Er sollte Schalke retten: Trauer um Trainer Jürgen Sundermann

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1983 sollte er Schalke retten: Jürgen Sundermann, hier 1992 als Trainer des VfB Leipzig, ist im Alter von 82 Jahren verstorben. © picture alliance/dpa
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Gekommen war er als „Wundermann“, aber aus seinem grenzenlosen Optimismus wurde am Ende pure Fassungslosigkeit: Auch Jürgen Sundermann konnte den FC Schalke 04 in der Saison 1982/83 nicht vor dem Abstieg retten. Am Dienstag ist Jürgen Sundermann im Alter von 82 Jahren verstorben.

Der Schalker Karren steckte allerdings schon tief im Schlamassel, als Manager Rudi Assauer in seiner damals ersten Amtszeit Jürgen Sundermann als Nachfolger von Sigfried Held verpflichtete. Schalke war im Januar 1983 Tabellen-Schlusslicht, die Mission war also von Beginn an sehr kompliziert.

Aber Sundermann lebte immer Optimismus vor, schreckte dabei auch vor unkonventionellen Methoden nicht zurück. Immerhin führte er Schalke noch von Rang 18 auf Platz 16, die Hoffnung lebte also in den Relegationsspielen weiter, in denen Schalke dann aber gegen Bayer Uerdingen den Kürzeren zog. Weil Sundermann danach zögerte, ein neues Vertragsangebot der Königsblauen anzunehmen, hatte die Schalker Chefetage unter Präsident Dr. Fenne die Faxen dicke und verpflichtete Didi Ferner als neuen Trainer.

Mit Stuttgart sehr erfolgreich

Der gebürtige Mühlheimer Sundermann wechselte nach Frankreich zu RC Straßburg, insgesamt trainierte er 14 Mannschaften im In- und Ausland. Seine größten Erfolge, die auch seinen Ruf als „Wundermann“ begründeten, feierte er mit dem VfB Stuttgart.

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