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Schalke 04

Warum Schalkes Trainer so großen Respekt vor Philipp Hofmann hat

Dimitrios Grammozis schätzt den „Zielspieler“ des Karlsruher SC wegen einer besonderen Fähigkeit. Seine Mannschaft sieht Schalkes Trainer auf dem richtigen Weg: „Aus Regensburg-Spiel gelernt.“

Manchmal wählen Fußball-Trainer Vergleiche, um ihre Sicht der Dinge anschaulich zu erklären. Als Dimitrios Grammozis vor dem Heimspiel gegen den Karlsruher SC am Freitag (18.30 Uhr, Veltins-Arena, live bei Sky) auf KSC-Stürmer Philipp Hofmann zu sprechen kam, regte sein Vergleich sogar ein wenig zum Schmunzeln an.

Selbst wenn Hofmann, so Grammozis, die Bälle nicht direkt aufs Tor bringen würde, habe er die Fähigkeit, „sie so abzulegen oder abprallen zu lassen, dass die Bälle wie Knochen unter einen Tisch fallen und seine Mitspieler sich sofort darauf stürzen und danach schnappen“. Ein Satz, der deutlich macht, welch großen Respekt Karlsruhes „Zielspieler“, der Schalkes A-Junioren 2012 zur Deutschen Meisterschaft schoss, im S04-Lager genießt.

Dritter Sieg in Folge?

Aber Schalke gegen Karlsruhe ist natürlich nicht nur Schalke oder gar Simon Terodde gegen Philipp Hofmann – es ist das Duell zweier Tabellen-Nachbarn, die gerne noch ein Stücken weiter nach oben klettern würden. Karlsruhe möchte, Schalke muss im Prinzip – es gilt, in Schlagdistanz zu den Aufstiegsplätzen zu bleiben oder gar schon auf einen zu springen. Der dritte Sieg in Folge soll es möglich machen, eine solche Serie hatte Schalke seit zwei Jahren nicht mehr.

Doch noch geht es gar nicht so sehr um Tabellenplätze, sondern um Standortbestimmungen. Schalkes neu zusammen gestellte Mannschaft befindet sich in einer Entwicklungsphase, die Richtung stimmte zuletzt. Vor allem das Spiel in Paderborn war für Grammozis ein Fortschritt: „Das war Zweite Liga pur!“

„Aus 1:4 Lehren gezogen“

Soll heißen: Es war ein enges Spiel mit vielen Zweikämpfen. Ein Spiel, in dem Geduld gefragt war und die Fähigkeit, der Stabilität in der Defensive den Vorrang zu geben vor (zu) hektischen Offensiv-Aktionen.

Am Ende sprang ein 1:0-Sieg dabei heraus, dem Kritiker „wenig Glanz und Souveränität“ attestierten, der aber vielleicht deshalb so wertvoll war, weil er deutlich machte, wie in der Zweiten Liga Spiele zu gewinnen sind. Für Grammozis war spätestens diese Partie der Beleg dafür, „dass wir aus dem Spiel in Regensburg unsere Lehren gezogen haben“. Das hatte Schalke 1:4 verloren und vorgeführt bekommen, wie es eben nicht funktioniert.

25.000 Zuschauer – ausverkauft

Der KSC muss den Ausfall von Rechtsverteidiger Sebastian Jung verkraften, der sich einen Kreuzbandriss zugezogen hat. Bei Schalke gehört Dominick Drexler, der in Paderborn mit Knieproblemen passen musste, möglicherweise schon wieder zur Startformation.

Die Arena ist ausverkauft, 25.000 Zuschauer sind zugelassen – bis auf 1.250 Gäste-Fans hoffen sie, dass nicht allzu viele KSC-„Knochen“ unter Schalkes Tisch fallen.

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