Polizei NRW ändert umstrittene Regelung bei Bewerbungsvoraussetzung

Auszubildende für den mittleren Polizeivollzugsdienst
In Zukunft können sich auch Bewerber mit kleinerer Körpergröße als bisher erlaubt bei der Polizei bewerben. © picture alliance / dpa
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Bei der NRW-Polizei ist eine umstrittene Regelung gefallen: Bislang konnte man sich nur ab einer Mindestgröße von 1,63 Meter bei der Polizei bewerben. Nun kann man durch einen zusätzlichen Sporttest auch die Ausbildung starten, wenn man kleiner ist. Das teilte das Innenministerium am Dienstag in einem Bericht an den Landtag mit.

Das Kippen der grundsätzlichen Mindestgröße geht auf den Vorschlag einer neuen Task Force zurück. Sie soll sich um ein Ziel aus dem schwarz-grünen Koalitionsvertrag kümmern: Die Stärkung der Polizei um jährlich 3000 Kräfte.

„Wir führen ein neues sportwissenschaftliches Testverfahren ein und ermöglichen Bewerberinnen und Bewerbern unterhalb der Mindestkörpergröße damit einen Zugang in die NRW-Polizei. So tragen wir auch den hohen körperlichen und gesundheitlichen Anforderungen an Polizistinnen und Polizisten im täglichen Einsatz weiter Rechnung“, sagte Innenminister Herbert Reul (CDU) der Deutschen Presse-Agentur.

In einigen anderen Bundesländern (Bremen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und dem Saarland) wurde die Mindestgröße schon ganz abgeschafft. Das ist grundsätzlich möglich, weil die Polizei Ländersache ist und nicht einheitlich geregelt ist. Wieder andere Bundesländer unterscheiden bei der Mindestgröße zwischen Männer und Frauen. Bei der Bundespolizei hingegen entfällt der Mindestgrößenanspruch vollkommen.

dpa/karie