36-Jähriger in Dormagen getötet: 55-Jähriger schoss 90 Kilometer weiter auf zwei Frauen

Polizisten stehen im Stadtteil Hackenbroich vor einem Kiosk. Hier wurde ein Mann erschossen. Die Polizei fahndete mit Dutzenden Beamten nach dem Schützen und nahm die Spurensicherung auf.
Polizisten stehen im Stadtteil Hackenbroich vor einem Kiosk. Hier wurde ein Mann erschossen. Die Polizei fahndete mit Dutzenden Beamten nach dem Schützen und nahm die Spurensicherung auf. © Christoph Reichwein/dpa
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Der Verdacht eines Zusammenhangs zwischen der Erschießung eines Mannes in Dormagen in Nordrhein-Westfalen und einer Schussabgabe auf eine Mutter und ihre Tochter in Rheinland-Pfalz hat sich erhärtet.

Die 74-jährige Mutter habe inzwischen als mutmaßlichen Täter einen Mann identifiziert, der verdächtigt werde, am vergangenen Freitag im Dormagener Stadtteil Hackenbroich einen 36-Jährigen erschossen zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft Koblenz am Dienstag mit. Der 55-jährige Kosovare hatte nach früheren Angaben kurz darauf in der Nähe offenbar mit einer Schusswaffe Suizid begangen.

Erstes Opfer 90 Kilometer entfernt

Die Staatsanwaltschaft Koblenz hat nach früherer Aussage Anhaltspunkte dafür, dass der 55-Jährige zuvor rund 90 Kilometer entfernt im rheinland-pfälzischen Breitscheid im Westerwald die 74 Jahre alte Mutter und ihre 34-jährige Tochter angeschossen hatte.

„Beide erlitten mehrere Schussverletzungen und befinden sich weiterhin in stationärer Behandlung. Ihr Zustand ist momentan stabil“, teilte die Staatsanwaltschaft Koblenz am Dienstag mit. Die beiden Frauen und der polizeibekannte mutmaßliche Täter hätten sich gekannt. Der Mann soll in Dormagen gelebt und sich zeitweilig in Breitscheid im Kreis Neuwied aufgehalten haben.

dpa

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