Grippesaison

Grippefälle in NRW sinken von 26.000 auf 88 – andere Viren verursachen Atemwegserkrankungen

Die gängigen Hygienemaßnahmen schützen nicht nur gegen das Coronavirus, sondern auch gegen die Grippe. Atemwegserkrankungen werden in diesem Jahr hauptsächlich durch zwei Viren verursacht.
Wegen der gängigen Hygienemaßnahmen gegen das Coronavirus wurden auch andere Krankheiten in NRW eingedämmt. © picture alliance / Maurizio Gambarini/dpa (Symbolbild)

Maskenpflicht, Lockdown und Homeoffice: Die Grippewelle ist in Nordrhein-Westfalen durch die umfangreichen Schutzmaßnahmen und Kontaktbeschränkungen gegen die Ausbreitung der Corona-Pandemie weitgehend ausgefallen.

In der gesamten Grippe-Saison 2020/2021 sind dem Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen bisher nur 88 entsprechende Meldungen nach dem Infektionsschutzgesetz übermittelt worden, wie eine Sprecherin des Landesamtes der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres seien es im bevölkerungsreichsten Bundesland rund 26.000 Grippe-Fälle gewesen. Das Landesamt verwies auf Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI), denen zufolge weltweit über eine ungewöhnlich niedrige Influenza-Aktivität berichtet werde, die deutlich unter denen der Vorjahre liege.

Hauptsächlich Rhinoviren und Sars-Cov-2

Die Aktivität von akuten Atemwegserkrankungen habe in Deutschland seit Beginn des Lockdowns Ende 2020 bis Ende Februar 2021 auf einem historisch niedrigen Niveau gelegen. „Auch im März zeigte sich nur ein vorübergehender, leichter Anstieg“, erklärte die Sprecherin. Die registrierten akuten Atemwegserkrankungen würden laut Untersuchungen des RKI in dieser Saison bisher hauptsächlich durch Rhinoviren und Sars-CoV-2 bestimmt, Influenzaviren würden nur selten nachgewiesen.

Im vergangenen Jahr stand die Grippeschutzimpfung angesichts der Corona-Pandemie stärker im Fokus als in den Vorjahren. Die Impfempfehlungen gegen Grippe betrafen relativ viele Menschen.

dpa

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