Niclas Füllkrug (Nummer 11) verwandelte den sehr fragwürdigen Elfmeter zum Ausgleich für Bremen. © Tim Rehbein/RHR-FOTO
Schalke 04

So bewerten „Collinas Erben“ den Elfmeter gegen Schalke 04

Der Elfmeterpfiff für Bremen beim 1:1 gegen Schalke war der große Aufreger. Die Königsblauen waren außer sich. Die Schiedsrichter-Experten von „Collinas Erben“ bezogen Stellung.

Die Emotionen kochten in der Nachspielzeit der Zweitligapartie zwischen Bremen und Schalke über. Was war passiert? Der Bremer Roger Assale war nach einem Zweikampf mit dem Schalker Henning Matriciani im Strafraum der Gäste zu Boden gegangen.

Zum großen Erstaunen der Königsblauen und vieler Fans entschied Schiedsrichter Tobias Stieler nach Hinweis des Video-Schiedsrichters (VAR) und nochmaliger Betrachtung der Szene auf Elfmeter.

Grammozis ist fassungslos

Schalke-Trainer Dimitrios Grammozis war außer sich. „Wenn man ein ganz klares Handspiel des Bremer Spielers plus Schwalbe nicht erkennt – das ist einfach unglaublich“, schimpfte der 43-Jährige. Das war nicht nur im Schalker Lager die Mehrheitsmeinung.

Noch mehr ins Detail gingen auf Twitter die Schiedsrichter-Experten von „Collinas Erben“, was diese Spielszene betraf. „Es gibt einen Kontakt am rechten Fuß, erkennbar daran, wie dieser dadurch ins Schlackern gerät. Assale gerät leicht aus dem Tritt, fällt aber erst mit Verzögerung, und die Art des Fallens passt nicht zu diesem Kontakt. Er ist für uns nicht ursächlich für den Sturz“, schreiben „Collinas Erben“.

„Kein Handspiel“

Weiterhin heißt es: „Diese Ursächlichkeit haben der VAR und anschließend Stieler anders bewertet. Vermutlich hat Stieler den Kontakt nicht wahrgenommen, daher der Eingriff. Assale schien mir aber eher zu fallen, weil die Chance für ihn dahin war. Den Strafstoß hätte es nicht geben sollen.“

Ein Handspiel des Bremers gab es in der Szene nach Meinung der Experten nicht. „Ein strafbares Handspiel von Assale lag hier nicht vor. Der Arm war in einer normalen, dem natürlichen Bewegungsablauf entsprechenden Haltung. Entsprechend war der Armkontakt nicht zu ahnden.“

Rätselhaft bleibt, warum sich der „Kölner Keller“ überhaupt bei Schiedsrichter Stieler meldete. Dies soll laut Regelwerk nur bei „gravierenden Fehlentscheidungen“ passieren. Selbst der frühere Bundesliga-Torschützenkönig Ailton, der sich als Bremen-Fan outete, wertete die Schiedsrichter-Entscheidung auf Sky als „klare Fehlentscheidung“.

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