Brände in NRW unter Kontrolle - Regen nicht so heftig wie erwartet

Feuerwehrleute löschen einen Waldbrand in Hennef.
Feuerwehrleute löschen einen Waldbrand in Hennef. Angesichts der anhaltenden Trockenheit haben die Feuerwehren in Nordrhein-Westfalen mit mehreren Wald- und Feldbränden zu kämpfen. © picture alliance/dpa/Freiwillige Feuerwehr Hennef
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Nach schwierigen Löscharbeiten beim größten Waldbrand der vergangenen Tage in Nordrhein-Westfalen ist das Feuer zwischen Altena und Iserlohn im Sauerland unter Kontrolle. In der Nacht zum Donnerstag hatten noch etwa 100 Feuerwehrleute in mühsamer Handarbeit die Löscharbeiten an einem schwer zugänglichen Steilhang fortgesetzt.

Letzte Glutnester beschäftigte die Einsatzkräfte aber auch noch am Morgen. Die Polizei unterstützte die Feuerwehr unter anderem mit einem Hubschrauber, der die Lage aus der Luft beurteilte. Auch aus der Luft wurde gelöscht.

Ein Feuerwehrmann bekämpft einen Brand in Alsdorf bei Aachen. © picture alliance/dpa/dmp press

„Der Brand hatte sich immens und in einer rasanten Geschwindigkeit ausgebreitet“, sagte Kreisbrandmeister Michael Kling. Wind bereitete den Einsatzkräften allerdings auch am Morgen noch immer Probleme, weil er kleinere Brände immer wieder entfachte. Zur Unterstützung rückten erneut weitere Feuerwehren aus der Umgebung an.

Von dem Waldbrand sind etwa zehn Hektar Land in schwer zugänglichem Gelände betroffen. Insgesamt kamen den Angaben zufolge seit Ausbruch des Feuers am Mittwochnachmittag rund 600 Lösch- und Rettungskräfte zum Einsatz. 20 bis 25 Bewohner hatten vorsorglich ihre Wohnungen verlassen.

Einsetzender Regen half bei den Löscharbeiten

Ebenfalls betroffen waren ein Flugplatz und ein Reitstall. Die meisten Tiere auf einem Gnadenhof wurden von freiwilligen Helfern vorsichtshalber in Sicherheit gebracht. Für den Großeinsatz im Märkischen Kreis musste zeitweise der Luftraum sowie einige Straßen gesperrt werden.

Am Mittwochabend in NRW einsetzender Regen half, zahlreiche lodernde Feuer zu löschen. Zwar gab es lokal stärkere Gewitter mit größeren Regenfällen. Doch fielen diese nicht so heftig aus wie befürchtet. Am Donnerstagmorgen zogen die Gewitter bereits nach Niedersachsen ab.

Im Laufe des Tages soll das Tiefdruckgebiet laut Deutschem Wetterdienst (DWD) bis zum Abend langsam über Schleswig-Holstein und Dänemark weiterziehen. Nach drei Hitzetagen mit Spitzentemperaturen nahe der 40 Grad Celsius in NRW war es nach dem Durchzug der Regenfronten am Donnerstag vergleichsweise angenehm kühl.

Für den Tag wurden Höchsttemperaturen zwischen 23 und 26 Grad erwartet. Dabei sollte es überwiegend wechselnd bewölkt sein. Einzelne Schauer und Gewitter, teilweise mit Starkregen, seien noch möglich, so der DWD. In der Nacht zum Freitag werde es teils wolkig, teils klar. Örtlich könne sich Nebel bilden. Es bleibt aber überwiegend niederschlagsfrei.

dpa