Schalke 04

Schalke-Stürmer Matthew Hoppe und sein besonderer Rekord

Das hat noch kein Schalker Spieler mit 19 Jahren in der Bundesliga geschafft: Beim 4:0 gegen Hoffenheim erzielte Matthew Hoppe drei Tore. So jung war noch kein Schalker mit dieser Torzahl.
Alle Macht den Gefühlen: Matthew Hoppe freut sich über seine Tore für Schalke 04. © dpa

Dass der FC Schalke 04 für ihn ein besonderer Verein ist, hatte der Youngster kurz vor dem Jahreswechsel mit einem Twittereintrag dokumentiert, bei dem nur die Wortwahl etwas irritierte: „Ich bin gerade bereit, meinen Hintern für S04 zu sprengen“.

Frei übersetzt bedeutete dies, Hoppe werde in jedem Spiel alles geben. Gegen Hoffenheim gelang ihm das in so eindrucksvoller Manier, dass dem 19-Jährigen selbst hinterher die Worte fehlten.

Bundesliga-Debüt unter Baum

Nachdem er zuvor bei Schalkes U23 in der Regionalliga hauptsächlich als Einwechselspieler zum Einsatz gekommen war und lediglich einen Treffer erzielt hatte, bescherte ihm der damalige Schalke-Trainer Manuel Baum beim 1:4 in Mönchengladbach im November 2020 sein Profi-Debüt.

Seitdem ist der US-Boy fester Bestandteil des Profikaders und hat die Gunst der Stunde genutzt, weil seine Konkurrenten entweder verletzt waren (Raman) oder sich im Formtief befinden (Kutucu).

Lob von Christian Gross

In seiner Jugend durchlief Hoppe mehrere Klubs in den USA, vom FC Golden State (2011-2014) über Los Angeles Galaxy (2014-2015) und den Strikers FC (2015-2017), alle in seinem Heimatstaat Kalifornien.

Als Hoppe im Sommer 2019 von der Barca Residency Academy in Arizona, einem US-Projekt des FC Barcelona, in den Schalker Nachwuchs kam, blieb er zunächst eher unauffällig.

Doch schon vor seiner Leistungsexplosion gegen Hoffenheim äußerte sich Christian Gross lobend über das Talent. „Das ist ein Junge, der unheimlichen Ehrgeiz hat, ein großes Commitment und ganz klar nur Schalke im Kopf hat. Der will alles dafür tun, dass wir aus dieser Situation herauskommen, wirklich ein vorbildlicher Profi,“ so der 66-Jährige.

Nun will Hoppe beweisen, dass seine Leistung gegen Hoffenheim kein positiver Ausrutscher war. Nächste Chance dazu ist das Bundesligaspiel in Frankfurt am kommenden Sonntag.

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