Auf der Suche nach der Bestform: Schalke-Kapitän Danny Latza (M.). © Tim Rehbein/RHR-FOTO
Schalke 04

Schalke und sein Mittelfeld: Kapitän Latza ist ein Teil des Problems

Der falsche Elfmeterpfiff in Bremen überlagerte alle anderen Erkenntnisse, was das Schalker Spiel betraf. Enorme Probleme gibt es weiterhin im Mittelfeld um Kapitän Danny Latza.

Es war deutlich zu sehen: Je länger die Zweitliga-Partie zwischen Werder Bremen und Schalke 04 dauerte, desto mehr schwanden die Kräfte von Danny Latza.

Das sah auch Dimitrios Grammozis, der seinen Kapitän nach 70 Minuten vom Platz nahm. Damit ging der Schalker Trainer auch dem Risiko eines vorzeitlichen Platzverweises von Latza aus dem Weg, der nach einem harten Foul an Bremens Ilia Gruev bereits Mitte der ersten Halbzeit die Gelbe Karte gesehen hatte.

Noch nicht in Schwung

Nun bleibt die spannende Frage für die nächsten Partien, ob die Einsatzgarantie, die der Schalker Trainer seinem Kapitän mehr oder weniger offen nach dessen Rückkehr ins Team gegeben hatte, in dieser Form noch aufrechterhalten kann.

Denn der 31-Jährige kommt bisher nicht so schnell in Schwung, wie er sich das sicher gewünscht hätte. In Bremen kam der gebürtige Gelsenkirchener in manchen Zweikämpfen zu spät, ein Indiz dafür, dass es ihm nach seiner schweren Knieverletzung, die eine dreimonatige Auszeit zur Folge hatte, noch an Spritzigkeit mangelt.

Licktblick Zalazar

Latza ist jedoch nur ein Teil des Problems im Mittelfeld, das auch in Bremen nicht überzeugen konnte. „Wir verlieren die Bälle zu schnell“, monierte Schalke-Legende Olaf Thon auf der Tribüne schon zur Halbzeit im Gespräch mit dieser Zeitung. Diese Kritik wurde unterstützt von einer Ballbesitzquote von nur 40 Prozent im ersten Durchgang.

Dies lag auch daran, dass Dominick Drexler und Victor Palsson nicht in der Lage waren, dem Schalker Spiel im Zentrum Struktur und Impulse zu geben. Besser in Szene setzte sich für den gelbverwarnten Palsson der zur zweiten Halbzeit eingewechselte Rodrigo Zalazar. Zwar begann der Uruguayer seinen Einsatz mit einigen Fehlpässen, doch im Gegensatz zu Latza wurde seine Leistung im Laufe der Partie immer besser.

Sein Auftritt lässt sich durchaus als Bewerbungsschreiben für weitere Startelfeinsätze bewerten. Grammozis wird wissen, dass auch für seinen Kapitän das Leistungsprinzip gelten muss.

Bei aller Kritik am dürftigen spielerischen Auftritt sollte aber auch nicht vergessen werden, dass die Laufleistung (118,8 Kilometer) und das Zweikampfverhalten aller Spieler hohen Ansprüchen genügte. Dies ging wegen des falschen Elfmeterpfiffs von Schiedsrichter Tobias Stieler aber völlig unter.

Bis zu 100 Fans können am Dienstag ab 15.30 Uhr die Nachmittagseinheit besuchen. Voraussetzung ist ein 3G-Nachweis. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Parkmöglichkeiten bestehen auf dem P1.

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