Kümmert sich lieber um die Zukunft als um die Gegenwart: Mark Uth. © dpa
Schalke 04

Sebastian Rudy sorgt für Ärger, Mark Uth verhandelt über seine Zukunft

Am Montag begann beim FC Schalke 04 mit Covid-19-Testungen die Vorbereitung auf die neue Saison. Und sofort gab es den ersten Ärger: Sebastian Rudy schwänzte einfach diesen Termin.

Ein Fußball-Profi hat Rechte und Pflichten. Für Sebastian Rudy scheint das weniger zu gelten. Er fehlte ohne Entschuldigung beim Schalker Trainingsauftakt.

Eigentlich sollten alle Vertragsspieler beim Corona-Test dabei sein. Dazu gehören neben den sechs Schalker Neuzugängen auch die Spieler, die in der vergangenen Saison verliehen waren. Obwohl die Leihverträge jeweils noch bis zum 30. Juni laufen, gilt es in den meisten Fällen ein Gentlemen’s Agreement, dass der Spieler vorzeitig zu seinem Stammverein zurückkehren darf.

Schröder ist sauer

So auch im Fall des nach Hoffenheim ausgeliehenen Rudy, der von den Kraichgauern eine vorzeitige Spiel- und Trainingserlaubnis für Schalke erhalten hatte. Sportdirektor Rouven Schröder war sauer: „Sebastian ist nicht gekommen, was uns mit Blick auf eine mögliche Zukunft bei Schalke 04 nachdenklich stimmt.“

Dagegen fehlte Mark Uth mit Schalker Zustimmung. Der 29-Jährige steht vor einem Wechsel zum 1. FC Köln. Länger Urlaub haben die Nationalspieler Markus Schubert, Ozan Kabak und Rabbi Matondo, während Omar Mascarell an einer Mittelohrentzündung laboriert.

Ursachen der Digital-Panne?

Andere Sorgen haben die Schalker Mitarbeitern, die mit der Vorbereitung der Mitglieder-Versammlung beschäftigt waren. Der vorzeitige Abbruch sorgte für riesige Enttäuschung. Warum es nach der gelungenen Generalprobe nicht klappte, wird den Zweitligisten wohl noch einige Zeit beschäftigen. Ob Schadensersatzforderungen gegen den Dienstleister, mit dem Schalke zusammengearbeitet hat, gestellt werden, steht noch nicht fest. Am Anfrage dieser Zeitung teilte Schalke mit: „Wir prüfen das weitere Vorgehen. Aktuell sind wir noch bei der Ursachenforschung.“

Der Abbruch bedeutet, dass Aufsichtsratschef Dr. Jens Buchta bis zur nächsten Mitgliederversammlung im Amt bleibt. Wann diese stattfinden wird, ist offen. Laut Satzung kann der Aufsichtsrat jederzeit eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen.

Empfehlungen der „Ultras“

Bei den Überlegungen wird eine Rolle spielen, wie sich die Corona-Pandemie entwickelt. Noch so ein digitales Fiasko wie können sich die Königsblauen nicht leisten. Deshalb dürfte eine Präsenzveranstaltung ins Auge gefasst werden.

Der personelle Umbruch im Aufsichtsrat ist dabei wohl nur verschoben. Die Fan-Gruppierung der „Ultras“ hatte übrigens an ihre Mitglieder nach Informationen dieser Zeitung Wahlempfehlungen ausgesprochen. Die „Ultras“ haben sich für viele fünf Kandidaten ausgesprochen: Holger Brauner, Matthias Dörnemann, Axel Hefer, Sven Kirstein und Dr. Meinolf Weidenbach. Auf der „roten Liste“ stehen Professor Dr. Stefan Gesenhues und Heinz-Jürgen Kallerhoff, die nicht gewählt werden sollen.

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