Schalke-Kapitän Danny Latza bekam einen Schlag aufs Knie und musste deshalb schon früh ausgewechselt werden. © Tim Rehbein
S04-Einzelkritik

Langer hält Elfmeter, Schalke-Kapitän Latza verletzt sich

Bitterer Zweitliga-Auftakt für den FC Schalke 04. Trotz einer über weite Strecken ordentlichen Leistung verloren die Königsblauen mit 1:3 (1:0) gegen den Hamburger SV.

Es war ein Zweitligaspiel mit hohem Unterhaltungswert. Bis zum Schlusspfiff war die Partie spannend. Erst in den letzten drei Minuten kamen die Hamburger durch zwei Tore zum Sieg.

Michael Langer: Bis zum Elfmeter für den HSV hatte der Österreicher so gut wie nichts zu tun. Umso bemerkenswerter, wie er den Strafstoß von Robert Glatzel parierte. Bis zum Halbzeitpfiff brauchte der 36-Jährige dann nicht mehr eingreifen. Im zweiten Durchgang rettete Langer stark beim Freistoß von Leibold, doch beim Nachschuss war er machtlos. Note: 2,0

Malick Thiaw: Klärte einige brenzlige Situationen schon im Ansatz. Dafür gab es einige Male Applaus. Beim Hamburger Ausgleich reagierte er allerdings zu spät, so dass Glatzel im Nachschuss erfolgreich war. Note: 3,5

Florian Flick: Er bestätigte seine gute Vorbereitung zum Zweitligastart nicht. Der gebürtige Mannheimer verursachte er den Elfmeter für die Gäste, als er Kinsombi am Standbein traf und dieser etwas theatralisch zu Boden ging. Dass er in der 45. Minute die Gelbe Karte nach einem harmlosen Foul an Winzheimer sah, war übertrieben. Doch weil Flick nach dem Seitenwechsel noch einige Male foulte, wurde er vorsorglich ausgewechselt. Zuvor hatte er den Freistoß verursacht, den der HSV zum Ausgleich nutzte. Note: 5,0

Marcin Kaminski: Der Defensivspezialist überzeugte in der ersten Halbzeit mit klugem Stellungsspiel. In der Nachspielzeit schaltete er sich auch in die Offensive ein. Doch sein Kopfball ging am Hamburger Tor vorbei. In der Schlussphase vergab er eine gute Möglichkeit zum 2:2. Note: 3,5

Reinhold Ranftl: Der Österreicher lieferte sich einige verbissene Duelle mit HSV-Angreifer Manuel Winzheimer. Eine seiner Stärken, die Flanken von den Außenbahnen, kam gegen die Hamburger jedoch nicht zum Tragen. Note: 4,5

Victor Palsson: Nach dem verletzungsbedingten Ausscheiden von Latza übernahm der Ex-Darmstädter die Kapitänsbinde. Mit seiner kompromisslosen Haltung in den Zweikämpfen gab es einige Male Szenenapplaus. Note: 2,5

Thomas Ouwejan: Der ausgeliehene Neuzugang spielte recht unauffällig. In der 45. Minute brachte er mit einem Freistoß das Tor der Hamburger in Gefahr. Nach dem Seitenwechsel hatte er die große Möglichkeit, die Königsblauen wieder in Führung zu bringen, doch er scheiterte am prächtig reagierenden Heuer-Fernandes. Note: 3,0

Dominik Drexler: Der erst Mitte der Woche vom 1. FC Köln verpflichtete Kicker stand sofort in der Startelf. „Wer Fußball versteht, kann das“, lobte Sportvorstand Peter Knäbel den gebürtigen Bonner schon vor dem Anpfiff. Drexler trieb sich überall auf dem Platz herum, große Impulse gingen von ihm allerdings noch nicht aus. Dafür war die Zeit bei seinem neuen Verein bisher zu kurz. Note: 4,5

Danny Latza: In der Anfangsphase musste der Kapitän behandelt werden, konnte aber kurz darauf weiter spielen. Doch nach einer halben Stunde musste der 31-Jährige dann ausgewechselt werden. Bis dahin hatte er unauffällig, aber effektiv gespielt. Note: 4,0

Simon Terodde: Schon in der siebten Minute schlug der Torjäger eiskalt zu. Es war sein 143. Treffer in der 2. Liga. Danach war vom Mittelstürmer nicht mehr so viel zu sehen, aber sein Stellenwert bemisst sich hauptsächlich an Toren. In der zweiten Halbzeit hatte Terodde noch eine große Chance, die er allerdings nicht nutzen konnte. Es gelang ihm immer wieder, den Ball gut abzusichern. Note: 2,5

Marius Bülter: Der Neuzugang von Union Berlin begann die Partie mit sehr viel Power. Seine Vorarbeit zum 1:0 für Terodde war sehenswert. Dann tauchte er etwas unter. In der 35. Minute hatte Bülter seine nächste gute Aktion, als sein Schuss ans Außennetz ging. Nach der Pause nahm er sich die eine oder andere Auszeit, wo kaum etwas von ihm zu sehen war. Note: 3,5

Blendi Idrizi (31. für Latza): Absolvierte ein großes Laufpensum, doch in einigen Aktionen wirkte er übermotiviert. So zum Beispiel zu Beginn der zweiten Halbzeit, als er in aussichtsreicher Position einen Ball nicht unter Kontrolle bekam. Note: 4,0

Timo Becker (57. für Flick): Der Abwehrspieler führte sich mit einer gelungenen Defensivaktion gut ein. Er stabilisierte die rechte Schalker Abwehrseite. Note: 3,5

Bleron Krasniqi (73. für Dexler): Mit dem U23-Spieler hatte niemand im Schalker Kader gerechnet. Er durfte in der Schlussphase dann sogar sein Bundesliga-Debüt feiern. ohne Note

Über den Autor
freier Mitarbeiter

Der neue Lokalsport-Newsletter für Haltern

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Halterner Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.