Das Trainingslager-Tagebuch

Der rätselhafte Moderator in Kufstein

Im Schalker Trainingslager in Mittersill beschäftigt sich Reporter Frank Leszinski mit großen und kleinen Dingen, die ihm während der zwölf Tage aufgefallen sind.
Schon beim Warmmachen von Hamza Mendyl, Marvin Pieringer und Mehmet Can Aydin (v.l.) war die Tribüne in Kufstein voll besetzt. © Tim Rehbein/RHR-FOTO

Trotz des Abstiegs in die 2. Bundesliga hat Schalke in Österreich eine treue Fan-Gemeinde. In Kufstein sahen sich rund 1.000 Zuschauer das 0:0 gegen Zenit Sankt Petersburg an.

Die Journalisten saßen mitten unter den Fans. Das ist an sich kein Problem, trotzdem fühlten wir uns in Corona-Zeiten nicht so ganz wohl und mit Schalker Genehmigung durften die Medienvertreter zur zweiten Halbzeit auf die Gegengerade wechseln, wo sich keine Zuschauer befanden und Abstände besser eingehalten werden konnten.

Viermal von der Polizei angehalten

Dort traf ich einen ehemaligen Mitarbeiter der Schalker Presse-Abteilung, der sich in Österreich an diesem Wochenende um die Belange von Gazprom rund um dieses Testspiel kümmerte. Der Schalker Hauptsponsor hat natürlich auch Interesse daran, dass sein Verein sich sympathisch und volksnah präsentiert. Das war in Kufstein ohne Zweifel der Fall.

Nach dem Schlusspfiff gaben Fährmann und Co. den vielen Kindern, die auf den Platz liefen, bereitwillig Autogramme. Und ich erfuhr vom ehemaligen Mitarbeiter der Schalker Presseabteilung die kuriose Geschichte, dass er in zwei Tagen in Österreich gleich viermal von der Polizei angehalten worden war. Dabei stand er einmal sogar unter Verdacht, eine Hauswand besprüht zu haben.

Er redete und redete und redete

Ich kann den Ordnungshütern an dieser Stelle hoch und heilig versichern: So etwas macht er nicht. Das sah die Polizei dann auch so und ließ ihn weiterfahren.

Am meisten Rätsel gab mir jedoch ein russischer Journalist mit Kameramann auf. Nach dem Spiel stand er auf dem Rasen und redete und redete und redete. Da ich der russischen Sprache nicht mächtig bin, konnte ich leider nichts verstehen. Es kann aber nicht nur um das Spiel gegangen sein, denn so viel Gesprächsstoff gab das 0:0 zwischen Schalke und Sankt Petersburg nicht her.

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