Coronavirus

Zahl der Corona-Intensivpatienten in NRW steigt weiter an

Die Intensivstationen in NRW sind zum Großteil mit Corona-Patienten belegt. Der bisherigen Höchststand in den Kliniken ist fast erreicht. Trotzdem gibt das Gesundheitsministerium Entwarnung.
Die Zahl der Corona-Patienten auf den Intensivstationen in NRW steigt weiter an. © picture alliance/dpa

Die Belegung der Intensivstationen in Nordrhein-Westfalen mit Corona-Patienten nähert sich weiter dem bisherigen Höchststand in der Pandemie an. Nach dem Überblick der Landesregierung werden mit Stand Donnerstag landesweit 1067 Covid-19-Erkrankte intensiv behandelt. Das sind 24 Patienten mehr als am Mittwoch.

Der bisherige Höchststand in der Pandemie lag landesweit bei 1165 Intensivpatienten Ende Dezember. Von den 1067 Intensivpatienten müssten mit Stand Donnerstag 798 beatmet werden. Das sind 35 mehr als am Mittwoch. Die Gesamtzahl der Corona-Patienten in den NRW-Kliniken sank um 50 auf 3792 Personen.

Kliniken in NRW weit entfernt von Triage-Situation

Die Krankenhäuser in NRW sind nach einer aktuellen Einschätzung des Gesundheitsministeriums trotzdem aber noch weit von einer katastrophalen „Triage“-Situation entfernt, wie Staatssekretär Edmund Heller am Mittwochabend im Gesundheitsausschuss des Landtages erklärt hatte.

Kein Covid-Patient müsse Angst davor haben, dass er nicht behandelt werden könne, unterstrich er. „Triage“ bedeutet in der Katastrophenmedizin, dass Mediziner aufgrund von knappen Ressourcen nach gewissen Kriterien entscheiden müssen, wem sie zuerst helfen. Die Gesamtzahl der freien Intensivbetten mit Beatmungstechnik sank in NRW erneut auf landesweit 457 mit Stand Donnerstag. Das sind neun weniger als am Mittwoch und 68 weniger als am Dienstag.

Schon in der vergangenen Woche hatte diese Zahl zeitweise unter der Marke von 500 gelegen. Krankenhäuser verweisen immer wieder darauf, dass sie auch ausreichend Personal zur Verfügung haben müssen für die Behandlung der schwer erkrankten Patienten. Deshalb haben Kliniken zum Beispiel planbare Operationen reduziert. Auch wurden neue Betten geschaffen.

dpa

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