Ist beim Aufbautraining „voll im Soll“: Schalkes Kapitän Danny Latza (r.), hier mit Athletiktrainer Michael Schwerhoff. © RHR-FOTO
Schalke 04

Schalke macht den Abflug: Der Kapitän ist noch nicht an Bord

Am Donnerstag hat Schalke ein Testspiel beim VfB Lübeck - für Danny Latza kommt dieser Test noch zu früh. Der Mannschaftskapitän ist nach seiner Verletzung trotzdem „voll im Soll“.

Die Einheit am Vormittag war besonders „knackig“, da ließ sich der Trainer nicht lumpen: Das für Mittwochnachmittag angesetzte Training sagte Dimitrios Grammozis kurzfristig ab. Die Jungs, so Schalkes Chefcoach, hätten sich das verdient. Nach vier Siegen aus den letzten fünf Spielen sollen die S04-Profis die Seele ein wenig baumeln lassen können, ohne freilich die Konzentration aufs Wesentliche zu verlieren.

Die Liga-Pause, bedingt durch die anstehenden Länderspiele, nutzt Schalke am Donnerstag zu einem Testspiel beim Regionalligisten VfB Lübeck (18 Uhr, zu sehen im kostenlosen Livestream bei Sport1). Solche Tests sind in der Regel hervorragend dazu geeignet, Spieler einer Prüfung zu unterziehen, die aus einer Verletzung kommen und schon länger nicht mehr dabei waren – wie Danny Latza beispielsweise.

Muskulatur meldete sich

Schalkes Kapitän hatte sich gleich im ersten Saisonspiel am 23. Juli gegen den Hamburger SV eine schwere Außenbandverletzung zugezogen. „Wir reden mehr über Monate als über Wochen“, hatte Sportvorstand Peter Knäbel unmittelbar danach sofort den richtigen Riecher, was die Ausfallzeit Latzas betrifft. Denn mittlerweile sind zweieinhalb Monate vergangen, in denen Schalke auf den Mittelfeldspieler verzichten musste. Alles keine Überraschung, niemand hatte ein früheres Comeback prognostiziert.

Allerdings machte Latza zwischenzeitlich so große und schnelle Fortschritte, dass es vage Hoffnungen gab, Latza könne früher als geplant zurückkehren. Doch dann meldete sich bei größeren Belastungen die Muskulatur, Latza musste quasi wieder einen Schritt zurückgehen, nachdem er zuvor recht flott im Vorwärtsgang unterwegs war.

„Voll im Soll“

„Danny macht gute Fortschritte, ist voll im Soll“, sagt Dimitrios Grammozis – und weist darauf hin, „dass man Danny manchmal etwas bremsen muss“. Soll heißen: Unterm Strich verläuft der Heilungsprozess genau so wie prognostiziert. Der Test in Lübeck kommt für Latza offenbar noch zu früh – im Flieger, der am Donnerstag Mittag von Düsseldorf aus Richtung Lübeck startet, wird der Kapitän nicht mit an Bord sein. Dafür Spieler aus der U23, die den Kader auffüllen – schließlich sind einige S04-Spieler mit ihren Nationalmannschaften unterwegs.

Mehmet Aydin hat unterdessen seine Teilnahme an den U20-Länderspielen aus Regenerationsgründen abgesagt – vielleicht kann er die Zeit nutzen, um die vielen Anfragen zu beantworten, die er nach seinem „Karate-Tor“ gegen Ingolstadt bekommen hat. Grammozis lachend: „Das ist der Wahnsinn. Memo kriegt Freundschaftsanfragen von Karatekämpfern und von Frauen, die Karate machen. Ich freue mich für den Jungen – das hat er sich verdient.“

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