Rouven Schröder (l.) und André Hechelmann kennen sich seit gemeinsamen Zeiten bei Mainz 05. © imago

So tickt Schalkes neuer Chefscout André Hechelmann

Schalke 04 hat in den letzten Jahren bei einigen Transfers mächtig daneben gelegen. Deshalb wird der Scouting-Bereich neu aufgestellt. Eine Schlüsselrolle nimmt dabei André Hechelmann ein.

Schalkes neuer Sportdirektor Rouven Schröder jagt momentan von einem Termin zum nächsten. Die Kaderplanung steht dabei eindeutig im Fokus. Dabei hielt ihm ein langjähriger Vertrauter, dessen Arbeit er beim FSV Mainz 05 schätzen gelernt hat: André Hechelmann.

Der 36-Jährige gilt als sehr fleißig und mit einem guten Auge für Talente. Sein Ausbildungsweg war nicht auf Fußball fixiert. Der 36-Jährige ist ausgebildeter Banker und schloss außerdem Studiengänge in den Bereichen Betriebswirtschaft und Sportmanagement erfolgreich ab.

Zehn Jahre in Mainz

Hechelmann startete seine Laufbahn im Fußball bei Mainz 05. Rund zehn Jahre arbeitete er für die Rheinhessen. 2011 begann er im Finanzwesen. Ab Sommer 2016 machte er als Teammanager der damals in der 3. Liga antretenden U 23 des FSV Mainz 05 erste Erfahrungen im sportlichen Bereich.

Von 2018 an arbeitete er als rechte Hand von Ex-Sportvorstand Rouven Schröder und verantwortete ab Herbst 2019 das Scouting federführend. Hechelmann gilt speziell in Frankreich und den Benelux-Staaten als bestens vernetzt. Das wird im Umkehrschluss jedoch nicht bedeuten, dass sich Schalke bei seinen Transferaktivitäten auf diesen Raum allein konzentriert.

Kreativität ist gefragt

„Dass wir André von einem Wechsel zu Schalke überzeugen konnten, freut mich beruflich wie persönlich. Er bringt ein großes Netzwerk und viel Fachkompetenz mit. Zusammen mit dem bestehenden Team um Fabio Casalnuovo wird er die Entwicklung der verschiedenen Bereiche des modernen Scouting federführend vorantreiben. Um so gemeinsam gute Transferentscheidung zum Wohle des Clubs treffen zu können,“ betonte Schröder bei seiner Präsentation.

Dass die Königsblauen beim Scouting erfolgreicher agieren als zuletzt ist besonders wichtig, weil das Geld für kostspielige Transfers fehlt. Deshalb ist Kreativität gefragt, um entwicklungsfähige Spieler nach Gelsenkirchen zu locken.

„Es gibt gewisse Parameter, die wir einhalten werden“, betont Schröder. „Und dann werden wir spüren, wie sehr der Spieler auf Schalke sein und mithelfen möchte, den Verein wieder in eine bessere Zukunft zu führen. Wenn das nicht stimmt, werden wir den Spieler nicht verpflichten.“

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