Prozess

Verheerender Tanklaster-Brand auf der A40: Lkw-Fahrer soll sturzbetrunken gewesen sein

Sturzbetrunken soll der Tankwagen-Fahrer (42) gewesen sein, der auf der A40 einen verheerenden Brand verursachte. Die A40 bei Mülheim war fast ein Jahr gesperrt. Jetzt wurde der 42-Jährige angeklagt.
Mit schwerem Gerät reißen Bauarbeiter nach dem Unfall und dem verheerenden Brand eine Eisenbahnbrücke ab, die über die Autobahn A40 führt. © picture alliance/dpa

Rund 14 Monate nach einem verheerenden Tanklasterunfall auf der A40 ist Anklage gegen den damals mutmaßlich betrunkenen Fahrer des Lastzugs erhoben worden. Der 42-jährige Mann aus Essen soll damals aufgrund eines alkoholbedingten Fahrfehlers von der Fahrbahn abgekommen sein, wie das Amtsgericht Mülheim mitteilte. Laut Anklage hatte er dabei 1,77 Promille Alkohol im Blut, wie Gerichtsdirektorin Susanne Galonska-Bracun am Donnerstag sagte.

Der Tatvorwurf lautet auf fahrlässige Gefährdung des Straßenverkehrs in Tateinheit mit fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Brandstiftung. Wann die Verhandlung beginnt, steht noch nicht fest. Zuvor hatte die „WAZ“ über die Anklageerhebung berichtet.

Autofahrer wurde schwer verletzt

Der Lastwagen war am 17. September mit 35.000 Litern Kraftstoff an Bord von der Fahrbahn abgekommen und gegen Abgrenzungen geprallt. Dabei stieß er mit seinem Fahrzeug auch gegen das Auto eines Mannes, der schwer verletzt wurde. Der Laster geriet unter einer Eisenbahnbrücke in Brand. Durch die Hitze wurden mehrere Brücken so schwer beschädigt, dass sie abgerissen und durch Hilfsbrücken ersetzt werden mussten. Bei dem Unfall war auch der Lastwagenfahrer schwer verletzt worden.

Die Bauarbeiten sorgten wegen zahlreicher Sperrungen fast ein Jahr lang immer wieder für erhebliche Behinderungen im Bahn- und Autoverkehr. Die Bahn hatte den Unfallschaden insgesamt auf einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag geschätzt. Die Staatsanwaltschaft bezifferte die Höhe des Sachschadens in der Anklage auf über zehn Millionen.

dpa


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