Daumen hoch: Ko Itakura entwickelt sich zum Schalker Abwehrchef. © RHR-FOTO
Schalke 04

Die Qualitäten des neuen Schalker Abwehrchefs Ko Itakura

Zwei Schalker Spieler stachen beim Schalker 1:0-Erfolg in Paderborn besonders heraus: Stürmer Simon Terodde und Abwehrspieler Ko Itakura. Warum die Entwicklung des Japaners überrascht.

Hinterher, als Dimitrios Grammozis im kleinen Paderborner Presseraum den 1:0-Sieg des FC Schalke 04 noch einmal Revue passieren ließ, verriet der Schalker Trainer ein interessantes Detail. Der Einsatz von Ko Itakura, so Grammozis, habe „auf des Messers Schneide“ gestanden.

Deshalb lobte der 43-Jährige die medizinische Abteilung des eigenen Vereins, die hervorragende Arbeit geleistet habe. Zur Freude der Königsblauen, denn Itakura war ein sehr wichtiger Baustein beim zweiten Auswärtssieg in der laufenden Saison.

Sofort sportlich Fuß gefasst

Im Gegensatz zu anderen Spielern des runderneuerten Kaders hat der Japaner überhaupt keine Integrationszeit gebraucht. Als wäre es das Normalste der Welt hat der fünffache japanische Nationalspieler auf Schalke sportlich sofort Fuß gefasst. In Paderborn bot er seine bisher beste Leistung im Schalker Trikot, was auch durch einige statistische Daten untermauert wird.

Eine Passquote von 93 Prozent ist ebenso ein Topwert wie auch die Zweikampfquote von 67 Prozent. Während Schalke auf den Außenbahnen in der ersten Halbzeit Probleme hatte, die Paderborner Angriffe zu stoppen, gab es im Zentrum für die Ostwestfalen kein Durchkommen.

„Ein absoluter Gewinn“

Vor allem dank Itakura, der erst 48 Stunden vor dem Anpfiff das erste Mal wieder am Mannschaftstraining teilnehmen konnte, weil ihn muskuläre Probleme geplagt hatten.

„Ko ist ein absoluter Gewinn für unsere Mannschaft. Er lässt sich nicht aus der Ruhe bringen“, lobte Grammozis den 24-Jährigen, der sich bei seiner Premiere im Schalker Trikot in Regensburg noch schwer getan hatte, danach jedoch immer besser wurde.

Wouters ist der Verlierer

Schon im Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf gab es Szenenapplaus für den Verteidiger für sein energisches Zweikampfverhalten. Solcher Einsatz wird gerade auf Schalke besonders gern gesehen.

„Ko hat sich so schnell integriert. Er lebt diesen Verein schon nach kurzer Zeit“, lobte Sportdirektor Rouven Schröder den Defensivspezialisten, der bis zum Saisonende von Manchester City ausgeliehen ist. Sollte Schalke die Rückkehr in die Bundesliga schaffen, haben die Blau-Weißen dank einer Vertragsklausel die Möglichkeit, Itakura für vier Millionen Euro zu kaufen.

Während Itakura überzeugt, ist Dries Wouters bisher der große Verlierer im Kampf um einen Platz in der Schalker Abwehr. Der Belgier kam erst 25 Minuten in der 2. Liga für Schalke zum Einsatz, als er beim 3:0-Erfolg in Kiel eingewechselt wurde. Mit so wenig Einsatzzeiten hatte er bestimmt nicht gerechnet.

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