Bahn

Finanzielle Probleme bei Abellio: Entwarnung für NRW-Nahverkehr

Trotz finanzieller Probleme beim Bahnunternehmen Abellio, rechnet der VRR nicht mit Zugausfällen in NRW. Das Unternehmen selbst bekräftigt: „Abellio fährt weiter!“
Abellio betreibt in NRW unter anderem den RE 1 von Hamm nach Aachen, andere Regionallinien und mehrere S-Bahn-Linien. © picture alliance/dpa

Die finanziellen Probleme des Bahnunternehmens Abellio werden nach Angaben des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr keine kurzfristigen Folgen für den Zugverkehr in Nordrhein-Westfalen haben. „Wir wissen, dass Abellio wirtschaftliche Schwierigkeiten hat und sich die Kosten des Betriebs unvorhergesehen deutlich erhöht haben und die Verkehrsverträge nicht mehr auskömmlich sind. Aktuell droht jedoch keine Betriebseinstellung“, teilte eine Sprecherin des größten deutschen Verkehrsverbunds am Dienstag mit.

Abellio betreibt in NRW unter anderem den RE 1 von Hamm nach Aachen, andere Regionallinien und mehrere S-Bahn-Linien. Das Unternehmen klagt seit langem über Kostensteigerungen, die beim Abschluss der bestehenden Verträge nicht abzusehen gewesen seien. Nach VRR-Angaben wird bereits seit dem vergangenen Jahr mit den Eisenbahngesellschaften über eine mögliche Anpassung der bestehenden Verträge verhandelt.

Maßnahmen zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung

Der VRR erwarte aber, „dass die Unternehmen und ihre Muttergesellschaften die bestehenden Verträge erfüllen und die bestellten Verkehre mit größtmöglicher Qualität und Verlässlichkeit weiter fahren“. Ähnlich äußerte sich das nordrhein-westfälische Verkehrsministerium. Abellio Deutschland versicherte: „Die derzeitigen Verhandlungen mit den Aufgabenträgern haben keinerlei Auswirkungen auf den Fahrbetrieb. Abellio fährt weiter!“

Stark steigende Personalkosten, die Folgen der zahlreichen Baustellen und Strafzahlungen für dadurch entstehende Verspätungen belasten Abellio nach eigenen Angaben erheblich. Man habe umfassend eigene strukturelle und operative Maßnahmen zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung ergriffen. Diese reichten jedoch allein nicht aus, die unvorhergesehenen Kostenentwicklungen auszugleichen.

dpa

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