Gabriel Bach war ein deutsch-israelischer Jurist und stellvertretender Ankläger im Prozess gegen Adolf Eichmann. Er war ein großer Fan des Schalker Kreisel. © Privat
Schalke 04 - Kolumne

Der Schalker, der den Massenmörder anklagte

In dieser Woche starb Gabriel Bach mit 94 Jahren. Er war Ankläger in einem der wichtigsten Prozesse der Nachkriegszeit und gleichzeitig Anhänger von Schalke 04.

Vor einigen Jahren las ich im Schalker Vereinsmagazin ein Interview mit Martin Schulz. Die Älteren werden sich erinnern: Der Mann war mal Kanzlerkandidat der SPD. Der FC-Fan Schulz wurde gefragt, was er denn am S04 faszinierend finde. Und da erzählte er von einer Begegnung mit einem Ankläger im Prozess gegen Adolf Eichmann, einen der kaltblütigsten Organisatoren des Nazi-Massenmordes. Dieser Ankläger lebe heute in Jerusalem und könne als glühender Schalke-Fan noch immer die Aufstellung der Meistermannschaft von 1937 aufsagen.

Über den Autor
Freier Journalist
Wuchs im Ruhrgebiet auf, studierte in Münster und arbeitete dann in Berlin zehn Jahre beim „Tagesspiegel“ und für „11Freunde“. Sein größtes berufliches Ziel bleibt ein ausführliches Interview mit Jiri Nemec. Hier schreibt der freie Journalist wöchentlich über Schalke 04.
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