Coronavirus und Ukraine-Krieg

Impfzentrum wird zur Flüchtlingsunterkunft: Umbau in Gelsenkirchen

Seit Beginn des Krieges in der Ukraine sind bereits 2,7 Millionen Menschen geflohen. Mehrere Hundert von ihnen sollen nun in einem umgebauten Impfzentrum Platz finden.
Blick in die Unterkunft in der Burachhalle. In rund 1200 Arbeitsstunden haben Technischen Hilfswerk und Feuerwehr die Unterkunft über ein Wochenende aufgebaut. Bis zu 300 Personen haben in der Sporthalle Platz. In Gelsenkirchen soll ein Impfzentrum ebenfalls umgebaut werden.
Blick in die Unterkunft in der Burachhalle. In rund 1200 Arbeitsstunden haben Technischen Hilfswerk und Feuerwehr die Unterkunft über ein Wochenende aufgebaut. Bis zu 300 Personen haben in der Sporthalle Platz. In Gelsenkirchen soll ein Impfzentrum ebenfalls umgebaut werden. © picture alliance/dpa

Aus dem Impfzentrum wird eine Erstaufnahmeeinrichtung für Ukraine-Flüchtlinge – bereits am Montagabend will die Stadt Gelsenkirchen mit dem Umbau der Emscher-Lippe-Halle beginnen. Zuvor sollten tagsüber noch die letzten zugesagten Corona-Schutzimpfungen über die Bühne gehen, sagte ein Stadtsprecher. Rund 300 geflüchtete Menschen aus der Ukraine könnten ab Ende März bei Bedarf in der Halle Platz finden, wie die Stadt ankündigte.

Seit der russischen Invasion in das Nachbarland am 24. Februar sind nach UN-Angaben bereits 2,7 Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen. Nach Deutschland kamen laut Bundesinnenministerium bisher 146.998 Geflüchtete. Weil nicht alle Flüchtlinge registriert seien, könnte die tatsächliche Zahl aber deutlich höher sein.

Umbau geht schnell voran

Der Umbau der Halle gehe recht schnell, weil die Stadt noch die nötigen Pläne, Stellwände für die Raumabtrennungen und vor allem die Baugenehmigung von 2015 vorhalte, sagte der Stadtsprecher. Damals, als viele Flüchtlinge aus Syrien nach Deutschland kamen, sei die Halle bereits zur Unterbringung der Menschen genutzt worden. An diese Erfahrungen könne die Stadt nun anknüpfen.

Als Impfzentrum wird die Eissporthalle nicht mehr benötigt – zuletzt war die Nachfrage nach Impfungen äußerst gering. Die Stadt nutzt für die Impfungen statt der Halle künftig Impfbusse.

dpa

Der neue Lokalsport-Newsletter für Haltern

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Halterner Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.