Die Schalker Mitgliederversammlung hat am 13. Juni viele spannende Themen. © dpa

Schalker Fanclub-Verband macht sich Sorgen um Sitz im Aufsichtsrat

Seit vielen Jahren ist der Schalker Fanclub-Verband mit einem Mitglied im Aufsichtsrat vertreten. Dies könnte sich ändern, sodass die Fan-Organisation einen Appell formuliert hat.

Der Schalker Fanclub-Verband macht sich Sorgen um seinen Einfluss im Aufsichtsrat des Vereins. Bisher war es so, dass ein Mitglied der großen Fanorganisation mit über 50.000 Mitgliedern im Aufsichtsrat vertreten ist. Momentan füllt Heiner Tümmers diese Position aus.

Doch es besteht die Möglichkeit, dass sich dies ändern könnte. Denn es gab im Vorfeld der Mitgliederversammlung vier Satzungsänderungsanträge, die darauf abzielten, den Einfluss des Fanclub-Verbandes zu beschneiden. Zu den Antragsstellern gehört auch der ehemalige Finanzvorstand Peter Peters.

Die Hintertür

Diese Anträge wurden zwar vom Aufsichtsrat abgelehnt. Doch das muss nicht das letzte Wort gewesen sein. Denn theoretisch ist es laut Satzung möglich, dass jeder Antragssteller am nächsten Sonntag eine Abstimmung der Mitglieder über die nachträgliche Zulassung seines Antrages fordern kann. Sollte dafür eine Zweidrittelmehrheit zustande kommen, wird der Antrag nachträglich auf die Tagesordnung genommen und darüber abgestimmt.

Deshalb appelliert der Fanclub-Verband an seine Mitglieder: „Wir empfehlen hier also ganz klar: Lasst diese Anträge nicht zu oder stimmt bei einer Zulassung dagegen. Als größte Fanvertretung des FC Schalke mit 53.000 Mitgliedern (davon fast 20.000 gleichzeitige Mitglieder beim FC Schalke) haben unsere Fanclubmitglieder natürlich ein berechtigtes Interesse, dass unser entsandtes Vorstandsmitglied auch weiterhin den Platz im AR des FC Schalke behält, um die Interessen der Fans beim Verein zu vertreten. Dies hat sich seit vielen Jahren bewährt.“

Der Appell

Außerdem betont die Fanorganisatiom: „Auch Fans, die nicht im SFCV organisiert sind, können wir nur eine Ablehnung dieser Anträge an Herz legen. Denn unabhängig, wie man zum SFCV steht, sollte klar sein, dass es bei allen Anträge nicht um einen Ersatz des Postens, sondern um eine Streichung bzw. Verlagerung geht und damit die Fans ihre Stimme verlieren würden. Dies wäre sicher nicht zum Vorteil des FC Schalke, dessen größtes Gut die vielen Fans sind, auf die man sich gerade in der derzeitigen Situation mehr denn je verlassen muss und unserer Meinung nach auch verlassen kann.“

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