Malick Thiaw (l.) und Ko Itakura sind zwei Stammkräfte in der Schalker Defensive. © Tim Rehbein/RHR-FOTO
Schalke 04

Ein neues Schalke-Gefühl: Warum auf die Abwehr mehr Verlass ist

Schalke 04 ist hinten endlich wieder ganz dicht. Zwei Spiele in Folge ohne Gegentor, dass gab es bis zum Wochenende zuletzt vor drei Jahren. Die Gründe.

2:0 in Rostock gewonnen, eine Woche später den FC Ingolstadt mit 3:0 nach Hause geschickt. Eigentlich sollten solche Ergebnisse für den FC Schalke 04 nichts Besonderes sein. Sind sie aber doch, wie ein Blick in die Statistik zeigt.

Denn die Königsblauen brauchten tatsächlich drei Jahren, um endlich einmal wieder zwei Bundesligaspiele in Folge ohne Gegentor zu überstehen. Es war am 29. September 2018, als der damalige Bundesligist FC Schalke 04 in der Veltins-Arena mit 1:0 gegen Mainz 05 gewann. Am 6. Oktober folge der 2:0-Erfolg bei Fortuna Düsseldorf.

Ingolstadt hat kaum Chancen

Nun hat es endlich mal wieder geklappt, zwei Partien in Folge ohne Gegentor zu überstehen. Dimitrios Grammozis scheint eine Abwehr gefunden zu haben, die über die Stabilität verfügt, um im Kampf um den Aufstieg ein Wort mitzureden. „Wir haben defensiv nur sehr wenig zugelassen“, freute sich der Schalker Trainer.

Dass Martin Fraisl im Tor erneut ohne Gegentor blieb, stärkt seine Position als neue Schalker Nummer eins. Grammozis mochte das so zwar nicht bestätigen, aber dann gab er doch zu: „Martin hat es gut gemacht und weitere Argumente gesammelt“.

Fährmann im zweiten Glied

Der bei den Fans äußerst populäre Ralf Fährmann muss sich nun erst einmal hinten anstellen. Grammozis kann nachfühlen, dass es im Leben eines Fußballers schönere Momente gibt, aber Fährmann hatte zuletzt selbst in einem Kicker-Interview festgestellt: „Der Profifußball ist ein brutales Tagesgeschäft“.

Vor Fraisl hat sich eine Dreierkette mit Malick Thiaw, Ko Itakura und Marcin Kaminski etabliert. Vor allem Itakura hat sich nach kurzer Eingewöhnungszeit auf Schalke schnell zu einem Leistungsträger und Publikumsliebling entwickelt. Wie energisch er vor allem in der ersten Halbzeit gegen die Schanzer in die Zweikämpfe ging, wurde mit Szenenapplaus bedacht.

Ko Itakura ragt heraus

„Er hat gegen Stefan Kutschke, der eigentlich sehr schwer zu verteidigen ist, eine gute Leistung abgeliefert“, lobte Grammozis den Japaner, der mit guter Spielübersicht dafür sorgte, dass viele Angriffe der Gäste schon im Ansatz stecken blieben. Insgesamt habe man in der Defensive seriös verteidigt und wenig zugelassen, so Grammozis. „Kompliment nicht nur an Ko, sondern auch die Jungs, die neben ihm gespielt haben,“ sagte der 43-Jährige.

Allerdings wird man auf Schalker Seite die neue defensive Stabilität auch nicht überbewerten wollen, weil die Gegner in der Offensive auch nicht so besetzt waren, um Angst und Schrecken zu verbreiten. Ein gutes Gefühl in puncto Selbstvertrauen dürften die beiden Siege ohne Gegentor aber ohne Zweifel hervorrufen.

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