Borussia Dortmund

BVB erledigt Hausaufgaben gegen Union und steht vor Finale in Wolfsburg

Der Kampf um die Champions League spitzt sich zu. Der BVB erledigt beim 2:0 gegen Union Berlin seine Hausaufgaben und steht vor einem Millionen-Finale am Samstag in Wolfsburg.
Der BVB erledigte beim 2:0-Heimsieg gegen Union Berlin seine Hausaufgaben. © dpa

Einen wichtigen Erfolg hatte Borussia Dortmund (mit vielen anderen Mitstreitern) ja schon am Dienstag erzielt. Das klare Bekenntnis des BVB gegen eine europäische Super League trug mit dazu bei, dass ein Projekt, dass den Fußball komplett auf den Kopf gestellt hätte, sehr schnell wieder beerdigt wurde.

BVB reist mit fünf Zählern Rückstand zum VfL Wolfsburg

Seine sportliche Aufgabe erledigte die Borussia dann am Mittwochabend auch noch – der dritte Bundesliga-Sieg in Serie mit dem 2:0 (1:0) gegen wie immer wehrhafte Unioner aus Berlin war hart erarbeitet und hält den BVB aussichtsreich im Rennen um den so erstrebenswerten vierten Platz. Weil im Parallelspiel des Champions-League-Konkurrenten aus Wolfsburg in Stuttgart die Niedersachsen mit 3:1 die Oberhand behielten, reist Dortmund am Samstag mit fünf Zählern Rückstand auf die Wölfe in die Autostadt. Nur vier sind es zur Eintracht aus Frankfurt.

Mit nun nur noch vier Spieltagen vor der Brust spitzt sich der Kampf um die Tickets für Europas Königsklasse weiter zu. Ausrutschen verboten, diese Maxime galt auch gegen die „Eisernen“, gegen die Edin Terzics Team noch etwas gutzumachen hatte, denn kurz vor Weihnachten gab es im zweiten Pflichtspiel des Trainers nach der Entlassung von Lucien Favre die erste Niederlage.

BVB gegen Union Berlin im Tiefschlaf – Ingvartsen trifft die Unterkante der Latte

BVB-Coach Terzic hatte sich gerade erst an der Seitenlinie postiert, als er zusehen musste, wie Emre Can vor dem eigenen Strafraum ein übler Fehlpass in die Füße von Marcus Ingvartsen unterlief. Handgestoppte zwölf Sekunden nach dem Anpfiff von Schiedsrichter Daniel Schlager klatschte der Ball nach dem Schuss des Berliners an die Unterkante der Latte.

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Bundesliga, 30. Spieltag: BVB – Union Berlin 2:0 (1:0)

Die Szene hinterließ ihre Wirkung in den schwarzgelben Reihen, Unions Pressing mit zum Teil sieben Feldspielern in der Dortmunder Hälfte behagte dem BVB auch nicht. Zehn Minuten dauerte es, bis sich die Borussia durch Thorgan Hazard erstmals zu Wort meldete. Dessen energischem Antritt in den Strafraum folgte ein ganz feiner Ball auf Marco Reus. Wie frei Reus beim verunglückten Drehschuss war, wurde dem BVB-Kapitän so richtig erst nach der Aktion bewusst.

BVB-Kapitän Reus fällt im Strafraum – eher kein Elfmeter

Distanzschüsse waren danach ein probates Mittel, um weiter an Sicherheit zu gewinnen. Hazard forderte Luthe erstmals (14.). Auch Giovanni Reyna (16.) zwang den Berliner Keeper zu einer Parade. Die Anfangsphase hatte der BVB aus den Trikots geschüttelt.

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Es war auch kein Zufall, dass der fleißige Reus an Entstehung und Vollendung des ersten Treffers beteiligt war. Nachdem der BVB-Kapitän nach Pass von Hazard gegen den herausstürzenden Luthe eher am Ball war und zu Boden ging, zögerte Schlager nicht mit dem Pfiff. Die Zeitlupen ließen die Zweifel an dieser Entscheidung wachsen, der Kölner Keller aber protestierte nicht.

BVB-Torjäger Haaland findet in Union-Torhüter Luthe seinen Meister

Dass Erling Haaland bei der Ausführung und im Nachschuss an Luthe scheiterte, war in diesem Moment zu verschmerzen – Reus setzte energisch nach, im dritten Anlauf landete der Ball im Netz (27.).

Wolfsburg führte derweil in Stuttgart, im Signal Iduna Park arbeitete der BVB am zweiten Treffer. Defensiv hatte Dortmund um den umsichtigen Mats Hummels die Unioner nun weitgehend im Griff, offensiv fand Haaland in Luthe seinen Meister – Reyna war zuvor mit Tempo in den Strafraum eingedrungen und hatte klug quergelegt (36.).

BVB-Keeper Marwin Hitz ist mit den Fingerspitzen am Ball

Sich nicht auf die dünne Führung zu verlassen, war auch der Auftrag für die zweite Hälfte. Reyna hatte gleich zwei Mal das 2:0 auf dem Fuß (50./64.), beim zweiten Ball nach Vorarbeit des eingewechselten Jadon Sancho rettete Lenz für Union auf der Linie. Wie fragil die Führung war, zeigte sich zwei Minuten später, als Max Kruses Freistoß an den Pfosten klatschte. Hitz lenkte den Ball spektakulär ans Aluminium.

Der BVB befand sich weiter auf dünnem Eis. Die fünfte Gelbe Karte für Mats Hummels schmerzte, der Abwehrchef wird am Samstag in Wolfsburg fehlen. Haaland blieb offensiv glücklos (76.), so ging das Zittern bis zur 88. Minute weiter, dann vollendete Raphael Guerreiro einen Konter zum 2:0. Es reichte knapp, die körperlich robusten und gut organisierten Berliner verlangten dem BVB aber alles ab. Jetzt ist alles bereit für das „Endspiel“ in der VW-Stadt.

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