Schalke-Legende Olaf Thon übt heftige Kritik WM-Armbinden-Skandal schlägt hohe Wellen

Übt heftige Kritik: Olaf Thon.
Übt heftige Kritik an der FIFA: Schalke-Legende Olaf Thon. © Tim Rehbein/RHR-FOTO
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Olaf Thon ist ein umgänglicher Mensch, der nicht so schnell die Fassung verliert. Doch nach dem Armbinden-Skandal bei der Weltmeisterschaft in Katar redete sich die Schalke-Legende bei WDR 5 regelrecht in Rage. Im Zentrum seiner Kritik steht besonders FIFA-Präsident Gianni Infantino. Thon: „Sein Verhalten ist eine Schande für den Fußball“.

Der 56-Jährige hofft, dass die Verbände noch während der Weltmeisterschaft zusammen kommen und ein Zeichen setzen. Thon: „Was passiert ist, kann man nicht so stehen lassen“. Vor allem die mächtigen und mitgliederstarken Länder seien jetzt gefordert. Die iranischen Spieler seien mit ihrem Protest ein großes Risiko eingegangen, dagegen sei das Problem von Strafen für Spieler aus England oder Deutschland ein kleines.

Welches Signal man senden könnte, darüber hat sich Thon noch keine konkreten Gedanken gemacht. Ideen wie die von Ex-Profi Thomas Hitzlsperger, mit farbigen Schnürsenkeln aufzulaufen, hält Thon für „eine Kinderei. Da braucht es mehr“.

Zum WM-Austragungsort Katar sagte Thon: „Nirgendwo ist es perfekt. Das Problem ist die WM-Vergabe, zunächst an Russland und dann an Katar. Ich kann verstehen, wenn die Zuschauer das Interesse an der Weltmeisterschaft verlieren“.

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