Flink auf den Beinen: Marc Rzatkowski (vorn). © RHR-FOTO
Schalke 04

Warum die Verpflichtung von Marc Rzatkowski für Schalke Sinn macht

Das ist rekordverdächtig. Marc Rzatkowski ist der 16. Schalker Neuzugang in diesem Sommer. Darum macht die Verpflichtung des zuletzt vertragslosen Mittelfeldspielers Sinn.

Am Dienstag Nachmittag trainierte Marc Rzatkowski das erste Mal mit seinen neuen Mannschaftskameraden. Der erste Eindruck: Schalkes Neuzugang kann mit dem Ball umgehen, ist flink und beweglich.

Mit einem Marktwert von 700.000 Euro gehörte der Linksfuß zu den wertvollsten deutschen Spielern ohne Verein. Seit Beginn des Jahres war er vertragslos. Doch schon in seiner ersten Trainingseinheit war zu sehen, dass ihn die lange Zwangspause nicht sehr weit zurückgeworfen hat.

Gute Testergebnisse

Dieser Eindruck deckt sich mit den Schalker Ergebnissen der Leistungstests, die bei Rzatkowski vor seiner Verpflichtung durchgeführt wurden. Die Fitness-Resultate waren sehr gut.

Trainer Dimitrios Grammozis ließ zwischen den Zeilen nach der Einheit bereits durchblicken, dass der 31-Jährige schon im Auswärtsspiel am Samstag in Rostock (20.30 Uhr, Sky) zum Schalker Kader gehören könnte.

„Wenn er in den Einheiten am Donnerstag oder Freitag einen guten Eindruck hinterlässt, warum nicht? Dafür haben wir ihn schließlich geholt“, antwortete der 43-Jährige auf Nachfrage dieser Zeitung.

Zehner oder Achter

Grammozis sieht Rzatkowski als Zehner oder Achter im offensiven Mittelfeld. Der gebürtige Bochumer kennt die 2. Liga gut und weiß also ganz genau, was ihn erwartet.

Seine Verpflichtung macht deutlich, dass Schalke sich dort nicht optimal aufgestellt sieht. Einerseits fehlt im Mittelfeld mit Danny Latza ein wichtiger Taktgeber noch einige Zeit, andererseits hat der ausgeliehene Rodrigo Zalazar die Erwartungen bisher nicht erfüllt.

Mehr Möglichkeiten im Mittelfeld

Der Ex-Frankfurter fremdelt noch in neuer Umgebung. Von außen sieht es so aus, als ob Zalazar sich selbst zu sehr unter Druck setzt. Dadurch trifft er im Spiel oft die falschen Entscheidungen.

Rzatkowski, dessen Vertrag bis zum Saisonende läuft, hat nichts zu verlieren. Der 31-Jährige kann auch auf internationale Erfahrung zurückblicken. Er hat sechs Einsätze in der Europa League sowie deren drei in der Champions-League-Qualifikation in seiner sportlichen Vita.

Nach den Ausfällen von Danny Latza und Blendi Idrizi fehlte es im zentralen Mittelfeld an Möglichkeiten. „Ich denke, dass er jemand ist, der uns Möglichkeiten und Optionen im offensiven Mittelfeld gibt“, so Grammozis am Dienstag nach dem Training.

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