Blendi Idrizi hat sich positiv entwickelt. © Tim Rehbein/RHR-FOTO
Schalke 04

„Straßenköter“ macht Schalke-Trainer Dimitrios Grammozis viel Spaß

Blendi Idrizi gehörte beim Schalker 1:1 im Testspiel gegen Fortuna Sittard zu den auffälligsten Akteuren. Dafür gab es Lob von Trainer Dimitrios Grammozis, aber auch etwas Kritik.

Vor allem in der ersten Halbzeit war Blendi Idrizi fast an jeder torgefährlichen Situation für den FC Schalke 04 im Vorbereitungsspiel gegen Fortuna Sittard beteiligt. Das freute auch seinen Trainer Dimitrios Grammozis.

„Blendi hat ein bisschen etwas von einem Straßenköter. Er ist auch in den Räumen unterwegs, wo der Gegner nicht damit rechnet. Blendi hat sich sehr gut entwickelt“, lobte der Schalker Coach, der die Bezeichnung „Straßenköter“ damit keineswegs abwertend meinte. Sie steht vielmehr für die unberechenbare Spielweise von Idrizi.

Mangelnde Chancenverwertung

Aber Grammozis vergaß in der Medienrunde nach dem 1:1 gegen den niederländischen Erstligisten auch nicht darauf hinzuweisen, dass er seinen Schützling hinsichtlich seiner Chancenverwertung ein bisschen ins Gebet nehmen wird.

„Blendi hatte vier gute Möglichkeiten, da muss er mehr daraus machen“, betonte Grammozis. Fakt bleibt aber, dass sich der 23-Jährige mehr und mehr in den Vordergrund gespielt hat. Bereits in den letzten Partien des Jahres 2021 nutzte Idrizi seine Einsatzchancen durch die verletzungsbedienten Ausfälle von Danny Latza und Dominick Drexler und zeigte ordentliche Leistungen.

Auf der „Acht“ fühlt sich Idrizi am wohlsten. Man darf gespannt sein, wie sich der Konkurrenzkampf auf dieser Position entwickelt, wenn Latza und Drexler wieder fit sind. Grammozis: „Solch ein Konkurenzkampf ist gut für die gesamte Mannschaft. Es hat sich schon gezeigt, dass das Trainingsniveau sich in den vergangenen Monaten angehoben hat“.

Gerald Asamoah konnte im Januar 2020 Idrizi von einem Wechsel von Fortuna Köln zu den Königsblauen – zunächst für die U23 – überzeugen. Deshalb war es auch nicht verwunderlich, dass Idrizi nach seinem ersten Bundesigator beim 4:1-Erfolg gegen Eintracht Frankfurt herzlich umarmte.

Entdecker Gerald Asamoah

Spätestens zu diesem Zeitpunkt war der kosovarische Nationalspieler sportlich auf Schalke angekommen. Damals sagte Idrizi auf der Schalker Homepage: „Dieser Verein hat einfach eine riesengroße Wucht. Vor allem die Fans sind der Wahnsinn. Wenige Tage nach meiner Verpflichtung im Januar 2020 war ich zu Gast in der Veltins-Arena.“

Es ging um das DFB-Pokalspiel gegen Hertha BSC. Idrizi: „Die Stimmung, die Atmosphäre, das hat mich einfach umgehauen. Zu diesem Zeitpunkt habe ich gedacht: Stell dir mal vor, du wärst jetzt auf dem Platz – und 60.000 Fans stehen hinter dir. Ich hoffe, dass ich bald die Möglichkeit bekomme, vor Zuschauern in diesem fantastischen Stadion aufzulaufen.“

Nun ist Idrizi nahe daran, dieses Ziel zu erreichen, wenn sich die Corona-Lage hoffentlich irgendwann normalisiert hat.

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