Verbissene Zweikämpfe lieferten sich der Bremer Ömer Toprak (l.) und der Schalke Marius Bülter. © Tim Rehbein/RHR-FOTO
S04-Einzelkritik

Schalke mit solider Abwehr – Terodde erzielt sein Rekordtor

Schalke 04 verpasste in letzter Minute den Sieg in Bremen und musste sich nach der Führung durch Simon Terodde mit einem 1:1 begnügen. Der Ausgleich fiel per Elfmeter in der Nachspielzeit.

Beide Mannschaften schenkten sich in einer kampfbetonten Partie nichts. Schalke-Trainer Dimitrios Grammozis setzte auf diesselbe Elf wie bei der Heimniederlage gegen Darmstadt. In der Schlussphase traf Terodde zum 1:0. Doch das reichte nicht.

Martin Fraisl: Er bekam in der ersten Halbzeit relativ wenig zu tun. Einmal war er jedoch schon geschlagen, doch der beherzte Einsatz von Palsson bewahrte Schalke vor einem Rückstand. In der Strafraumbeherrschung ohne Fehl und Tadel. Auch nach dem Seitenwechsel blieben die großen Prüfungen für ihn jedoch aus. Note: 3,0

Malick Thiaw: Machte seine Sache im ersten Durchgang recht ordentlich, wenngleich es ihm nicht immer gelang, die Bremer Angriffe auf seiner rechten Abwehrseite zu stoppen. Nach dem Seitenwechsel sehr clever im Zweikampfverhalten. Note: 3,0

Ko Itakura: Der Abwehrchef spielte solide, in der Vorwärtsbewegung unterliefen ihm jedoch einige Fehler, die jedoch folgenlos bieben. Note: 3,0

Marcin Kaminski: Der Abwehrspieler war in der Anfangsphase gar nicht zufrieden mit der Positionierung der Defensive. Laustark und gestikulierend schimpfte er über das Zweikampfverhalten von Mehmet Can Aydin. In der zweiten Halbzeit wurde der Pole einige Male überlaufen. Note: 3,5

Mehmet Can Aydin: Sah bereits in der 20. Minute die Gelbe Karte, als er zu hart gegen Bremens Mitteldfeld-Organisator Leonardo Bittencourt einstieg. Er wirkte in einigen Spielsituationen übermotiviert. Note: 4,0

Victor Palsson: Seine beste Aktion in der ersten Halbzeit war die Rettungstat in der 32. Minute, als er auf der Linie einen Schuss von Füllkrug klärte. Wenig später wurde er verwarnt, weil er sich den Ball zu weit vorlegte und dabei voll Ömer Toprak traf. Da hatte der Isländer Glück, dass er mit einer Gelben Karte davon kam. Wahrscheinlich musste er deshalb auch seinen Platz in der Halbzeit räumen. Note: 4,5

Thomas Ouwejan: Hatte auf der linken Außenbahn teilweise überraschend viel Freiraum, den er immer wieder zu offensiven Vorstößen nutzte. Doch seine Flanken waren nicht so präzise wie gewohnt. Note: 3,5

Danny Latza: Der Kapitän kämpfte und rackerte, aber er braucht wohl noch etwas Zeit, um nach seiner langen Verletzungspause wieder den Spielrhythmus zu finden. In der 32. Minute sah er zurecht die Gelbe Karte nach grobem Foul an Ilia Gruev. Nach der Pause schwanden bei ihm die Kräfte. Note: 4,0

Dominick Drexler: Ihm gelangen zu Beginn der Partie einige wichtige Balleroberungen. Doch danach war nur noch wenig von ihm zu sehen. Eine Ausnahme war die 66. Minute, als sein unerwarteter Distanzschuss aufs Bremer Tornetz fiel. Note: 3,5

Simon Terodde: Fast hätte der Mittelstürmer in der elften Minute sein Rekordtor erzielt. Doch sein Heber ging knapp am Bremer Tor vorbei. Ansonsten entwickelte er nur wenig Durchschlagskraft. Nach dem Seitenwechsel hatte er zweimal die Chance auf ein Tor, doch fehlte ihm auch ein bisschen Glück. Doch das änderte sich in der 83. Minute… Note: 2,5

Marius Bülter: In der siebten Minute wurde der Schalker Stürmer erst in letzter Sekunde von Ömer Toprak in einem Laufduell gestoppt. Danach war von Bülter jedoch kaum etwas zu sehen, deshalb überraschte seine Auswechslung nicht. Note: 5,0

Rodrigo Zalazar (46. für Palsson): Der Uruguayer fand nur schwer ins Spiel. Einige Fehlpässe waren nicht gut für sein Sebstvertrauen. Doch mit seinem Distanzschuss, den Terodde zum 1:0 nutzte, war das alles vergessen. Note: 3,0

Marvin Pieringer (für 71. Bülter): Ihm gelang es nach der Schalker Führung, den Ball oft lange zu halten und das Spiel zu beruhigen. ohne Note

Florian Flick (71. für Latza): Verschaffte sich sofort Respekt durch einige resolute Zweikämpfe. ohne Note

Blendi Idrizi (78. für Drexler): Warf alles rein, damit Schalke die Führung halten konnte. ohne Note

Henning Matriciani (88. Aydin): Er kam, um den knappen Sieg zu halten. Das gelang nicht. ohne Note

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