Dominick Drexler ist einer von nur vier Schalker Torschützen in dieser Saison. © Tim Rehbein/RHR-FOTO
Schalke 04

Schalke 04 will den Rückenwind für den dritten Sieg in Folge nutzen

2:0 in Rostock gewonnen, dann 3:0 gegen Ingolstadt: Nun will Schalke 04 in Hannover den dritten Sieg in Folge landen. Was Trainer Dimitrios Grammozis optimistisch stimmt.

Kein Spieler ist beim FC Schalke 04 atuell so gefragt wie Simon Terodde. Auch beim heutigen Zweitligaspiel in Hannover (18.30 Uhr, Sky) werden sich die meisten Blicke auf den Schalker Mittelstürmer richten.

Denn nachdem der 33-Jährige den Zweitliga-Torrekord von Dieter Schatzschneider mit 153 Treffern eingestellt hat, könnte er schon am Freitag zum alleinigen Rekordhalter werden. Sein noch Mit-Rekordhalter wird sich die Partie in der HDI Arena live ansehen.

Trikot für Terodde liegt parat

Ein bisschen Wehmut ist bei Schatzschneider zwar dabei, sollte Terodde ausgerechnet in Hannover treffen, aber der 63-Jährige ließ im Interview mit dieser Zeitung keinen Zweifel daran, dass er Terodde als Spieler und Typen mag. Sogar ein Trikot für den Schalker Angreifer hat Schatzschneider anfertigen lassen, dass er Terodde im Rekordfall mit einer kleinen Widmung übergeben will.

Rein statistisch gesehen sind die Aussichten von Schatzschneider aber nicht schlecht, dass Terodde ihn noch nicht überholen wird. Denn in seiner Karriere hat der gebürtige Bocholter noch nie gegen die Niedersachsen gewonnen und in sechs Spielen erst einmal geknpist.

„Bei Simon könnte man das Krise nennen“, sagte sein Trainer Dimitrios Grammozis mit einem Augenzwinkern. Er ist überzeugt davon, dass Terodde sich über den Rekord keine Gedanken macht und seine Lockerheit bewahren wird.

Erst vier Torschützen

Wie wichtig seine Trefferqualitäten für Schalke sind, zeigt der Vergleich mit dem heutigen Gegner: die gesamte Mannschaft von Hannover 96 hat es bisher auf sieben Tore gebracht, Terodde allein gelangen bisher elf in neun Zweitliga-Partien.

So stark diese Zwischenbilanz ist, so offenbart sie doch die große Abhängigkeit der Königsblauen von ihrem Mittelstürmer. Deshalb legte Grammozis in der Länderspielpause auch einen Trainingsschwerpunkt in Sachen Torgefährlichkeit. Denn außer Terodde haben bisher nur Marius Bülter (3) sowie Dominick Drexler und Mehmet Can Aydin (je 1) ins Schwarze getroffen.

Defensive Stabilität

Große Fortschritte hat Schalke hingegen in seiner Defensivarbeit gemacht. „Die defensive Stabilität gibt uns noch mehr Selbstvertrauen“, so Grammozis, der keinen Grund hat, seine Mannschaft groß zu verändern. Naheliegend ist nur, dass Victor Palsson nach seiner Sperre wieder in der Startelf stehen dürfte.

Dass Schalke mit einem Sieg erstmals in dieser Saison auf einem Aufstiegsplatz stehen könnte, spielt für Grammozis keine Rolle: „Wir schauen nicht auf die Tabelle, sondern wollen das nächste Spiel gewinnen.“

Mehr als 40.000 Zuschauer erwartet

Hannover 96 hofft beim Heimspiel gegen Schalke auf mehr als 40.000 Zuschauer. Trainer Jan Zimmermann spricht von einer großen Motivation für sein Team.

„Es ist total cool, an einem Freitagabend vor 40.000 Zuschauern zu spielen. Das motiviert die Jungs. Vor allem aber sind wir hochmotiviert, ein Zweitliga-Spiel zu gewinnen“, sagte Zimmermann. 35.000 Tickets haben die Niedersachsen für die Partie am Freitag, die um 18.30 Uhr unter 2G-Bedingungen ausgetragen wird, bereits abgesetzt. Allein 5.000 gingen zum FC Schalke 04.

Trotz ihres derzeitigen 13. Tabellenplatzes sehen sich die Niedersachsen vor dem Duell mit dem Bundesligaabsteiger im Aufwind. Die Länderspielpause habe man genutzt, „um an ein paar Stellschrauben zu arbeiten. Wir fühlen uns gut vorbereitet und selbstbewusst“, versprühte der 96-Coach Optimismus.

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