Coronavirus

Neue Quarantäneverordnung: Vollständig geimpfte Kontaktpersonen von Quarantäne befreit

Laut einer neuen Quarantäneverordnung müssen vollständig geimpfte Kontaktpersonen unter bestimmten Voraussetzungen nicht mehr in häusliche Quarantäne. Auch für Arbeitgeber gibt es Neuerungen.
Vollständig geimpfte Kontaktpersonen sind unter bestimmten Voraussetzungen von der häuslichen Quarantäne befreit. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Das NRW-Gesundheitsministerium hat eine neue Corona-Test-und-Quarantäneverordnung erlassen. Damit gelten ab diesem Mittwoch (21. April) neue Regelungen für Corona-Tests in Betrieben sowie für die häusliche Quarantäne.

Mit einer Ergänzung setzt die Landesregierung einen Beschluss der Gesundheitsminister der Bundesländer und des Bundes von Anfang dieser Woche um. Demnach müssen symptomlose Personen, die bereits eine Zweitimpfung erhalten haben und somit über einen nach RKI-Definition vollständigen Impfschutz verfügen, nicht mehr in Quarantäne, wenn sie Kontaktperson einer positiv auf das Coronavirus getesteten Person sind.

Nach RKI-Definition als vollständig geimpft gelten Personen 14 Tage nach der zweiten (BioNTech/Pfizer, Moderna, AstraZeneca) beziehungsweise einmaligen (Johnson & Johnson) Impfung, das heißt am 15. Tag. Entwickelt die Kontaktperson trotz vorausgegangener Impfung Symptome, so muss sie sich unverzüglich in Quarantäne begeben und eine zeitnahe Testung veranlassen.

Arbeitnehmer aus Hochinzidenzgebieten müssen Tests angeboten bekommen

Außerdem sind Arbeitgeber ab sofort verpflichtet, ihren Beschäftigten mindestens zwei Schnell- oder Selbsttests pro Woche anzubieten, sofern diese in Hochinzidenzgebieten leben, aber in Deutschland arbeiten. Die Kosten sind vom Arbeitgeber zu tragen. Die neue Regelung gilt vor allem für die Menschen, die in Grenzregionen leben und arbeiten.

„Arbeitgeber, die Beschäftigte einsetzen, die täglich oder mehrfach wöchentlich von ihrem Wohnort in einem Hochinzidenzgebiet zur Arbeit kommen, sind verpflichtet, diesen Beschäftigten auf Kosten des Arbeitgebers zwei Mal wöchentlich einen Schnell- oder Selbsttest anzubieten und ihnen das Ergebnis im Verfahren zu bestätigen“, heißt es dazu in der Verordnung.

Die Änderung erfolgt im Vorgriff auf eine in den nächsten Tagen erfolgende Änderung der Corona-Arbeitsschutzverordnung des Bundes, nach der dann Arbeitgeber allen in Präsenz tätigen Arbeitnehmern zwei Tests pro Wochen anbieten müssen.

rej

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