Kriminalität

Nach Ermordung von Cindy Koch vor über 20 Jahren: Polizei überprüft neue Hinweise

Vor über 20 Jahren ist Cindy Koch ermordet worden. Der Fall konnte nicht gelöst werden - jetzt gibt es neue Hinweise. Anlass war die Behandlung des Falls in der Sendung „Aktenzeichen XY...ungelöst“.
ZDF-Moderator Rudi Cerne im Studio der Sendung «Aktenzeichen XY … ungelöst».
ZDF-Moderator Rudi Cerne im Studio der Sendung «Aktenzeichen XY ... ungelöst». © picture alliance/dpa

Knapp 24 Jahre nach der Ermordung der 20-jährigen Cindy Koch in Oberhausen geht die Polizei neuen Ermittlungsansätzen nach. Anlass war die Behandlung des Falls in der ZDF-Fernsehsendung „Aktenzeichen XY…ungelöst“ am vergangenen Mittwoch.

„Es sind Hinweise eingegangen – sowohl telefonisch als auch per E-Mail“, sagte eine Sprecherin der Polizei Essen am Freitag. „Diese werden wir sorgfältig überprüfen und auswerten.“ Nähere Angaben machte sie aus ermittlungstaktischen Gründen nicht.

Ungeklärte Mordfälle werden systematisch abgearbeitet

Nach früheren Angaben der Polizei war die angehende Erzieherin und Mutter eines damals 18 Monate alten Jungen am Abend des 10. August 1997, einem Sonntag, tot in ihrem Bett gefunden worden. Zuvor hatte sie in der Nacht auf Sonntag mit einer Freundin mehrere Diskotheken in Oberhausen besucht.

Nachdem sie ihre Freundin am Sonntagmorgen abgesetzt hatte, fuhr sie nochmals zu einer Disko. Gegen 07.10 Uhr wurde die junge Frau zuletzt gesehen, wie sie auf dem Beifahrersitz ihres Wagens saß. Der Kleinwagen wurde von einem unbekannten Mann gefahren und vor ihrem Wohnhaus geparkt. Gemeinsam gingen die beiden in die Wohnung der Frau. Was dann geschah, ist unklar.

Mord verjährt nicht. Daher hat das Landeskriminalamt NRW eine hohe Anzahl ungeklärter Mordfälle in eine „Cold Cases“-Datenbank aufgenommen. Sie werden nun systematisch abgearbeitet.

dpa

Der neue Lokalsport-Newsletter für Haltern

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Halterner Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.

Lesen Sie jetzt