Schalke 04

In aller Stille: Schalke-Legende Stan Libuda findet letzte Ruhestätte

Weil das Reihengrabfeld des legendären Rechtsaußen eingeebnet wird, hat die Stiftung „Schalker Markt“ sich für die Umbettung auf den „Schalke-Friedhof“ eingesetzt. Zeremonie ist am 15. Januar.
Als Rechtsaußen genial: Stan Libuda (l.), hier 1969 im Schalker Trikot gegen Bayern Münchens Verteidiger Peter Pumm. © dpa

Reinhard „Stan“ Libuda gehört ohne Zweifel zu den ganz großen Schalkern – kaum einer verkörpert das „Gesamtpaket“ Schalke so sehr wie der legendäre Rechtsaußen, der auf dem Rasen-Rechteck wesentlich besser zurechtkam als zum Teil in seinem Privatleben. Stan Libuda, der am 25. August 1996 im Alter von nur 52 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls verstarb, hat in den Herzen der Schalke-Fans einen festen, unverrückbaren Platz, er ist und bleibt unvergessen.

Bestattet wurde Stan Libuda auf dem Ostfriedhof Gelsenkirchen – da das Reihengrabfeld nun eingeebnet wird, drohte es keinen konkreten Ort mehr für die Erinnerung an den Dribbelkünstler zu geben. Dank der Initiative der Stiftung „Schalker Markt“ wird Stan Libuda nun auf den „Schalke-Friedhof“ (Schalker Fan-Feld) in Gelsenkirchen-Beckhausen umgebettet, auf dem auch schon andere Legenden der Königsblauen ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.

Würdiger Rahmen

Am 15. Januar wird die Zeremonie stattfinden, in aller Stille, in einem dem Anlass entsprechenden würdigen Rahmen. Es sind unter Einhaltung der dann gültigen Corona-Schutzmaßnahmen nur einige geladene Gäste zugelassen. Die Verantwortlichen der Stiftung „Schalker Markt“, allen voran Bodo Menze und Olivier Kruschinski, haben in diesem Zusammenhang nichts ohne Absprache mit Matthias Libuda, dem Sohn von Reinhard Libuda, geplant bzw. unternommen.

Gelsendienste, das für diese Fragen zuständige Unternehmen der Stadt, hat bereits „grünes Licht“ für die Umbettung gegeben. Für ein Ehrengrab der Stadt Gelsenkirchen hätte Stan Libuda wohl nicht die erforderlichen Bedingungen erfüllt: Aufgrund seiner Beteiligung am Bundesliga-Skandal Anfang der 70-er Jahre und des im Zusammenhang damit geleisteten Meineids gilt Libuda als vorbestraft.

Das alles gehört zu Libuda Biografie auch dazu – vor allem aber seine genialen Dribblings und Flankenläufe, wegen der Schalkes Fans auch Jahre nach seinem Karriere-Ende immer dann, wenn es nicht lief, sehnsüchtig durchs Parkstadion riefen: „Libuda, Libuda…“

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