Tief enttäuscht: Benjamin Stambouli nach seinem vergebenen Elfmeter. © dpa
S04-Einzelkritik

Nabil Bentaleb vergibt Elfmeter beim Schalker 1:5 in Stuttgart

Kein Licht am Ende des Tunnels: Schalke 04 kassiert eine 1:5-Klatsche in Stuttgart. Die Königsblauen leisten sich wieder einmal haarsträubende Abwehrfehler.

Nur Sead Kolasinac kann zwischenzeitlich auf 1:3 verkürzen. In dieser Verfassung werden die Königsblauen den Abstieg nicht verhindern können. Mittlerweile ist Schalke seit acht Pflichtspielen in Folge ohne Sieg. In der laufenden Saison gab es überhaupt erst einen Erfolg.

Michael Langer: Der Routinier kam wie erwartet für die verletzten Ralf Fährmann und Frederik Rönnow zu seinem dritten Bundesliga-Einsatz für die Königsblauen. Der 36-Jährige konnte einem in der ersten Halbzeit leidtun, denn seine Vorderleute patzten bei den VfB-Standards auf geradezu groteske Art und Weise. Langer verhinderte mit zwei starken Paraden einen noch größeren Rückstand zur Halbzeitpause. Nach der Pause bekam der Österreicher noch zwei Gegentore. Note: 3,5

Timo Becker: In der fünften Minute hatte er eine starke Offensivaktion, als er Amine Harit gut bediente. Doch bei den Gegentoren machte Becker nach den Eckbällen keine gute Figur. Insgesamt bot der 23-Jährige eine schwache Leistung. Note: 5,0

Malick Thiaw: Der junge Verteidiger zahlte besonders im ersten Durchgang viel Lehrgeld. Bei seinem Duell gegen Wamangituka hatte Thiaw großes Glück, dass Schiedsrichter Winkmann nicht auf Elfmeter entschied. Wirkte in einigen Spielsituationen sehr unkonzentriert. Note: 5,0

Shkrodan Mustafi: Rückte wieder in die Startelf, nachdem er sich gegen Dortmund beim Aufwärmen verletzt hatte. Doch seine Rückkehr gab der Abwehr keine Stabilität. Im Gegenteil, der Weltmeister von 2014 lamentierte viel zu viel, als dass er sich auf die Defensivarbeit konzentrierte. Note: 4,5

Sead Kolasinac: Ihm gelang zwar das 1:3, aber was er in der Defensive bot, war eine Zumutung. Gegen Wamangituka lief „Seo“ nur hinterher. Manchmal hatte man fast Mitleid mit ihm, weil ihn der VfB-Stürmer so „alt“ aussehen ließ. Nach der Pause spielte er etwas besser. Note: 4,5

Benjamin Stambouli: Knüpfte nahtlos an seine schwachen Vorstellungen der vergangenen Wochen an. Darüber konnte auch seine Vorarbeit zum 1:3 nicht hinwegtäuschen. Der 30-Jährige ist längst nicht mehr der Srtratege, der er einmal für das Schalker Spiel war. Note: 4,0

Omar Mascarell: Der frühere Kapitän lief meistens hinterher. In dieser Verfassung kann er Schalke sportlich nicht helfen. Seine Auswechslung zu Beginn der zweiten Halbzeit war keine Überraschung. Note: 5,0

William: In der 44. Minute schoss er einmal auf das Stuttgarter Tor, aber dieser Versuch ging vorbei. Ansonsten war von dem ausgeliegenen Brasilianer so gut wie nichts zu sehen. Schon nach 56 Minuten wurde er ausgewechselt. Note: 5,0

Suat Serdar: Erschreckend, in welcher Verfassung sich der Nationalspieler präsentierte. Bei den Gegentoren in der ersten Halbzeit war er mit „in der Verlosung“. Nach der Pause vergab er teilweise kläglich zwei gute Möglichkeiten. Note: 5,0

Amine Harit: Hatte in der Anfangsphase die Schalker Führung auf dem Fuß, doch sein Schuss war zu unplatziert. Ab und zu sorgte er für etwas Gefahr vor dem Stuttgarter Tor. Aber über 90 Minuten war das zu wenig. Note: 4,0

Matthew Hoppe: Das Spiel lief so wie die vorangegangenen für den Youngster: Er lief und rackerte, der Ertrag war überschaubar. Er verbreitete nicht den Hauch von Torgefahr. Note: 5,0

Alessandro Schöpf (56. für William): Der Österreicher brachte wenigstens etwas frischen Wind in die lahme Schalker Offensive. In der 82. Minute hatte er eine große Möglichkeit zum Torerfolg, doch scheiterte er an VfB-Schlussmann Kobel. Note: 4,0

Nabil Bentaleb (56. für Mascarell): Wie er den Elfmeter schoss, passte zum Schalker Auftritt. Sein Schuss war viel zu unplatziert. Wegen einer Unbeherrschtheit holte er sich auch noch eine Gelbe Karte ab. Note: 5,0

Benito Raman (73. für Hoppe): Konnte in der Schlussphase dem Schalker Spiel keine neuen Impulse geben. ohne Note

Bastian Oczipka (83. für Stambouli): Der Routinier fiel in den wenigen Minuten, in denen er spielte, weder positiv noch negativ auf. ohne Note

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