Fassungslos: Schalke-Trainer Dimitrios Grammozis wendet sich ab, nachdem ihm Schiedsrichter Tobias Stieler die Gelbe Karte gezeigt hatte. © Tim Rehbein/RHR-FOTO
Schalke 04

Schalke-Sportdirektor Rouwen Schröder tobt über Elfmeter für Bremen

Die Gefühlslage beim FC Schalke 04 nach dem 1:1 in Bremen war einfach zu beschreiben. Spieler und Verantwortliche waren fassungslos über den Elfmeter in der Nachspielzeit, den Bremen nutzte.

Als Simon Terodde die Schalker Führung gelang, schwang sich Co-Trainer Mike Büskens auf die Schultern von Gerald Asamoah und war in seiner Freude kaum noch zu bändigen.

Wenig später war der „Eurofighter“ so sauer, dass er gar nicht mehr wusste, wohin mit seinen Emotionen. Kein Wunder, denn der Elfmeter, den Füllkrug zum Bremer Ausgleich nutzte, war höchst umstritten. „Das war die krasseste Fehlentscheidung, die ich je gesehen habe“, tobte Schalke-Sportdirektor Rouven Schröder und der ist bekanntlich schon viele Jahre im Profigeschäft tätig. Doch alle Schalker Proteste blieben ohne Erfolg.

„Krasseste Fehlentscheidung“

Schröder führte weiter aus: „Es stand viel auf dem Spiel, das 1:0 hat sich nicht angebahnt, aber wenn wir dann die Möglichkeit haben, mit dem Sieg hier rauszugehen, dann ist das ganz bitter.“

„Frustation überwiegt“

Auch der neue Torschützen Zweitliga-Rekord von Simon Terodde geriet so in den Hintergrund, wie Schröder bestätigte: „Für Simon freut es mich, aber die Frustration überwiegt bei mir.“

Ganz anders war die Gefühlslage natürlich bei Bremens Niclas Füllkrug, der in der 99. Minute zum 1:1 traf. „Ich habe mich tierisch auf den Elfmeter gefreut. Das ist doch Nervenkitzel pur in der 97. Minute.“

Gelbe Karte für Grammozis

Auch Schalke-Trainer Dimitrios Grammozis war außer sich und sah deshalb wegen seiner Proteste an der Seitenlinie von Schiedsrichter Stieler die Gelbe Karte.

Ähnlich wie Schröder wurde auch Grammozis sehr deutlich: „Das hat heute jeden Rahmen gesprengt. In jedem Spiel wird uns gesagt: Respektvoll miteinander umgehen. Aber wenn so etwas passiert, sollen wir die Ruhe bewahren. Das war heute zu viel. Der Elfmeter war eine absolute Frechheit, wie ich sie noch nie erlebt habe“.

Schalke ist jetzt nur noch Tabellensiebter. Aber das ist noch kein Grund in Resignation zu verfallen, denn Spitzenreiter Darmstadt 98 hat lediglich drei Punkte Vorsprung.

Die 2. Liga verspricht also weiterhin sehr viel Spannung. Am nächste Wochenende haben die Königsblauen den SV Sandhausen zu Gast.

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