Alles auf einen Blick - vielleicht haben Sie das eine oder andere schon vorrätig daheim? © Marc Lorenz
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Grillen wie die Profis: Dieses Grillzubehör ist empfehlenswert

Der Markt des Grillzubehörs ist schier unüberschaubar. Da ist es gut zu wissen, welche Grillausrüstung auch für Anfänger zum unverzichtbaren Rüstzeug gehören sollte - hier die sechs wichtigsten.

Hat man diese Werkzeuge erstmal für sich entdeckt, macht man aus dem einfachen Barbecue schnell eins auf Profiniveau. Also einfach mal testen!

Der richtige Grillrost

Gerade im Niedrigpreisbereich werden Grills häufig mit suboptimalen Rosten ausgeliefert. Sie sind meist aus verchromtem Stahl, nicht gerade langlebig, schwer zu reinigen und aufgrund des dünnen Materials nicht sehr stabil. Die beste Wahl beim Grillrost ist Gusseisen.

Es liefert das mit Abstand beste Grillergebnis, da es hohe Temperaturen deutlich besser speichern und an das Grillgut weitergeben kann. Allerdings benötigen Gussroste die richtige Pflege. Das geht schon vor dem ersten Grillen los.

Ist der Rost nicht von Herstellerseite vorbehandelt oder gar emailliert, sollte er vor dem ersten Einsatz drei- bis viermal eingebrannt werden. Dazu wird der Rost mit hitzebeständigem Öl bepinselt und auf möglichst hohe Temperatur erhitzt, bis das Öl vollständig eingebrannt ist.

Dadurch bildet sich auf dem Rost eine Patina, die vor Rost schützt und das Eindringen von unerwünschten Geschmackssubstanzen verhindert. Daher sollten Gussroste ebenso wie Töpfe und Pfannen aus Guss nicht mit Spülmittel, sondern nur mit Wasser und Bürste gereinigt werden.

Ein gutes Grillrost zahlt sich aus. Das versprechen wir Ihnen. © Marc Lorenz © Marc Lorenz

Die richtigen Reinigungshelfer

Einen Spachtel, eine Drahtbürste und vielleicht ein wenig Zeitungspapier: Mehr braucht es nicht, um den Grillrost wieder sauber zu bekommen. Gereinigt werden sollten Grillroste unmittelbar nach dem Grillen. Dazu grobe Essensreste mit einem Spachtel leicht abkratzen, den Grill auf höchste Temperatur bringen und den Deckel schließen.

Sobald aus dem Grill kein Rauch mehr entweicht, kann der Rost mit einer Drahtbürste von den letzten Rückständen gesäubert werden. Gussroste sollten nach dieser Reinigung regelmäßig mit Öl bepinselt und nochmals aufgeheizt werden. Am leichtesten gelingt dieser Vorgang natürlich auf Elektro- oder Gasgrills.

Wer beim Holzkohlegrill nicht noch mehr Brennmaterial verfeuern möchte, reinigt den noch leicht warmen Rost am leichtesten, wenn er ihn in nasses Zeitungspapier einschlägt und über mehrere Stunden einweichen lässt. Danach können mit Wasser und Bürste die letzten Rückstände leicht entfernt werden.

Der Anzündkamin

Ein äußerst praktischer Helfer für Holzkohle- oder Brikett-Griller ist ein Anzündkamin. Es gibt ihn schon für wenige Euro im Bau- oder Supermarkt.

Die Kohlen werden in dem eimerförmigen Kamin locker aufeinandergeschichtet. Unter dem Kamin ist ein Hohlraum, in dem Grillanzünder oder noch besser Eierkartonstücke angezündet werden.

Die Flammen entzünden die Glut, die sich langsam nach oben durch den Anzündkamin „arbeitet“. Schon nach 20 bis 30 Minuten sind die Kohlen gut durchgeglüht, werden im Grill ausgeschüttet und sind startklar.

Ein Anzündkamin ist wirklich erschwinglich. © Marc Lorenz © Marc Lorenz

Die Grillhandschuhe

Sie sollten nicht nur beim Nutzen eines Anzündkamins zum Einsatz kommen. Insbesondere bei vielen oder großen Stücken im hohen Temperaturbereich verweilt die Hand des Grillmeisters schon recht lange in heißer Umgebung. Daher sollte beim Anschaffen der Grillhandschuhe nicht das preiswerteste Angebot gekauft werden. Für rund 30 Euro sind echte „High-Tech“-Handschuhe zu bekommen, mit denen sich sogar der heiße Grillrost über mehrere Sekunden anfassen lässt.

Das Grillbesteck

Hier ist eine Neuanschaffung in den meisten Fällen nicht notwendig. In fast allen Küchen finden sich Zangen oder Pfannenwender, mit denen am Grill ebenso gut gearbeitet werden kann.

Auf Fleischgabeln sollte man verzichten, da durch das Einstechen wertvolle Fleischsäfte austreten könnten, wodurch das Fleisch unnötig austrocknet und im schlimmsten Fall sogar ungesunde Dämpfe entstehen können.

Wer sich eine Grillzange zulegen will, sollte diese im Laden unbedingt testen. Die Zange sollte bequem in der Hand liegen, stabil sein, um auch größere Stücke gut zu greifen, und dennoch so filigran einsetzbar sein, dass auch kleines oder empfindliches Grillgut, wie zum Beispiel Zwiebelringe, bewegt werden können.

Beim Besteck hat jeder seinen eigenen Favoriten. © Unsplash © Unsplash

Das Grillthermometer

Gerade für Grillanfänger sollte ein Grillthermometer zur Kerntemperaturmessung wichtigster Begleiter sein, da gerade Fleisch von außen schon durchaus genussbereit erscheinen kann, es innen aber noch längst nicht fertig gegart ist.

Einstechthermometer sind schon ab rund 10 Euro zu haben. Wie der Name schon sagt, sticht man mit dem nadelförmigen Ende in das Grillgut und kann in wenigen Sekunden die aktuelle Kerntemperatur ablesen.

Das ist nicht nur wichtig, damit Rindfleisch ( Zieltemperatur rund 56 Grad) nicht plötzlich viel zu zäh wird, sondern auch weil gerade Hähnchenfleisch vor dem Verzehr mindestens eine Kerntemperatur von 72 Grad haben sollte. Wer ein paar Euro mehr ausgeben möchte, kann auch zu einem Kabel-Thermometer greifen.

Der entscheidende Vorteil: Insbesondere bei größeren Bratenstücken kann man die Nadel in das Fleisch stecken, das Kabel aus dem Garraum herausführen und den Grill oder Backofen schließen. Auf der Empfängerstation außerhalb des Grills kann dann jederzeit die aktuelle Garstufe abgelesen werden.

72 Grad? Perfekt fürs Hähnchen. © Marc Lorenz © Marc Lorenz
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