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2:2 gegen Gladbach: Schalke jubelt über spätes Elfmeter-Tor

Diesmal meldete sich der Video-Assistent zugunsten von Schalke, anders als in Köln: Marius Bülter verwandelt Handelfmeter in der Nachspielzeit zum 2:2. Schalkes erster Saisonpunkt.
Zweikampf zwischen Gladbachs Alassane Plea und Schalkes Alex Kral. © Tim Rehbein/RHR-FOTO

62.271 Zuschauer, ausverkauft. Schalkes Fans hatten sich zum ersten Heimspiel seit dem Aufstieg in die Erste Bundesliga eine ganz besondere Choreographie einfallen lassen. Ein riesiges S04-Logo wurde flankiert von der Botschaft: „100 Mal schon totgesagt – dann stehst Du immer wieder auf!“ Am Ende gab es ein 2:2 (1:0) gegen Borussia Mönchengladbach.

Beifall für Ko Itakura

Schalke begann wie erwartet mit Marius Bülter und Simon Terodde im Sturm, für Marcin Kaminski verteidigte Malick Thiaw, was sich im Training unter der Woche schon angedeutet hatte. Sebastian Polter saß auf der Bank, Dominick Drexler fehlte rot-gesperrt. Bei Borussia Mönchengladbach verteidigte Ko Itakura von Beginn an – Schalkes „Aufstiegsheld“ wurde auch von den S04-Fans mit viel Beifall begrüßt.

Dann war es aber schnell vorbei mit den Sentimentalitäten. Schalke war von Beginn an hellwach, Terodde und Bülter versuchten, das Gladbacher Aufbauspiel früh zu stören, und in der Defensive hatte Schalke ein engmaschiges Netz um Alex Kral und Tom Krauß aufgebaut. Gladbach blieb oft nur der Rückpass zu Torhüter Yann Sommer.

Energieleistung von Zalazar

Auch die ersten Chancen hatte Schalke: Nach einer Flanke von Thomas Ouwejan spitzelte Tobias Mohr den Ball neben das Tor (4.), ein wuchtiger Schuss von Rodrigo Zalazar ging übers Tor (9.).

Dann begann allerdings eine Phase, in der die Königsblauen die Bälle zu schnell verloren und den technisch beschlagenen Gladbachern immer mehr Spielanteile auch in der S04-Hälfte gönnen. Gladbach kam dem Schalker Tor immer näher, ohne allerdings eine zwingende Chance herauszuspielen. Alexander Schwolow im S04-Gehäuse musste lediglich machbare Aufgaben bewältigen, am lautesten Durchatmen musste Schalke, als Marcus Thuram relativ frei vor dem S04-Tor auftauchte, aber danebenschoss (22.).

Gladbach lange „brotlos“

Dann hatte Rodrigo Zalazar genug von der Gladbacher Drangphase: Der Mittelfeldspieler ließ sich bei seinem Solo von nichts und niemandem aufhalten und hämmerte den Ball mit einem schönen Flachschuss ins Gladbacher Tor, in dem Yann Sommer die Sicht verdeckt war. 1:0 für Schalke (29.) – das erste Heim-Tor der neuen Saison erzielte also der Spieler, der schon für den letzten Heim-Treffer in der vergangenen Saison (3:2 gegen St. Pauli ) verantwortlich war.

Gladbach blieb sich auch nach dem Seitenwechsel zunächst treu: Das sah alles ganz gefällig aus, war aber unterm Strich nicht effektiv – brotlose Kunst könnte man sagen. Den größeren Biss hatten jedenfalls die Gastgeber, bei denen Neuzugang Jordan Larsson nach einer Stunde für Tobias Mohr eingewechselt wurde und damit sein Bundesliga-Comeback feierte.

Schwolow wackelt beim 1:2

Larsson hatte in der 71. Minute sogar eine gute Chance, die kam aber recht überraschend, so dass er den Ball übers Tor schoss. Dann schlugen die Gäste doch noch zu: Jonas Hofmann traf zum 1:1 (73), und die Partie kippte immer mehr Richtung Tor der Schalker, die mittlerweile auch ohne Simon Terodde und Rodrigo Zalazar spielten.

Video

Die S04-Pressekonferenz nach dem Spiel gegen Borus

Nachdem Schwolow in der 77. Minute zweimal glänzend parieren konnte, war er beim Gladbacher 2:1 durch Thuram in der 78. Minute nicht aus der Verlosung zu nehmen – sein unterm Strich erfolgloses Herauslaufen bei einem hohen Ball war in dieser Form wahrscheinlich gar nicht notwendig.

Bülter nervenstark

Und dann gab es für Schalke schließlich doch noch Grund zum Jubel, und dafür sorgte ausgerechnet der Video-Assistent in Kombination mit Schiedsrichter Sven Jablonski: Der entschied nach VAR-Intervention in der Nachspielzeit auf Handelfmeter für Schalke. Den verwandelte Marius Bülter zum 2:2 (90. plus 3).

Der erste Saisonpunkt. Schalke war hingefallen, aber wieder aufgestanden.

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