Feuer in Hagen

Mit Video: Gefahrguthalle in Hagen brennt – Riesige Rauchwolke 20 Kilometer weit zu sehen

Eine Gefahrguthalle mit Chemikalien hat am Mittwoch in Hagen lichterloh gebrannt. Es gab mehrere Explosionen. 250 Anwohner wurden evakuiert. Eine riesige Rauchwolke war Kilometer weit zu sehen.
Eine riesige Rauchwolke zieht über Hagen hinweg. Die Bevölkerung wird aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. © Alex Talash

Bei der Firma Fass Braun an der Sedanstraße in Hagen-Eckesey ist am Mittwochmorgen ein Großbrand ausgebrochen. Eine riesige Rauchwolke zog über die Stadt und war 20 Kilometer weit noch bis Lüdenscheid zu sehen. Laut Polizei und Feuerwehr brannte eine Gefahrguthalle mit Chemikalien. Dabei soll es sich um Schwefelsäure und Lösungsmittel handeln.

Feuerwehr gibt nach Luftmessungen Entwarnung

Die Feuerwehr warnte vor Geruchsbelästigung und forderte die Menschen auf, sich nicht im Freien aufzuhalten sowie Türen und Fenster zu schließen. Gesundheitsgefahren konnten zunächst nicht ausgeschlossen werden, auch weil in der Halle Lösungs- und Reinigungsmittel verbrannt waren. Nach Luftmessungen gab die Feuerwehr am frühen Nachmittag Entwarnung.

Das Video zeigt mit Bildern aus der Luft die Ausmaße des Brandes. Außerdem gibt es Erklärungen von Feuerwehrsprecher Alexander Schmidt, Fass Braun-Betriebsleiter Stefan Nitsche und Hagens Oberbürgermeister Erik O. Schulz:

Nach Angaben des Polizeisprechers war der Brand um 7.45 Uhr gemeldet worden. Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot aus, um die Flammen zu löschen. Immer wieder waren auch kleinere Explosionen zu hören gewesen. 250 Menschen wurden aus umliegenden Gebäuden in Sicherheit gebracht.

Größere Verletzungen habe es durch das Feuer nicht gegeben, sagte ein Feuerwehrsprecher. Ein Mitarbeiter sei nach seinem vergeblichen Versuch, die Flammen zu löschen, vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht worden. Er sei allenfalls leicht verletzt.

Brandursache und Schaden weiterhin unklar

Nach Angaben des Feuerwehrsprechers hatte die Lagerhalle komplett gebrannt. Auch im Hof gelagerte Kunststoffcontainer seien in Flammen aufgegangen. Zudem habe das Feuer auch das Bürogebäude der Firma beschädigt.

Am späteren Vormittag seien die Flammen zunehmend unter Kontrolle gewesen, so der Sprecher weiter. Statt schwarzem Qualm steige inzwischen im wesentlichen nur noch Wasserdampf auf. Bis alle Glutnester gelöscht seien, werde es aber noch bis zum Nachmittag dauern. Die Brandursache war zunächst ebenso unklar wie eine Schadenssumme.

Auf dem Firmengelände werden nach Auskunft der Polizei unter anderem Fässer und Kunststoffcontainer hergestellt. Auch Lösungs- und Reinigungsmittel seien dort gelagert.

mit dpa

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