Schalke 04

1:1 in Karlsruhe – Schalke mit durchwachsener Vorstellung beim KSC

Ein Punkt, mit dem Schalke zufrieden sein muss: Beim 1:1 in Karlsruhe zeigt der Aufstiegsaspirant spielerisch insgesamt zu wenig und muss Druckphase des KSC überstehen. Terodde trifft erneut.
Unentschieden: Auch dieses Kopfballduell zwischen Schalkes Simon Terodde (l.) und Karlsruhes Daniel O’Shaughnessy scheint irgendwie keinen richtigen Sieger zu haben. © Tim Rehbein/RHR-FOTO

Schalke ging optisch auf Distanz zu Hauptsponsor Gazprom: Beim Mannschaftsbus wählten die Königsblauen das Modell mit der Werbeaufschrift des Bus-Unternehmers, auf den Trikots stand „Schalke 04“. Das Spiel selbst begann mit einer Schweigeminute für die Opfer des russischen Militärangriffs auf die Ukraine.

S04-Trainer Dimitrios Grammozis hatte die Startelf gegenüber dem Spiel gegen Paderborn unverändert gelassen – Schalke begann also u. a. wie der mit dem Yaroslavi Mikhailov, Florian Flick und Darko Churlinov, während beispielsweise Rodrigo Zalazar, Victor Palsson und Kapitän Danny Latza nur auf der Bank saßen. Reinhold Ranftl gehörte zum dritten Mal hintereinander nicht mal zum Kader, Dong-gyeong Lee hatte sich im Abschlusstraining einen Mittelfußbruch zugezogen und wird lange fehlen.

Nicht gut, aber effektiv

Die erste Spielhälfte war vor 15.2000 Zuschauern auf der BBBank-Wildpark-Stadion-Baustelle ein Abnutzungskampf, aber ein temperamentvoller. Beide Mannschaften schenkten sich nichts, Schiedsrichter Pattrick Ittrich musste sogar die Trainer Christian Eichner (Karlsruhe) und Dimitrios Grammozis um mehr Disziplin an der Seitenlinie bitten.

Schalke war spielerisch zwar nicht besonders einfallsreich, dafür aber effektiv: Nach einer Ecke von Thomas Ouwejan verlängerte Marius Bülter den Ball auf Simon Terodde, der aus kurzer Distanz zu seinem 16. Saisontreffer einköpfte – Schalke führte nach 27 Minuten mit 1:0, was den KSC aber nicht weiter beeindruckte.

KSC machte Druck

Im Gegenteil: Nun waren die Gastgeber am Zug kamen zu guten Chancen. Eine davon nutzte der Südkoreaner Kyoung-Rok Choi, der schon beim 2:1-Sieg des KSC in der Hinrunde getroffen hatte, zum 1:1 (35.).

Grammozis konnte zur Halbzeit nicht zufrieden sein und ragierte: Die wenig auffälligen Blendi Idrizi und Yaroslav Mikhailov wechselte er aus, Danny Latza und Dominick Drexler kamen – viel besser wurde das Schalker Spiel dadurch nicht.

Pieringers Großchance

Karlsruhe machte nun mächtig Druck, hatte durch den Ex-Schalker Philipp Hofmann, der in 49. Minute an Schalkes Torhüter Martin Fraisl scheierte, auch eine gute Chance. Nach und nach bekam Schalke das Geschehen wieder etwas in den Griff, ohne selbst noch zu großen Torchancen zu kommen.

In der letzten Viertelstunde des Spiels neutralisierten sich beide Mannschaften – bei allem Bemühen wirkte es so, als seien sie irgendwie mit dem Unentschieden zufrieden und wollten nichts mehr riskieren, um den einen Punkt noch zu verlieren. In der 90. Minute scheiterte Marvin Pieringer mit einer Großchance an KSC-Keeper Marius Gersbeck – aber ein Schalker Sieg wäre wohl dann doch etwas des Guten zuviel gewesen…

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