Wetter

Wetterphänomene Saharastaub und „Blutregen“ erwarten NRW: Was bedeutet das für uns?

Staub aus der Sahara wird von Winden aus Nordafrika nach Deutschland getragen und verfärbt den Himmel. Das Wetterphänomen kann auf Autos sichtbar werden. Die Trockenheit hält weiter an.
Mit Saharastaub angereicherte Luft aus Nordafrika weht über dem Rheintal und sorgt für rötlich verfärbtes Tageslicht.
Mit Saharastaub angereicherte Luft aus Nordafrika weht über dem Rheintal und sorgt für rötlich verfärbtes Tageslicht. © picture alliance/dpa

Wer aktuell einen rötlich-braun gefärbten Himmel sieht, muss nicht beunruhigt sein. Südwestwinde tragen aktuell Staub aus der Sahara nach Deutschland. Wie ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Dienstag sagte, werde vor allem am Mittwochmittag mit einer starken rötlich-braunen Verfärbung des Himmels gerechnet. In Bayern und Baden-Württemberg ist es bereits am Dienstag zum Wetterphänomen gekommen.

Durch leichte Niederschläge kann es dabei zu einem sogenannten „Blutregen“ kommen, wobei der Wüstensand ausgewaschen wird. Das herabfallende Wasser färbe sich dann bräunlich. Beispielsweise auf Autos oder Gartenmöbeln kann der Sand sichtbar werden.

Der Begriff „Blutregen“ stammt aus dem Mittelalter und folgt aus der damaligen Erklärung für das Wetterphänomen: Viele hielten den rötlichen Regen für eine Strafe Gottes oder einen Unglücksbringer. Eigentlich bedeutet die Farbe aber vor allem eines: eine Verschmutzung des Regens.

„Dies sei nichts Ungewöhnliches um diese Zeit“, ordnete der Wetterexperte des DWD ein. Dabei wird bei Tiefdruckgebieten über Nordafrika Wüstensand aufgewirbelt und in höheren Luftschichten rund um die Welt getragen. Diese Winde erreichen vor allem im Frühjahr und Sommer Deutschland. Derzeit liege nach Angaben des Meteorologen schon wegen der anhaltenden Trockenheit viel Staub in der Luft.

Laut Kachelmannwetter ist derzeit ein „ungewöhnlich starkes Saharastaub-Ereignis“ am Mittwoch im Westen Deutschlands zu erwarten. Die Konzentration des Saharastaubs sei massiv, ließ Kachelmannwetter via Twitter verbreiten. Nordostwinde tragen den Wüstensand ab Donnerstag wieder aus Deutschland heraus.

Die Luftqualität wird allerdings kaum bis gar nicht beeinflusst. Bedenklich für den Menschen ist das Wetterphänomen ebenfalls nicht.

In Nordrhein-Westfalen erwarten die Meteorologen in den kommenden Tagen Regen, Sonne und Nebel. In der Nacht zum Mittwoch ist es trocken und teils wolkig. Später kann es gebietsweise Nebel geben. Die Temperaturen sinken im Rheinland auf drei, in Westfalen und im Bergland auf ein bis minus ein Grad. Es kann Bodenfrost geben.

Am Mittwoch ist es zunächst wechselnd bewölkt, gebietsweise neblig-trüb. Im Tagesverlauf ist es dann zunehmend heiter. Es bleibt trocken. Die Höchsttemperaturen liegen in Ostwestfalen bei etwa 15 Grad, im Rheinland bei etwa 18 Grad und im höheren Bergland bei etwa 10 Grad.

In den darauf folgenden Tagen soll das sonnige und trockene Wetter weiter anhalten.

dpa

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