NRW: Kfz-Haftpflichtversicherung und Kasko werden für viele Autofahrer teurer

Eine Frau guckt in den Rückspiegel ihres Wagens.
Autofahrer in Großstädten zahlen meistens etwas mehr für ihre Kfz-Haftpflichtversicherung. © picture alliance/dpa/dpa-tmn
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Die Versicherungswirtschaft hat die für Autobesitzer wichtigen Regionalklassen neu berechnet. Unter anderem durch Änderungen der Klassengrenzen rutschen 33 der 53 Städte und Kreise in Nordrhein-Westfalen vom nächsten Versicherungsjahr an oder bei Neuverträgen in neue Klassen – bessere oder schlechtere. Demnach kann es für Autofahrerinnen und Autofahrer günstiger oder teurer werden.

Je niedriger die Regionalklasse, desto günstiger wirkt es sich auf den Versicherungsbeitrag aus. In welche Regionalklasse Ihr eigener Bezirk eingeordnet ist, können Sie hier auf unserer interaktiven Karte sehen.

Interaktive Karte: Die neuen Regionalklassen der Autoversicherer für NRW

Wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Dienstag in Berlin mitteilte, sind in der Haftpflichtversicherung in NRW künftig vier Kommunen in Klasse 11. Drei von ihnen waren vorher in der höchsten und teuersten Regionalklasse 12. Am anderen Ende sind die beiden am besten abschneidenden Kommunen künftig in Regionalklasse 3. Bislang waren drei in Klasse 2 und sieben in Klasse 3.

Video: So funktioniert die Regionalklasse der Kfz-Versicherung

Das sind die neuen Klassen der Kfz-Haftpflicht

Autofahrer im Kreis Coesfeld haben derzeit die beste Schadenbilanz (Regionalklasse 3), in Essen die schlechteste (Klasse 11). Regionalklasse 11 haben fortan auch Gelsenkirchen, Remscheid und Wuppertal.

Die Landeshauptstadt Düsseldorf verbesserte sich von Klasse 12 auf 10. Dortmund und Duisburg stiegen auf zu Klasse 10. Dort befindet sich unverändert auch Hagen.

Münster verschlechterte sich von Regionalklasse 2 auf 4, liegt aber damit aber noch gut im Rennen. Bottrop hat nun Klasse 9.

Teilkasko mancherorts in NRW günstiger – oder teurer

Unna liegt in der Kfz-Haftpflicht unverändert in Klasse 7, verbesserte sich aber bei der Teilkasko auf Klasse 2. Damit könnte es dort dann günstiger werden. Günstiger wird es in dieser Hinsicht u.a. auch in Bielefeld, Olpe, Remscheid und Wuppertal. Teurer dagegen wiederum in Gelsenkirchen.

Regionalklassen sollen das Risiko eines Schadens in einer bestimmten Region abbilden. Maßgeblich ist der Wohnort des Halters. Für die Höhe der Versicherungsprämie spielen allerdings auch noch andere Faktoren eine Rolle wie zum Beispiel das Fahreralter, die Typklasse des Autos oder die jährliche Kilometerleistung.

Diese Bundesländer erreichen gute Schadenbilanzen

Bundesweit besonders gute Schadenbilanzen in der Haftpflichtversicherung erreichen Brandenburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. „Hier verursachen Autofahrer weniger beziehungsweise weniger teure Schäden als im Bundesdurchschnitt“, hieß es. Hohe Regionalklassen gelten hingegen insbesondere in Großstädten sowie in Teilen Bayerns. Die schlechteste Schadenbilanz hat wie schon in den Vorjahren Berlin. Die Regionalstatistik des GDV ist für die Versicherungsunternehmen unverbindlich, wird jedoch von den meisten Unternehmen herangezogen.

Autoversicherung kann meist zum 30. November gekündigt werden

Bei den meisten Autoversicherungen endet zum Ende des Jahres das Versicherungsjahr und einen Monat vor Ablauf kann die Kfz-Versicherung gekündigt und gewechselt werden. Im Regelfall kann bis zum 30. November gekündigt werden.

dpa/kar/bär

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