Der Blick auf die Entwicklung der Corona-Daten in den einzelnen Bundesländern im September kann einen schon nachdenklich stimmen. © Foto: Pixabay
Coronavirus

Die Corona-Welle steigt wieder – aber höchst unterschiedlich von Bundesland zu Bundesland

Die vierte Corona-Welle schien schon vorbei zu sein. Ein Irrtum, wie sich jetzt zeigt. Dabei ist die Entwicklung von Bundesland zu Bundesland verschieden. NRW schneidet nicht besonders gut ab.

Seit einige Wochen schien die Zahl der neuen Corona-Fälle kontinuierlich immer weiter zu sinken. Dabei galt der Blick den Zahlen auf Bundesebene, doch die Entwicklung verläuft von Bundesland zu Bundesland höchst unterschiedlich.

Wir haben dazu für den Monat September die Zahl neuer Corona-Fälle für jedes Bundesland an einem Donnerstag mit der entsprechenden Zahl der Vorwoche verglichen. Aus der interaktiven Grafik lässt sich zweierlei ablesen::

Erstens: Betrachtet man die Bundesebene, gab es lediglich eine dreiwöchige Entspannungsphase mit sinkenden Fallzahlen gegenüber der Vorwoche: am 9., 16. und 23. September. Schon Ende September gehen die Zahlen wieder nach oben, wie der Vergleich vom 30. September belegt.

Zweitens: Es gab auch im allgemein als sehr positiv empfundenen Monat September kein einziges Bundesland, in dem es immer nur bergab ging. Immer gab es Länder, in denen die Zahlen gegenüber der Vorwoche wieder nach oben kletterten. Auch das belegt die Grafik. So gab es beispielsweise in Thüringen nur am 9. September einen Rückgang gegenüber der Vorwoche zu vermelden. Ansonsten ging es nur nach oben.

Die Entwicklung in Nordrhein-Westfalen

Besonders wechselvoll gestaltete sich die Entwicklung in Nordrhein-Westfalen. Am 2. September, als noch die allermeisten Bundesländer und auch der Bund insgesamt mit stark steigenden Fallzahlen zu kämpfen hatten, meldete NRW bereits einen Rückgang gegenüber der Vorwoche um 176 Fälle. In Bayern war der Rückgang noch größer, dafür gab es in Hessen einen starken Anstieg.

Eine Woche später am 9. September, als die Zahlen in fast alle anderen Bundesländern ebenso wie auf Bundesebene im Vergleich zur Vorwoche zurückgingen, stiegen sie in NRW wieder an, um 298. In Bayern dagegen sanken sie.

In den beiden Folgewochen am 16. und 23. September gingen die Zahlen auch in NRW – wie in nahezu allen anderen Bundesländern ebenso – deutlich zurück. In den Ländern, in denen es Steigerungen gab, waren diese minimal.

Aktuell verzeichnen am 30. September wieder 13 von 16 Bundesländern steigende Fallzahlen. Dazu gehört auch NRW. Nur in Hamburg, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein gab es noch etwa weniger neue Fälle als in der Vorwoche.

Über den Autor
Redakteur
Ulrich Breulmann, Jahrgang 1962, ist Diplom-Theologe. Nach seinem Volontariat arbeitete er zunächst sechseinhalb Jahre in der Stadtredaktion Dortmund der Ruhr Nachrichten, bevor er als Redaktionsleiter in verschiedenen Städten des Münsterlandes und in Dortmund eingesetzt war. Seit Dezember 2019 ist er als Investigativ-Reporter im Einsatz.
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