (Ausnahme: Geschäfte des täglichen Bedarfs und Lebensmittel), den Besuch von Restaurants, Kinos und anderen Freizeiteinrichtungen.
  • NRW will Bars und Discos schließen, die Kapazität von Großveranstaltungen reduzieren und die Impfpflicht durchsetzen.
  • Alle Regeln, die bis zum 21. Dezember gelten, haben wir hier in 13 Punkten einfach erklärt.

+++


Freitag, 3. Dezember, 10.20 Uhr
Heute neue Coronaschutzverordnung für NRW
Nach den Beschlüssen aus Bund und Land am Donnerstag soll Nordrhein-Westfalen heute eine neue Coronaschutzverordnung bekommen. Darin enthalten sind vor allem neue Einschränkungen für Ungeimpfte. Im Einzelhandel soll dann auch 2G gelten. Wer ungeimpft oder nicht genesen ist, kann dann nur noch Lebensmittel einkaufen.


Freitag, 3. Dezember, 9.25 Uhr

Klingbeil appelliert an Länder: Corona-Beschlüsse zügig umsetzen

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hat an die Bundesländer appelliert, die jüngsten Beschlüsse zur Eindämmung der Corona-Pandemie jetzt auch zügig umzusetzen. Mit der Einigung von Donnerstag seien Bund und Länder „einen großen Schritt vorangekommen“, sagte Klingbeil am Freitag im ZDF-Morgenmagazin.

„Wir haben jetzt sehr drastische und weitgehende Maßnahmen auf den Weg gebracht. Die müssen umgesetzt werden.“ Auf die Frage nach möglichen weiteren Verschärfungen sagte der designierte neue Parteichef der Sozialdemokraten: „Es gibt kein Problem in der rechtlichen Grundlage. Es gibt keine Lücke gerade im System, sondern es muss angewandt werden. Das muss in den Landesregierungen, in den Landtagen jetzt beschlossen werden.“

Freitag, 3. Dezember, 8.15 Uhr

Corona-Inzidenz in NRW weitgehend stabil

Die Corona-Inzidenz bleibt in Nordrhein-Westfalen weitgehend stabil. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Freitagmorgen 288,1 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Am Donnerstag hatte der Wert bei 282,7 gelegen und vor einer Woche bei 274,2. NRW liegt damit weiter deutlich unter dem Bundeswert, der für Freitag mit 442,1 angegeben wurde. Innerhalb von 24 Stunden wurden in NRW 10 428 Neuinfektionen gemeldet.

59 Menschen starben in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Köln verzeichnet nach wie vor die landesweit höchste Sieben-Tage-Inzidenz, sie stieg auf 454,1. Inzidenzen über 400 gibt es auch im Oberbergischen Kreis (417,7) und im Landkreis Minden-Lübbecke (411,3). Am niedrigsten liegt der Wert laut RKI in Münster (133,7).

Freitag, 3. Dezember, 7.12 Uhr

Städte- und Gemeindebund hält Corona-Beschlüsse für richtig

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hält die von Bund und Ländern beschlossenen Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie für einen richtigen Ansatz. „Der Maßnahmenkatalog kommt spät, aber besser spät als gar nicht“, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der „Rheinischen Post“ (Freitag). „Es ist richtig, bundesweit den Zugang zu Einrichtungen und Veranstaltungen der Kultur und der Freizeitgestaltung inzidenzunabhängig nur für Geimpfte und Genesene zu regeln“, meinte Landsberg.

„Auch die 2G-Regel bundesweit inzidenzunabhängig auf den Einzelhandel, mit Ausnahme der Geschäfte des täglichen Bedarfs, auszuweiten sowie die Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte, sind zwar einschneidende, aber richtige Ansätze“, sagte Landsberg. 2G bedeutet Zutritt für Geimpfte und Genesene.

Freitag, 3. Dezember, 6.14 Uhr

PCR-Tests: Labore stoßen an ihre Grenzen

Aufgrund der angespannten Situation in den Corona-Laboren empfiehlt das Robert Koch-Institut (RKI) einen zurückhaltenderen Einsatz von PCR-Tests. „In einigen Regionen befinden sich Labore an den Grenzen ihrer Auslastung. Daher ist eine Priorisierung des Einsatzes von PCR-Tests gemäß der Nationalen Teststrategie aktuell geboten", schreibt das RKI in seinem Wochenbericht von Donnerstagabend. PCR-Tests, die für einen sicheren Nachweis einer Infektion notwendig sind, sollten beispielsweise nur noch begrenzt dafür eingesetzt werden, die Quarantänezeit bei Kontaktpersonen und Infizierten zu verkürzen.

Dem RKI fällt auch deshalb die Beurteilung der zuletzt gesunkenen Corona-Zahlen schwer. „Der starke Anstieg der 7-Tage-Inzidenz in den letzten Wochen hat sich in der vergangenen Woche nicht fortgesetzt", heißt es im Wochenbericht. Dies könne „einerseits ein erster Hinweis auf eine sich leicht abschwächende Dynamik im Transmissionsgeschehen aufgrund der deutlich intensivierten Maßnahmen zur Kontaktreduzierung sein". Allerdings könnte die Entwicklung „regional auch auf die zunehmend überlasteten Kapazitäten im Öffentlichen Gesundheitsdienst und die erschöpften Laborkapazitäten zurückzuführen sein".

Freitag, 3. Dezember, 5.18 Uhr

RKI registriert 74 352 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 442,1

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist nach einem leichten Rückgang an den drei Tagen zuvor nun wieder gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Freitagmorgen mit 442,1 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 439,2 gelegen, vor einer Woche bei 438,2 (Vormonat: 169,9). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 74 352 Corona-Neuinfektionen.

Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.00 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 76 414 Ansteckungen. Bei der Bewertung des Infektionsgeschehens ist zu bedenken, dass Experten derzeit von einer merklichen Untererfassung ausgehen. Gesundheitsämter und Kliniken kommen demnach mit der Meldung von Fällen zumindest in einzelnen Regionen nicht mehr hinterher.

Donnerstag, 2. Dezember, 21.26 Uhr
NRW-SPD drängt auf Geisterspiele
Dem SPD-Landesvorsitzenden Thomas Kutschaty gehen die Beschlüsse der Bund-Länder-Konferenz von Donnerstag zur Auslastung von Fußballstadien nicht weit genug. „In der aktuellen Situation sollten wir alle nötigen Sicherheitsvorkehrungen treffen. Und da sind mir 15.000 Zuschauer bei einem Spiel zwischen Dortmund und Bayern, die in U-Bahnen und Straßenbahnen anreisen, einfach noch zu viel“, sagte Kutschaty dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Freitag).

Laut dem Beschluss werden überregionale Sport-, Kultur- und vergleichbare Großveranstaltungen deutlich eingeschränkt. Bei Veranstaltungen im Freien darf demnach nur 30 bis 50 Prozent der Kapazität genutzt werden - bis zu einer maximalen Gesamtzahl von 15.000 Zuschauern.

„Wenn ich die Wahl habe zwischen Geisterspielen und Schulschließungen, ist die Entscheidung für mich eindeutig. Der Besuch von Fußballspielen ist in der Pandemie verzichtbar, die Bildung unserer Kinder aber nicht“, so Kutschaty weiter.

Donnerstag, 2. Dezember, 20.53 Uhr
„Sehr besorgniserregend“: RKI stellt Inzidenz-Rückgang in Frage
Die aktuelle Entwicklung der Corona-Pandemie in Deutschland ist laut Robert Koch-Institut (RKI) „sehr besorgnis­erregend“. Dies geht aus dem am Donnerstag­abend veröffentlichten Wochenbericht hervor. Zwar habe sich der starke Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz in der vergangenen Woche nicht fortgesetzt, doch dies ist nicht zwangsläufig ein Grund zur Entwarnung.

Laut RKI kann dies zwar ein Hinweis auf eine „leicht abgeschwächte Dynamik“ sein, „es könnte aber regional auch auf die zunehmend überlasteten Kapazitäten im öffentlichen Gesund­heits­dienst und die erschöpften Labor­kapazitäten zurückzuführen sein“.

Der Virologe Klaus Überla, auch Mitglied der Ständigen Impfkommission, hatte im Gespräch mit dem Redaktions­Netzwerk Deutschland (RND) ebenfalls auf die hohe Belastung in den Gesundheits­ämtern hingewiesen. „Der aktuelle Rückgang der Inzidenzen kann durch Meldeverzug verursacht sein“, so Überla.

Donnerstag, 2. Dezember, 20.11 Uhr
Handel befürchtet Umsatzeinbußen von bis zu 50 Prozent
Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat scharfe Kritik an der geplanten Einführung der 2G-Regel in weiten Teilen des Einzelhandels geübt. Bund und Länder versuchten, „auf dem Rücken des Handels die Versäumnisse in der staatlichen Impfkampagne zu kaschieren“, sagte der HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth in Berlin. Den betroffenen Händlern drohten nun massive Umsatzrückgänge. Ausgenommen von der Verschärfung sind Läden des täglichen Bedarfs, also etwa Supermärkte. Bei 2G haben nur Geimpfte und Genesene Zutritt.

„Es ist nicht nachvollziehbar, dass die Politik trotz funktionierender Hygienekonzepte und der Maskenpflicht nun im Einzelhandel 2G einführt. Damit werden viele Handelsunternehmen aus rein symbolischen Gründen in ihrer umsatzstärksten Zeit massiv eingeschränkt“, sagte Genth. Vielen betroffenen Läden drohten durch die Neuregelung erhebliche Umsatzeinbußen von bis zu 50 Prozent. Die Schlangen vor den Kontrollen an den Ladentüren würden viele Kundinnen und Kunden abschrecken. Erhebliche Umsatzanteile dürften sich in den Online-Bereich verschieben, warnte Genth.

Donnerstag, 2. Dezember, 19.00 Uhr
Apotheken dringen auf Klärungen für Corona-Impfungen
Die Apotheken dringen auf schnelle Klärungen für die von Bund und Ländern geplante Beteiligung an Corona-Impfungen. Die Apotheken stünden dafür bereit, erklärte die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände am Donnerstag. „Nicht alle, aber viele Apotheken werden schnell in der Lage sein, den Menschen mit Impfungen zu helfen“, sagte Präsidentin Gabriele Regina Overwiening.

Nun komme es darauf an, einen rechtlichen und fachlichen Rahmen zu erarbeiten. Von der angepeilten kurzfristigen Lösung, dass Ärzte Impfungen an Apotheken delegieren können, verspreche sie sich allerdings keine wesentlichen Effekte. „Wirkungsvoller könnte es sein, wenn beide Heilberufe in dieser Notlage so viel wie möglich impfen und nicht der oder die eine dem oder der anderen diese Aufgabe überlässt.“

Bund und Länder hatten beschlossen, dass der Kreis derjenigen, die Impfen dürfen, über Ärzte hinaus deutlich ausgeweitet werden soll. Kurzfristig gehe dies, indem Ärztinnen und Ärzten Impfungen an Apotheken und Pflegefachkräfte etwa in Altenheimen delegieren. Darüber hinaus soll eine Gesetzesänderung folgen, um Apotheken, Zahnärzte und weitere in diesen „Kreis der Berechtigten“ aufzunehmen.

Donnerstag, 2. Dezember, 17.53 Uhr

Die neuen Corona-Maßnahmen im Video erklärt

Bund und Länder haben beim Corona-Gipfel neue Maßnahmen zur Bekämpfung der dramatischen Pandemie-Lage verabschiedet. Welche neuen Regeln gelten? Die wichtigsten Infos kurz im Video zusammengefasst.

Donnerstag, 2. Dezember, 17.01 Uhr

Maximal 15.000 Zuschauer in Fußball-Stadien

In den Fußball-Stadien wird es wegen der bedrohlichen Corona-Lage vorerst wieder deutlich leerer. Höchstens 15.000 Zuschauer sind an den kommenden Spieltagen in den Arenen der Bundesliga zugelassen.

Bundesregierung und Länderchefs einigten sich am Donnerstag darauf, dass maximal 50 Prozent der Kapazität genutzt werden dürfen. In Sporthallen dürfen es höchstens 5000 Zuschauer sein. In Regionen mit sehr hohen Infektionszahlen sollen große Veranstaltungen sogar abgesagt oder im Sport zumindest Geisterspiele durchgesetzt werden. Wo Zuschauer zugelassen sind, gilt eine Maskenpflicht und die 2G-Regel, nach der nur Geimpfte und Genesene Einlass erhalten. Möglich ist, dass zudem noch ein aktueller Coronatest nachgewiesen werden muss.


Donnerstag, 2. Dezember, 16.34 Uhr
Booster-Aktion bei NRW-Polizei

Die Polizei in NRW hat für ihre Beschäftigen mehrere Impfstraßen für Corona-Impfungen eingerichtet, die seit dieser Woche in Betrieb sind. Wie ein Sprecher des zuständigen Landesamts für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten (LAFP) der Deutschen Presse-Agentur sagte, gehe es vor allem um Booster-Impfungen. Ein Großteil der rund 41.000 Polizistinnen und Polizisten in NRW habe bereits vor etwa einem halben Jahr die Zweitimpfung erhalten.

Die Impfstraßen wurden laut LAFP in sechs Polizeibehörden eingerichtet. Darunter Düsseldorf, Dortmund, Duisburg und Köln. „Es besteht keine Pflicht, das Impfangebot in Anspruch zu nehmen“, betont der Sprecher des Landesamts. Die aktuelle Nachfrage sei aber „wie erwartet hoch“.


Donnerstag, 2. Dezember, 15.07 Uhr
Bund und Länder verschärfen Corona-Maßnahmen massiv

Zum Brechen der vierten Corona-Welle in Deutschland haben sich Bund und Länder auf bundesweit deutlich schärfere Vorgaben und Einschränkungen geeinigt. Diese reichen von erheblichen Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte und Nicht-Genesene bis hin zu 2G-Regelungen für den Besuch von Restaurants, Kinos, Theatern und anderen Freizeiteinrichtungen. Zusätzlich kann sogar ein aktueller Test - also 2G plus - vorgeschrieben werden. Auch in Läden - mit Ausnahme solcher für den täglichen Bedarf wie Lebensmittel - kommen jetzt nur noch Geimpfte oder Genesene. Dies gilt unabhängig von den Inzidenzen. Die Maßnahmen im Überblick:



Donnerstag, 2. Dezember, 14.13 Uhr
Kreise: Verkauf von Böllern und Feuerwerk an Silvester verboten
Der Verkauf von Böllern und Feuerwerk zu Silvester wird in diesem Jahr erneut verboten. Darauf einigten sich Bund und Länder bei ihren Beratungen am Donnerstag, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr. Auf besonders publikumsträchtigen Plätzen soll es demnach zudem ein Feuerwerksverbot geben. Für betroffene Unternehmen ist eine entsprechende Kompensation im Rahmen der geplanten Wirtschaftshilfen vorgesehen. Eine Einigung auf das gesamte Beschlusspapier mit weiteren Punkten stand allerdings am frühen Nachmittag noch aus.

Bereits im vergangenen Jahr war wegen der Corona-Pandemie der Verkauf von Silvesterfeuerwerk deutschlandweit untersagt. Ziel war es, die Krankenhäuser vor Überlastung zu schützen - unter anderem, indem Verletzungen beim Abbrennen von Feuerwerk in der Silvesternacht verhindert werden.


Donnerstag, 2. Dezember, 14.01 Uhr
Maskenverweigerer greifen Sicherheitsmann an - leicht verletzt
Vier Maskenverweigerer haben am Mittwochabend in einem Einkaufszentrum in Marl einen Sicherheitsmann angegriffen, weil der sie auf die Maskenpflicht aufmerksam gemacht hatte.

Die vier Männer ohne Mund-und-Nase-Schutz hätten nach mehrfacher Aufforderung, die Maske anzulegen, plötzlich auf den 60-jährigen Sicherheitsmitarbeiter eingeschlagen und ihn auch getreten, berichtete die Polizei am Donnerstag. Der 60-Jährige erlitt leichte Verletzungen und wurde von Rettungskräften behandelt. Die Männer entkamen unerkannt. Bei der Gruppe war laut Polizei auch eine Frau, die sich aber an der Attacke offenbar nicht beteiligte.

Donnerstag, 2. Dezember, 13 Uhr
Kreise: Bundesweit 2G-Regel im Einzelhandel geplant
Zur Eindämmung der Corona-Pandemie soll im Einzelhandel bundesweit die 2G-Regel gelten - Zugang haben sollen also nur noch Geimpfte und Genesene. Ausgenommen sein sollen Geschäfte des täglichen Bedarfs. Darauf einigten sich Bund und Länder bei ihren Beratungen am Dienstag, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr. Eine Einigung auf das gesamte Beschlusspapier mit weiteren Punkten stand allerdings noch aus.

Donnerstag, 2. Dezember, 12.34 Uhr
Unionsländer schlagen Böller- und Verkaufsverbot für Feuerwerk vor
Die unionsgeführten Länder und das Grün geführte Baden-Württemberg schlagen für dieses Jahr ein generelles Verkaufsverbot für Pyrotechnik vor Silvester vor. Das geht aus einer vorläufigen Beschlussvorlage mit Ergänzungen der sogenannten B-Länder für die Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Krise am Donnerstag hervor. „Darüber hinaus gilt ein Feuerwerksverbot auf durch die Kommunen zu definierenden publikumsträchtigen Plätzen“, heißt es in dem Arbeitspapier.

Dabei handelt es sich noch nicht um Beschlüsse aus den Bund-Länder-Gesprächen über ein umfangreiches Maßnahmenpaket gegen Corona. Die Vorlage ist nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur noch nicht mit den SPD-geführten Ländern abgestimmt.

Donnerstag, 2. Dezember, 12.20 Uhr
Millionenbetrug: Medican-Prozess ist in Bochum gestartet
Vor dem Bochumer Landgericht hat am Donnerstagmorgen der Betrugsprozess gegen zwei Betreiber von über 70 Corona-Teststellen begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 48-jährigen Vater und seinem 26 Jahre alten Sohn vor, im März und April 2021 fast eine Million Bürgertests abgerechnet zu haben, die tatsächlich gar nicht durchgeführt worden waren.

Der 48-jährige Hauptangeklagte sitzt seit seiner Festnahme in Untersuchungshaft. Sein Sohn, der offenbar als Geschäftsführer des Unternehmens eingesetzt worden war, muss sich wegen Beihilfe zum Betrug vor Gericht verantworten. Ein dritter Tatverdächtiger soll sich in die Türkei abgesetzt haben.

Donnerstag, 2. Dezember, 11.45 Uhr
Bund organisiert zusätzliche Impfdosen für Dezember
Für die geplante Beschleunigung der Corona-Impfungen bis zum Jahresende organisiert der Bund zusätzliche Impfdosen. Nach Verhandlungen mit dem Hersteller Moderna kann eine Lieferung von zehn Millionen Dosen aus dem dritten Quartal 2022 auf Dezember vorgezogen werden, wie aus Informationen des Gesundheitsministeriums für die Bund-Länder-Beratungen am Donnerstag hervorgeht. Dies entspricht 20 Millionen „Booster“-Dosen, da bei Moderna dafür eine halbe Dosis gespritzt wird. Zudem sollen acht Millionen Moderna-Dosen zusätzlich im Dezember kommen - weil die Abgabe zugesagter Dosen an andere Länder über die internationale Initiative Covax langsamer läuft.

Nachjustiert werden sollen nun auch Lieferungen des Impfstoffes von Biontech. Nach einer Vereinbarung mit dem Hersteller könne ein Teil der wochenweise aufgeteilten Lieferungen für Dezember vorgezogen werden, erläuterte das Ministerium. Nach 2,9 Millionen Dosen in der kommenden Woche könnten die Lieferungen an die Impfstellen in der Woche vom 13. Dezember dadurch auf fünf Millionen Dosen aufgestockt werden. Die Menge der Folgewochen reduziere sich dann entsprechend.

Donnerstag, 2. Dezember, 11.34 Uhr
Teurer Test für Besucher: Ministerium rügt Essener Uniklinik-Regeln
Die neuen Besuchsregeln des Essener Uniklinikums sind offenbar nicht mit den gesetzlichen Regelungen vereinbar. Das gilt sowohl für den verlangten PCR-Test, als auch für das zunächst sechstägige komplette Besuchsverbot nach Aufnahme eines Patienten. Dass Besucher seit Dienstag einen PCR-Test vorlegen sollen, hatte für erhebliche Aufregung gesorgt, weil der um die 50 bis 100 Euro kostet. Die von Krankenhäusern üblicherweise verlangten Antigen-Schnelltests gibt es dagegen gratis in den Testzentren.

Das NRW-Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) schreibt auf Anfrage zu den rechtlichen Vorgaben für Krankenhausbesuche: „Voraussetzung ist hiernach, dass der Besucher keine Symptome einer Covid-19-Erkrankung zeigt und einen Testnachweis bei sich führt. Die dem Testnachweis zu Grunde liegende Testung darf nicht älter als 24 Stunden sein.“ Zu der Art des Testes heißt es weiter: „Ausreichend ist ein POC-Antigentest. Ein PCR-Test ist nicht erforderlich.“ Bei den POC-Antigen-Tests handelt es sich um die kostenlosen Schnelltests.

Donnerstag, 2. Dezember, 10.55 Uhr
Gesundheitsexperte Lauterbach: Kein Spiel mehr als 5.000 Zuschauer
Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert kurz vor dem Corona-Gipfel von Bund und Ländern eine Obergrenze für Fußballspiele. „Aus meiner Sicht sollte kein Spiel mehr als 5.000 Zuschauer haben“, schrieb Lauterbach auf Twitter mit Blick auf das umstrittene rheinische Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach am vergangenen Wochenende vor 50.000 Fans.

Am Mittwoch war der Corona-Inzidenzwert in Köln sprunghaft gestiegen. „Es war sicher nicht das Spiel allein. Aber es hat beigetragen. Das Spiel hätte so nie genehmigt werden dürfen“, schrieb Lauterbach. Nach Angaben der Stadt Köln vom Mittwoch gebe es allerdings noch keinen Infektionsfall mit Bezug zum Bundesligaspiel vom Samstag. Am Donnerstag beraten Bund und Länder über schärfere Maßnahmen. Dabei geht es auch um Einschränkungen bei Großveranstaltungen.

Donnerstag, 2. Dezember, 10.21 Uhr
Wüst zu Impfpflicht: Strafen am Ende der richtige Weg
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hofft weiter auf Einsicht bei bisher nicht gegen das Coronavirus geimpften Personen. Jeden Tag komme es noch zu neuen Erstimpfungen, sagte der derzeitige Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag im ZDF-„Morgenmagazin“. Die sich weiter verschärfende Lage und die Debatte bringe „den ein oder anderen doch noch zur Vernunft“, das müsse man anerkennen, meinte Wüst kurz vor der Bund-Länder-Runde zu schärferen Corona-Maßnahmen.

„Wir reden jetzt von einer Impfpflicht, nicht von einem Impfzwang“, sagte Wüst. „Das heißt aber am Ende auch, dass das Bußgeld bewährt ist, dass man Strafen zahlen muss, wenn man sich nicht dran hält, das kennen wir auch bei anderen Pflichten in unserem Land. Und das ist, glaube ich, der richtige Weg.“

Donnerstag, 2. Dezember, 9.23 Uhr
Diese Maßnahmen will die Bund-Länder-Konferenz beraten und beschließen

Die Bund-Länder-Konferenz startet um 11 Uhr. Am Ende sollen schärfere Corona-Regeln beschlossen werden, die bundesweit gelten sollen. Aus einem gemeinsamen Entwurf für die Beschlussvorlage vom 1. Dezember 2021 (14 Uhr), der dem RedaktionsNetzwerk Deutschland vorliegt, geht bereits hervor, welche Maßnahmen in der Bund-Länder-Runde diskutiert werden sollen. Darum geht es:

1. Kultur- und Freizeiteinrichtungen mit 2G

2. 2G im Einzelhandel, ausgenommen Geschäfte des täglichen Bedarfs (z. B. Supermärkte und Drogerien)

3. Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte (ausgenommen Kinder bis 14 J.

4. Fußballspiele und Konzerte: Begrenzungen der Zuschauerzahlen, 2G oder optional 2G plus.

5. Clubs und Diskotheken sollen in Hotspot-Regionen geschlossen werden.

6. Weihnachtsmärkte und Karneval: Einschränkungen soll es geben, noch ist unklar, welche

7. Schulen: bundesweiten Maskenpflicht

8. Impfpflicht für alle: Neben der einrichtungsbezogenen Impfpflicht für Kliniken und Pflegeheime soll der Bundestag über die allgemeine Impfpflicht entscheiden

9. Impfschutz: Wie lange eine Person nach der letzten Impfung als vollständig geimpft gilt, soll festgelegt werden.

10. Die Übergangsfrist für die Maßnahmen aus der epidemischen Notlage sollen nicht am 15. Dezember auslaufen


Donnerstag, 2. Dezember, 8.52 Uhr
Wüst: Signifikante Einschränkung der Zuschauer in Fußballstadien

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) geht vor der Corona-Bund-Länder-Runde von einer „signifikanten Reduktion“ der Zuschauerzahlen in Fußballstadien aus. Hier gebe es weitgehende Einigkeit, sagte der derzeitige Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) im ZDF-„Morgenmagazin“. Es gehe dabei um 50, 30 oder 25 Prozent. „Das ist Diskussionsstand heute.“ Wüst betonte: „Ich wünsche mir eine Zahl, die maximalen Gesundheitsschutz mit verhältnismäßigen Eingriffen in die Rechte der Geimpften (...) miteinander zusammenbringt.“

Donnerstag, 2. Dezember, 7.33 Uhr
Corona-Inzidenz in NRW bleibt stabil

Die Corona-Inzidenz ist am Donnerstag in Nordrhein-Westfalen stabil und weiter deutlich unter dem Bundeswert geblieben. Das Robert Koch-Institut meldete 282,7 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche - nach 289,1 am Mittwoch. Innerhalb von 24 Stunden wurden 9085 neue Covid-19-Fälle und 55 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit der Krankheit registriert. Bundesweit lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 439,2.

In der größten NRW-Stadt Köln, in der die Inzidenz am Mittwoch sprunghaft auf 397,7 angestiegen war, kletterte der Wert am Donnerstag erneut erheblich: Mit 433,0 registrierte das RKI für die Millionenstadt den landesweit höchsten Wert.


Donnerstag, 2. Dezember, 6.24 Uhr
Schüler in NRW müssen ab heute wieder Masken im Unterricht tragen

Ab heute gilt in den Schulen NRWs wieder die Maskenpflicht im Unterricht. Die Landesschülervertretung NRW begrüßt dies: „Grundsätzlich ist es sinnvoll, dass die Maskenpflicht wieder eingeführt wird“, sagte Vorstandsmitglied Julius van der Burg der Deutschen Presse-Agentur. Der Großteil der Schülerinnen und Schülern an den weiterführenden Schulen habe in den vergangenen Wochen freiwillig eine OP-Maske oder eine FFP2-Maske im Unterricht getragen.

Die Landesschülervertretung fordere erneut, dass die Städte Masken an den Schulen bereitstellen. FFP2-Masken böten einen besseren Schutz. „Das kann sich nicht jeder Schüler leisten“, betonte er. Zumal die Masken regelmäßig gewechselt werden müssten.


Donnerstag, 2. Dezember, 5.13 Uhr
Zweite Runde der Bund-Länder-Konferenz will Beschlüsse fassen

Heute kommt die Runde von Bund und Ländern erneut zusammen, um härtere Maßnahmen im Kampf gegen Corona auf den Weg zu bringen. In der Schaltkonferenz der Ministerpräsidenten mit der geschäftsführenden Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Scholz von 11 Uhr an geht es um ein umfangreiches Maßnahmenpaket - etwa umfangreiche Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte sowie die Vorbereitung einer allgemeinen Impfpflicht. Auch über die Reduzierung der Zuschauerzahl bei Großveranstaltungen wie Fußballspielen soll gesprochen werden.


Mittwoch, 1. Dezember, 22.10 Uhr

3G-Kontrolle am Arbeitsplatz: Hohe Bußgelder bei Nichteinhaltung

Die nordrhein-westfälischen Arbeitsschutzbehörden kontrollieren ab sofort die Einhaltung der 3G-Regelung am Arbeitsplatz. Werden die 3G-Kontrollen durch die Arbeitgeber nicht umgesetzt, droht ein Bußgeld von mindestens 1000 Euro. Sofern Beschäftigte sich ohne die ausreichenden Nachweise in den Arbeitsstätten aufhalten, drohen ihnen Bußgelder in Höhe von 250 Euro.


Mittwoch, 1. Dezember, 21.45 Uhr
Söder für Zwangsgelder bei Impfpflichtverstößen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat empfindliche Geldstrafen für Verstöße gegen eine mögliche Impfpflicht ins Spiel gebracht. Es gebe verschiedene Pflichten im Leben, die Gurtpflicht beim Autofahren gehöre beispielsweise dazu, sagte er am Mittwoch bei der Eröffnung einer neuen Impfstelle in Nürnberg.

„Alles wird im Zweifelsfall durchgesetzt, mit Zwangsgeldern, die sich dann auch steigern können“, so Söder weiter.

Mittwoch, 1. Dezember, 19.33 Uhr
Wüst erwartet Impfpflicht: „Bin ziemlich sicher: Sie kommt.“

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) rechnet mit einer Impfpflicht gegen das Coronavirus in Deutschland. „Es gibt deutliche Einigkeit über Ländergrenzen hinweg, auch über Partei- und Fraktionsgrenzen hinweg“, sagt er am Mittwochabend in der ARD-Sendung „Maischberger. Die Woche“. „Ich bin ziemlich sicher: Sie kommt.“

Eine solche Pflicht sei zwar „keine Kleinigkeit“, räumte Wüst ein. Aber man müsse sehen, dass man es momentan mit „einer Pandemie der Nicht-Geimpften“ zu tun habe. „Deswegen - glaube ich - ist das am Ende nötig.“ Er halte es auch für richtig, dass man dann bei Verstößen zahlen müsse. Eine Pflicht sei auch umzusetzen.

Mittwoch, 1. Dezember, 19.12 Uhr
„Impfbanane“ für 13.200 Euro versteigert

Eine „Impfbanane“ des Graffiti-Künstlers Thomas Baumgärtel ist für 13.200 Euro versteigert worden. Der ursprüngliche Schätzpreis habe sich damit mehr als verdoppelt, sagte eine Sprecherin des Auktionshauses Van Ham am Mittwoch.

Den Angaben zufolge bekam ein Sammler aus Schleswig-Holstein für 10.000 Euro den Zuschlag. Hinzu kam - wie üblich bei derartigen Auktionen - ein sogenanntes Aufgeld von 32 Prozent, also 3200 Euro, die der Sammler normalerweise an das Auktionshaus gezahlt hätte. Da dieses aber auf das Geld verzichtete, kann nun das volle Ergebnis von 13.200 Euro an die Covax-Kampagne von Unicef fließen. Nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef organisiert die Initiative die Beschaffung und Logistik von Milliarden Corona-Impfdosen für Menschen in den ärmsten Ländern der Welt.

Der als Bananen-Sprayer bekannte Künstler Baumgärtel sprüht seit mehreren Jahrzehnten Graffiti an Außenfassaden von internationalen Museen. Zum Start der nationalen Impfkampagne im Frühjahr wandelte er seine Kult-Banane zu einer „Impfbanane“ um und brachte sie an Fassaden von Impfzentren und Kliniken an, um für das Impfen zu werben. Das nun versteigerte Werk zierte das Kölner Impfzentrum.

Mittwoch, 1. Dezember, 18.55 Uhr
Bundeswehr mobilisiert Tausende Kräfte gegen Corona-Pandemie

Die Bundeswehr mobilisiert Tausende weitere Soldaten, um beim Kampf gegen die heftige vierte Corona-Welle zu helfen. Bis zum kommenden Dienstag wird das Kontingent von derzeit 8000 Kräften um weitere 4000 auf dann 12.000 Soldaten aufgestockt, wie die Streitkräftebasis in Bonn am Mittwoch mitteilte.

Ein Drittel der Soldaten, also 4000, haben demnach eine Reaktionszeit von nur 48 bis 72 Stunden. Für die übrigen gelten abgestufte Reaktionszeiten von 7 bis 14 Tagen.

Mittwoch, 1. Dezember, 17.36 Uhr
Laumann: Ein Drittel Stadionkapazität vertretbar

Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat Pläne einer Auslastungs-Obergrenze von einem Drittel in Fußballstadien in NRW bestätigt.

„Wir haben uns in der Regierung darauf verständigt, dass wir jetzt erst einmal die Kapazität der Stadien auf ein Drittel beschränken werden. Keine Stehplätze mehr, alles auf Sitzplätze, und dann halten wir das für vertretbar“, sagte der Minister am Mittwoch RTL/ntv.

Mittwoch, 1. Dezember, 17.19 Uhr

NRW kündigt 3G-Kontrollen am Arbeitsplatz an

Die nordrhein-westfälischen Arbeitsschutzbehörden kontrollieren ab sofort die Einhaltung der 3G-Regelung am Arbeitsplatz. Auch die Umsetzung der Hygieneschutzkonzepte und der Homeoffice-Pflicht werde ab sofort mit Schwerpunktkontrollen überprüft, teilte das NRW-Arbeitsministerium am Mittwoch mit.

Mittwoch, 1. Dezember, 16.50 Uhr

Landtag beschließt Corona-Sonderlage für strengere Maßnahmen

Der nordrhein-westfälische Landtag hat den Weg dafür freigemacht, im Kampf gegen Corona noch strengere Schutzmaßnahmen aus dem Katalog des Bundesinfektionsschutzgesetzes anwenden zu können. Ein entsprechender Antrag von CDU und FDP wurde am Mittwoch (1.12.) in einer Sondersitzung auch mit Stimmen der oppositionellen SPD und Grünen angenommen. Die neue Möglichkeit für besondere Maßnahmen in der Pandemie ist auf zunächst drei Monate begrenzt.

Mittwoch, 1. Dezember, 15.50 Uhr

Omikron-Variante: Zahl der Verdachtsfälle in NRW steigt

Nach dem ersten bestätigten Fall der neuen Omikron-Variante in NRW steigt die Zahl der Verdachtsfälle weiter an. Größtenteils sind Reiserückkehrer betroffen.

So meldeten die Behörden im Kreis Kleve am Niederrhein am Mittwoch insgesamt sieben Verdachtsfälle. Betroffen sind zwei Paare, die nach Südafrikareisen zurückgekehrt waren und sich dort auch getroffen hatten. Hinzu kommen drei enge Kontaktpersonen der Betroffenen. Alle seien in Quarantäne; die Proben würden im Labor sequenziert. Einen weiteren Omikron-Verdachtsfall meldete der Kreis Recklinghausen; ebenfalls nach einer Auslandsreise.

Von dem nachgewiesenen Fall betroffen ist eine Person, die am 21. November aus Südafrika eingereist ist und dort Kontakt zu einem mittlerweile positiv getesteten Fall hatte, wie die Stadt am späten Dienstagabend mitgeteilt hatte. Geschlecht und Alter wurden nicht genannt.

Mittwoch, 1. Dezember, 15.20 Uhr
Höchste Zahl gemeldeter Corona-Toter seit Februar

Die Zahl der binnen eines Tages gemeldeten Corona-Toten hat den höchsten Stand seit neun Monaten erreicht.

Die Gesundheitsämter übermittelten dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen 24 Stunden 446 Fälle von Menschen, die an oder mit Corona gestorben sind, wie aus RKI-Zahlen von Mittwochmorgen hervorgeht.

Ein höherer Wert wurde zuletzt am 20. Februar erreicht (490). Mit Blick auf den aktuellen Wert ist zu bedenken, dass sich die Zahl der Todesfälle verzögert zur Zahl der Neuinfektionen entwickelt, da zwischen Infektion und Tod einige Zeit vergeht. Es dürften also in den kommenden Tagen noch höhere Werte erreicht werden.

Mittwoch, 1. Dezember, 13.20 Uhr

Land NRW will am Donnerstag konkrete Maßnahmen umsetzen

Ministerpräsident Hendrik Wüst kündigte im Landtag weitreichende Maßnahmen im Kampf gegen die Omikron-Variante an. Dazu zählt die Schließung von Clubs und Diskotheken. Die Kapazität bei Großveranstaltungen soll deutlich reduziert werden, damit die Schutzmaßnahmen besser funktionieren. Fußballspiele mit über 50.000 Zuschauern, die noch dazu keine Masken trügen wie zuletzt in Köln werde es nicht mehr geben, sagte Wüst.

Er verteidigte die wiederholte Einführung der Maskenpflicht im Unterricht. Nur so könnten Schulen bis zu den Weihnachtsferien geöffnet bleiben. Nirgendwo sonst in Deutschland werde an Schulen mehr getestet, als in NRW. Die Testfrequenz soll in der Woche vor Weihnachten noch einmal erhöht werden.

„Die aktuell schwierige Situation haben vor allem die Ungeimpften verursacht“, so Wüst im Landtag. Das zeige die Situation auf den Intensivstationen eindeutig. Deswegen sprach er sich für eine generelle Impfpflicht aus.

Mittwoch, 30. November, 13.10 Uhr

Die NRW-Landesregierung informiert zu neuen Einschränkungen

Wegen alarmierender Corona-Zahlen will das Land neue Einschränkungen beschließen. Der Landtag informiert live vorab, was bald gelten soll.

Hier geht‘s zum Livestream:



Mittwoch, 1. Dezember, 13.15 Uhr
Weiterer Omikron-Verdachtsfall in Recklinghausen - zwei in Kleve
Bei einem Rückkehrer von einer Auslandsreise im Kreis Recklinghausen untersuchen Gesundheitsbehörden einen weiteren Verdacht auf die Corona-Mutation Omikron. Das teilten das NRW-Gesundheitsministerium und der Kreis am Mittwoch mit. Nähere Angaben zur Person wie zum Geschlecht, Alter und Reiseweg gab es aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht.

Zuvor hatte das Ministerium am Mittwochmorgen die erste bestätigte Omikron-Infektion in Nordrhein-Westfalen gemeldet. Betroffen ist eine Person, die am 21. November aus Südafrika eingereist ist und dort Kontakt zu einem mittlerweile positiv getesteten Fall hatte, wie die Stadt mitteilte.

Zwei weitere offene Omikron-Verdachtsfälle gibt es in Rees im Kreis Kleve. Hier laufen die Untersuchungen noch.

Mittwoch, 1. Dezember, 12.44 Uhr
Maskenpflicht am Sitzplatz im Unterricht ab 2. Dezember
Die Maskenpflicht am Sitzplatz im Unterricht gilt ab dem 2. Dezember wieder an allen Schulen in Nordrhein-Westfalen. Das teilte das Schulministerium am Mittwoch in Düsseldorf mit.


Mittwoch, 1. Dezember, 12.05 Uhr
Schwesig: 2G im Einzelhandel muss bundesweit kommen
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig rechnet mit weiteren Verschärfungen der Corona-Regeln in Deutschland. Sie gehe fest davon aus, dass etwa 2G (geimpft oder genesen) im Einzelhandel komme, sagte die SPD-Politikerin im ZDF-„Morgenmagazin“. „Es ist wichtig, dass wir deutschlandweit diese Regel bekommen.“ Es sei dann faktisch auch ein Stück weit einen Lockdown für Ungeimpfte.

„Ungeimpfte dürfen dann nicht mehr so einfach shoppen gehen.“ Zudem dürfen sie bereits jetzt bei der 2G-Regel, die in den Ländern herrscht, nicht mehr ins Restaurant oder Theater. „Das ist eine Konsequenz daraus, dass gerade die, die sich nicht impfen lassen haben, ein Großteil des Infektionsgeschehens zu verantworten haben.“

Schwesig sagte weiter, sie sei klar dafür, die Vorschläge der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina umzusetzen. „Dazu gehören 2G und 2G-plus.“ Bei 2G-plus müssen Geimpfte oder Genesene zusätzlich einen negativen Test vorweisen.

Mittwoch, 1. Dezember, 11.27 Uhr
Wann kann die Impfpflicht frühestens kommen?
Es ist die Rede von Impfpflicht, 2G für den Handel, Beschränkungen für Diskotheken und Stadien.

Was wir wissen und was nicht - darüber sprechen Ulrich Breulmann und Jens Ostrowski im Video.


Mittwoch, 1. Dezember, 10.43 Uhr
Städtetag gegen volle Fußballstadien und Karnevalssäle
Die Städte in NRW fordern von der Landesregierung schnelle, landeseinheitliche Maßnahmen, um die vierte Corona-Welle zu brechen. Nötig seien Regelungen zum Verbot von Veranstaltungen mit erhöhtem Infektionsrisiko. „Volle Fußballstadien und Karnevalssitzungen können so in diesem Winter nicht stattfinden“, mahnte der Vorsitzende des Städtetags NRW, Bielefeld Oberbürgermeister Pit Clausen (SPD). Es dürfe keinen Flickenteppich mit unterschiedlichen Regeln geben.

„Die Menschen erwarten, dass wir der Corona-Pandemie entschlossen entgegentreten“, sagte Clausen angesichts steigender Infektionszahlen und der neuen Coronavirus-Variante Omikron. Die Regeln müssten „effizient und einfach verständlich“ sein.

Besonders intensiv beschäftige die Städte die Impfung von Kindern im Alter ab fünf Jahren. Die Kommunen seien bereit, auch dabei ihren Beitrag zu leisten. Impfkapazitäten müssten generell ausgeweitet werden. „Erforderlich ist eine klare und umfassende Finanzierungszusage durch das Land und den Bund.“

Mittwoch, 1. Dezember, 10.14 Uhr
Gesundheitsministerium bestätigt: Impfstoff für Kinder kommt früher
Deutschland und die anderen EU-Länder werden den Kinderimpfstoff von BioNTech/Pfizer bereits am 13. Dezember erhalten und damit eine Woche früher als bisher geplant. Der Liefertermin für den Impfstoff für die Fünf- bis Elfjährigen gelte für alle EU-Länder, erklärte das Bundesgesundheitsministerium am Mittwoch auf Anfrage.

Ursprünglich war die Auslieferung für den 20. Dezember vorgesehen. „Wir konnten erreichen, dass der Impfstoff für die fünf- bis elfjährigen Kinder eine Woche früher ausgeliefert wird“, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn. „Das hat uns der Hersteller zugesichert.“

Mittwoch, 1. Dezember, 9.53 Uhr
„1Live Krone“-Gala wegen Corona abgesagt - stattdessen Radiosendung
Die Verleihung des WDR-Musikpreises „1Live Krone“ am 9. Dezember ist wegen der Corona-Pandemie als Präsenzveranstaltung abgesagt worden. Statt der geplanten Show vor Publikum in der Bochumer Jahrhunderthalle würden die Preise nun bei einer Radiosendung verliehen, teilte der WDR am Mittwoch mit. Das sei „sehr traurig, weil wir mit der großen Liveshow eine Branche gebührend ehren wollten, die sehr unter Corona gelitten hat und immer noch leidet“, erklärte der Sender. Angesichts der Lage sei die Entscheidung aber zum Schutz aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer unvermeidlich, so WDR-Programmchef Jochen Rausch.

Bereits im vergangenen Jahr war der in der Pop-Szene fest verankerte Preis wegen der Pandemie ohne Publikum in den WDR-Studios in Köln-Bocklemünd produziert worden. In diesem Jahr hatte der WDR den Preis eigentlich wieder vor Publikum verleihen wollen. Davon sollte „auch eine starke Signalwirkung für die gesamte Musik- und Entertainment-Branche ausgehen“, wie der WDR noch Anfang November mitgeteilt hatte.

Mittwoch, 1. Dezember, 9.25 Uhr
Corona-Inzidenz steigt in NRW weiter leicht - bundesweit Rückgang
Die Corona-Inzidenz steigt in Nordrhein-Westfalen weiter leicht an, während sie bundesweit von viel höherem Niveau kommend langsam sinkt. In NRW lag die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche am Mittwoch bei 289,1 nach 285,9 am Dienstag und 249,7 am Mittwoch vor einer Woche. Das teilte das Robert Koch-Institut (RKI) am Mittwoch mit. Demnach wurden innerhalb von 24 Stunden 9481 neue Covid-19-Fälle und 63 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit der Krankheit registriert.

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt im bevölkerungsreichsten Bundesland weiter deutlich unter dem bundesweiten Wert von aktuell 442,9. Seit dem Vortag (452,2) ist der bundesweite Wert aber zurückgegangen. Auch am Dienstag hatte es bundesweit bereits einen leichten Rückgang gegeben.

Die höchsten Corona-Inzidenzraten in NRW verzeichnete das RKI weiter im Oberbergischen Kreis (461,2, Vortag 441,3) und im Kreis Minden-Lübbecke (427,7, Vortag 409,0). Der niedrigste Wert in NRW wird für Münster (148,5) ausgewiesen.

Mittwoch, 1. Dezember, 9.10 Uhr
Stadt Düsseldorf: erster Omikron-Fall bestätigt
In Düsseldorf ist nach Angaben der Stadt ein erster Fall der neuen Omikron-Variante des Coronavirus bestätigt worden. Es handle sich um eine Person, die am 21. November aus Südafrika eingereist ist und dort Kontakt zu einem mittlerweile positiv getesteten Fall hatte, wie die Stadt am späten Dienstagabend mitteilte.

Wegen auftretender Symptome habe sich die eingereiste Person am 25. November testen lassen - das Ergebnis war positiv. Die Untersuchung auf Virusvarianten habe Auffälligkeiten gezeigt, die gegen eine Delta-Variante sprachen. „Eine Nachtestung wurde am 27. November durchgeführt und direkt in die Universitätsklinik zur Sequenzierung gebracht“, hieß es. Die Sequenzierung sei aber wegen der zu geringen Viruslast nicht erfolgreich gewesen.

Der neue Lokalsport-Newsletter für Haltern

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Halterner Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.